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Abkürzungsverzeichnis in der Hausarbeit: So erstellst du es richtig

Abkürzungsverzeichnis in der Hausarbeit erstellen: Aufbau und Beispiele | BachelorHero

Inhaltsverzeichnis

Kurzantwort: Ein Abkürzungsverzeichnis ist eine zweispaltige Liste: links die Abkürzung, rechts die ausgeschriebene Bedeutung. Du brauchst es, wenn du etwa fünf oder mehr fachspezifische Kürzel verwendest. Position: nach dem Inhaltsverzeichnis, vor dem Textteil. Wichtig: Im Text führst du jede Abkürzung trotzdem bei der ersten Verwendung ein.

Das Abkürzungsverzeichnis enthält nur fachspezifische Abkürzungen, die Lesende möglicherweise nicht kennen. Ob und wie du es anlegst, hängt von deinem Leitfaden ab. In diesem Artikel erfährst du, wann ein Verzeichnis sinnvoll ist, welche Abkürzungen hineingehören und wie du es in Word erstellst.

Auf einen Blick

Position: Nach dem Inhaltsverzeichnis, vor dem Textteil. Bei mehreren Verzeichnissen typischerweise nach Abbildungs- und Tabellenverzeichnis.

Sortierung: Alphabetisch nach der Abkürzung (nicht nach der Langform).

Inhalt: Nur fachspezifische Abkürzungen, die nicht allgemein bekannt sind.

Einführung im Text: Bei der ersten Verwendung Langform ausschreiben, Abkürzung in Klammern dahinter.

Was ist ein Abkürzungsverzeichnis?

Ein Abkürzungsverzeichnis ist eine alphabetisch sortierte Liste aller fachspezifischen Abkürzungen, die du in deiner Hausarbeit verwendest. In der linken Spalte steht die Abkürzung, in der rechten die ausgeschriebene Bedeutung. Das Verzeichnis erleichtert das Lesen und zeigt, dass du wissenschaftlich sauber arbeitest.

Abkürzungen sparen Platz und verbessern den Lesefluss, wenn sie richtig eingesetzt werden. Die Weltgesundheitsorganisation jedes Mal auszuschreiben, würde den Text aufblähen. Einmal als WHO eingeführt, ist das Kürzel sofort verständlich. Das Verzeichnis dient als Nachschlagewerk für alle verwendeten Kürzel.

Schnellcheck: Brauchst du eines?

Nicht jede Hausarbeit braucht ein Abkürzungsverzeichnis. Mit diesem Schnellcheck findest du in 30 Sekunden heraus, ob du eines anlegen solltest.

Entscheidungshilfe

1. Leitfaden prüfen: Hat dein Institut Vorgaben? Wenn der Leitfaden ein Verzeichnis ausschließt, legst du keines an. Wenn er es verlangt oder empfiehlt, folgst du dem.

2. Keine Vorgabe? Dann zählen: Unter fünf fachspezifische Kürzel? Die Einführung im Text reicht meist aus. Etwa fünf oder mehr? Ein Verzeichnis ist sinnvoll.

3. Sonderfall Tabellen/Abbildungen: Wenn der Leitfaden es nicht ausschließt und du viele Kürzel in Grafiken oder Anhängen hast: eher ein Verzeichnis anlegen, auch bei weniger als fünf Abkürzungen.

4. Unsicher? Frag deine Betreuung. Wenn der Leitfaden es nicht ausschließt, schadet ein sinnvoll gefülltes Verzeichnis in der Regel nicht.

In technischen, medizinischen oder juristischen Arbeiten sind Abkürzungsverzeichnisse häufiger, weil diese Fächer viele Fachkürzel verwenden. Eine BWL-Hausarbeit mit Begriffen wie EBIT, ROI, KPI oder SWOT profitiert von einem Verzeichnis. In einer literaturwissenschaftlichen Arbeit mit wenigen Abkürzungen ist es oft verzichtbar.

Position und Formatierung

Aufbau und Position des Abkürzungsverzeichnisses in der Hausarbeit | BachelorHero

Das Abkürzungsverzeichnis steht am Anfang deiner Hausarbeit, nach dem Inhaltsverzeichnis und vor dem Textteil, häufig nach Abbildungs- und Tabellenverzeichnis. Die genaue Reihenfolge hängt davon ab, ob du weitere Verzeichnisse hast. Ein typischer Aufbau: Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Abbildungsverzeichnis, Tabellenverzeichnis, Abkürzungsverzeichnis, dann der Textteil.

Das Verzeichnis beginnt auf einer eigenen Seite mit der Überschrift „Abkürzungsverzeichnis". Diese Überschrift ist nicht nummeriert, erscheint aber in der Regel im Inhaltsverzeichnis (maßgeblich ist dein Leitfaden). Die Einträge listest du zweispaltig auf: links die Abkürzung, rechts die vollständige Bedeutung.

Formatierung: Schriftart und Schriftgröße entsprechen dem Fließtext. Die Einträge sind alphabetisch sortiert, linksbündig ausgerichtet und mit einzeiligem Abstand gesetzt. Zwischen den Spalten bleibt genug Platz, damit die Zuordnung eindeutig ist. Tabulatoren oder eine Tabelle ohne sichtbare Linien helfen bei der Ausrichtung.

Seitenzahlen

Das Abkürzungsverzeichnis erhält eine Seitenzahl, meist in römischer Nummerierung (wie das Inhaltsverzeichnis). Erst ab der Einleitung beginnt die arabische Zählung. Die genaue Regelung findest du in deinem Leitfaden. Mehr dazu im Artikel zu Seitenzahlen in der Hausarbeit.

Vorlage zum Kopieren

Diese Mini-Vorlage enthält nur fachspezifische Abkürzungen, die typischerweise ins Verzeichnis gehören:

Abkürzungsverzeichnis

DSGVO Datenschutz-Grundverordnung
EBIT Earnings Before Interest and Taxes
KMU Kleine und mittlere Unternehmen
StGB Strafgesetzbuch

Ersetze die Beispieleinträge durch deine eigenen fachspezifischen Abkürzungen. Allgemeine Kürzel wie z. B., vgl. oder i. d. R. gehören hier nicht hinein.

Welche Abkürzungen gehören ins Verzeichnis?

Welche Abkürzungen gehören ins Abkürzungsverzeichnis einer Hausarbeit | BachelorHero

Ins Abkürzungsverzeichnis gehören fachspezifische Abkürzungen, die nicht allgemein bekannt sind. Das sind Kürzel aus deinem Fachgebiet, Organisationsnamen und selbst eingeführte Abkürzungen. Beispiele: WHO (Weltgesundheitsorganisation), EBIT (Earnings Before Interest and Taxes), BIP (Bruttoinlandsprodukt), StGB (Strafgesetzbuch).

In der Regel nicht ins Verzeichnis gehören allgemein bekannte Abkürzungen, die im Duden stehen. Dazu zählen z. B. (zum Beispiel), vgl. (vergleiche), etc. (et cetera), usw. (und so weiter), bzw. (beziehungsweise), d. h. (das heißt), u. a. (unter anderem) und ähnliche Kürzel. Diese werden als bekannt vorausgesetzt. Manche Lehrstühle sehen solche Kürzel im Fließtext stilistisch ungern, aber das bedeutet nicht, dass sie ins Verzeichnis müssen. Wenn dein Leitfaden empfiehlt, Abkürzungen wie „etc." auszuschreiben, tue das, ohne sie ins Verzeichnis aufzunehmen.

Einheiten und Maße wie km, kg, m², % oder € gehören üblicherweise ebenfalls nicht ins Verzeichnis. Sie sind standardisiert und allgemein verständlich. Auch Währungskürzel wie EUR oder USD brauchst du in den meisten Fällen nicht aufzulisten.

Faustregel: Was gehört rein?

Würde jemand außerhalb deines Fachgebiets die Abkürzung verstehen? Wenn nein, gehört sie ins Verzeichnis. Begriffe wie EBITDA, KMU, StGB oder DSGVO sind in ihrem jeweiligen Fach geläufig, aber nicht allgemein bekannt. Auch vermeintlich bekannte Kürzel können je nach Zielgruppe erklärungsbedürftig sein. Im Zweifel lieber aufnehmen als weglassen.

Sortierung: Regeln und Beispiele

Die Einträge im Abkürzungsverzeichnis sortierst du alphabetisch nach der Abkürzung, nicht nach der Langform. Das klingt einfach, wird bei Sonderzeichen, Zahlen und Bindestrichen aber knifflig. Die Sortierlogik kann je nach Leitfaden und Textverarbeitungsprogramm variieren.

Sortierbeispiele für Sonderfälle

Diese Beispiele demonstrieren nur die Sortierlogik bei Sonderzeichen, Zahlen und Bindestrichen. Sie sind keine Empfehlung, diese Kürzel aufzunehmen.

§ Paragraf (Sonderzeichen oft vor Buchstaben)
3D Dreidimensional (Zahlen vor oder nach Buchstaben, je nach Stil)
B2B Business-to-Business (Zahl innerhalb des Kürzels)
BGB Bürgerliches Gesetzbuch
SARS-CoV-2 Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom Coronavirus 2 (Bindestriche + Zahl)
EKG Elektrokardiogramm
Sortierung in Word: So gehst du vor

Wenn dein Leitfaden keine Sortierregel vorgibt, nutze diese Standardmethode: Markiere die Tabelle, gehe zu Layout → Sortieren. Wähle „Spalte 1", „Text", „Aufsteigend" und aktiviere „Zeilen ohne Überschrift". Prüfe danach das Ergebnis manuell, da Word Sonderzeichen (§, &) und Zahlen (3D, B2B) manchmal unerwartet einsortiert. Korrigiere bei Bedarf von Hand und behalte deine Logik konsequent bei.

Abkürzungen im Text einführen

Abkürzung im Text korrekt einführen: Beispiel mit Langform und Kürzel | BachelorHero

Das Abkürzungsverzeichnis ersetzt nicht die Einführung im Text. Bei der ersten Verwendung schreibst du den Begriff vollständig aus und setzt die Abkürzung in Klammern dahinter. Ab der zweiten Verwendung nutzt du nur noch die Abkürzung.

Beispiel: Einführung im Text

„Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichte 2023 neue Richtlinien. [...] Die WHO empfiehlt dabei einen ganzheitlichen Ansatz."

Die Einführung erfolgt dort, wo die Abkürzung zum ersten Mal im Fließtext auftaucht, also meist in der Einleitung oder im Hauptteil. In Überschriften solltest du Abkürzungen vermeiden. Wenn du sie dort verwenden musst, führe sie spätestens im ersten Absatz des Kapitels ein.

Richtwert: Verwende eine Abkürzung nur, wenn sie etwa dreimal oder häufiger im Text vorkommt. Ein Kürzel, das du nur einmal brauchst, lohnt sich meist nicht. Schreibe den Begriff dann lieber jedes Mal aus. Das hält den Text verständlich und das Verzeichnis schlank. Wenn dein Leitfaden oder deine Betreuung andere Vorgaben macht, haben diese Vorrang.

Hinweis: Abstract und Zusammenfassung

Wenn deine Hausarbeit ein Abstract hat, sollten dort möglichst keine Abkürzungen stehen. Das Abstract muss für sich allein verständlich sein. Falls du eine Abkürzung dort unbedingt brauchst, führe sie im Abstract separat ein, auch wenn sie später im Text nochmals eingeführt wird.

Sonderfälle und Stolpersteine

Nicht jede Abkürzung passt ins Standardschema. Hier findest du Lösungen für die häufigsten Sonderfälle, die in der Praxis Fragen aufwerfen.

Sonderfälle lösen

Mehrdeutige Abkürzungen: Manche Kürzel haben je nach Kontext unterschiedliche Bedeutungen. „KM" kann Kilometer oder Kostenmanagement meinen, „BM" steht für Bürgermeister oder Betriebsmittel. Definiere im Verzeichnis eindeutig, welche Bedeutung du verwendest. Beispiel: „KM – Kostenmanagement (im Kontext dieser Arbeit)" oder schlicht „KM – Kostenmanagement".

Abkürzungen in Tabellen und Abbildungen: Kürzel in Tabellen, Abbildungen oder im Anhang kannst du entweder ins Verzeichnis aufnehmen oder lokal erklären (Legende unter der Grafik, Fußnote). Wichtig ist Konsistenz: Entscheide dich für eine Methode und wende sie durchgängig an.

Abkürzungsverzeichnis vs. Glossar: Das Verzeichnis löst Kürzel auf (WHO → Weltgesundheitsorganisation), das Glossar erklärt Begriffe inhaltlich. Beide können in einer Arbeit vorkommen.

Plural und Beugung: Üblich ist KPI → KPIs (mit angehängtem s). Manche Leitfäden erlauben auch unveränderte Pluralformen. Entscheide dich für eine Variante und nutze sie konsequent. Im Verzeichnis steht nur die Grundform (KPI), die Pluralbildung regelst du im Text.

Selbst eingeführte Abkürzungen: Wenn du eine eigene Abkürzung einführst (z. B. für ein Unternehmen oder ein Modell), nimm sie ins Verzeichnis auf. Achte darauf, dass das Kürzel nicht bereits anders belegt ist.

Abkürzungsverzeichnis in Word erstellen

In Microsoft Word erstellst du das Abkürzungsverzeichnis am einfachsten mit einer Tabelle ohne Rahmen. Das sorgt für saubere Ausrichtung und lässt sich leicht bearbeiten. Die folgende Anleitung funktioniert in allen gängigen Word-Versionen.

Schritt-für-Schritt in Word

1. Tabelle einfügen: Füge eine Tabelle mit zwei Spalten ein (Einfügen → Tabelle). Die linke Spalte sollte etwa 2 bis 3 cm breit sein, die rechte füllt den restlichen Platz.

2. Rahmen entfernen: Markiere die Tabelle, klicke auf „Rahmen" (im Menü Tabellentools/Layout) und wähle „Kein Rahmen". Die Tabelle bleibt zur Bearbeitung sichtbar, wird aber nicht gedruckt.

3. Einträge hinzufügen: Trage in die linke Spalte die Abkürzungen ein, in die rechte die Langformen. Ein Eintrag pro Zeile.

4. Alphabetisch sortieren: Markiere die Tabelle, gehe zu Layout → Sortieren. Die genauen Einstellungen findest du im Abschnitt „Sortierung: Regeln und Beispiele" weiter oben.

5. Formatierung anpassen: Stelle Schriftart und Zeilenabstand passend zum Fließtext ein. Entferne den Zellenabstand, falls die Zeilen zu weit auseinanderstehen.

Alternativ kannst du mit Tabulatoren arbeiten. Setze einen Tabstopp bei etwa 3 cm und richte alle Langformen linksbündig daran aus. Diese Methode ist etwas fummeliger, aber flexibler bei nachträglichen Änderungen. Wenn du häufiger Hausarbeiten schreibst, lege dir eine Dokumentvorlage an, die bereits ein formatiertes Abkürzungsverzeichnis enthält.

Muster für verschiedene Fachbereiche

Hier siehst du Beispiele für verschiedene Fachbereiche. Die Einträge sind alphabetisch sortiert und zeigen, welche Abkürzungen typischerweise in das Verzeichnis gehören.

Muster: Wirtschaftswissenschaften
B2B Business-to-Business
EBIT Earnings Before Interest and Taxes
KMU Kleine und mittlere Unternehmen
KPI Key Performance Indicator
ROI Return on Investment
Muster: Rechtswissenschaften
BGB Bürgerliches Gesetzbuch
DSGVO Datenschutz-Grundverordnung
GG Grundgesetz
StGB Strafgesetzbuch
VwVfG Verwaltungsverfahrensgesetz
Muster: Medizin und Gesundheitswissenschaften
EKG Elektrokardiogramm
MRT Magnetresonanztomografie
RKI Robert Koch-Institut
WHO World Health Organization (Weltgesundheitsorganisation)
ZNS Zentralnervensystem

Sprachlogik: In deutschsprachigen Hausarbeiten verwendest du primär die deutsche Langform. Bei international etablierten Fachbegriffen wie EBIT oder KPI ist die englische Originalbezeichnung üblich. Entscheide dich für ein einheitliches Schema: entweder durchgängig deutsche Langformen (mit optionalem englischen Original in Klammern) oder durchgängig englische Begriffe, wo sie fachüblich sind. Mische nicht willkürlich. Die Beispiele oben zeigen: deutsche Gesetze auf Deutsch, internationale Wirtschaftskennzahlen auf Englisch.

Häufige Detailfragen

Muss das Abkürzungsverzeichnis ins Inhaltsverzeichnis? In der Regel ja, die Überschrift erscheint dort (nicht nummeriert). Maßgeblich ist dein Leitfaden: Wenn er Verzeichnisse anders behandelt, folge dem. Word übernimmt die Aufnahme automatisch, wenn du dieselbe Formatvorlage wie für andere Verzeichnisüberschriften verwendest.

Wie lang darf das Verzeichnis sein? Es gibt keine feste Obergrenze. Als Richtwert gilt: Ab etwa 30 Einträgen kann es unübersichtlich werden. Prüfe in dem Fall, ob wirklich alle Kürzel nötig sind. Alternativ kannst du thematische Untergruppen bilden (Institutionen, Gesetze, Fachbegriffe), wenn dein Leitfaden das erlaubt. Im Zweifel frag deine Betreuung.

Was tun bei sehr vielen Abkürzungen? Frag dich bei jedem Eintrag: Kommt die Abkürzung mindestens dreimal im Text vor? Wenn nicht, schreibe den Begriff lieber aus. Das hält das Verzeichnis schlank und den Text lesbar. Bei unvermeidbar vielen Kürzeln (etwa in technischen Arbeiten) sind thematische Blöcke eine Option.

Checkliste vor der Abgabe

Vor der Abgabe solltest du das Abkürzungsverzeichnis systematisch prüfen. Diese Checkliste hilft dir, die häufigsten Fehler zu vermeiden.

Abgabe-Check Abkürzungsverzeichnis
  • Alle fachspezifischen Abkürzungen aus dem Text sind im Verzeichnis aufgeführt
  • Keine Verzeichniseinträge ohne Verwendung im Text
  • Jede Abkürzung ist bei der ersten Verwendung im Text eingeführt
  • Alphabetische Sortierung stimmt (auch bei Sonderzeichen und Zahlen)
  • Nur fachspezifische Kürzel aufgenommen (Duden-Abkürzungen gehören nicht hinein)
  • Einheitliche Formatierung (Schriftart, Abstände, Ausrichtung)
  • Position im Dokument stimmt mit Leitfaden überein

Das Abkürzungsverzeichnis ist nur eines von mehreren optionalen Verzeichnissen. Je nach Hausarbeit brauchst du auch ein Abbildungsverzeichnis oder ein Tabellenverzeichnis. Pflicht ist in jedem Fall das Literaturverzeichnis, das alle zitierten Quellen auflistet. Weitere Tipps für die letzte Phase findest du im Artikel zur Korrektur der Hausarbeit.

Nächster Schritt: Wenn alle Verzeichnisse stimmen und der Text korrigiert ist, exportiere dein Dokument als PDF und prüfe das Layout ein letztes Mal. Falls du deine Hausarbeit professionell drucken und binden lassen möchtest, findest du bei BachelorHero passende Optionen.

Häufig gestellte Fragen

Wann brauche ich ein Abkürzungsverzeichnis in der Hausarbeit?

Ein Abkürzungsverzeichnis ist sinnvoll, wenn du etwa fünf oder mehr fachspezifische Abkürzungen verwendest. Bei weniger Kürzeln reicht die Einführung im Text. Prüfe immer zuerst die Vorgaben deiner Hochschule, da der Leitfaden Vorrang hat.

Gehören Abkürzungen wie z. B. oder vgl. ins Verzeichnis?

In den meisten Leitfäden nicht. Duden-Abkürzungen wie z. B., vgl., etc. oder bzw. gelten als allgemein bekannt. Manche Lehrstühle sehen sie im Fließtext stilistisch ungern, aber das bedeutet nicht, dass sie ins Verzeichnis müssen. Maßgeblich ist dein Leitfaden.

Wie gehe ich mit Abkürzungen in Überschriften um?

Vermeide Abkürzungen in Überschriften, wenn möglich. Falls unvermeidbar, führe die Abkürzung spätestens im ersten Absatz des Kapitels ein. Im Inhaltsverzeichnis erscheint dann die Abkürzung, aber Lesende finden die Erklärung direkt im Kapitel.

Kann ich das Abkürzungsverzeichnis weglassen, wenn der Leitfaden schweigt?

Ja, wenn du weniger als fünf fachspezifische Abkürzungen verwendest. Bei fünf oder mehr Kürzeln ist ein Verzeichnis sinnvoll, auch ohne explizite Vorgabe. Im Zweifel frag deine Betreuung. Ein sauber geführtes Verzeichnis schadet in der Regel nicht, sofern der Leitfaden es nicht ausschließt.

Muss ich eine Abkürzung auch einführen, wenn sie im Verzeichnis steht?

Ja. Das Verzeichnis ersetzt nicht die Einführung im Text. Bei der ersten Verwendung schreibst du die Langform aus und setzt die Abkürzung in Klammern dahinter. Danach verwendest du nur noch die Abkürzung. Das Verzeichnis dient als Nachschlagewerk, nicht als Erstinformation.

Was ist der Unterschied zwischen Abkürzungsverzeichnis und Glossar?

Das Abkürzungsverzeichnis löst Kürzel auf (WHO → Weltgesundheitsorganisation). Ein Glossar definiert Begriffe inhaltlich (Bruttoinlandsprodukt → Definition). Beide erfüllen unterschiedliche Funktionen und können in einer Arbeit vorkommen. Ob Abkürzungen zusätzlich im Glossar erscheinen dürfen, regelt dein Leitfaden.

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