Die Formatierung deiner Hausarbeit umfasst Schriftart, Schriftgröße, Seitenränder, Zeilenabstand und Layout. Hier findest du verbreitete Orientierungswerte, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Word und eine Checkliste vor der Abgabe.
Kurzantwort: Ohne konkrete Vorgaben kannst du mit folgenden Orientierungswerten starten:
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Schrift: gut lesbare Standardschrift, zum Beispiel Times New Roman 12 pt oder Arial 11 pt
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Zeilenabstand: häufig 1,5-fach im Fließtext
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Seitenränder: zunächst 2,5 cm rundum; Korrektur- und Bindungsrand passend zur Abgabeform klären
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Ausrichtung: Blocksatz mit kontrollierter Silbentrennung oder linksbündiger Flattersatz
Welche Formatierung brauchst du? Das hängt von deiner Situation ab:
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Du hast einen Leitfaden
Seine Vorgaben haben Vorrang vor Orientierungswerten.
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Du gibst gedruckt ab
Kläre, ob ein- oder doppelseitig gedruckt wird und welche Korrektur-, Bindungs- oder Bundstegränder Hochschule und Druckerei verlangen.
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Du gibst nur digital ab
Prüfe die PDF-Vorgaben; ein zusätzlicher Bindungsrand ist dann nur nötig, wenn trotzdem gedruckt oder archiviert wird.
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Du bist bei Abweichungen unsicher
Frag kurz bei deiner Betreuung nach.
Hinweis zu Vorgaben: Wo Leitfaden, Prüfungsordnung oder Betreuung von den folgenden Empfehlungen abweichen, haben die lokalen Vorgaben Vorrang.
Inhaltsverzeichnis
Schnellcheck: Orientierungswerte ohne Leitfaden
Wenn es keine konkrete Vorgabe gibt, kannst du die Werte aus der Kurzantwort als Ausgangspunkt verwenden. Offizielle Leitfäden unterscheiden sich besonders in diesen Punkten:
| Element | Mögliche Vorgabe |
|---|---|
| Seitenränder | Beispiel: rechts 3,5 cm Korrekturrand, übrige Ränder 2,5 cm |
| Seitenzahlen | Beispielsweise römische Zahlen (I, II, III) im Vorspann und arabische Zahlen ab 1 im Haupttext; alternativ fortlaufende Zählung |
| Fußnoten | Beispielsweise 10 oder 11 pt; einfacher Zeilenabstand ist verbreitet |
| Schrift | Zum Beispiel Times New Roman 12 pt, Arial 11 pt oder Calibri 12 pt |
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Seitenränder
Mögliche Vorgabe
Beispiel: rechts 3,5 cm Korrekturrand, übrige Ränder 2,5 cm
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Seitenzahlen
Mögliche Vorgabe
Beispielsweise römische Zahlen (I, II, III) im Vorspann und arabische Zahlen ab 1 im Haupttext; alternativ fortlaufende Zählung
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Fußnoten
Mögliche Vorgabe
Beispielsweise 10 oder 11 pt; einfacher Zeilenabstand ist verbreitet
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Schrift
Mögliche Vorgabe
Zum Beispiel Times New Roman 12 pt, Arial 11 pt oder Calibri 12 pt
Die folgenden Abschnitte erklären jedes Element im Detail.
Schriftart und Schriftgröße
Times New Roman, Arial und Calibri kommen in offiziellen Hochschulleitfäden häufig vor. Times New Roman 12 pt und Arial 11 pt sind verbreitete Kombinationen.
Übernimm deshalb Schriftart und Schriftgröße immer als zusammengehörige Vorgabe. Gibt es keine Vorgabe, wähle eine gut lesbare Standardschrift, nutze eine angemessene Größe und behalte die Kombination im gesamten Dokument konsequent bei.
Für Fußnoten, Überschriften, Tabellen und Beschriftungen können andere Größen gelten. Lege auch diese Werte über Formatvorlagen fest, damit sie einheitlich bleiben.
Times New Roman 12 pt: verbreitete Orientierung für eine Serifenschrift.
Arial 11 pt: verbreitete Orientierung für eine serifenlose Schrift.
Orientierung für Fußnoten: Ohne konkrete Vorgabe kannst du beispielsweise 10 oder 11 pt wählen.
Seitenränder richtig einstellen
Die Seitenränder schaffen Weißraum für Lesbarkeit, Korrekturen und gegebenenfalls die Bindung. Die passenden Werte hängen vom Hochschulleitfaden und von der Abgabeform ab.
Fehlt eine konkrete Vorgabe, kannst du 2,5 cm an allen vier Seiten als Ausgangspunkt verwenden. Kläre bei einer gedruckten Abgabe zusätzlich, ob ein Korrekturrand, Spiegelränder oder ein Bundsteg verlangt wird.
Spiegelränder und Bundsteg: Spiegelränder ordnen bei doppelseitigem Druck einen Innen- und Außenrand statt fester linker und rechter Ränder zu. Ein Bundsteg ist zusätzlicher Platz für die Bindung und wird separat eingestellt. Rechenbeispiel: 2,5 cm Innenrand plus 0,5 cm Bundsteg ergeben 3 cm Platz zur Bindung; mit 1 cm Bundsteg sind es 3,5 cm. Die benötigte Zugabe richtet sich nach der Bindungsanforderung. In der Word-Desktop-App findest du die Einstellungen unter Layout → Ränder → Benutzerdefinierte Ränder. Wähle unter „Mehrere Seiten“ bei Bedarf „Ränder spiegeln“ und trage einen verlangten Bundsteg im eigenen Feld ein.
Das Seitenformat ist häufig DIN A4 (21 × 29,7 cm) im Hochformat. Auch das Format sowie Abstände von Kopf- und Fußzeilen können vorgegeben sein. Lege das Seitenformat fest, bevor du Ränder und Seitenzahlen einrichtest. Als Gestaltungsbeispiel kannst du Kopf- und Fußzeilen 1,25 cm vom Papierrand entfernt platzieren.
Zeilenabstand und Absatzformatierung
Viele Hochschulleitfäden verlangen im Fließtext einen 1,5-fachen Zeilenabstand. Das ist ein verbreiteter Orientierungswert, aber keine allgemeingültige Regel.
Für Fußnoten und eingerückte Zitate wird häufig einfacher Zeilenabstand verlangt. Das konkrete Format richtet sich jedoch nach Hochschulleitfaden und Zitierstil. Lege für wiederkehrende Elemente eigene Formatvorlagen an.
Bei der Absatzformatierung kannst du beispielsweise 6 bis 12 pt Abstand nach jedem Absatz oder etwa 1 cm Erstzeileneinzug verwenden. Wähle ohne konkrete Vorgabe eine der beiden Varianten einheitlich; kombiniere sie nur, wenn dein Gestaltungs- oder Zitierstil das vorsieht.
Variante 1: Blocksatz: Wenn du Blocksatz nutzt, aktiviere in Word für Windows die automatische Silbentrennung unter Layout → Silbentrennung → Automatisch und kontrolliere problematische Trennungen. Über Layout → Silbentrennung → Manuell kannst du Trennstellen einzeln festlegen. Einen bedingten Trennstrich fügst du unter Windows mit Strg+- ein, unter macOS mit Cmd+-.
Variante 2: Flattersatz: Linksbündiger Flattersatz hält die Wortabstände gleichmäßig und kommt häufig ohne automatische Silbentrennung aus. Nutze ihn, wenn dein Leitfaden diese Ausrichtung erlaubt.
Zitate, Fußnoten und Listen formatieren
Direkte Zitate im Fließtext stehen nach dem gewählten Zitierstil in Anführungszeichen und erhalten eine genaue Fundstelle. Wann ein Zitat als Block gesetzt wird, hängt vom Stil ab. APA 7 verwendet 40 Wörter oder mehr, MLA bei Prosa mehr als vier Zeilen. Chicago 17 nennt als allgemeine Orientierung etwa 100 Wörter oder mehr, während der separate Turabian-Leitfaden für studentische Arbeiten fünf oder mehr Zeilen verwendet. Lokale Kursregeln können abweichen. Richte dich deshalb nach deinem Zitierstil.
Varianten beim Blockzitat: Ein Blockzitat steht in der Regel ohne äußere Anführungszeichen. Der Leitfaden Sprachliche Grundbildung der Universität Bielefeld nennt beispielsweise links und rechts etwa 1 cm Einzug, einfachen Zeilenabstand und eine kleinere Schrift. Andere Zitierstile verlangen andere Werte. Lege dafür eine eigene Formatvorlage an, damit alle Blockzitate gleich formatiert sind.
Fiktives Layoutbeispiel: Text und Quellenangabe sind erfunden.
Die Formatierung wissenschaftlicher Arbeiten folgt etablierten Konventionen, die je nach Fachbereich und Institution variieren
können. Eine einheitliche Gestaltung erleichtert das Lesen und signalisiert wissenschaftliche Sorgfalt.
(Muster, 2024, S.
15)
Fußnoten können kleiner und mit anderem Zeilenabstand als der Fließtext formatiert werden. Die konkreten Werte sowie die Position der hochgestellten Fußnotennummer richten sich nach Zitierstil und Leitfaden. Lege die Gestaltung einheitlich über die Word-Formatvorlage „Fußnotentext“ fest. Mehr dazu findest du im Ratgeber Fußnoten in der Hausarbeit.
Aufzählungen und Listen solltest du sparsam einsetzen. Wenn du sie nutzt, achte auf einheitliche Einrückung (beispielsweise 0,5 bis 1 cm) und gleichen Abstand zwischen den Punkten. Vermeide Mischformate wie verschiedene Aufzählungszeichen in derselben Arbeit. Nummerierte Listen eignen sich für Reihenfolgen und Schritte, Listen mit Aufzählungszeichen für gleichwertige Punkte.
Tabellen und Abbildungen brauchen eine Nummer, einen Titel und gegebenenfalls eine Quellenangabe. Ein mögliches Schema setzt die Beschriftung unter die Abbildung („Abb. 1: Ablauf der Untersuchung“) und über die Tabelle („Tab. 1: Merkmale der Stichprobe“). Position und Schriftformat richten sich nach Zitierstil und Leitfaden; 10 bis 11 pt sind ein mögliches Gestaltungsbeispiel. Verweise im Text auf jede Tabelle und Abbildung, etwa mit „siehe Abb. 1“ oder „vgl. Tab. 1“. Ein Abbildungs- oder Tabellenverzeichnis legst du an, wenn es verlangt wird oder bei mehreren Elementen die Orientierung verbessert. Mehr dazu findest du im Ratgeber Abbildungsverzeichnis der Hausarbeit.
Überschriften und Gliederungsebenen
Überschriften gliedern deine Hausarbeit und helfen Lesenden bei der Orientierung. Unterscheide die Ebenen sichtbar. Fehlt eine Vorgabe, können 14 bis 16 pt für Hauptüberschriften und 12 bis 14 pt für Unterüberschriften als Ausgangspunkt dienen.
Übernimm das Gliederungssystem aus deinem Fachleitfaden. Das Dezimalsystem 1, 1.1, 1.2, 2, 2.1 ist verbreitet, aber nicht die einzige Möglichkeit. Wenn du einen Punkt untergliederst, sollte er mindestens zwei Unterpunkte erhalten. Mehr zur Gliederung der Hausarbeit findest du im passenden Ratgeber.
Häufig steht vor einer Überschrift mehr Abstand als danach. Ohne Vorgabe kannst du beispielsweise 18 pt davor und 6 pt danach testen. Hinterlege die Werte in den Formatvorlagen statt mit manuellen Leerzeilen zu arbeiten.
Nutze in Word konsequent die Formatvorlagen „Überschrift 1“, „Überschrift 2“ etc.
Deine Vorteile: Formatvorlagen unterstützen eine einheitliche Gestaltung und ermöglichen ein automatisch aktualisierbares Inhaltsverzeichnis. Aktualisiere und prüfe es trotzdem vor der Abgabe.
Seitenzahlen und Deckblatt
Das Deckblatt trägt üblicherweise keine sichtbare Seitenzahl. Ob es mitgezählt wird, wo die sichtbare Nummerierung beginnt und welche vorderen Bestandteile mitgezählt werden, variiert jedoch. Übernimm diese Regeln aus deinem Leitfaden, statt das Inhaltsverzeichnis pauschal als Seite 1 oder Seite 2 zu behandeln.
Ein mögliches Schema sind römische Zahlen (I, II, III) für die vorderen Verzeichnisse und arabische Zahlen ab 1 für den Haupttext. In Word für Windows fügst du dafür vor dem Haupttext unter Layout → Umbrüche → Nächste Seite einen Abschnittsumbruch ein. Öffne die Kopf- oder Fußzeile des neuen Abschnitts und deaktiviere „Mit vorheriger verknüpfen“. Füge über Seitenzahl die Nummerierung an der gewünschten Position ein, beispielsweise unten mittig oder rechts. Unter Seitenzahl → Seitenzahlen formatieren wählst du das Zahlenformat und bei „Beginnen bei“ den Startwert für den jeweiligen Abschnitt. Einen ausführlichen Ratgeber findest du unter Seitenzahlen in der Hausarbeit.
Häufige Angaben auf dem Deckblatt sind Titel, Modul oder Kurs, Hochschule, Abgabedatum, Name, Matrikelnummer, Studiengang und Betreuung. Bei anonymisierten Prüfungen kann stattdessen nur eine Kennung zulässig sein. Nutze eine vorgeschriebene Vorlage und deren Reihenfolge, wenn dein Fachbereich sie bereitstellt.
Formatvorgaben nach Prüfungsart: Was kann sich ändern?
Die Bezeichnung der Prüfungsarbeit allein legt die Formatierung nicht fest. Nutze den folgenden Vergleich als praktische Checkliste und prüfe die konkreten Anforderungen für deine Abgabe.
| Art der Arbeit | Prüfpunkte |
|---|---|
| Hausarbeit | Abgabeform, erlaubte Schriftkombination, Textumfang, Seitenzählung und benötigte Verzeichnisse prüfen. |
| Seminararbeit | Kursleitfaden, Zitierstil, Druckvorgabe, Bindungsrand und Nummerierung der vorderen Bestandteile prüfen. |
| Bachelorarbeit | Prüfungsordnung, offizielle Vorlage, Abgabeformat, Bindung, Verzeichnisse und Eigenständigkeitserklärung prüfen. |
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Hausarbeit
Prüfpunkte
Abgabeform, erlaubte Schriftkombination, Textumfang, Seitenzählung und benötigte Verzeichnisse prüfen.
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Seminararbeit
Prüfpunkte
Kursleitfaden, Zitierstil, Druckvorgabe, Bindungsrand und Nummerierung der vorderen Bestandteile prüfen.
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Bachelorarbeit
Prüfpunkte
Prüfungsordnung, offizielle Vorlage, Abgabeformat, Bindung, Verzeichnisse und Eigenständigkeitserklärung prüfen.
Formale Vorgaben können für jede Prüfungsart verbindlich sein. Halte deshalb die dokumentierten Anforderungen ein und kläre Widersprüche vor der Abgabe mit der zuständigen Stelle.
Formatierung in Word einrichten
In Microsoft Word richtest du die Grundstruktur am besten zu Beginn ein. Die folgenden Menüpfade beziehen sich auf die Desktop-App für Windows; auf macOS und in anderen Versionen können Bezeichnungen abweichen.
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Seitenformat und Ränder
Lege zuerst unter Layout das verlangte Papierformat und die Ausrichtung fest. Öffne danach Layout → Ränder → Benutzerdefinierte Ränder. Trage die vorgegebenen Werte ein. Für Duplexdruck wählst du unter „Mehrere Seiten“ gegebenenfalls „Ränder spiegeln“; einen verlangten Bundsteg trägst du separat ein.
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Formatvorlage für Fließtext anpassen
Klicke im Reiter Start mit der rechten Maustaste auf die Vorlage „Standard“ oder „Normal“ und wähle „Ändern“. Stelle Schriftart und Größe ein; Zeilenabstand, Absatzabstand und Einzüge findest du unter Format → Absatz. Ein Gestaltungsbeispiel sind Times New Roman 12 pt, 1,5-facher Zeilenabstand, 6 pt Abstand nach dem Absatz und Blocksatz. Bestätige mit OK und weise deinem Fließtext diese Vorlage zu.
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Formatvorlagen für Überschriften
Klicke mit rechts auf „Überschrift 1“ und wähle „Ändern“. Ein Beispiel sind Times New Roman 14 pt, fett, 18 pt Abstand davor und 6 pt danach. Für „Überschrift 2“ kannst du beispielsweise 12 pt fett verwenden. Aktiviere unter Format → Absatz → Zeilen- und Seitenumbruch „Nicht vom nächsten Absatz trennen“, damit eine Überschrift nicht allein am Seitenende steht. Passe weitere Ebenen auf dieselbe Weise an.
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Abschnitte und Seitenzahlen
Füge einen Abschnittsumbruch auf der nächsten Seite ein, wenn vordere Bestandteile und Haupttext unterschiedliche Nummerierungen brauchen. Löse die Verknüpfung von Kopf- oder Fußzeilen und stelle Zahlenformat sowie Startwert für jeden Abschnitt ein.
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Automatische Verzeichnisse
Damit Word das Inhaltsverzeichnis automatisch erstellt, verwendest du die Überschrift-Formatvorlagen. Gehe dann zu Verweise → Inhaltsverzeichnis und wähle ein automatisches Format. Füge Beschriftungen für Abbildungen und Tabellen über Verweise → Beschriftung einfügen hinzu; sie bilden die Grundlage für die entsprechenden Verzeichnisse. Aktualisiere vor dem PDF-Export das gesamte Inhaltsverzeichnis einschließlich Überschriften und Seitenzahlen und prüfe das Ergebnis.
Aktiviere den Seitenmodus und lege unter Datei → Seiteneinrichtung Papierformat und Ränder fest. Nutze Absatzstile für Fließtext und Überschriften, erstelle daraus das Inhaltsverzeichnis und verwende bei getrennten Seitenzahlen einen Abschnittsumbruch. Lade anschließend eine PDF-Datei herunter und kontrolliere sie vollständig.
Speichere dein geprüftes Layout bei Bedarf als Word-Vorlage (.dotx). So kannst du Ränder, Schriftarten und Formatvorlagen für die nächste Arbeit wiederverwenden. Prüfe dabei, ob Leitfaden und Abgabeform dieselben Einstellungen verlangen.
Typische Fehler vermeiden
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Blocksatz ohne kontrollierte Silbentrennung
Problem: Blocksatz ohne kontrollierte Silbentrennung kann große Lücken erzeugen.
So behebst du es: Wenn du Blocksatz nutzt, prüfe die automatische Silbentrennung und kontrolliere anschließend problematische Trennungen. Bei erlaubtem Flattersatz kann die Silbentrennung entbehrlich sein.
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Ungeprüfte Vorlageneinstellungen
Problem: Die Word-Vorlage kann Absatzabstände und andere Einstellungen enthalten, die nicht zu deinem Leitfaden passen.
So behebst du es: Kontrolliere die Vorlage „Standard“ oder „Normal“ unter Ändern → Format → Absatz und trage die verlangten Werte ein.
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Hurenkinder und Schusterjungen
Problem: Einzelne Zeilen am Seitenanfang oder -ende wirken unprofessionell.
So behebst du es: Word kann das automatisch verhindern: Markiere den gesamten Text (Windows: Strg+A, Mac: Cmd+A), öffne die Absatzeinstellungen, wähle „Zeilen- und Seitenumbruch“ und aktiviere „Absatzkontrolle“.
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Abbildungen verrutschen beim Bearbeiten
Problem: Eine Abbildung wandert an eine unerwünschte Stelle, weil ihre Verankerung nicht zum Text passt.
So behebst du es: Soll eine Abbildung wie ein Zeichen mit dem Absatz wandern, wähle „Mit Text in Zeile“. Bei frei platzierten Abbildungen entscheidest du in den Layoutoptionen zwischen „Mit Text verschieben“ und „Position auf Seite fixieren“. Kontrolliere das Ergebnis nach dem PDF-Export.
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Überschrift allein am Seitenende
Problem: Wenn nach einer Überschrift kein Text mehr auf der Seite folgt, wirkt das abgehackt.
So behebst du es: Aktiviere in den Absatzeinstellungen der Überschrift die Option „Nicht vom nächsten Absatz trennen“. Dann wandert die Überschrift automatisch auf die nächste Seite.
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Uneinheitliche Formatierung
Problem: Wenn Überschriften mal fett und mal nicht fett sind oder der Zeilenabstand variiert, wirkt die Arbeit unsauber.
So behebst du es: Nutze Formatvorlagen für alle wiederkehrenden Elemente und prüfe am Ende jede Seite. Schalte unter Start mit dem Symbol ¶ die Absatzmarken ein, um versteckte Formatierungsfehler zu sehen.
Nächster Schritt: Hausarbeit druckfertig machen
Deine Formatierung ist fertig, wenn alle Elemente den Vorgaben entsprechen.
Prüfe vor der Abgabe:
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Stimmen Schrift, Größen, Zeilen- und Absatzabstände?
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Passen Seitenränder, Ausrichtung und Bindungseinstellung?
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Sind Überschriften mit Formatvorlagen ausgezeichnet?
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Beginnen Seitenzahlen wie verlangt?
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Trägt das Deckblatt keine sichtbare Seitenzahl?
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Ist das Inhaltsverzeichnis vollständig aktualisiert?
Exportiere deine Arbeit als PDF und öffne die erzeugte Datei. Prüfe jede Seite, Seitenzahlen und Verzeichnisse, eingebettete Schriften, unerwartete Leerseiten, alleinstehende Überschriften sowie abgeschnittene Tabellen und Abbildungen.
Lege neben den Formatvorlagen auch fest, welche Kürzel du verwendest und ob du dafür ein Abkürzungsverzeichnis brauchst.
Vergiss nicht das Literaturverzeichnis und eine gegebenenfalls verlangte Eigenständigkeitserklärung. Füge beide an der Position ein, die dein Fachbereich oder die bereitgestellte Vorlage festlegt.
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Häufig gestellte Fragen
Welche Formatierung gilt für Literaturverzeichnis und Anhang?
Im Literaturverzeichnis können Schriftgröße, Zeilenabstand und Einzug vom Fließtext abweichen. Ein Gestaltungsbeispiel sind 12 pt, einfacher Zeilenabstand und 1 cm hängender Einzug ab der zweiten Zeile jedes Eintrags. Übernimm dafür die Vorgaben deines Zitierstils. Im Anhang kannst du Abbildungen beispielsweise als „Abb. A-1“ nummerieren, wenn du für Anhang A eine getrennte Nummerierung verwendest. Eine vorgegebene Hochschulvorlage hat Vorrang.
Wie richte ich Spiegelränder für die Bindung in Word ein?
Für ein doppelseitig gedrucktes Dokument wählst du in der Word-Desktop-App Layout → Ränder → Benutzerdefinierte Ränder und unter „Mehrere Seiten“ die Option „Ränder spiegeln“. Trage bei „Innen“ und „Außen“ die verlangten Werte ein. Bei einseitigem Druck nutzt du normale Seitenränder und ergänzt bei Bedarf einen Bundsteg. Die benötigte Breite richtet sich nach Hochschulvorgabe und Bindung. Word für das Web kann vorhandene Spiegelränder anzeigen, aber nicht neu anlegen.
Welche Abstände vor und nach Überschriften sind sinnvoll?
Ohne konkrete Vorgabe kannst du für Überschriften der Ebene 1 beispielsweise 18 bis 24 pt Abstand davor und 6 bis 12 pt danach wählen. Für Ebene 2 sind 12 bis 18 pt davor und 6 pt danach ein mögliches Gestaltungsbeispiel. Nutze keine manuellen Leerzeilen, sondern stelle die Abstände in der Formatvorlage ein: Rechtsklick auf die Vorlage → Ändern → Format → Absatz → Abstand vor/nach.
Was mache ich, wenn Leitfaden und Dozent widersprüchliche Vorgaben machen?
Prüfe zuerst, ob es offizielle Vorgaben gibt (Modulhandbuch, Prüfungsamt). Falls nicht eindeutig: Frag direkt bei deiner Betreuung nach. Formuliere konkret: „Im Leitfaden steht X, Sie haben Y genannt. Was soll ich verwenden?“ Lass dir die Entscheidung schriftlich bestätigen (z. B. per E-Mail), damit du bei Rückfragen abgesichert bist.
Wie formatiere ich längere Zitate als Blockzitat?
Der Schwellenwert und die Gestaltung hängen vom Zitierstil ab. APA 7 setzt Zitate ab 40 Wörtern als Block, MLA Prosazitate bei mehr als vier Zeilen und weiterhin mit doppeltem Zeilenabstand. Chicago 17 nennt als allgemeine Orientierung etwa 100 Wörter oder mehr; der separate Turabian-Leitfaden für studentische Arbeiten verwendet fünf oder mehr Zeilen. Blockzitate stehen in der Regel ohne äußere Anführungszeichen. Einzug, Abstand, Schrift und Position der Quellenangabe richten sich nach Zitierstil und lokalen Vorgaben.
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