Ein Abbildungsverzeichnis ist eine Übersicht aller Grafiken, Diagramme und Fotos in deiner Hausarbeit mit Nummer, Titel und Seitenzahl. Eine allgemeingültige Mindestzahl gibt es nicht: Lege es an, wenn dein Leitfaden es verlangt oder mehrere Abbildungen sonst schwer auffindbar wären. In Word erstellst du es über Verweise → Abbildungsverzeichnis einfügen, nachdem du jede Abbildung mit der Beschriftungsfunktion versehen hast.
Nutzt deine Arbeit auch Tabellen, prüfe getrennt, ob du ein Tabellenverzeichnis anlegen sollst.
Hinweis zu den Musterbelegen: Namen und URLs sind fiktive Platzhalter. Übernimm die Struktur, aber ersetze alle Angaben durch die geprüften Daten deiner echten Quelle.
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Beschriftung: Deutsche Fachbereichsleitfäden platzieren Abbildungsbeschriftungen häufig unter der Abbildung und Tabellenüberschriften über der Tabelle.
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Nach APA: Nummer und Titel stehen dagegen sowohl bei Abbildungen als auch bei Tabellen darüber, Anmerkungen und Quellenbelege darunter. Verwende die Konvention deines Leitfadens.
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Herkunft: Selbst erstellte Grafiken kannst du, falls gefordert, als „eigene Darstellung“ kennzeichnen. Bei übernommenen Inhalten gehört ein Quellenbeleg dazu.
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In Word: Beschriften → Verzeichnis einfügen → aktualisieren.
Hinweis zu Vorgaben: Wo Leitfaden, Prüfungsordnung oder Betreuung von den folgenden Empfehlungen abweichen, haben die lokalen Vorgaben Vorrang.
Inhaltsverzeichnis
Brauche ich ein Abbildungsverzeichnis?
Ob du ein Abbildungsverzeichnis brauchst, bestimmt zuerst der Leitfaden deines Fachbereichs. Offizielle Vorgaben reichen von einem Verzeichnis bei jeder verwendeten Abbildung bis zu Schwellen wie drei oder fünf Abbildungen. Eine allgemeine Mindestzahl gibt es deshalb nicht.
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Dein Leitfaden verlangt es
Nutze ein Verzeichnis.
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Du hast nur wenige, leicht auffindbare Abbildungen
Ein Verzeichnis kann ohne entsprechende Vorgabe entbehrlich sein.
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Deine Arbeit enthält umfangreiche Darstellungen
Nutze es, wenn es gezieltes Nachschlagen erleichtert.
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Du bist unsicher
Frag deine Betreuung. Die Vorgaben im Leitfaden haben Vorrang.
Auch wenn kein Verzeichnis gefordert ist, brauchst du für jede Abbildung in der Regel eine korrekte Beschriftung mit Nummer, Titel und Herkunftskennzeichnung. Prüfe die Anforderungen deines Leitfadens.
Wo steht das Abbildungsverzeichnis?
Die Position des Abbildungsverzeichnisses ist nicht einheitlich geregelt. Üblich sind diese beiden Positionen:
| Position | Wo genau |
|---|---|
| Vorderer Teil | Nach dem Inhaltsverzeichnis, gegebenenfalls zusammen mit Tabellen- und Abkürzungsverzeichnis. |
| Beim Anhang | Am Anfang oder Ende des Anhangs, wenn die Abbildungen dort gesammelt sind und der Leitfaden diese Form vorsieht. |
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Vorderer Teil
Wo genau
Nach dem Inhaltsverzeichnis, gegebenenfalls zusammen mit Tabellen- und Abkürzungsverzeichnis.
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Beim Anhang
Wo genau
Am Anfang oder Ende des Anhangs, wenn die Abbildungen dort gesammelt sind und der Leitfaden diese Form vorsieht.
Übernimm die Reihenfolge aus dem Leitfaden. Gibt er keine Position vor, kläre sie mit deiner Betreuung und verwende sie im gesamten Dokument einheitlich.
Abbildungen richtig beschriften
Viele deutsche Fachbereichsleitfäden platzieren die Beschriftung einer Abbildung unter dem Bild. Nach APA stehen Abbildungsnummer und Titel dagegen darüber, Anmerkungen und Quellenbelege darunter. Welche Position und Reihenfolge gilt, bestimmt deshalb dein Leitfaden oder der vorgeschriebene Zitierstil.
Die Nummerierung erfolgt bei Hausarbeiten meist fortlaufend durch die gesamte Arbeit (Abb. 1, Abb. 2, Abb. 3). Bei längeren Arbeiten wie Bachelor- oder Masterarbeiten ist auch kapitelweise Nummerierung üblich (Abb. 2.1 für die erste Abbildung in Kapitel 2). Der Titel beschreibt kurz und präzise, was die Abbildung zeigt. Starte direkt mit dem Inhalt und vermeide Formulierungen wie „Die Abbildung zeigt...“.
Übernommene Grafik: Abb. 1: Bevölkerungsentwicklung in Deutschland 1990 bis 2020 (Statistisches Bundesamt, 2021)
Selbst erstellte Grafik: Abb. 2: Modell der Kommunikationsebenen (eigene Darstellung)
Achte auf einheitliche Formatierung. Wenn du bei der ersten Abbildung einen Doppelpunkt nach der Nummer setzt, mach das bei allen Abbildungen so. Nutze in Word die automatische Beschriftungsfunktion (Verweise → Beschriftung einfügen), damit Nummerierung und Format konsistent bleiben.
Tabellen richtig beschriften
Deutsche Fachbereichsleitfäden setzen Tabellenüberschriften häufig über die Tabelle. Auch nach APA stehen Tabellennummer und Titel darüber, während Anmerkungen und Quellenbelege darunter stehen. Richte Position, Reihenfolge und Format am Leitfaden deines Fachbereichs oder am vorgeschriebenen Zitierstil aus.
Tabellen werden separat von Abbildungen nummeriert. Du hast also Abb. 1, Abb. 2 für Grafiken und Tab. 1, Tab. 2 für Tabellen. Beide Zählungen laufen unabhängig voneinander.
Eigene Tabelle: Tab. 1: Übersicht der befragten Teilnehmenden nach Altersgruppe
Übernommene Daten: Tab. 2: Durchschnittliche Studiendauer in Semestern (Statistisches Bundesamt, 2023)
Halte Tabellen übersichtlich. Bei sehr umfangreichen Tabellen überlege, ob du sie in den Anhang verschieben kannst. Im Text verweist du dann mit „siehe Tab. A1 im Anhang“ darauf.
Falls dein Leitfaden ein Tabellenverzeichnis verlangt, erstellst du es analog zum Abbildungsverzeichnis. In Word wählst du bei der Beschriftung „Tabelle“ statt „Abbildung“ und fügst das Verzeichnis über Verweise → Abbildungsverzeichnis einfügen → Beschriftungskategorie „Tabelle“ ein.
Herkunftskennzeichnung und Quellenangaben
Eine Herkunftskennzeichnung macht sichtbar, ob eine Abbildung selbst erstellt, bearbeitet oder übernommen wurde. Formulierungen wie „eigene Darstellung“ und „eigene Aufnahme“ sind Statuskennzeichnungen, keine Quellenbelege. Bei fremden Inhalten gehört zu dieser Kennzeichnung ein Quellenbeleg. Dessen Form richtet sich nach deinem Zitierstil und Leitfaden.
Wenn du nach APA zitierst, steht der Herkunftsnachweis für eine übernommene oder bearbeitete Abbildung in einer Anmerkung darunter. Die vollständige Quellenangabe gehört zusätzlich ins Literaturverzeichnis.
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Selbst erstellte Grafik
„eigene Darstellung“, wenn du die Grafik komplett selbst und ohne fremde Daten erstellt hast und dein Leitfaden diese Kennzeichnung verlangt.
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Eigenes Foto
„eigene Aufnahme“ bei Fotos, die du selbst gemacht hast, sofern dein Leitfaden eine solche Kennzeichnung verlangt.
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Grafik mit fremden Daten
„eigene Darstellung, Daten: Müller (2020, S. 45)“, wenn du fremde Daten selbst visualisiert hast. Die Datenquelle muss nach deinem Zitierstil vollständig nachgewiesen werden.
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Bearbeitete Abbildung
„in Anlehnung an Müller (2020, S. 23)“, wenn du eine fremde Grafik angepasst hast. Ergänze den vollständigen Nachweis, den dein Zitierstil vorsieht.
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Übernommene Abbildung
„Müller (2020, S. 23)“ bei unverändert übernommenen Grafiken aus Büchern oder Artikeln. Weise die Quelle vollständig nach.
Der Quellenbeleg an der Abbildung und der vollständige Eintrag im Literaturverzeichnis oder Bildquellenverzeichnis gehören zusammen. Eine Quellenangabe macht die Übernahme jedoch nicht automatisch zulässig. Das Zitat einer fremden Abbildung nach § 51 UrhG setzt ein veröffentlichtes Werk, einen Zitatzweck und einen durch diesen Zweck gerechtfertigten Umfang voraus; § 63 UrhG verlangt grundsätzlich eine deutliche Quellenangabe. Prüfe deshalb, ob eine gesetzliche Erlaubnis greift oder ob du eine Lizenz beziehungsweise Zustimmung brauchst.
Web-Abbildungen und Screenshots
Grafiken aus dem Internet oder Screenshots sind häufig, aber oft fehlen klassische Angaben wie Autor oder Jahr. So gehst du vor:
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Autor/Organisation: Prüfe, ob die Website einen Urheber nennt (z. B. Statistisches Bundesamt, WHO).
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Datum/Stand: Nutze das Veröffentlichungsdatum oder den Stand der Seite. Falls nicht vorhanden: „ohne Datum“ (Schreibweise je nach Zitierstil).
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URL + Abrufdatum: Manche Zitierstile verlangen die URL und das Datum, an dem du die Seite aufgerufen hast.
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Screenshot: Kennzeichne die Abbildung als Screenshot und nenne die zugrunde liegende Quelle mit Datum, URL und Abrufdatum, soweit dein Zitierstil diese Angaben verlangt, zum Beispiel „Screenshot von example.org, abgerufen am TT.MM.JJJJ“.
Die genaue Formatierung hängt von deinem Zitierstil ab. Wenn du nach APA zitierst, gelten andere Regeln als bei der deutschen Zitierweise. Prüfe deinen Leitfaden.
Abbildungsverzeichnis erstellen
Das Abbildungsverzeichnis listet alle Abbildungen mit Nummer, Titel und Seitenzahl auf. Es ermöglicht Lesenden, gezielt nachzuschlagen. In Word erstellst du es automatisch, in Google Docs manuell.
Die folgenden Zeilen sind ein fiktives Beispiel für den Aufbau.
Abb. 1: Modell der Kommunikationsebenen 5
Abb. 2: Bevölkerungsentwicklung 1990 bis 2020 8
Abb. 3: Ergebnisse der Befragung nach Altersgruppen 12
Abbildungsverzeichnis in Word erstellen
In Word erstellst du das Verzeichnis in drei Schritten: Erst beschriftest du alle Abbildungen, dann fügst du das Verzeichnis ein, und vor der Abgabe aktualisierst du es. Das Verzeichnis übernimmt Änderungen erst nach dem Aktualisieren.
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Beschriftung einfügen
Abbildung markieren → Reiter „Verweise“ → „Beschriftung einfügen“ → Bezeichnung „Abbildung“ wählen → Titel eingeben → OK.
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Verzeichnis einfügen
Cursor an die gewünschte Stelle setzen → Reiter „Verweise“ → „Abbildungsverzeichnis einfügen“ → Format wählen → OK.
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Verzeichnis aktualisieren
Rechtsklick ins Verzeichnis → „Felder aktualisieren“ → „Gesamtes Verzeichnis aktualisieren“. Das machst du nach jeder Änderung und als letzten Schritt vor dem PDF-Export.
Hinweis zur Bezeichnung: Word nutzt standardmäßig „Abbildung 1“, nicht „Abb. 1“. Im Fließtext kannst du die Kurzform „Abb.“ verwenden, solange du einheitlich bleibst. Falls du überall „Abb.“ möchtest, kannst du unter „Neue Bezeichnung“ eine eigene Kurzform anlegen. Das Verzeichnis übernimmt dann automatisch die gewählte Bezeichnung.
Warum erscheint nichts im Verzeichnis?
| Ursache | Was passiert |
|---|---|
| Beschriftung manuell getippt | Das Verzeichnis erfasst nur Beschriftungen, die über Verweise → Beschriftung einfügen erstellt wurden. |
| Falsches Label | Wenn du „Tabelle“ statt „Abbildung“ gewählt hast, erscheint die Grafik nicht im Abbildungsverzeichnis. |
| Nicht aktualisiert | Neue Beschriftungen erscheinen erst nach Rechtsklick → Felder aktualisieren. |
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Beschriftung manuell getippt
Was passiert
Das Verzeichnis erfasst nur Beschriftungen, die über Verweise → Beschriftung einfügen erstellt wurden.
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Falsches Label
Was passiert
Wenn du „Tabelle“ statt „Abbildung“ gewählt hast, erscheint die Grafik nicht im Abbildungsverzeichnis.
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Nicht aktualisiert
Was passiert
Neue Beschriftungen erscheinen erst nach Rechtsklick → Felder aktualisieren.
In LibreOffice und Google Docs
In LibreOffice Writer wählst du für jede Abbildung Einfügen → Beschriftung. Setze danach den Cursor an die Zielposition und gehe zu Einfügen → Verzeichnis → Verzeichnis. Wähle als Typ „Abbildungsverzeichnis“ und aktualisiere es nach Änderungen.
In Google Docs kannst du das Verzeichnis manuell erstellen und pflegen: Füge über Einfügen → Tabelle eine Tabelle mit zwei Spalten ein. In der linken Spalte steht die Beschriftung („Abb. 1: Titel“), in der rechten die Seitenzahl rechtsbündig. Die Seitenzahlen aktualisieren sich nicht automatisch. Ziehe sie nach, nachdem du alle Seitenumbrüche finalisiert hast, als letzten Schritt vor dem PDF-Export.
Sonderfälle: Anhang und Kapitelnummerierung
Abbildungen im Anhang
Für Anhang-Abbildungen gibt es keine einheitliche Nummerierung: Manche Leitfäden führen die Nummerierung des Haupttexts fort. Wenn dein Fachbereich stattdessen eine eigene Anhangskennung vorgibt, kann sie zum Beispiel „Abb. A1“ oder „Abb. A-1“ lauten. Halte die gewählte Nummerierung im gesamten Anhang einheitlich.
Ob Anhang-Abbildungen ins reguläre Abbildungsverzeichnis gehören oder ein eigenes Anhangsverzeichnis bekommen, variiert je nach Leitfaden. Manche Hochschulen führen sie gemeinsam auf, andere verlangen getrennte Verzeichnisse. Auch Anhang-Abbildungen musst du im Text erwähnen: „Die vollständigen Daten zeigt Abb. A2 im Anhang.“
Abb. A1: Vollständige Messergebnisse Versuch 1 37
Abb. A2: Fragebogen zur Nutzerbefragung 39
Kapitelnummerierung (Abb. 2.1)
Bei längeren Arbeiten ist kapitelweise Nummerierung üblich. Statt Abb. 1, Abb. 2 durchgängig schreibst du Abb. 2.1 für die erste Abbildung in Kapitel 2. Das erleichtert die Orientierung in umfangreichen Dokumenten.
Richte in Word zuerst eine nummerierte Liste mit mehreren Ebenen ein und verknüpfe die Ebenen mit den passenden Überschrift-Formatvorlagen. Danach gehst du zu Verweise → Beschriftung einfügen → Nummerierung und aktivierst „Kapitelnummer einbeziehen“. Wähle die passende Überschrift-Formatvorlage und einen Punkt als Trennzeichen für Nummern wie „Abb. 2.1“. Ohne die verknüpfte Überschriftennummerierung entstehen falsche oder fehlende Kapitelnummern in den Beschriftungen.
Wenn mehrere Abbildungen auf einer Seite stehen, behalten alle die gleiche Seitenzahl im Verzeichnis. Jede Abbildung bekommt trotzdem eine eigene Nummer. Bei Querformat-Seiten bleibt die Seitenzahl ebenfalls gleich wie bei Hochformat.
Abbildungen im Text einbinden
Eine Abbildung steht nie isoliert. Im Text musst du auf sie verweisen und erklären, was sie zeigt oder belegt. Der Verweis erfolgt in der Regel vor der Abbildung, sodass Lesende wissen, was sie erwarten.
Mit Erklärung: „Abb. 2 verdeutlicht den Zusammenhang zwischen Einkommen und Bildungsabschluss.“
Als Beleg: „Die Ergebnisse der Befragung (siehe Tab. 1) zeigen, dass...“
Anhang-Verweis: „Die vollständigen Messdaten zeigt Tab. A1 im Anhang.“
Platziere die Abbildung möglichst nah am zugehörigen Textabschnitt. Wenn du auf Seite 5 über ein Thema schreibst, sollte die Grafik nicht erst auf Seite 8 erscheinen. Vermeide es, Abbildungen ohne Erklärung einzufügen. Eine Grafik soll deine Argumentation stützen, nicht Platz füllen.
Checkliste vor der Abgabe
Bevor du deine Hausarbeit abgibst, prüfe alle Abbildungen und Verzeichnisse. Diese Punkte gehören zum finalen Check, nachdem Text und Layout fertig sind.
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Alle Abbildungen enthalten die laut Leitfaden geforderten Angaben zu Nummer, Titel, Statuskennzeichnung und Quellenbeleg
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Position von Nummer, Titel, Anmerkung und Quellenbeleg entspricht dem Leitfaden oder Zitierstil
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Beschriftungen konsistent formatiert (Abb./Tab., Doppelpunkt, Schreibweise einheitlich)
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Jede Abbildung wird im Text erwähnt und erklärt
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Nummerierung einheitlich und fortlaufend (oder kapitelweise, je nach Vorgabe)
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Verzeichnisse aktualisiert (Rechtsklick → Felder aktualisieren → Gesamtes Verzeichnis)
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Seitenzahlen im Verzeichnis stimmen mit dem exportierten PDF überein
Exportiere deine Arbeit als PDF und kontrolliere, ob alle Grafiken richtig dargestellt werden. Manchmal verschieben sich Bilder beim Export oder werden in schlechterer Qualität eingebettet.
Nächster Schritt
Dein Abbildungsverzeichnis ist fertig, wenn alle Abbildungen beschriftet sind, das Verzeichnis aktuell ist und die Seitenzahlen stimmen. Prüfe noch die restliche Formatierung: Das Literaturverzeichnis enthält alle Quellen (auch Bildquellen), die Seitenzahlen sind korrekt gesetzt.
Druckfertig machen: Wenn alles geschrieben und korrigiert ist, exportiere dein Dokument als PDF. Ein Testdruck auf normalem Papier zeigt, ob alle Grafiken gut lesbar sind. Bei BachelorHero konfigurierst du alles online und kannst deine Hausarbeit drucken und binden lassen.
Das Softcover und die Spiralbindung eignen sich besonders für Hausarbeiten.
Häufig gestellte Fragen
Wie erstelle ich ein Abbildungsverzeichnis in Word?
Nutze für jede Abbildung Verweise → „Beschriftung einfügen“. Dann setzt du den Cursor an die gewünschte Stelle und gehst auf Verweise → „Abbildungsverzeichnis einfügen“. Vor dem PDF-Export aktualisierst du per Rechtsklick → „Felder aktualisieren“ → „Gesamtes Verzeichnis aktualisieren“ das gesamte Verzeichnis.
Wie gehe ich mit Abbildungen im Anhang um?
Ob Anhang-Abbildungen die Nummerierung des Haupttexts fortführen oder eine eigene Kennung wie „Abb. A1“ oder „Abb. A-1“ erhalten, bestimmt dein Leitfaden. Ob sie ins reguläre Abbildungsverzeichnis gehören oder ein eigenes Anhangsverzeichnis bekommen, variiert ebenfalls. Im Text verweist du zum Beispiel mit „siehe Abb. A1 im Anhang“ darauf.
Wie stelle ich in Word die Kapitelnummerierung (Abb. 2.1) ein?
Richte zuerst eine nummerierte Liste mit mehreren Ebenen ein und verknüpfe ihre Ebenen mit den Word-Formatvorlagen für Überschriften. Gehe danach auf Verweise → „Beschriftung einfügen“ → „Nummerierung“, aktiviere „Kapitelnummer einbeziehen“ und wähle die passende Überschriftenebene. Wähle als Trennzeichen einen Punkt, damit die Nummer zum Beispiel „Abb. 2.1“ lautet.
Warum stimmen die Seitenzahlen im Verzeichnis nicht?
Die Seitenzahlen aktualisieren sich nicht automatisch. Finalisiere zuerst Text, Layout und Seitenumbrüche. Dann klickst du ins Verzeichnis und wählst per Rechtsklick „Felder aktualisieren“ → „Gesamtes Verzeichnis aktualisieren“. Mach das als letzten Schritt vor dem PDF-Export.
Muss ich bei eigenen Grafiken auch eine Quelle angeben?
Wenn dein Leitfaden es verlangt, kennzeichnest du eigene Grafiken als „eigene Darstellung“ und selbst aufgenommene Fotos als „eigene Aufnahme“. Sobald du fremde Daten oder Materialien verwendest, brauchst du zusätzlich den Quellenbeleg, den dein Zitierstil vorsieht, zum Beispiel „eigene Darstellung, Daten: Müller 2023“.
Was ist der Unterschied zwischen Abbildungs- und Tabellenverzeichnis?
Das Abbildungsverzeichnis listet Grafiken, Diagramme und Fotos auf, das Tabellenverzeichnis nur Tabellen. Beide werden getrennt nummeriert. Führe sie in getrennten Verzeichnissen, sofern dein Leitfaden nicht ausdrücklich eine gemeinsame Form vorsieht.
Hausarbeit schreiben: Anleitung
Literaturverzeichnis erstellen
Seitenzahlen richtig einfügen