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Ein gutes Hausarbeitsthema ist konkret genug für den vorgegebenen Umfang und lässt sich mit verfügbarer Literatur als Forschungsfrage beantworten. Hier erfährst du, wie du ein passendes Thema findest, es eingrenzst und daraus eine Forschungsfrage entwickelst.
Themenwahl: Beginne beim Seminarthema und wähle einen konkreten Teilaspekt. Prüfe: Interessiert es dich? Ist Literatur verfügbar? Passt es zum Seitenumfang? Grenze das Thema so ein, dass du eine klare Forschungsfrage formulieren kannst.
Hausarbeit vs. Facharbeit: Was ist anders?
Hausarbeit, Facharbeit, Seminararbeit: Die Begriffe klingen ähnlich, aber die Anforderungen an das Thema unterscheiden sich. Wenn du weißt, was bei einer Hausarbeit erwartet wird, kannst du dein Thema gezielter wählen.
Umfang: Hausarbeiten haben typischerweise 10 bis 20 Seiten (Vorgaben variieren je nach Fach und Lehrstuhl). Facharbeiten in der Oberstufe sind oft kürzer (8 bis 15 Seiten). Der Umfang bestimmt, wie stark du eingrenzen musst.
Erkenntnisanspruch: Eine Hausarbeit soll zeigen, dass du wissenschaftlich arbeiten kannst. Du musst nicht unbedingt neue Erkenntnisse liefern, aber eine eigenständige Analyse durchführen. Bei einer Facharbeit steht oft das Erlernen der Methodik im Vordergrund.
Quellenbasis: In einer Hausarbeit arbeitest du mit wissenschaftlicher Literatur: Fachbücher, Aufsätze aus Journals, Sammelbände. Populärwissenschaftliche Quellen können je nach Aufgabenstellung ergänzend akzeptiert sein, ersetzen aber in der Regel keine wissenschaftliche Fachliteratur. Bei einer schulischen Facharbeit ist der Anspruch an die Quellenqualität oft etwas niedriger.
Forschungsfrage: Die Hausarbeit verlangt eine klare, beantwortbare Forschungsfrage. Sie gibt deiner Arbeit Struktur und Richtung. Bei einer Facharbeit reicht manchmal eine Leitfrage oder ein Untersuchungsziel.
Und die Seminararbeit?
Seminararbeit und Hausarbeit werden oft synonym verwendet. An vielen Hochschulen bezeichnen beide das gleiche Format: eine schriftliche Arbeit, die du im Rahmen eines Seminars schreibst. An manchen Universitäten ist die Seminararbeit etwas umfangreicher oder stärker an Seminar-Diskussionen angebunden. Prüfe die Vorgaben deines Lehrstuhls, welcher Begriff dort üblich ist und was genau erwartet wird.
Hinweis zur Facharbeit: Der Begriff „Facharbeit" wird unterschiedlich verwendet. In der gymnasialen Oberstufe bezeichnet er die erste längere wissenschaftliche Arbeit (meist 8 bis 15 Seiten). An einigen Hochschulen, besonders in technischen Fächern, gibt es ebenfalls Facharbeiten oder Projektarbeiten mit anderen Anforderungen. Dieser Artikel bezieht sich auf die Hausarbeit im Hochschulkontext. Schreibst du eine schulische Facharbeit, gelten ähnliche Prinzipien, aber Vorgaben und Strenge unterscheiden sich – nutze dann die Informationen als Orientierung, nicht als feste Regel.
Schnellcheck: Schau auf dein Aufgabenblatt oder in die Modulbeschreibung. Dort steht, welches Format erwartet wird (Hausarbeit, Seminararbeit, Essay, Referat mit Ausarbeitung). Bei Unsicherheit frag deine Betreuung, welche Vorgaben gelten.
Was macht ein gutes Thema aus?
Ein gutes Thema erfüllt vier inhaltliche Kriterien gleichzeitig: Interesse, Machbarkeit, Relevanz und Eingrenzbarkeit. Zusätzlich muss es zu den Vorgaben deines Seminars passen (Passung). Die fünf Kriterien helfen dir bei der Entscheidung, ob ein Thema für deine Hausarbeit geeignet ist.
Du wirst dich mehrere Wochen mit dem Thema beschäftigen. Wenn es dich langweilt, wird das Schreiben zur Qual.
Frage dich: Würde ich dazu freiwillig einen Artikel lesen? Gibt es einen Aspekt, der mich neugierig macht?
Zu deinem Thema muss wissenschaftliche Literatur existieren. Ohne ausreichend Quellen wird die Arbeit in der Regel nicht anerkannt.
Schnelltest: Finde in der Bibliothek oder online mindestens fünf relevante Quellen. Wenn das nicht gelingt, ist das Thema zu speziell oder zu neu.
Das Thema sollte wissenschaftlich oder gesellschaftlich bedeutsam sein. Es muss einen Erkenntnisgewinn versprechen.
Prüfe: Warum lohnt es sich, das Thema zu untersuchen? Gute Gründe sind: eine Forschungslücke, ein aktueller Bezug, kontroverse Positionen in der Fachdebatte, ein offenes Problem aus dem Seminar oder ein praktischer Erkenntniswert.
Das Thema muss zum vorgegebenen Seitenumfang passen. Bei 15 Seiten kannst du nicht „den Klimawandel" behandeln.
Faustregel: Wenn du das Thema in einem Satz beschreibst und dabei drei oder mehr „und" brauchst, ist es zu breit.
Diese vier inhaltlichen Kriterien hängen zusammen. Ein Thema, das dich interessiert, aber zu dem keine Literatur existiert, ist genauso problematisch wie ein relevantes Thema, das du im vorgegebenen Umfang nicht bewältigen kannst. Dazu kommt das fünfte Kriterium: Passung zu den Vorgaben deines Seminars.
Vorgaben zuerst prüfen
Bevor du ein Thema endgültig wählst, lies das Aufgabenblatt oder den Leitfaden deines Seminars genau. Viele Fehlstarts entstehen, weil Studierende die Vorgaben übersehen.
- Welchen Seitenumfang hat die Arbeit?
- Gibt es einen Themenpool oder Pflichttexte aus dem Reader?
- Welche Methoden sind erlaubt oder erwartet?
- Gibt es Mindestanforderungen an Quellenzahl oder Quellentypen?
- Bis wann ist die Abgabe?
Wichtig: Wenn dein Thema nicht zu den Vorgaben passt, ist es ungeeignet – unabhängig davon, wie spannend es ist. Erst prüfen, dann scoren.
Themen-Scorecard: Dein Schnelltest
Bewerte dein Thema mit dieser Scorecard. Vergib für jedes Kriterium 0 bis 2 Punkte: 0 = trifft nicht zu oder unklar, 1 = trifft teilweise zu oder mit Einschränkungen, 2 = trifft voll zu. Die Summe zeigt dir, ob dein Thema geeignet ist. Die Schwellenwerte sind Richtwerte, keine starren Grenzen.
0–5 Punkte
Thema wechseln
6–7 Punkte
Nachschärfen
8–10 Punkte
Geeignet
Wichtig: Hat ein Kriterium 0 Punkte, zuerst dort nachschärfen – auch bei hohem Gesamtscore. Ein 0-Punkte-Kriterium führt beim Schreiben zu Problemen.
Beispiel Medienwissenschaft: Das Thema „Auswirkungen von Social Media auf Jugendliche" bekommt 2 Punkte für Interesse, 2 für Machbarkeit (viele Studien verfügbar), 2 für Relevanz (hochaktuell), 2 für Passung (passt zum Medienseminar), aber nur 0 für Eingrenzbarkeit (viel zu breit). Ergebnis: 8 Punkte, aber ein Kriterium hat 0 – also zuerst Eingrenzbarkeit fixen. Eingegrenzt auf „Einfluss von TikTok auf das Körperbild weiblicher Jugendlicher (14–18 Jahre)" steigt die Eingrenzbarkeit auf 2, Gesamtscore: 10 Punkte, kein Kriterium bei 0.
Beispiel Geschichte: „Die Weimarer Republik" (0 Eingrenzbarkeit, viel zu breit) → eingegrenzt auf „Die Rolle der Presse bei der Reichstagswahl 1930" (klar abgrenzbar, gute Quellenlage).
Beispiel BWL: „Nachhaltigkeit in Unternehmen" (0 Eingrenzbarkeit) → eingegrenzt auf „Nachhaltigkeitsberichterstattung deutscher DAX-Unternehmen: Ein Vergleich der Berichtsjahre 2020 und 2023".
Beispiel Pädagogik: „Inklusion in Schulen" (zu breit) → eingegrenzt auf „Herausforderungen für Lehrkräfte bei der Inklusion von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung in Grundschulen".
Thema finden: Drei Strategien
Die Themenfindung fällt vielen schwer. Drei bewährte Strategien helfen dir, von der leeren Seite zu einem konkreten Thema zu kommen.
Strategie 1: Vom Seminar ausgehen
Das Seminarthema ist dein Ausgangspunkt. Schau in deine Notizen: Welche Sitzung hat dich besonders interessiert? Welche Diskussion ist dir in Erinnerung geblieben? Welcher Text aus dem Reader hat dich überrascht oder provoziert? Diese Stellen sind oft gute Ansatzpunkte für ein eigenes Thema.
Auch das Literaturverzeichnis des Seminarplans hilft. Dort findest du Quellen, die deine Dozentin oder dein Dozent für relevant hält. Blättere durch die Einleitungen dieser Bücher oder Artikel. Dort werden oft offene Fragen oder kontroverse Positionen genannt, die sich als Thema eignen.
Strategie 2: Aktuelle Debatten nutzen
Wissenschaft passiert nicht im luftleeren Raum. Viele Themen haben einen aktuellen Bezug. Lies Fachartikel aus den letzten ein bis zwei Jahren oder schau in Tageszeitungen, welche gesellschaftlichen Debatten gerade mit deinem Fachgebiet zusammenhängen.
Aktualität allein reicht aber nicht. Das Thema muss wissenschaftlich bearbeitbar sein. Eine reine Meinungsfrage wie „Ist Social Media gut oder schlecht?" ist kein Thema für eine Hausarbeit. Die Frage „Wie beeinflusst Instagram-Nutzung das Selbstbild von Jugendlichen?" hingegen lässt sich wissenschaftlich untersuchen.
Strategie 3: Betreuung fragen
Viele Dozierende haben Themenlisten oder freuen sich, wenn Studierende mit einer groben Idee in die Sprechstunde kommen. Sie kennen den Forschungsstand und können einschätzen, ob ein Thema machbar ist. Nutze diese Ressource, anstatt wochenlang allein zu grübeln.
Bereite das Gespräch vor: Bring zwei oder drei Themenideen mit, auch wenn sie noch vage sind. So zeigst du Eigeninitiative und gibst deiner Betreuung etwas, worauf sie reagieren kann.
Führe ein Ideentagebuch. Notiere dir während des Semesters Fragen, die beim Lesen oder in Diskussionen aufkommen. Wenn du dann eine Hausarbeit schreiben musst, hast du einen Fundus an möglichen Themen.
Thema eingrenzen
Ein zu breites Thema ist der häufigste Fehler bei der Themenwahl. „Die Französische Revolution" lässt sich nicht auf 15 Seiten behandeln. Du musst eingrenzen, bis das Thema zum Umfang passt.
Die Eingrenzung erfolgt über verschiedene Achsen. Wähle mindestens zwei, um dein Thema handhabbar zu machen: einen bestimmten Zeitraum, eine Region oder einen Ort, eine spezifische Zielgruppe oder Population, ein konkretes Medium oder eine Plattform, eine bestimmte Theorie oder ein Modell, einen Datentyp oder eine Methode, einen Vergleichsfall. Die Kombination mehrerer Achsen macht dein Thema konkret genug für eine Hausarbeit.
Oberthema: Klimawandel
Zu breit für 100 Seiten, geschweige denn 15.
Eingrenzung (Aspekt): Klimawandel und Landwirtschaft
Immer noch zu breit. Welche Landwirtschaft? Welche Region?
Eingrenzung (Region + Sektor): Klimawandel und Weinanbau in Deutschland
Besser, aber welche Auswirkungen genau? Welcher Zeitraum?
Finale Eingrenzung:
Auswirkungen steigender
Temperaturen auf den Weinanbau in Rheinhessen seit 2010
Die finale Eingrenzung passt auf 15 Seiten (je nach Lehrstuhl kann der Umfang variieren). Du hast einen klaren geografischen und zeitlichen Rahmen und einen konkreten Fokus (steigende Temperaturen, nicht alle Klimaaspekte). Jetzt kannst du eine Forschungsfrage formulieren.
Zu breit vs. zu eng erkennen
Signale für zu breit: Du findest Hunderte von Quellen und weißt nicht, wo du anfangen sollst. Das Thema hat mehrere „und" (Klimawandel und Wirtschaft und Politik und Gesellschaft). Du könntest ein ganzes Buch darüber schreiben. Hier hilft: Wähle einen Teilaspekt, begrenze Zeitraum oder Region, fokussiere auf eine Zielgruppe.
Signale für zu eng: Du findest nur ein bis zwei Quellen. Die Frage lässt sich in einem Satz beantworten. Oft gibt es zu solchen Mikro-Themen kaum wissenschaftliche Literatur. Beispiel: „Die Farbwahl in einem einzelnen Werbeplakat einer Kampagne" ist so spezifisch, dass du kaum Literatur findest und nach zwei Seiten fertig wärst. Hier hilft: Erweitere den Zeitraum, vergrößere die Region, füge einen Vergleichsfall hinzu, oder wechsle von einem Einzelfall zu einer Kategorie.
Die Balance: Für ein gutes Thema findest du fünf bis zehn hochrelevante Quellen (Richtwert, variiert je nach Fach). Du kannst dir vorstellen, den vorgegebenen Umfang zu füllen, ohne dich zu wiederholen. Die Frage erfordert eine Analyse, nicht nur eine Beschreibung.
Vom Thema zur Forschungsfrage
Ein Thema ist noch keine Forschungsfrage. Das Thema beschreibt den Gegenstand, die Forschungsfrage formuliert, was du herausfinden willst. Die Forschungsfrage gibt deiner Arbeit Richtung und Struktur.
Eine gute Forschungsfrage beginnt oft mit „Wie", „Inwiefern", „Welche" oder „Warum". Sie lässt sich nicht mit Ja oder Nein beantworten und erfordert eine differenzierte Analyse. Im Fazit deiner Arbeit beantwortest du diese Frage.
Medienwissenschaft
Thema: Social Media und Jugendliche
Wie beeinflusst regelmäßige Instagram-Nutzung das Selbstbild von Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren?
Wirtschaftswissenschaft
Thema: Frauen in Führungspositionen
Welche Faktoren beeinflussen den Anteil von Frauen in Vorstandspositionen deutscher DAX-Unternehmen?
Agrarwissenschaft
Thema: Weinanbau und Klimawandel
Inwiefern haben steigende Durchschnittstemperaturen seit 2010 die Rebsortenwahl in Rheinhessen verändert?
Die Forschungsfrage hilft dir beim Schreiben, weil sie fokussiert. Alles, was du schreibst, muss zur Beantwortung dieser Frage beitragen. Wenn ein Abschnitt nichts dazu beiträgt, gehört er wahrscheinlich nicht in die Arbeit. Mehr dazu findest du im Artikel zur Gliederung.
Vom Thema zur Frage: Ein Workflow
So entwickelst du aus deinem Thema eine Forschungsfrage in vier Schritten: Zuerst benennst du die zentralen Begriffe oder Variablen (Was untersuchst du?). Dann wählst du eine Beziehung oder einen Mechanismus (Einfluss, Wirkung, Unterschied, Entwicklung). Anschließend legst du den Kontext fest (Zielgruppe, Zeitraum, Ort). Zum Schluss formulierst du alles als prüfbare Frage.
Einfluss / Wirkung
„Inwiefern beeinflusst [Variable X] unter [Bedingung Y] das [Ergebnis Z] bei [Zielgruppe] im [Zeitraum/Ort]?"
Vergleich
„Welche Unterschiede zeigen sich zwischen [Fall A] und [Fall B] hinsichtlich [Aspekt] im [Kontext]?"
Entwicklung / Wandel
„Wie hat sich [Phänomen] im [Zeitraum] in [Region/Kontext] verändert und welche Faktoren erklären diese Entwicklung?"
- Lässt sie sich mit Ja oder Nein beantworten? Falls ja: umformulieren.
- Enthält sie ein Fragewort (Wie, Warum, Welche, Inwiefern)?
- Ist sie konkret genug für den Seitenumfang?
- Erfordert die Antwort eine Analyse, nicht nur eine Beschreibung?
Thema mit der Betreuung abstimmen
Bevor du mit der Literaturrecherche beginnst, solltest du dein Thema mit deiner Betreuung absprechen. Das spart Zeit und verhindert, dass du wochenlang in die falsche Richtung arbeitest.
Bereite das Gespräch vor. Formuliere dein Thema und deine vorläufige Forschungsfrage schriftlich. Notiere, warum dich das Thema interessiert und welche Literatur du bereits gefunden hast. Bring auch Unsicherheiten mit: Ist das Thema zu breit? Gibt es genug Quellen? Deine Betreuung kann das besser einschätzen als du.
Nimm Feedback ernst. Wenn deine Betreuung eine Eingrenzung vorschlägt oder Bedenken äußert, hat das meist gute Gründe. Frag nach, wenn du etwas nicht verstehst. Die Zeit vor der Abgabe ist der falsche Moment, um festzustellen, dass das Thema nicht funktioniert.
Typische Fehler vermeiden
Zu spät anfangen: Die Themenfindung braucht Zeit. Wenn du erst eine Woche vor Abgabe mit der Suche beginnst, fehlt dir der Puffer für Recherche und Eingrenzung. Starte früh, auch wenn das Semester noch läuft.
Am ersten Thema festhalten: Dein erstes Thema ist selten das beste. Entwickle mehrere Ideen und prüfe jede auf die vier Kriterien. Es ist normal, dass sich das Thema im Laufe der Recherche verändert.
Thema ohne Forschungsfrage: Ein Thema allein reicht nicht. Ohne Forschungsfrage fehlt deiner Arbeit die Richtung. Du beschreibst dann nur, statt zu analysieren. Formuliere die Frage, bevor du mit dem Schreiben der Einleitung beginnst.
Literaturlage nicht prüfen: Ein spannendes Thema nützt nichts, wenn es keine Quellen gibt. Mach den Schnelltest mit fünf Quellen, bevor du dich festlegst. Bei sehr neuen Themen kann es sinnvoll sein, auf aktuelle Zeitschriftenartikel auszuweichen.
Betreuung ignorieren: Deine Betreuung bewertet am Ende die Arbeit. Ihre Einschätzung zum Thema ist wertvoll. Nutze die Sprechstunde, auch wenn du denkst, dass dein Thema perfekt ist.
Nächster Schritt
Dein Thema steht, wenn du alle vier Kriterien geprüft hast: Es interessiert dich, Literatur ist verfügbar, das Thema ist relevant und passt zum Seitenumfang. Deine Forschungsfrage ist formuliert und mit der Betreuung abgestimmt.
Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit. Starte mit einer systematischen Literaturrecherche und entwickle parallel eine vorläufige Gliederung. Die Gliederung zeigt dir, ob dein Thema wirklich auf die vorgegebene Seitenzahl passt.
Formatierung und Abgabe: Wenn die Arbeit fertig ist, exportiere sie als PDF und prüfe Fußnoten, Literaturverzeichnis und Formatierung. Falls du drucken und binden musst, wähle eine passende Bindungsart wie Softcover oder Spiralbindung.
Häufig gestellte Fragen
Wie formuliere ich aus meinem Thema einen guten Arbeitstitel?
Ein guter Arbeitstitel enthält das Thema, den Fokus und idealerweise einen Hinweis auf die Methode oder den Untersuchungsgegenstand. Beispiel: Statt „Social Media und Jugendliche" besser „Der Einfluss von Instagram auf das Selbstbild weiblicher Jugendlicher: Eine Analyse aktueller Studien". Der Titel darf sich während des Schreibens noch ändern.
Was mache ich, wenn die Literaturlage dünn ist?
Erweitere den Suchradius: Nutze englischsprachige Quellen, verwandte Fachgebiete oder ältere Grundlagenwerke. Prüfe, ob du das Thema leicht öffnen kannst (längerer Zeitraum, größere Region). Alternativ: Wechsle zu einem verwandten Thema mit besserer Quellenlage. Bei sehr neuen Themen können aktuelle Zeitschriftenartikel und Working Papers helfen.
Wie viele Themenideen sollte ich zur Sprechstunde mitbringen?
Zwei bis drei Ideen sind ideal. Formuliere jede als Stichwort plus ein bis zwei Sätze, die erklären, was dich daran interessiert. Bring auch eine grobe Literaturliste mit (drei bis fünf Quellen pro Idee). So kann deine Betreuung einschätzen, ob das Thema machbar ist, und dir gezielt Feedback geben.
Welche Themen funktionieren ohne eigene Datenerhebung?
Literaturarbeiten, Theorieanalysen, Vergleiche von Positionen oder Modellen und die Auswertung bereits veröffentlichter Studien (Sekundäranalyse) sind ohne eigene Erhebung machbar. Auch die Analyse von Dokumenten, Texten oder Medieninhalten funktioniert gut. Empirische Hausarbeiten mit eigener Befragung oder Experiment sind aufwendiger und bei typischen Hausarbeiten oft nicht erwartet.
Kann ich mein Thema noch ändern, nachdem ich angefangen habe?
In der frühen Phase ja. Sprich mit deiner Betreuung, sobald du merkst, dass das Thema nicht funktioniert. Je früher, desto besser. Nach offizieller Anmeldung ist eine Änderung oft nur eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich. Kleinere Anpassungen am Fokus sind meist unproblematisch.
Exposé für die Hausarbeit
Hauptteil der Hausarbeit
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