Das Exposé deiner Hausarbeit beschreibt kompakt, was du untersuchen willst, wie du vorgehst und warum das Thema relevant ist. Es schafft eine gemeinsame Grundlage, um Fragestellung, Quellenlage, Methode und Machbarkeit zu prüfen, bevor du deine Hausarbeit schreibst.
Sechs Bausteine des Exposés
-
Thema und Arbeitstitel: Was untersuchst du?
-
Problemstellung und Forschungsfrage: Welche Lücke schließt du?
-
Zielsetzung: Was soll die Arbeit erreichen?
-
Methodik: Wie gehst du vor?
-
Vorläufige Gliederung: Welche Kapitel planst du?
-
Zeitplan und erste Literatur: Wann machst du was, und welche Quellen nutzt du?
Nutze die sechs Bausteine als Arbeitsvorlage und passe Überschriften, Inhalte und Reihenfolge an deinen Leitfaden an.
Arbeitsregel: Übertrage zuerst Abgabefrist, Umfang und Bewertungskriterien aus Prüfungsordnung, Modulbeschreibung und Leitfaden in deinen Plan. Kläre offene Punkte früh mit deiner Betreuung; die folgenden Richtwerte dienen nur zur Orientierung.
Inhaltsverzeichnis
Was ist ein Exposé für die Hausarbeit?
Ein Exposé ist dein Projektplan auf Papier. Es beantwortet die Fragen, die deine Betreuung vor Arbeitsbeginn klären will: Ist das Thema für eine Hausarbeit geeignet? Ist die Forschungsfrage beantwortbar? Passt die Methode zum Vorhaben? Reichen die verfügbaren Quellen?
Typisch geprüft werden die Eingrenzung der Forschungsfrage, der Bezug zum Forschungsstand, die Passung der Methode, die verfügbare Quellen- oder Materialbasis und die Machbarkeit des Zeitplans. Welche Punkte entscheidend sind, steht in den Vorgaben deiner Lehrveranstaltung.
Ob du ein Exposé einreichen musst und wie es bewertet wird, legt deine Lehrveranstaltung fest. Auch ohne Pflicht hilft es dir, früh zu erkennen, ob Forschungsfrage, Material und Zeitplan zusammenpassen.
Exposé Hausarbeit: Aufbau in sechs Bausteinen
Die sechs Bausteine führen von der Themenidee zur konkreten Umsetzungsplanung. Zu jedem Baustein findest du Formulierungshilfen und typische Stolperstellen.
Baustein 1: Thema und Arbeitstitel
Du benennst dein Thema und formulierst einen vorläufigen Titel. Der Arbeitstitel kann sich noch ändern.
Beispiel: „Arbeitstitel: Der Einfluss von Instagram auf die politische Meinungsbildung junger Erwachsener“
Stolperstelle: Zu breit formuliert. Statt „Social Media und Politik“ → „Der Einfluss von Instagram auf die politische Meinungsbildung junger Erwachsener“.
Baustein 2: Problemstellung und Forschungsfrage
Du erklärst, welches Problem du untersuchst und welche Frage du beantworten willst. Die Forschungsfrage ist das Herzstück deines Exposés.
Problemstellung: „Die Nutzung sozialer Medien als Informationsquelle nimmt zu, gleichzeitig wächst die Sorge um Filterblasen und Desinformation.“
Forschungsfrage: „Inwiefern beeinflusst die Nutzung von Instagram die politische Meinungsbildung von 18- bis 25-Jährigen?“
-
Sie ist eingrenzbar (nicht „alles über X“)
-
Sie ist im Hausarbeits-Umfang beantwortbar (je nach Vorgaben 10 bis 20 oder mehr Seiten)
-
Eine passende Methode existiert (Literatur verfügbar oder Daten erhebbar)
Stolperstelle: Keine echte Frage formulieren. Statt „Ich untersuche Social Media“ → „Welche Faktoren beeinflussen die politische Meinungsbildung durch Social Media?“
Baustein 3: Zielsetzung
Du beschreibst, was deine Arbeit erreichen soll und welchen Beitrag sie leistet.
Beispiel: „Ziel der Arbeit ist es, den aktuellen Forschungsstand zur Social-Media-Nutzung und politischen Meinungsbildung aufzuarbeiten und Faktoren zu identifizieren, die diesen Zusammenhang beeinflussen.“
Stolperstelle: Zielsetzung mit Ergebnissen verwechseln. Statt „Die Analyse zeigt, dass X zu Y führt“ → „Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen X und Y zu untersuchen.“
Baustein 4: Methodik und Vorgehen
Du skizzierst, wie du die Forschungsfrage beantworten willst. Je nach Arbeitstyp sind unterschiedliche Angaben wichtig. Wähle den passenden Block:
Literaturarbeit: Nenne die Quellenbasis oder das Korpus, fachlich passende Datenbanken und ergänzende Suchwege, Suchbegriffe, Suchdatum, begründete Auswahlkriterien und das geplante Auswertungsverfahren. Bezeichne eine Recherche nur dann als systematisch, wenn Such- und Auswahlprozess nach einem für dein Fach passenden Verfahren nachvollziehbar dokumentiert werden. Google Scholar kann als wissenschaftliche Suchmaschine ergänzen, ersetzt aber nicht automatisch die passenden Fachdatenbanken.
Beispiel: „Die Literaturrecherche erfolgt in JSTOR, ergänzend in Google Scholar. Für dieses Beispiel werden peer-reviewte Studien aus den Jahren 2017 bis 2024 zur Social-Media-Nutzung und politischen Meinungsbildung berücksichtigt. Suchbegriffe, Suchdatum und Auswahlentscheidungen werden dokumentiert. Die Befunde werden nach untersuchten Einflussfaktoren verglichen.“
Qualitative Empirie (z. B. Interviews): Nenne Zielgruppe, begründete Fallauswahl, Zugang und Rekrutierung, Erhebungsmethode, Aufzeichnung oder Transkription und das genaue Auswertungsverfahren. Kläre vor der Rekrutierung die lokalen Anforderungen an Genehmigungen, Forschungsethik, Information und Einwilligung, Datenschutz, Speicherung und Löschung.
Beispiel: „Für diese Beispielplanung sind zunächst acht leitfadengestützte Interviews mit Studierenden vorgesehen, die über das Fachschaftsnetzwerk rekrutiert werden. Die Auswahl berücksichtigt unterschiedliche Erfahrungen mit Instagram als politischer Informationsquelle. Nach einem Pilotinterview werden Leitfaden und Zeitbedarf geprüft; der weitere Umfang richtet sich nach Forschungsziel und Informationsgehalt der Gespräche. Vor der Rekrutierung werden Teilnahmeinformation, Zustimmung zur Aufnahme, datenschutzrechtliche Rechtsgrundlage und Löschung geklärt. Die Auswertung erfolgt mit einer strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.“
Quantitative Empirie (z. B. Umfrage): Nenne Forschungsdesign, Instrumente und Skalen, Operationalisierung, Rekrutierung, begründete Zielstichprobe, Pretest und geplante Auswertung. Leite die Fallzahl passend zur Primäranalyse aus erwarteter Effektgröße, Signifikanzniveau und Teststärke oder aus der gewünschten Präzision ab, statt eine feste Zahl ungeprüft zu übernehmen. Ist die erreichbare Fallzahl begrenzt, prüfst du, welche Aussagen damit möglich sind.
Beispiel: „Die Online-Befragung untersucht den Zusammenhang zwischen Social-Media-Nutzung und politischem Interesse. Für diese Beispielplanung sind rund 100 Studierende über Seminargruppen erreichbar. Erfasst werden die Nutzungshäufigkeit und das politische Interesse. Für das politische Interesse wird ein fünfstufiges Antwortformat von sehr gering bis sehr hoch verwendet. Der Fragebogen wird vorab getestet. Für die geplante Zusammenhangsanalyse wird geprüft, welche Effektgrößen mit der erreichbaren Fallzahl erkennbar sind; zusätzlich werden deskriptive Kennwerte berichtet.“
Stolperstelle: Zu vage bleiben. Statt „Ich lese Bücher“ kannst du beispielsweise schreiben: „Eine erste Suche in JSTOR hat zwölf thematisch passende Studien aus den Jahren 2017 bis 2024 ergeben. Ihre Eignung wird anhand von Zielgruppe, Forschungsfrage und Studienqualität geprüft.“
Baustein 5: Vorläufige Gliederung
Du zeigst, wie du die Arbeit strukturieren willst. Die Gliederung kann sich noch ändern, sollte aber den groben Aufbau erkennen lassen.
Wie detailliert sollte die Gliederung sein? Plane zunächst Hauptkapitel und ergänze Unterkapitel, soweit sie deinen Argumentationsgang schon sinnvoll abbilden (z. B. 1., 1.1, 1.2). Kapitelüberschriften sollten inhaltsbeschreibend sein, nicht nur „Hauptteil“. Ein eigener Forschungsstand-Teil bei Literaturarbeiten oder getrennte Kapitel für Methodik, Ergebnisse und Diskussion bei empirischen Arbeiten sind mögliche Muster; richte die Gliederung an Forschungsfrage und Leitfaden aus.
-
1. Einleitung
-
2. Theoretische Grundlagen
- 2.1 Social Media als Informationsquelle
- 2.2 Politische Meinungsbildung
-
3. Forschungsstand
-
4. Analyse: Einflussfaktoren im Vergleich
-
5. Fazit
-
1. Einleitung
-
2. Theoretischer Rahmen
-
3. Methodik
- 3.1 Stichprobe und Erhebung
- 3.2 Auswertungsverfahren
-
4. Ergebnisse
-
5. Diskussion
-
6. Fazit
Stolperstelle: Nur Standardüberschriften. Statt „2. Hauptteil“ → „2. Theoretische Grundlagen zur Medienrezeption“.
Baustein 6: Zeitplan und erste Literatur
Die beiden Pläne sind Beispiele für eine Literatur- oder Theoriearbeit. Übertrage zuerst deine tatsächlich verfügbaren Arbeitstage und alle vorgeschriebenen Schritte. Bei eigener Datenerhebung kommen je nach Vorhaben Zugang, Genehmigungen, Ethik und Datenschutz, Pilotierung, Rekrutierung, Erhebung und Auswertung hinzu.
Beispiel A: Literaturarbeit, vier verfügbare Wochen:
Woche 1: Literaturrecherche und Einarbeitung
Woche 2: Theorieteil schreiben
Woche 3: Analyse und Hauptteil
Woche 4: Fazit, Überarbeitung, Reserve
Beispiel B: Literaturarbeit, acht verfügbare Wochen:
Woche 1 bis 2: Recherche, Literatur sichten, Gliederung finalisieren
Woche 3: Theorieteil / Grundlagen
Woche 4:
Feedback Betreuung einholen
Woche 5 bis 6: Analyse / Hauptteil
Woche 7: Fazit, Einleitung überarbeiten
Woche 8:
Korrektur, Formatierung, Reserve
Stolperstelle: Keine Reserve, keine Feedback-Schleife. Plane ausreichend Reserve an den unsicheren Stellen ein und trage nur Rücksprachen ein, deren Termin und Reaktionszeit du mit der Betreuung abgestimmt hast.
Erste Literatur: Nenne die Quellen, die Problemstellung, Forschungsstand, theoretischen Rahmen und geplante Methode bereits tragen, mit vollständigen bibliografischen Angaben im verlangten Zitierstil. Wie das aussehen kann, zeigen die Beispiel-Exposés weiter unten.
Exposé vs. Einleitung: Was ist der Unterschied?
Exposé und Einleitung werden manchmal verwechselt. Das Exposé plant und begründet ein Vorhaben vor oder zu Beginn der Ausarbeitung. Die Einleitung ist dagegen ein Kapitel der fertigen Hausarbeit. Du kannst sie früh entwerfen, solltest sie aber vor der Abgabe an die tatsächlich ausgearbeitete Argumentation und die erzielten Ergebnisse anpassen.
Ein Exposé enthält je nach Vorgabe zusätzlich einen Arbeits- und Zeitplan sowie ein vorläufiges Literaturverzeichnis. Die Einleitung führt in Problem, Relevanz, Forschungsfrage, Ziel und Aufbau der fertigen Arbeit ein. Beide Textsorten können Literatur belegen.
Die Einleitung gehört zur bewerteten Hausarbeit. Ob das Exposé eingereicht, bewertet oder nur zur Abstimmung genutzt wird, bestimmt die jeweilige Lehrveranstaltung oder Prüfungsregel.
Wenn du ein gutes Exposé geschrieben hast, kannst du Teile davon für die Einleitung wiederverwenden. Problemstellung, Forschungsfrage und Zielsetzung fließen in ähnlicher Form in die Einleitung ein. Du musst sie nur anpassen und auf den tatsächlichen Inhalt abstimmen.
Exposé Hausarbeit Beispiel
Hier siehst du drei konkrete Beispiele für verschiedene Fächer und Arbeitstypen. In jedem Beispiel sind alle sechs Bausteine enthalten. Die Länge kann je nach Lehrstuhl variieren.
Beispiel 1: Sozialwissenschaften (Literaturarbeit)
Arbeitstitel
Der Einfluss von Instagram auf die politische Meinungsbildung junger Erwachsener
Problemstellung und Forschungsfrage
Soziale Medien gewinnen als Informationsquelle an Bedeutung, insbesondere bei jungen Menschen. Kritiker warnen vor Filterblasen und Desinformation, während andere auf demokratisierende Effekte verweisen. Die Arbeit untersucht: Inwiefern beeinflusst die Nutzung von Instagram die politische Meinungsbildung von 18- bis 25-Jährigen in Deutschland?
Zielsetzung
Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zur Social-Media-Nutzung und politischen Meinungsbildung aufzuarbeiten und Faktoren zu identifizieren, die diesen Zusammenhang moderieren.
Methodik
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse. Die Recherche erfolgt in JSTOR, Google Scholar und der Universitätsbibliothek. Einbezogen werden empirische Studien aus den Jahren 2017 bis 2024.
Vorläufige Gliederung
1. Einleitung / 2. Theoretische Grundlagen (Social Media, politische Meinungsbildung) / 3. Forschungsstand / 4. Analyse: Einflussfaktoren / 5. Fazit
Zeitplan
Woche 1 bis 2: Recherche / Woche 3: Theorieteil / Woche 4 bis 5: Analyse / Woche 6: Fazit und Überarbeitung
Erste Literatur
Allcott, H., & Gentzkow, M. (2017). Social Media and Fake News in the 2016 Election. Journal of Economic Perspectives, 31(2), 211-236. https://doi.org/10.1257/jep.31.2.211
Boulianne, S. (2019). Revolution in the making? Social media effects across the globe. Information, Communication & Society, 22(1), 39-54. https://doi.org/10.1080/1369118X.2017.1353641
Sunstein, C. R. (2017). #Republic: Divided Democracy in the Age of Social Media. Princeton University Press. https://doi.org/10.1515/9781400884711
Beispiel 2: Literaturwissenschaft (Textanalyse)
Arbeitstitel
Erinnerung als Erzählstrategie in Jenny Erpenbecks „Heimsuchung“
Problemstellung und Forschungsfrage
Die Darstellung von Erinnerung in der Gegenwartsliteratur nutzt komplexe narrative Verfahren. Die Arbeit fragt: Wie wird Erinnerung in Erpenbecks „Heimsuchung“ narrativ konstruiert und welche Funktion hat dies für die Darstellung deutscher Geschichte?
Zielsetzung
Ziel ist es, wiederkehrende narrative Muster der Erinnerungsdarstellung zu identifizieren und ihre Funktion für die Geschichtsdarstellung herauszuarbeiten.
Methodik
Die Analyse stützt sich auf narratologische Ansätze (Genette, Martinez/Scheffel). Untersucht werden Zeitstruktur, Fokalisierung und Leitmotive.
Vorläufige Gliederung
1. Einleitung / 2. Theorie: Narratologie und Erinnerungsforschung / 3. Analyse: Erzählstruktur / 4. Analyse: Erinnerungsmotive / 5. Fazit
Zeitplan
Woche 1 bis 2: Theorieteil / Woche 3 bis 4: Textanalyse / Woche 5: Fazit / Woche 6: Überarbeitung und Puffer
Erste Literatur
Genette, G. (2010): Die Erzählung. 3., durchgesehene und korrigierte Auflage. Übersetzt von A. Knop. Paderborn: Wilhelm Fink.
Assmann, A. (2018): Erinnerungsräume. Formen und Wandlungen des kulturellen Gedächtnisses. München: C.H.Beck.
Martínez, M., & Scheffel, M. (2016): Einführung in die Erzähltheorie. 10., überarbeitete und aktualisierte Auflage. München: C.H.Beck.
Beispiel 3: BWL (Fallstudienvergleich)
Arbeitstitel
Nachhaltigkeitskommunikation in DAX-Unternehmen: Ein Vergleich von Siemens und BASF
Problemstellung und Forschungsfrage
Unternehmen veröffentlichen Nachhaltigkeitsinformationen teils aufgrund gesetzlicher Pflichten, teils freiwillig. Welche Pflicht greift, hängt vom aktuellen Regelwerk und den Unternehmensmerkmalen ab. Die Arbeit untersucht: Wie unterscheiden sich Siemens und BASF in der Kommunikation ihrer Klimaziele in den Berichten für 2022 und 2023, und welche Kommunikationsstrategien werden erkennbar? Für den Vergleich werden Berichtszeitraum und verwendete Standards berücksichtigt.
Zielsetzung
Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Nachhaltigkeitskommunikation herauszuarbeiten und daraus Rückschlüsse auf Kommunikationsstrategien zu ziehen.
Methodik
Vergleichende Dokumentenanalyse der Nachhaltigkeitsberichte 2022 und 2023 beider Unternehmen. Kategorien: Zielsetzung, Kennzahlen, Tonalität, Greenwashing-Indikatoren.
Vorläufige Gliederung
1. Einleitung / 2. Theorie: CSR und Nachhaltigkeitskommunikation / 3. Fallstudie Siemens / 4. Fallstudie BASF / 5. Vergleich und Diskussion / 6. Fazit
Zeitplan
Woche 1: Theorieteil / Woche 2 bis 3: Fallstudien / Woche 4: Vergleich und Fazit / Woche 5: Überarbeitung und Puffer
Erste Literatur
Fifka, M. S. (2013): Corporate Responsibility Reporting and its Determinants in Comparative Perspective: a Review of the Empirical Literature and a Meta-analysis. Business Strategy and the Environment, 22(1), 1-35. https://doi.org/10.1002/bse.729
Herzig, C., & Schaltegger, S. (2011): Corporate Sustainability Reporting. In J. Godemann & G. Michelsen (Hrsg.), Sustainability Communication: Interdisciplinary Perspectives and Theoretical Foundation (S. 151-169). Dordrecht: Springer. https://doi.org/10.1007/978-94-007-1697-1_14
Siemens AG (2022): Sustainability Report 2022. https://assets.new.siemens.com/siemens/assets/api/uuid:c1088e4f-4d7f-4fa5-8e8e-33398ecf5361/sustainability-report-fy2022.pdf
Siemens AG (2023): Sustainability Report 2023. https://assets.new.siemens.com/siemens/assets/api/uuid:00095b96-4712-4cd1-b045-19d5df704358/sustainability-report-fy2023.pdf
BASF SE (2023): BASF-Bericht 2022. https://bericht.basf.com/2022/de/
BASF SE (2024): BASF-Bericht 2023. https://bericht.basf.com/2023/de/
Vorlage zum Kopieren
Mit dieser Vorlage kannst du dein Exposé Schritt für Schritt aufbauen. Ersetze die Platzhalter in eckigen Klammern durch deine eigenen Inhalte.
Arbeitstitel
[Vorläufiger Titel deiner Hausarbeit]
Problemstellung und Forschungsfrage
[Thema] ist ein Aspekt, der in [Fachgebiet/Forschung/Gesellschaft] diskutiert wird. [Konkretes Problem oder offene Frage beschreiben]. Die Arbeit untersucht: [Forschungsfrage als Frage formulieren]?
Zielsetzung
Ziel der Arbeit ist es, [konkretes Ziel, z. B. aufarbeiten, analysieren, vergleichen]. Dabei soll [erwarteter Beitrag oder Erkenntnisinteresse].
Methodik
Die Arbeit stützt sich auf [Methode/Quellenbasis, z. B. Literaturanalyse, qualitative Interviews]. Die Recherche erfolgt in [Datenbanken, Quellen]. [Optional: Auswahlkriterien oder Zeitraum].
Vorläufige Gliederung
1. Einleitung / 2. [Theoretischer Rahmen/Grundlagen] / 3. [Analyse/Hauptteil] / 4. [ggf. weitere Kapitel] / 5. Fazit
Zeitplan
Woche 1: [Arbeitsschritt] / Woche 2: [Arbeitsschritt] / Woche 3: [Arbeitsschritt] / Woche 4: [Überarbeitung, Puffer]
Erste Literatur
[Vollständige bibliografische Angaben im verlangten Zitierstil, z. B. Autor (Jahr): Titel. Anzahl und Auswahl nach Vorgabe und Relevanz.]
Typische Fehler vermeiden
Thema nicht eingegrenzt: Ein Exposé mit dem Thema „Digitalisierung und Gesellschaft“ ist kein Plan, sondern ein Themenfeld. Eingrenzungstrick: Wähle eine konkrete Zielgruppe, einen Zeitraum oder einen geografischen Fokus. Mehr zur Themeneingrenzung findest du im entsprechenden Artikel.
Forschungsfrage fehlt oder ist zu simpel: Formuliere eine Frage, die sich nicht mit Ja/Nein beantworten lässt und die du im vorgegebenen Umfang bearbeiten kannst. Schnelltest: Kannst du in einem Satz erklären, wie du die Frage beantwortest? Wenn nicht, ist sie vermutlich zu breit.
Methodik unklar: Bei Literatur- und Textarbeiten nennst du Quellenbasis oder Korpus, Auswahlbegründung und Analyseverfahren. Für eine systematische Literaturrecherche dokumentierst du zusätzlich Datenbanken, Suchstrategie, Suchdatum und Screening. Bei eigener Datenerhebung gehören außerdem Stichprobenplanung, Rekrutierung, Erhebung, Auswertung sowie die nötigen Ethik-, Datenschutz- und Genehmigungsschritte in den Plan.
Zeitplan ohne Puffer: Plane rückwärts von der Deadline. Vorgehen: Bemesse die Reserve nach unsicheren Aufwänden, Parallelbelastung und Abgabeweg. Setze einen Feedbacktermin nur dann fest in den Plan, wenn du Zeitpunkt und Reaktionszeit mit der Betreuung abgestimmt hast.
Literatur fehlt: Ein Exposé ohne erste Quellen wirkt unvorbereitet. Schnelleinstieg: Beginne in fachlich passenden Datenbanken und im Bibliothekskatalog. Nutze Google Scholar als ergänzende wissenschaftliche Suchmaschine. Aktuelle Handbücher und Übersichtsarbeiten können einen Einstieg bieten; prüfe danach deren Literaturverzeichnisse und zitierende Arbeiten. Ergänze dein Thema bei der Suche zum Beispiel um „review“, „Forschungsüberblick“ oder „Handbuch“.
Checkliste: Ist mein Exposé vollständig?
Nutze diese Checkliste, bevor du das Exposé an deine Betreuung schickst.
-
Vorgaben zu Umfang, Inhalt, Format, Abgabe und Zitierweise geprüft
-
Arbeitstitel und Forschungsfrage klar eingegrenzt
-
Ziel und Relevanz nachvollziehbar
-
Methode und Material nachvollziehbar beschrieben; nötige Voraussetzungen geklärt
-
Gliederung zeigt den inhaltlichen Aufbau statt nur allgemeiner Überschriften
-
Zeitplan enthält reale Arbeitspakete und begründete Reserve
-
Zentrale Quellen vollständig angegeben und zur Planung passend; Zitierstil geprüft
Nächster Schritt
Nach der nötigen Abstimmung mit deiner Betreuung arbeitest du dein Vorhaben weiter aus. Nutze dein Exposé als Leitfaden: Die vorläufige Gliederung gibt dir Orientierung, der Zeitplan hält dich auf Kurs.
Sollst du dein Vorhaben mündlich diskutieren, kannst du die Kernaussagen zusätzlich als Thesenpapier verdichten.
Beginne mit der Literaturrecherche und dem Theorieteil. Die Einleitung stellst du am besten zuletzt fertig, wenn du weißt, was tatsächlich in der Arbeit steht. Teile aus dem Exposé kannst du dann anpassen und übernehmen.
Falls du deine Hausarbeit binden lassen möchtest, sind Softcover oder Spiralbindung gängige Optionen.
Häufig gestellte Fragen
Wie lang sollte das Exposé einer Hausarbeit sein?
Für ein kurzes Hausarbeits-Exposé sind etwa 1 bis 3 Seiten eine brauchbare Orientierung: Die Medienwissenschaft in Bayreuth nennt 1 bis 2 Seiten, ein Bamberger Leitfaden für einfache Hausarbeiten 2 bis 3 Seiten. Entscheidend ist die Vorgabe deiner Lehrveranstaltung. Dein Exposé sollte Forschungsfrage, Vorgehen und Machbarkeit verständlich darstellen.
Ist ein Exposé für jede Hausarbeit Pflicht?
Nicht immer. Manche Lehrstühle verlangen ein Exposé als Voraussetzung für die Themenvergabe, andere nicht. Auch wenn es nicht verlangt wird, kann ein Exposé dir helfen, deine Gedanken zu strukturieren. Frag im Zweifel deine Betreuung.
Was ist der Unterschied zwischen Exposé und Gliederung?
Die Gliederung zeigt nur die Kapitelstruktur. Das Exposé enthält zusätzlich Problemstellung, Forschungsfrage, Methodik, Zeitplan und erste Literatur. Es ist ein Planungsdokument, das dein gesamtes Vorhaben skizziert.
Kann ich das Exposé später noch ändern?
Ja, das Exposé ist ein vorläufiger Plan. Kleinere Anpassungen während des Schreibens sind normal. Größere Änderungen an Forschungsfrage, Umfang, Methode oder Datenerhebung stimmst du mit deiner Betreuung ab, bevor du sie umsetzt.
Muss ich im Exposé schon Ergebnisse nennen?
Abschließende Ergebnisse kannst du vor der Untersuchung oder Ausarbeitung noch nicht berichten. Manche Vorgaben verlangen aber theoriegeleitete Erwartungen, Hypothesen oder mögliche Ergebnislagen. Kennzeichne sie klar als Erwartungen und prüfe, was dein Leitfaden fordert.
Wie detailliert muss die Literatur im Exposé sein?
Nenne die Quellen, die Problemstellung, Forschungsstand, theoretischen Rahmen und geplante Methode bereits tragen. Verwende vollständige bibliografische Angaben im verlangten Stil, sofern die Vorgaben nichts anderes sagen. Die Auswahl soll zeigen, dass du zentrale Literatur kennst und deine nächste Suchstrategie begründen kannst.
Wie formuliere ich Hypothesen oder Thesen im Exposé?
Ob du Hypothesen brauchst, hängt von Forschungsfrage, Design und Fachvorgabe ab. In konfirmatorischen quantitativen Designs leitest du aus Theorie vorab prüfbare Aussagen über Variablen und erwartete Zusammenhänge ab. In explorativen qualitativen Designs stehen meist offene Forschungsfragen im Zentrum; Hypothesen können im Verlauf aus dem Material entwickelt werden. Literaturarbeiten können je nach Fach mit einer Forschungsfrage oder einer argumentativ zu prüfenden These arbeiten. Behaupte keinen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang, wenn dein Design nur Zusammenhänge untersuchen kann. Beispiel: „Je häufiger Studierende politische Inhalte auf Instagram nutzen, desto stärker ist ihr politisches Interesse.“
Darf ich im Exposé schon zitieren?
Ja. Belege übernommene Aussagen mit dem verlangten Quellenbeleg und führe die verwendeten Quellen vollständig im Literaturverzeichnis auf. Direkte Zitate sind möglich, wenn der genaue Wortlaut für dein Argument wichtig ist; sonst paraphrasierst du und belegst die Aussage ebenfalls. Maßgeblich ist der vorgegebene Zitierstil.
Seitenzahlen richtig einfügen
Wissenschaftliche Sprache und Formulierungen
APA zitieren in der Hausarbeit