Der Anhang deiner Hausarbeit enthält ergänzendes Material, das für das Verständnis hilfreich ist, aber den Lesefluss im Hauptteil stören würde. Hier erfährst du, welche Inhalte in den Anhang gehören, wie du ihn richtig strukturierst und wie du im Text korrekt auf Anhänge verweist.
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Kurzantwort: In den Anhang kommen zulässige Materialien wie Fragebogen, Codebuch, freigegebene Interviewauszüge oder umfangreiche Auswertungstabellen, die zu lang für den Fließtext sind. Personenbeziehbare Rohdaten sind nur über einen ausdrücklich freigegebenen, geschützten Prüfungsweg vertretbar.
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Position: Häufig nach dem Literaturverzeichnis; die Eigenständigkeitserklärung kann davor, danach oder als Teil des Anhangs verlangt werden.
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Struktur: Buchstaben (A, B, C) oder Nummern (1, 2, 3) plus aussagekräftiger Titel.
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Verweis-Regel: Inhaltlich relevante Anhänge (Daten, Tabellen, Transkripte) im Hauptteil referenzieren.
Inhaltsverzeichnis
Wann brauchst du einen Anhang?
Ein Anhang ist sinnvoll, wenn ergänzendes Material deine Auswertung nachvollziehbar macht, den Haupttext aber unnötig unterbrechen würde. Entscheidend sind Funktion und Relevanz, nicht eine feste Seitenlänge. Zentrale Ergebnisse und Darstellungen bleiben im Hauptteil; umfangreiche Belege, Instrumente oder Detaildaten können in den Anhang.
Bei kurzen Hausarbeiten mit wenigen Quellen und ohne eigene Erhebungen ist ein Anhang oft nicht nötig. Prüfe vorab, ob die Vorgaben deiner Hochschule einen Anhang verlangen oder ob es sich um eine optionale Ergänzung handelt. Ob der Anhang zur Seitenvorgabe zählt, variiert ebenfalls je nach Hochschule. Wenn du unsicher bist, frag deine betreuende Person.
In den Anhang
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Lesefluss: Ergänzendes Material ist für die Nachvollziehbarkeit nützlich, würde den Haupttext aber deutlich unterbrechen
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Nachvollziehbarkeit: Erhebungsinstrumente, Rechenwege oder zulässige Datenauszüge ergänzen die Auswertung
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Vollständigkeit: Alle für die Prüfung verlangten Materialien sind über den vorgesehenen Abgabeweg verfügbar
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Vorgabe: Die Hochschulvorgabe verlangt einen Anhang für bestimmte Materialtypen
Nicht in den Anhang
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Material ist zentral für dein Argument (gehört in den Fließtext)
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Kompakte Tabelle oder Grafik, die unmittelbar für das Argument gebraucht wird (bleibt im Hauptteil)
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Auslagerung nur wegen Seitenüberschreitung (kein valider Grund)
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Material hat keinen Bezug zu deiner Argumentation
Typische Grenzfälle
Literaturarbeit ohne Empirie: Oft kein Anhang nötig. In manchen Fächern sind aber Suchstrings, Screening-Tabellen oder Materiallisten im Anhang üblich, um die Literaturauswahl transparent zu machen. Frag deine Betreuung, ob das bei dir erwartet wird.
Nur eine große Tabelle: Ist sie für dein Argument zentral? Dann gehört sie in den Hauptteil (ggf. gekürzt). Enthält sie nur ergänzende Detaildaten? Dann in den Anhang, mit Verweis im Text.
Sehr großer Anhang, zum Beispiel über 50 Seiten: Prüfe zuerst, welches Material für die Nachvollziehbarkeit hilfreich oder ausdrücklich verlangt ist. Wenn ein separater digitaler Anhang erlaubt ist, nutze den vorgegebenen Upload, Datenträger oder das Repositorium und verweise eindeutig auf die Dateien, zum Beispiel: „Der vollständige nicht personenbezogene Datensatz ist als digitaler Anhang unter der Dateibezeichnung Anhang_D_Datensatz.csv eingereicht.“
Was gehört in den Anhang?
Der Anhang ist der richtige Ort für ergänzendes Material, das deine Arbeit transparent und nachprüfbar macht. Typische Inhalte sind Interviewleitfäden und Transkripte, ausgefüllte Fragebögen, umfangreiche Tabellen mit Rohdaten, detaillierte Berechnungen oder Statistiken, größere Abbildungen und Grafiken sowie Gesetzestexte oder Originaldokumente.
Wichtig ist die Funktion: Ergebnisse, Erläuterungen und Darstellungen, die Lesende für deine Argumentation unmittelbar brauchen, gehören in den Hauptteil. Eine zentrale Grafik bleibt deshalb im Fließtext. Eine Tabelle mit beispielsweise 20 Seiten Einzelmesswerten kann im Anhang stehen, wenn der Hauptteil die für das Argument benötigten Ergebnisse zeigt und gezielt auf die Detailtabelle verweist.
| Materialtyp | Was gehört dazu |
|---|---|
| Interviewmaterial (inhaltlich) | Leitfäden und Transkripte. Bei mehreren Interviews nummerierst du sie (Interview 1, Interview 2) und verweist im Text darauf. |
| Fragebögen | Der leere Fragebogen als Vorlage und bei Bedarf ausgefüllte Beispiele. Bei Online-Umfragen reicht oft ein Screenshot oder PDF-Export. |
| Datenmaterial | Je nach Vorgabe nicht personenbezogene oder ausreichend anonymisierte Rohdaten, vollständige Ergebnistabellen und detaillierte Berechnungswege. Personenbeziehbare Datensätze gehören nur in einen freigegebenen, geschützten Abgabeweg. |
| Formale Nachweise | Genehmigungen oder Ethikvoten, wenn ihre Abgabe verlangt wird. Unterschriebene Einwilligungen und Zuordnungsschlüssel enthalten personenbezogene Daten und werden deshalb nicht automatisch in den regulären PDF-Anhang aufgenommen, sondern nach institutioneller Vorgabe getrennt oder geschützt dokumentiert. |
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Interviewmaterial (inhaltlich)
Was gehört dazu
Leitfäden und Transkripte. Bei mehreren Interviews nummerierst du sie (Interview 1, Interview 2) und verweist im Text darauf.
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Fragebögen
Was gehört dazu
Der leere Fragebogen als Vorlage und bei Bedarf ausgefüllte Beispiele. Bei Online-Umfragen reicht oft ein Screenshot oder PDF-Export.
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Datenmaterial
Was gehört dazu
Je nach Vorgabe nicht personenbezogene oder ausreichend anonymisierte Rohdaten, vollständige Ergebnistabellen und detaillierte Berechnungswege. Personenbeziehbare Datensätze gehören nur in einen freigegebenen, geschützten Abgabeweg.
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Formale Nachweise
Was gehört dazu
Genehmigungen oder Ethikvoten, wenn ihre Abgabe verlangt wird. Unterschriebene Einwilligungen und Zuordnungsschlüssel enthalten personenbezogene Daten und werden deshalb nicht automatisch in den regulären PDF-Anhang aufgenommen, sondern nach institutioneller Vorgabe getrennt oder geschützt dokumentiert.
Aufbau und Struktur des Anhangs
Der Anhang bekommt eine eigene Überschrift und wird entsprechend der Gliederungsvorgabe im Inhaltsverzeichnis aufgeführt. Je nach Leitfaden erscheint dort nur „Anhang“ oder jeder einzelne Anhang mit Bezeichnung und Seitenzahl.
Für die Bezeichnung hast du zwei gängige Varianten: Buchstaben (Anhang A, Anhang B, Anhang C) oder Nummern (Anhang 1, Anhang 2, Anhang 3). Beide Systeme sind üblich, wichtig ist Konsistenz. Entscheide dich für eine Variante und bleibe dabei. Jeder Anhang bekommt zusätzlich einen aussagekräftigen Titel, zum Beispiel „Anhang A: Interviewleitfaden“ oder „Anhang B: Vollständige Umfrageergebnisse“.
Bei umfangreichen Anhängen hilft ein Anhangsverzeichnis am Anfang des Anhangs. Dieses Verzeichnis listet alle Anhänge mit Bezeichnung, Titel und Seitenzahl auf. So finden Lesende schnell das gesuchte Material. Ob das Anhangsverzeichnis selbst im Hauptinhaltsverzeichnis erscheint, variiert je nach Hochschule. Bei Unsicherheit orientiere dich an Beispielarbeiten deines Lehrstuhls oder frag deine Betreuung.
Anhang technisch einrichten
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Neue Seite
Beginne den Anhang mit einem Seitenumbruch auf einer neuen Seite.
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Überschriften
Nutze konsistente Überschriftsebenen, zum Beispiel „Überschrift 1“ für „Anhang“ und „Überschrift 2“ für Anhang A, B und C. Nimm nur die Ebenen in das Inhaltsverzeichnis auf, die dein Fachbereich dort verlangt.
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Tabellen und Abbildungen
Lege eine einheitliche Beschriftung fest. Wenn du nach Anhängen nummerierst, nutzt du zum Beispiel „Tabelle A.1“ und „Abbildung B.2“. Für die automatische Nummerierung in Word müssen die Anhangüberschriften über eine mit der Überschriftenformatvorlage verknüpfte Liste mit A, B, C nummeriert sein. Wähle unter „Verweise > Beschriftung einfügen > Nummerierung“ die Option „Kapitelnummer einbeziehen“, die passende Überschriftenformatvorlage und den Punkt als Trennzeichen. Für wenige Anhänge kannst du die vollständige Kennung auch als Text eintragen, ebenso in Google Docs.
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Inhaltsverzeichnis
Nach dem Hinzufügen aller Anhänge das Inhaltsverzeichnis aktualisieren.
Anhang richtig im Text verweisen
Inhaltlich relevante Anhänge (Daten, Tabellen, Leitfäden, Transkripte) solltest du im Hauptteil referenzieren. Der Verweis erfolgt in Klammern oder als Teil des Satzes: „(siehe Anhang A)“, „Der vollständige Fragebogen findet sich in Anhang B“ oder „Anhang C zeigt die detaillierten Ergebnisse“. Bei Tabellen oder Abbildungen nutzt du die in deiner Arbeit festgelegte Kennung, zum Beispiel „Tabelle A.1“ für die erste Tabelle in Anhang A.
Formale Nachweise wie Genehmigungen oder Ethikvoten werden nach Hochschulvorgabe beigefügt oder getrennt abgegeben. Falls ein Verweis verlangt wird, benenne nur den vorgesehenen Nachweis oder Abgabeweg.
Der Verweis sollte an der Stelle stehen, wo das ergänzende Material relevant wird. Wenn du im Hauptteil die Ergebnisse einer Umfrage diskutierst, verweist du dort auf den vollständigen Fragebogen im Anhang. So können interessierte Lesende direkt nachschlagen, während andere den Fließtext ungestört weiterlesen.
Im Fließtext: „Die Interviews wurden anhand eines Leitfadens geführt (siehe Anhang A).“
Als eigener Satz: „Der vollständige Fragebogen ist in Anhang B dokumentiert.“
Bei Tabellen: „Eine Übersicht aller Messwerte findet sich in Anhang C, Tabelle C.1.“
Datenschutz und Urheberrecht
Sobald du personenbezogene Daten verarbeitest, gelten die Datenschutzvorgaben auch für den Anhang. Kläre vor der Erhebung, welche Rechtsgrundlage und Hochschulvorgabe für Interviewtranskripte, Umfrageantworten oder Personenfotos gilt und wie eine erforderliche Einwilligung dokumentiert wird. Gib personenbezogene Materialien über den vorgesehenen geschützten Weg ab. Eine öffentliche Bereitstellung ist gesondert auf ihre rechtliche Zulässigkeit zu prüfen.
Reduziere personenbezogene Daten auf das für deine Forschungsfrage Nötige und pseudonymisiere sie, wenn eine vollständige Anonymisierung nicht möglich ist. Codes wie P1 oder P2 allein reichen nicht, wenn Kombinationen aus Ort, Rolle oder biografischen Angaben Personen erkennbar machen. Die Datenschutz-Grundverordnung definiert personenbezogene Daten und besondere Kategorien; kläre Rechtsgrundlage, Aufbewahrung und Abgabeform mit deiner Betreuung beziehungsweise der zuständigen Datenschutzstelle.
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Einwilligungen: Ist geklärt, ob eine Einwilligung erforderlich ist und wie sie dokumentiert wird?
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Abgabe geklärt: Werden Einwilligungen und Zuordnungsschlüssel getrennt von den Forschungsdaten aufbewahrt und, falls ihre Abgabe verlangt wird, geschützt übermittelt?
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Anonymisierung: Sind direkte und indirekte Identifikatoren geprüft, und ist klar, ob die Daten anonym oder nur pseudonymisiert sind?
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Sensible Daten: Ist für jedes nicht anonymisierte Material der freigegebene Zugriffs- und Abgabeweg geklärt?
Beim Urheberrecht genügt eine Quellenangabe allein nicht. Das Zitatrecht nach § 51 UrhG verlangt einen Zitatzweck und einen dadurch gerechtfertigten Umfang. Nutze fremde Abbildungen oder längere Auszüge daher nur, wenn du sie inhaltlich analysierst oder als Beleg brauchst; sonst verlinke die Originalquelle oder hole eine Erlaubnis ein. Bei Unsicherheit hilft die Hochschulbibliothek oder deine Betreuung weiter.
Formatierung und Nummerierung
Die Formatierung des Anhangs folgt den gleichen Regeln wie der Rest deiner Hausarbeit. Schriftart, Schriftgröße und Zeilenabstand bleiben einheitlich. Je nach Hochschule setzt der Anhang die arabische Seitenzählung fort oder beginnt eine neue Zählung (etwa mit römischen Ziffern). Prüfe die Vorgaben deiner Hochschule.
Tabellen und Abbildungen im Anhang brauchen eine eindeutige, konsistente Beschriftung. Ein mögliches Schema kombiniert Anhangkennung und laufende Nummer, etwa „Tabelle A.1“ für die erste Tabelle in Anhang A. Andere Leitfäden setzen die Nummerierung aus dem Hauptteil fort. Die Beschriftung nennt außerdem knapp, was die Tabelle oder Abbildung zeigt.
Bei Dokumenten wie Fragebögen oder Interviewtranskripten kannst du das Originallayout beibehalten. Ein Fragebogen sieht als eingebettetes PDF oft besser aus als umformatiert in Word. Achte aber darauf, dass alle Texte lesbar sind. Zu kleine Schrift oder schlechte Scanqualität erschweren das Nachvollziehen.
Prüfe die Hochschulvorgaben: Manche Hochschulen haben spezielle Regeln für Anhänge, etwa zur Seitennummerierung oder zum Umfang. Die Vorgaben deiner Hochschule haben immer Vorrang vor allgemeinen Empfehlungen.
Beispiel für einen Anhang
Hier siehst du, wie ein strukturierter Anhang aussehen kann. Das Beispiel zeigt die typische Gliederung mit Anhangsverzeichnis und einzelnen Anhängen.
Anhang A: Interviewleitfaden S. 25
Anhang B: Transkript Interview 1 S. 26
Anhang C: Transkript Interview 2 S. 30
Anhang D: Vollständige Umfrageergebnisse S. 34
Anhang A: Interviewleitfaden
Dieser Leitfaden wurde für die qualitativen Interviews mit Studierenden verwendet. Die Fragen dienten als Orientierung, der Gesprächsverlauf wurde flexibel angepasst.
Einstiegsfrage: Können Sie kurz beschreiben, wie ein typischer Studientag bei Ihnen aussieht?
Hauptfragen: Welche Herausforderungen erleben Sie im Studium? Wie organisieren Sie Ihre Lernphasen? [...]
Im Hauptteil der Arbeit würde der Verweis dann so aussehen: „Die Interviews folgten einem teilstrukturierten Leitfaden (siehe Anhang A). Die gemäß Prüfungs- und Datenschutzvorgaben freigegebenen Interviewauszüge finden sich in Anhang B und C.“
Typische Fehler vermeiden
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Inhaltliche Anhänge ohne Verweis
Problem: Ein Datenanhang oder Transkript, auf den du nie verweist, wirkt planlos.
So behebst du es: Nutze Strg+F und suche nach „Anhang A“, „Anhang B“ usw. Inhaltlich relevante Anhänge sollten im Hauptteil vorkommen.
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Inhaltlich Relevantes auslagern
Problem: Eine Grafik oder Tabelle, die für dein zentrales Argument wichtig ist, steht nur im Anhang. Der Anhang wird so zum zweiten Hauptteil.
So behebst du es: Frag dich bei jedem Anhang: „Würde jemand meine Argumentation verstehen, ohne dieses Material zu sehen?“ Wenn nein, gehört es in den Hauptteil.
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Uneinheitliche Nummerierung
Problem: Die Anhänge wechseln zwischen Buchstaben und Zahlen oder zwischen verschiedenen Bezeichnungen.
So behebst du es: Wenn du mit „Anhang A“ beginnst, bleibe bei dieser Systematik. Scrolle einmal durch alle Anhang-Überschriften und prüfe, ob die Bezeichnungen konsistent sind (A, B, C oder 1, 2, 3).
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Fehlende Beschriftung
Problem: Ein Anhang trägt nur die Kennung „Anhang A“ ohne Titel. Lesende sehen nicht, was er enthält.
So behebst du es: Ergänze einen Titel, zum Beispiel „Anhang A: Interviewleitfaden“. Lies danach nur die Anhang-Überschriften. Weißt du sofort, was dich in jedem Anhang erwartet?
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Uneinheitliche Tabellen- oder Abbildungsnummern
Problem: Text, Beschriftungen und Verzeichnisse nutzen unterschiedliche Kennungen, zum Beispiel „Tabelle A.1“ in der Beschriftung und „Tabelle 1“ im Text.
So behebst du es: Verwende in der gesamten Arbeit nur die festgelegte Systematik. Prüfe, ob Kennungen im Text, in Beschriftungen und in Verzeichnissen übereinstimmen.
Nächste Schritte
Dein Anhang ist fertig, wenn alle Materialien sauber strukturiert und beschriftet sind. Der Anhang erscheint im Inhaltsverzeichnis und fügt sich in die Gesamtstruktur deiner Arbeit ein. Wenn dein Anhang Abbildungen enthält, prüfe, wie dein Leitfaden sie im Abbildungsverzeichnis behandelt.
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Verweise: Sind inhaltliche Anhänge (Daten, Tabellen, Transkripte) im Hauptteil referenziert?
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Konsistenz: Sind alle Anhänge, Tabellen und Abbildungen einheitlich bezeichnet (A, B, C oder 1, 2, 3)?
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Seitenzahlen: Stimmen die Angaben im Anhangsverzeichnis mit den tatsächlichen Seiten überein?
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Lesbarkeit: Sind alle Anhänge im PDF lesbar, keine Seiten abgeschnitten, alle Scans scharf?
Wenn alle Punkte abgehakt sind, prüfe noch einmal Deckblatt, Literaturverzeichnis und Formatierung, dann ist deine Hausarbeit abgabebereit. Bei Bedarf kannst du deine Hausarbeit drucken und binden lassen.
Häufig gestellte Fragen
Wie verweise ich auf eine bestimmte Tabelle oder Abbildung im Anhang?
Verwende die Nummerierung, die dein Fachbereich vorgibt. Ein mögliches Schema kombiniert Anhangkennung und Elementnummer: „Tabelle A.1“ bezeichnet dann die erste Tabelle in Anhang A, „Abbildung B.2“ die zweite Abbildung in Anhang B. Im Text kannst du zum Beispiel schreiben: „Eine Übersicht aller Messwerte findet sich in Tabelle A.1.“ Andere Leitfäden nummerieren Tabellen und Abbildungen durchlaufend. Entscheidend ist eine eindeutige, konsistente Kennung.
Was mache ich mit vertraulichen Daten im Anhang?
Wenn Namen durch Codes wie P1 ersetzt werden, sind die Daten zunächst pseudonymisiert, nicht automatisch anonym. Prüfe zusätzlich indirekte Merkmale wie Ort, Beruf oder seltene biografische Angaben. Personenbeziehbare Transkripte, Einwilligungen und Rohdaten gehören nur in den von deiner Hochschule freigegebenen, geschützten Abgabeweg. Einwilligungen und Zuordnungsschlüssel bewahrst du getrennt von den Forschungsdaten auf.
Darf ich alle Rohdaten anhängen oder reicht eine Auswahl?
Eine Auswahl reicht, wenn sie die Auswertung nachvollziehbar macht und die Abgabevorgaben erfüllt. Hänge dafür hilfreiches oder ausdrücklich verlangtes Material an, soweit seine Weitergabe datenschutzrechtlich zulässig ist. Bei nicht personenbezogenen Daten kann das der vollständige Datensatz sein. Interview- oder Umfragedaten gibst du je nach Vorgabe anonymisiert, als freigegebene Auszüge oder separat geschützt ab. Nutze für große Datensätze den vorgesehenen Datenträger, Upload oder das Repositorium.
Kommt der Anhang vor oder nach der Eigenständigkeitserklärung?
Eine einheitliche Reihenfolge gibt es nicht. Ein verbreitetes Beispiel ist Literaturverzeichnis, Anhang, Eigenständigkeitserklärung. Andere Leitfäden ordnen den Anhang anders ein oder behandeln die Erklärung selbst als Anhang. Übernimm deshalb die Reihenfolge und das Erklärungsformular deines Fachbereichs.
Wie gehe ich mit sehr großen Anhängen um?
Prüfe zuerst, welches Material wirklich nötig ist. In der Desktopversion von Word kannst du die Bildkomprimierung zunächst an einer Kopie mit 220 ppi testen. Beschriftungen und Details müssen im finalen PDF scharf lesbar bleiben. Wenn ein separater digitaler Anhang erlaubt ist, benenne Dateien eindeutig, zum Beispiel Anhang_A_Transkript.pdf, und nutze den vorgegebenen Upload, Datenträger oder das Repositorium. Kontrolliere die Zugriffsrechte und teste vor der Abgabe, ob die Dateien geöffnet werden können.
Muss das Anhangsverzeichnis ins Hauptinhaltsverzeichnis?
Nicht zwingend. Manche Leitfäden führen jeden Anhang im Hauptinhaltsverzeichnis auf, andere nur den Sammelpunkt „Anhang“ und verwenden zusätzlich ein Anhangsverzeichnis. Übernimm die Vorgabe deines Fachbereichs und halte Bezeichnungen sowie Seitenzahlen in beiden Verzeichnissen konsistent.
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