Inhaltsverzeichnis
Die Einleitung deiner Hausarbeit beantwortet fünf Fragen: Worum geht es? Welche Frage untersuchst du? Was soll erreicht werden? Wie gehst du vor? Welche Kapitel folgen? Ergebnisse verrätst du noch nicht. Mit dieser Struktur prüfst du in 60 Sekunden, ob deine Einleitung steht.
Fünf Bausteine der Einleitung:
- Hinführung – Warum ist das Thema relevant?
- Forschungsfrage – Was willst du herausfinden?
- Zielsetzung – Was soll die Arbeit erreichen?
- Methode – Wie gehst du vor?
- Aufbau – Welche Kapitel folgen?
Länge: 5 bis 10 % des Textteils. Was zum Textteil zählt, variiert je nach Lehrstuhl; häufig ist damit Einleitung + Hauptteil + Fazit gemeint (ohne Deckblatt, Verzeichnisse, Anhang). Bei 15 Seiten Textteil: ca. 0,75 bis 1,5 Seiten Einleitung.
Was gehört in die Einleitung einer Hausarbeit?
Die Einleitung hat eine klare Funktion: Nach dem Lesen weiß deine Betreuung, worum es geht, welche Frage du beantworten willst und wie du dabei vorgehst. Das klingt nach viel, passt aber oft in vier bis fünf Absätze (je nach Fach, Umfang und ob zusätzliche Elemente wie Begriffsabgrenzung gefordert sind). Die Einleitung folgt meist direkt nach dem Inhaltsverzeichnis (je nach Vorgaben kann ein Abstract oder andere Verzeichnisse dazwischenstehen).
Betrachte die Einleitung als Wegweiser: Du zeigst, wohin die Reise geht, aber du erzählst noch nicht, was am Ziel passiert. Anders als bei einer schulischen Facharbeit erwartet deine Betreuung bei einer Hausarbeit eine präzise Forschungsfrage und eine kurze Einordnung in den wissenschaftlichen Kontext.
Die fünf Bausteine gelten für beide, aber der Detailgrad unterscheidet sich häufig:
- Forschungsstand: In Hausarbeiten reichen oft 1–2 Sätze; in Bachelorarbeiten wird häufig ein eigener Abschnitt erwartet. Bei empirischen Hausarbeiten kann mehr gefordert sein.
- Methode: In Hausarbeiten genügt meist eine kurze Einordnung; in Bachelorarbeiten wird oft eine ausführlichere Methodenbegründung verlangt.
- Hypothesen: In empirischen Bachelorarbeiten häufig explizit gefordert, in Hausarbeiten seltener – aber Vorgaben variieren je nach Fach und Lehrstuhl.
Einleitung Hausarbeit: Aufbau in fünf Bausteinen
Der Aufbau der Einleitung folgt einer bewährten Struktur. Die Reihenfolge Hinführung, Forschungsfrage, Zielsetzung, Methode und Aufbau führt Lesende logisch in dein Thema ein. Zu jedem Baustein findest du hier Formulierungsvarianten und die häufigste Stolperstelle.
Du erklärst, warum das Thema wissenschaftlich oder gesellschaftlich relevant ist.
Neutral „Das Thema X hat in der Forschung in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen."
Lebendiger „Die Debatte um X zeigt, dass grundlegende Fragen in der Forschung noch offen sind."
Stolperstelle: Zu allgemein starten. Vermeide Sätze wie „Schon immer hat sich die Menschheit damit beschäftigt".
Sie ist das Herzstück deiner Arbeit und gibt die Richtung vor.
Neutral „Diese Arbeit untersucht, inwiefern X zu Y beiträgt."
Direkter „Die zentrale Forschungsfrage lautet: Welchen Einfluss hat X auf Y?"
Stolperstelle: Keine erkennbare Frage formulieren. Wenn Lesende nach dem Absatz nicht wissen, was du herausfinden willst, fehlt der rote Faden.
Du erklärst, was die Arbeit erreichen soll und welchen Beitrag sie leistet.
Neutral „Ziel dieser Arbeit ist es, einen systematischen Überblick über X zu geben."
Konkreter „Die Arbeit soll aufzeigen, welche Faktoren Y beeinflussen und wie sie zusammenwirken."
Stolperstelle: Zielsetzung mit Ergebnissen verwechseln. Beschreibe das Ziel, nicht das, was du herausgefunden hast.
Du skizzierst kurz dein Vorgehen und die verwendeten Quellen oder Methoden. „Methode" meint hier nicht nur klassische empirische Verfahren, sondern auch die Materialbasis und Auswertungslogik (z. B. bei Text- oder Dokumentenanalysen).
Bei einer Literaturarbeit „Die Analyse stützt sich auf aktuelle Forschungsliteratur aus den Jahren 2018 bis 2024."
Bei einer empirischen Arbeit „Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurden zehn Experteninterviews geführt und qualitativ ausgewertet."
Stolperstelle: Diesen Teil vergessen oder nur Quellen auflisten. Auch bei reinen Literaturarbeiten erwartet deine Betreuung eine kurze Einordnung der Vorgehensweise.
Du nennst die Kapitel und erklärst in einem Satz, was dort passiert. Zeige, wie sie aufeinander aufbauen, statt das Inhaltsverzeichnis nachzuerzählen.
Neutral „Im zweiten Kapitel werden die theoretischen Grundlagen dargestellt. Das dritte Kapitel analysiert..."
Kompakter „Nach einer Einführung in die theoretischen Grundlagen folgt die Analyse, bevor das Fazit die Ergebnisse zusammenführt."
Stolperstelle: Kapitel nur benennen statt inhaltlich zusammenfassen. Zeige, wie die Teile zur Beantwortung der Forschungsfrage beitragen.
Methode in einem Satz: Entscheidungshilfe
Der Methoden-Baustein bereitet vielen Schwierigkeiten. Was genau schreibst du, wenn du „nur" Literatur auswertest? Die folgenden Templates helfen dir, den Methodensatz passend zu deinem Arbeitstyp zu formulieren.
So findest du deinen Typ: Wertest du vorhandene Studien und Fachliteratur aus, ohne eigene Daten zu erheben? Dann Literaturarbeit. Führst du Interviews, Umfragen oder Experimente durch? Dann empirische Arbeit. Analysierst du konkrete Texte, Fälle oder Medien (z. B. Romane, Urteile, Pressemitteilungen)? Dann Dokumenten- oder Fallanalyse.
Du wertest vorhandene Forschung systematisch aus.
„Die Analyse stützt sich auf aktuelle Fachliteratur aus [Zeitraum] und bezieht [Anzahl] zentrale Studien zu [Themenfeld] ein."
Du erhebst eigene Daten (Interviews, Umfragen, Experimente).
„Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurden [Anzahl] [Methode, z. B. Experteninterviews] durchgeführt und mittels [Auswertungsmethode] analysiert."
Du untersuchst einen oder mehrere konkrete Fälle, Texte oder Medien.
„Die Untersuchung basiert auf einer [qualitativen/vergleichenden] Analyse von [Gegenstand, z. B. zwei Romanen / drei Gerichtsurteilen / Pressemitteilungen aus dem Zeitraum X]."
Diese Formulierungen klingen vage – so machst du es besser:
„Ich verwende das Internet zur Recherche."
„Die Recherche erfolgte in wissenschaftlichen Datenbanken (z. B. JSTOR) sowie über Google Scholar."
„Die Arbeit basiert auf verschiedenen Quellen."
„Die Analyse stützt sich auf 12 Studien aus dem Zeitraum 2018–2024."
„Es werden Bücher und Artikel analysiert."
„Die Untersuchung basiert z. B. auf drei zentralen Monografien und fünf Fachartikeln."
Was je nach Fach zusätzlich erwartet wird
Die fünf Bausteine bilden das Grundgerüst. Je nach Fach und Lehrstuhl können weitere Elemente erwartet werden. Prüfe den Leitfaden deines Fachbereichs und kläre Unsicherheiten mit deiner Betreuung.
Abgrenzung (Scope): In manchen Fächern wird erwartet, dass du explizit sagst, was du nicht behandelst. Das gehört direkt nach der Forschungsfrage oder Zielsetzung.
„Die Arbeit konzentriert sich auf die Darstellung in Printmedien und klammert Online-Formate bewusst aus, da diese eigene Rezeptionsmuster aufweisen."
Kurze Begriffsdefinition: Wenn ein zentraler Begriff unterschiedlich verstanden werden kann, reicht in der Einleitung ein Hinweis. Die ausführliche Definition gehört in den Theorieteil.
„Unter ‚Prekarisierung' wird in dieser Arbeit die Ausbreitung unsicherer Beschäftigungsverhältnisse verstanden (vgl. Autor, Jahr)."
Forschungsstand (sehr knapp): Ein bis zwei Sätze zur Forschungslage können die Relevanz begründen. Die detaillierte Darstellung gehört in ein eigenes Kapitel oder den Theorieteil.
„Obwohl zahlreiche Studien den Zusammenhang zwischen Social-Media-Nutzung und Wohlbefinden untersucht haben, fehlen differenzierte Analysen für die Altersgruppe 14 bis 18."
Einleitung Hausarbeit Beispiel
Hier siehst du drei konkrete Beispiele für verschiedene Fächer. Achte darauf, wie jedes Beispiel alle fünf Bausteine enthält. Bei längeren Hausarbeiten kannst du jeden Teil etwas ausführlicher gestalten.
Die Darstellung von Erinnerung in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur ist ein zentrales Thema der literaturwissenschaftlichen Forschung. Besonders Romane, die sich mit der Verarbeitung von Familiengeschichten befassen, zeigen komplexe Erzählstrategien. Diese Arbeit untersucht, wie Erinnerung in zwei ausgewählten Romanen von Jenny Erpenbeck narrativ konstruiert wird. Ziel ist es, wiederkehrende Muster der Erinnerungsdarstellung zu identifizieren und ihre Funktion für die Erzählstruktur herauszuarbeiten. Die Analyse stützt sich auf narratologische Ansätze nach Genette und Martinez/Scheffel. Nach einer Einführung in die theoretischen Grundlagen werden die beiden Romane analysiert. Im Fazit werden die Ergebnisse zusammengeführt und die Forschungsfrage beantwortet.
Die Wahlbeteiligung bei Europawahlen liegt seit Jahrzehnten deutlich unter der bei nationalen Wahlen. Diese Diskrepanz wirft Fragen zur demokratischen Legitimation europäischer Institutionen auf. Die vorliegende Arbeit untersucht, welche Faktoren die niedrige Wahlbeteiligung bei der Europawahl 2024 in Deutschland erklären können. Ziel ist es, soziodemografische und politische Einflussfaktoren zu identifizieren und ihre relative Bedeutung einzuordnen. Die Analyse basiert auf aktuellen Umfragedaten und empirischen Studien zur Wahlforschung. Im zweiten Kapitel werden theoretische Erklärungsansätze vorgestellt. Das dritte Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Datenanalyse. Im Fazit werden die Erkenntnisse zusammengefasst und Implikationen für die Forschung diskutiert.
Die Nutzung sozialer Medien ist für Jugendliche alltäglich geworden. Gleichzeitig zeigen Studien einen Zusammenhang zwischen intensiver Social-Media-Nutzung und psychischen Belastungen. Diese Arbeit untersucht, inwiefern die Nutzung von Instagram mit dem Selbstwertgefühl von Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren zusammenhängt. Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand systematisch aufzuarbeiten und Faktoren zu identifizieren, die diesen Zusammenhang moderieren. Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche in psychologischen Fachdatenbanken. Nach einer Einführung in die theoretischen Grundlagen zum Selbstwert folgt die Darstellung des Forschungsstands. Im Fazit werden die Ergebnisse eingeordnet und Forschungslücken benannt.
Jedes Beispiel hat etwa 100 bis 130 Wörter. Bei umfangreicheren Arbeiten kannst du die Hinführung vertiefen oder das Vorgehen genauer beschreiben.
Die Forschungsfrage richtig formulieren
Die Forschungsfrage gibt dir beim Schreiben Orientierung und zeigt deiner Betreuung, was du herausfinden willst. Eine gute Forschungsfrage lässt sich nicht mit Ja oder Nein beantworten und erfordert eine differenzierte Analyse.
- Zu breit: „Wie funktioniert politische Kommunikation?" Diese Frage ist so umfassend, dass du sie in einer Hausarbeit nicht seriös beantworten kannst.
- Zu eng: „Wie viele Tweets hat Politiker X im Jahr 2023 gepostet?" Diese Frage lässt sich in einem Satz beantworten. Für eine Hausarbeit fehlt die analytische Tiefe.
- Passend (Analyse): „Welche Kommunikationsstrategien nutzt Partei X auf Twitter, um junge Wähler anzusprechen?" Konkret abgegrenzt, erfordert systematische Analyse.
- Passend (Vergleich): „Wie unterscheiden sich die Nachhaltigkeitsberichte von Unternehmen A und B hinsichtlich der Darstellung von Klimazielen?" Klar abgegrenzt, erfordert systematischen Vergleich.
Der Test: Kannst du die Frage mit deinen verfügbaren Quellen beantworten? Braucht die Antwort mehr als einen Satz? Lässt sie sich nicht mit Ja oder Nein beantworten? Wenn dreimal Ja, ist deine Forschungsfrage wahrscheinlich gut. Mehr zur Themenfindung und Forschungsfrage findest du im entsprechenden Artikel.
Vorlage zum Kopieren
Mit dieser Vorlage kannst du deine Einleitung Schritt für Schritt aufbauen. Ersetze die Platzhalter in eckigen Klammern durch deine eigenen Inhalte. Die Struktur funktioniert für alle Fächer, passe die Formulierungen an deinen Stil und dein Thema an.
Baustein 1 – Hinführung [Thema] ist ein Aspekt, der in [Fachgebiet/Forschung/Gesellschaft] zunehmend diskutiert wird. Besonders [konkreter Teilaspekt] zeigt, dass [Begründung für Relevanz].
Baustein 2 – Forschungsfrage Diese Arbeit untersucht, [Forschungsfrage als indirekter Fragesatz]. Alternativ: Die zentrale Forschungsfrage lautet: [Forschungsfrage als direkter Fragesatz]?
Baustein 3 – Zielsetzung Ziel der Arbeit ist es, [konkretes Ziel]. Dabei soll [erwarteter Erkenntnisbeitrag].
Baustein 4 – Methode Die Analyse stützt sich auf [Quellen/Daten/Methoden]. [Optional: kurze Begründung der Methodenwahl].
Baustein 5 – Aufbau Im zweiten Kapitel werden [Inhalt Kapitel 2]. Das dritte Kapitel behandelt [Inhalt Kapitel 3]. Im Fazit [Inhalt Fazit].
Ausgefülltes Muster:
Die Digitalisierung des Arbeitsmarktes ist ein Thema, das in der soziologischen Forschung zunehmend diskutiert wird. Besonders die Auswirkungen auf atypische Beschäftigungsverhältnisse zeigen, dass traditionelle Arbeitsmodelle unter Druck geraten. Diese Arbeit untersucht, inwiefern die Verbreitung von Plattformarbeit zu einer Prekarisierung von Beschäftigung in Deutschland beiträgt. Ziel der Arbeit ist es, aktuelle Forschungsergebnisse systematisch aufzuarbeiten und Faktoren zu identifizieren, die prekäre Arbeitsbedingungen begünstigen. Die Analyse stützt sich auf empirische Studien und arbeitssoziologische Fachliteratur aus den Jahren 2019 bis 2024. Im zweiten Kapitel werden die theoretischen Grundlagen zur Prekarisierung dargestellt. Das dritte Kapitel analysiert aktuelle Studien zur Plattformarbeit. Im Fazit werden die Ergebnisse zusammengefasst und Implikationen für die Arbeitsmarktpolitik diskutiert.
Wichtig beim Kopieren: Ersetze „[Forschungsfrage als indirekter Fragesatz]" nicht einfach durch dein Thema, sondern durch eine echte Frage. Aus „Diese Arbeit untersucht Digitalisierung" wird „Diese Arbeit untersucht, inwiefern die Digitalisierung zu veränderten Arbeitsbedingungen führt". Der indirekte Fragesatz enthält immer ein Fragewort (welche, wie, ob, inwiefern).
Die Vorlage ist ein Gerüst, kein Korsett. Wenn sich ein Baustein bei deinem Thema natürlicher in anderer Reihenfolge einfügt, kannst du die Abfolge anpassen.
Checkliste: Einleitung fertig?
Nutze diese Checkliste, bevor du die Einleitung als abgeschlossen betrachtest. Wenn du bei einem Punkt unsicher bist, lies den entsprechenden Abschnitt noch einmal.
-
Hinführung erklärt, warum das Thema relevant ist
-
Forschungsfrage ist explizit formuliert (nicht nur angedeutet)
-
Zielsetzung beschreibt, was die Arbeit erreichen soll
-
Methode/Vorgehen ist in 1–2 Sätzen benannt
-
Aufbau stimmt mit dem tatsächlichen Inhaltsverzeichnis überein
-
Keine Ergebnisse vorweggenommen
K.-o.-Signal: „Die Analyse zeigt, dass..." oder „Es wurde festgestellt, dass..." -
Keine ausführlichen Definitionen
K.-o.-Signal: Mehrere Absätze, die einen Begriff erklären → gehört in den Theorieteil -
Länge entspricht ca. 5–10 % des Textteils (bei 15 Seiten: 0,75–1,5 Seiten; Leitfaden/Betreuung geht vor)
Nächster Schritt
Wenn alle Punkte der Checkliste erfüllt sind, ist deine Einleitung inhaltlich abgeschlossen. Jetzt geht es an den Hauptteil. Nutze deine Forschungsfrage als Kompass: Alles, was du schreibst, sollte auf die Beantwortung dieser Frage einzahlen.
Am Ende steht das Fazit, in dem du die Forschungsfrage beantwortest. Die Einleitung und das Fazit bilden einen Rahmen: Was du in der Einleitung ankündigst, löst du im Fazit ein.
Formales prüfen: Wenn alles geschrieben und korrigiert ist, exportiere dein Dokument als PDF. Prüfe dabei Fußnoten, Zitierweise und Formatierung. Ein letzter Blick auf Deckblatt, Abbildungsverzeichnis und Literaturverzeichnis schadet nie.
Falls du deine Hausarbeit gedruckt abgeben musst oder möchtest: Gängige Optionen sind Softcover oder Spiralbindung.
Häufig gestellte Fragen
Wie lang sollte die Einleitung einer Hausarbeit sein?
Die Einleitung umfasst 5 bis 10 Prozent des Textteils. Was zum Textteil zählt, variiert je nach Lehrstuhl; häufig ist damit Einleitung + Hauptteil + Fazit gemeint (ohne Deckblatt, Verzeichnisse, Anhang). Bei 15 Seiten Textteil sind das rechnerisch 0,75 bis 1,5 Seiten. Wichtiger als die exakte Länge: Alle fünf Bausteine müssen enthalten sein.
Darf ich in der Einleitung „ich" schreiben?
Das hängt von Fach und Lehrstuhl ab. In Geisteswissenschaften ist die Ich-Form oft akzeptiert („In dieser Arbeit untersuche ich..."), in Naturwissenschaften und BWL wird sie häufig vermieden. Neutrale Alternativen: „Diese Arbeit untersucht..." oder „Im Folgenden wird analysiert...". Prüfe den Leitfaden deines Fachbereichs oder frag deine Betreuung.
Was ist der Unterschied zwischen Einleitung und Abstract?
Die Einleitung führt ins Thema ein, stellt Forschungsfrage und Aufbau vor und macht neugierig. Das Abstract (falls verlangt) ist eine Zusammenfassung der gesamten Arbeit inklusive Ergebnisse. Faustregel: Im Abstract verrätst du das Ende, in der Einleitung nicht.
Gehört der Forschungsstand in die Einleitung oder in den Theorieteil?
In die Einleitung gehört maximal ein kurzer Hinweis (ein bis zwei Sätze), um die Relevanz zu begründen. Beispiel: „Obwohl zahlreiche Studien X untersucht haben, bleibt Y bisher offen." Die ausführliche Darstellung gehört in den Theorieteil oder ein eigenes Kapitel.
Wann schreibe ich die Einleitung meiner Hausarbeit?
Viele schreiben die Einleitung zuletzt oder überarbeiten sie am Ende gründlich. So stellst du sicher, dass sie zum tatsächlichen Inhalt passt. Die Forschungsfrage solltest du aber früh festlegen, damit du beim Schreiben einen roten Faden hast.
Die richtige Methodik wählen
Thema für die Hausarbeit finden
Die richtige Zitierweise