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Das Korrekturlesen deiner Masterarbeit ist mehr als Rechtschreibprüfung. In mehreren Durchgängen prüfst du Sprache, Stil, Logik und Formatierung. Mit einer klaren Struktur findest du systematisch Fehler, die dir beim Schreiben entgangen sind. Hier bekommst du einen erprobten Ablauf, eine Checkliste und Tipps für typische Stolperfallen.
Kurz gesagt: Korrigiere in drei Durchgängen: (1) Inhalt und Logik, (2) Sprache und Rechtschreibung, (3) Formatierung und Verzeichnisse. Plane dafür mehrere Tage mit Pausen dazwischen. Der genaue Aufwand hängt von Umfang, Ausgangsqualität und deinen Hochschulvorgaben ab.
Durchgang 1 (Inhalt): Logik, Argumentation, Querverweise, Begriffe. Tippfehler ignorieren.
Durchgang 2 (Sprache): Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung, Satzlänge. Laut vorlesen hilft.
Durchgang 3 (Format): Verzeichnisse aktualisieren, Seitenzahlen, Abbildungen, PDF-Export prüfen.
Frische Augen: Mindestens eine zweite Person gegenlesen lassen.
Warum systematisches Korrekturlesen wichtig ist
Prüfende lesen dutzende Arbeiten. Häufen sich Tippfehler oder inkonsistente Formatierungen, entsteht der Eindruck mangelnder Sorgfalt, der auf die inhaltliche Bewertung abfärbt. Umgekehrt signalisiert eine saubere Arbeit: Hier hat jemand wissenschaftliches Arbeiten verstanden. Nach Monaten am eigenen Text bist du betriebsblind. Dein Gehirn ergänzt fehlende Wörter und überliest doppelte automatisch. Systematisches Korrekturlesen durchbricht diese Routine.
Dabei geht es nicht nur um Rechtschreibung. Stimmen alle Querverweise nach der letzten Umstellung? Sind Abkürzungen einheitlich? Passen Einleitung und Fazit zusammen? Diese Fragen lassen sich nur mit Abstand und System beantworten.
Der optimale Zeitpunkt für die Korrektur
Plane das Korrekturlesen nicht auf den letzten Tag. Idealerweise ist der Rohtext mindestens eine Woche vor Abgabe fertig. So bleibt Zeit für mehrere Durchgänge, Pausen dazwischen und eventuelle Nachbesserungen. Wer erst am Abgabetag korrigiert, findet weniger Fehler und hat keinen Spielraum für Korrekturen.
Zwischen dem letzten Schreiben und dem ersten Korrekturdurchgang sollte mindestens ein Tag Pause liegen. Diese Distanz hilft, den eigenen Text mit frischeren Augen zu sehen. Noch besser sind zwei bis drei Tage, wenn der Zeitplan es erlaubt.
Wenn du externe Korrekturleser einbeziehst, plane deren Zeit mit ein. Freunde oder Familie brauchen für 80 Seiten ebenfalls mehrere Tage. Ein professionelles Lektorat benötigt je nach Auslastung oft eine Woche Vorlauf. Kläre Verfügbarkeiten frühzeitig.
Wenig Zeit? So priorisierst du
Nicht immer bleibt genug Zeit für den idealen Ablauf. Wenn es eng wird, hilft eine klare Priorisierung. Die folgenden Szenarien zeigen, was du mit unterschiedlich viel Zeit erreichen kannst und worauf du im Notfall verzichten solltest.
Nur 24 Stunden
Fokus: Verzeichnisse aktualisieren, Rechtschreibprüfung laufen lassen, Einleitung und Fazit laut vorlesen. Dann: Änderungen einfrieren, PDF exportieren und finale Prüfung (Seitenumbrüche, Seitenzahlen, Verzeichnisse). Wichtig: Keine inhaltlichen Umstellungen mehr, nur reine Fehlerkorrekturen. Jede größere Änderung birgt das Risiko neuer Brüche.
3 Tage Zeit
Fokus: Durchgang 2 (Sprache) und 3 (Formatierung) komplett, Durchgang 1 (Inhalt) nur für Einleitung, Fazit und Kernkapitel. Eine zweite Person mindestens Einleitung und Fazit gegenlesen lassen.
1 Woche oder mehr
Fokus: Alle drei Durchgänge mit Pausen dazwischen. Zweite Person liest komplett gegen. Zeit für Nachbesserungen und Re-Check nach Korrekturen.
Die wichtigste Regel bei wenig Zeit: Keine strukturellen oder inhaltslogischen Umbauten mehr. Jede größere Änderung kurz vor Abgabe birgt das Risiko, dass du neue Fehler einbaust: Querverweise stimmen nicht mehr, Absätze passen nicht mehr zusammen, Argumentationslinien reißen ab. Beschränke dich auf reine Fehlerkorrekturen (Tippfehler, Formatierung, Verzeichnisse) und friere den Inhalt ein.
Fehler, die am stärksten auffallen: Falsche Seitenzahlen im Inhaltsverzeichnis, fehlende Quellen im Literaturverzeichnis, grobe Rechtschreibfehler in Überschriften und auf dem Deckblatt, sowie unvollständige Sätze. Diese solltest du selbst bei extremem Zeitdruck prüfen.
Was notfalls warten kann: Stilistische Feinheiten, optimale Satzlänge, elegante Übergänge zwischen Absätzen. Diese Punkte verbessern die Arbeit, aber Prüfende gewichten inhaltliche Korrektheit und formale Vollständigkeit höher.
Korrekturlesen in drei Durchgängen
Alles auf einmal zu prüfen überfordert. Teile die Korrektur in drei Durchgänge mit unterschiedlichem Fokus. So behältst du den Überblick und arbeitest gründlicher als bei einem einzigen Durchlauf.
Im ersten Durchgang liest du auf Verständlichkeit und Logik. Ignoriere Tippfehler zunächst bewusst.
Lies jedes Kapitel einzeln und notiere in einem Satz, was es zur Forschungsfrage beiträgt. Wenn das schwerfällt, fehlt möglicherweise der rote Faden.
Prüfe pro Abschnitt: Gibt es eine These oder Aussage? Folgt ein Beleg oder Argument? Endet der Abschnitt mit einer Schlussfolgerung oder Überleitung?
Führe eine Liste aller Fachbegriffe und Abkürzungen. Werden sie bei der ersten Verwendung erklärt? Werden sie durchgehend gleich verwendet?
Gleiche Querverweise ab: Stimmen Verweise auf Kapitel, Abbildungen und Tabellen noch nach der Überarbeitung?
Jetzt geht es um Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und sprachlichen Ausdruck.
Lies den Text laut vor. Bei holprigen Stellen stolperst du automatisch. Markiere sie und überarbeite später.
Lies den Text rückwärts, Satz für Satz. So konzentrierst du dich auf Rechtschreibung statt auf Inhalt.
Nutze die Suchfunktion für typische Fehlermuster: doppelte Leerzeichen, „und und", „der der", „dass/das".
Prüfe Satzlänge: Sätze über 25 Wörter sind oft zu verschachtelt. Teile sie, wenn möglich.
Lass die Rechtschreibprüfung deines Textprogramms laufen, aber prüfe jeden Vorschlag kritisch.
Im letzten Durchgang prüfst du das Layout und die formalen Elemente.
Aktualisiere alle automatischen Verzeichnisse (Inhalt, Abbildungen, Tabellen, Literatur) als letzten Schritt nach allen Textänderungen.
Prüfe, ob die Seitenzahlen an der richtigen Stelle beginnen und mit dem Inhaltsverzeichnis übereinstimmen.
Kontrolliere jede Abbildung und Tabelle: Beschriftung vorhanden? Im Verzeichnis aufgeführt? Quelle angegeben?
Prüfe Formatvorlagen: Sind alle Überschriften einheitlich formatiert? Stimmen Schriftart und Schriftgröße?
Exportiere als PDF und prüfe das Ergebnis auf einem anderen Gerät oder ausgedruckt. Am Bildschirm übersieht man Formatierungsfehler leichter als auf Papier.
Nach jeder größeren Änderung: Wenn du während der Korrektur Passagen umstellst oder ergänzt, mach einen kurzen Re-Check. Prüfe, ob die Querverweise noch stimmen, ob das Inhaltsverzeichnis die neuen Seitenzahlen zeigt, ob Abbildungs- und Tabellenverzeichnis aktuell sind und ob alle Quellen im Literaturverzeichnis stehen. Exportiere stichprobenartig ein PDF und kontrolliere Seitenumbrüche. So vermeidest du, dass Korrekturen neue Fehler erzeugen.
Rechtschreibprüfung (Word, LibreOffice): Findet klassische Tippfehler zuverlässig. Schwächen: Fachbegriffe werden als falsch markiert, Kommasetzung bei komplexen Sätzen ist unzuverlässig, Bedeutungsfehler („seit"/„seid") werden oft übersehen.
Verzeichnisse aktualisieren: In Word über Rechtsklick → „Felder aktualisieren" oder Menü „Verweise". In LibreOffice über „Extras → Inhaltsverzeichnis aktualisieren". Immer nach allen Textänderungen, nicht zwischendurch.
Suchfunktion (Strg/Cmd+F): Ideal für gezielte Fehlersuche (doppelte Wörter, inkonsistente Schreibweisen). Nutze „Suchen und Ersetzen" für Massenänderungen.
Checkliste für das Korrekturlesen
Diese Checkliste fasst die wichtigsten Prüfpunkte zusammen. Arbeite sie Punkt für Punkt ab und hake erledigte Punkte ab. So vergisst du nichts und behältst den Überblick.
Rechtschreibung und Grammatik: Tippfehler, Groß- und Kleinschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung, Grammatikfehler.
Zeichensetzung: Kommata, Punkte, Doppelpunkte, Anführungszeichen, Gedankenstriche einheitlich und korrekt.
Einheitlichkeit: Abkürzungen, Fachbegriffe, Schreibweisen (z.B. Zahlen) durchgehend gleich verwendet.
Zitate und Belege: Alle direkten und indirekten Zitate korrekt gekennzeichnet, Zitierweise einheitlich.
Verzeichnisse: Inhaltsverzeichnis, Abbildungs-, Tabellen- und Literaturverzeichnis aktuell und vollständig.
Formalia: Deckblatt, eidesstattliche Erklärung, Seitenzahlen und Seitenränder laut Vorgaben.
Häufige Fehler und wie du sie behebst
Manche Fehler tauchen in Masterarbeiten besonders häufig auf. Wenn du sie kennst, kannst du gezielt danach suchen und beheben. Die folgenden Stolperfallen begegnen Korrekturlesern immer wieder.
Doppelte Wörter: „und und", „der der", „in in" entstehen beim Überarbeiten und fallen beim normalen Lesen kaum auf. Lösung: Nutze die Suchfunktion (Strg+F bzw. Cmd+F auf Mac) und suche gezielt nach konkreten Doppelformen: „und und", „der der", „die die", „in in", „zu zu", „ist ist". Suche auch nach doppelten Leerzeichen („ "), die auf gelöschte Wörter hindeuten.
Dass/das-Fehler: „Das" als Artikel oder Relativpronomen, „dass" als Konjunktion. Lösung: Suche nach „dass" und „das" und wende die Eselsbrücke an: Lässt sich „das" durch „dieses", „jenes" oder „welches" ersetzen, wird es mit einem s geschrieben.
Kommafehler: Fehlende oder falsche Kommata sind der häufigste Zeichensetzungsfehler. Besonders bei Nebensätzen, Einschüben und Aufzählungen schleichen sich Fehler ein. Lösung: Die folgenden Faustregeln helfen bei den häufigsten Fällen: (1) Nebensätze mit „weil", „obwohl", „dass", „wenn" brauchen ein Komma davor. (2) Einschübe und Relativsätze werden beidseitig durch Kommata abgetrennt. (3) Bei Aufzählungen steht vor „und"/„oder" in der Regel kein Komma, es sei denn, ein neuer Hauptsatz folgt (Beispiel: „Sie korrigierte den Text, und er exportierte das PDF."). Bei komplexen Konstruktionen wie Infinitivgruppen oder mehrteiligen Konjunktionen („sowohl … als auch") ist die Kommasetzung kontextabhängig. Als Heuristik hilft lautes Vorlesen: Wo du natürlich pausierst, könnte ein Komma fehlen. Im Zweifel: Duden-Regeln (§§ 71–79) nachschlagen oder die Rechtschreibprüfung prüfen lassen.
Inkonsistente Schreibweisen: Mal „E-Mail", mal „Email", mal „e-Mail". Mal „Abbildung 1", mal „Abb. 1", mal „Fig. 1". Lösung: Lege eine Schreibweisenliste an (z.B. in einem separaten Dokument) und nutze „Suchen und Ersetzen", um alle Varianten zu vereinheitlichen.
Diese Fehler fallen oft erst beim zweiten Blick auf:
Satzfragmente: Unvollständige Sätze, die beim Überarbeiten entstanden sind. Lösung: Prüfe jeden Satz auf Subjekt und Prädikat. Lies verdächtige Stellen laut vor.
Veraltete Querverweise: „Wie in Kapitel 3 beschrieben" verweist auf Kapitel 4, weil sich die Gliederung geändert hat. Lösung: Suche nach „Kapitel", „Abbildung", „Tabelle", „siehe" und prüfe jeden Verweis manuell.
Fehlende Quellenangaben: Eine Behauptung, die einen Beleg braucht, aber keinen hat. Lösung: Lies kritisch und frage bei jedem Faktum: Woher weiß ich das? Wenn nicht aus eigener Forschung, braucht es einen Nachweis.
Stil- und Wissenschaftsfehler fallen Prüfenden besonders auf. Zu lange Sätze (über 25 Wörter) erschweren das Verständnis. Unklare Bezüge wie „dies", „das" oder „es" ohne eindeutigen Bezugspunkt verwirren. Wechsel zwischen Ich-Form und Passiv wirkt uneinheitlich. Prüfe die Vorgaben deiner Hochschule, welcher Stil erwartet wird, und halte ihn konsequent ein.
Beispiel langer Satz (vorher): „Die Ergebnisse der Studie, die im Rahmen dieser Arbeit durchgeführt wurde, zeigen, dass die Befragten, die regelmäßig Sport treiben, im Vergleich zu denjenigen, die keinen Sport treiben, eine höhere Lebenszufriedenheit aufweisen."
Gekürzt (nachher): „Die Ergebnisse zeigen: Befragte, die regelmäßig Sport treiben, berichten höhere Lebenszufriedenheit als Nicht-Sportler."
Beispiel unklarer Bezug (vorher): „Die Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen Motivation und Leistung. Dies ist wichtig für die Praxis."
Konkretisiert (nachher): „Die Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen Motivation und Leistung. Dieser Zusammenhang ist wichtig für die Personalentwicklung in Unternehmen."
Uneinheitliche Terminologie schwächt die wissenschaftliche Präzision. Wenn du einmal „Befragte", dann „Teilnehmende", dann „Probanden" schreibst, ist unklar, ob dieselbe Gruppe gemeint ist. Lösung: Definiere zentrale Begriffe im Methodenteil und verwende sie danach konsequent.
Selbst korrigieren oder Hilfe holen?
Eigenkorrektur ist der erste wichtige Schritt, reicht aber oft nicht aus. Egal wie sorgfältig du arbeitest, eigene Fehler übersiehst du häufiger als fremde. Nach Monaten mit demselben Text bist du nicht mehr objektiv.
Eine zweite Person findet Fehler, die dir nicht mehr auffallen. Das muss kein Profi sein. Freunde, Familie oder Kommilitonen mit guten Deutschkenntnissen helfen bereits. Ideal ist jemand, der dein Fachgebiet nicht kennt und deshalb merkt, wenn etwas unverständlich formuliert ist.
Ein professionelles Lektorat geht tiefer. Neben Rechtschreibung und Grammatik prüfen Lektoren auch Stil, Verständlichkeit und Konsistenz. Das kostet Geld, kann sich aber lohnen, besonders bei wichtigen Arbeiten oder wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist.
Die Begriffe werden oft verwechselt. Der Unterschied liegt im Umfang der Bearbeitung:
Korrektorat: Prüfung auf Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung. Der Text wird nicht inhaltlich oder stilistisch verändert.
Lektorat: Zusätzlich Überarbeitung von Stil, Ausdruck, Satzbau und Verständlichkeit. Manchmal auch Prüfung von Logik und Argumentationsstruktur.
Was ist erlaubt? Die Regeln variieren je nach Hochschule und Prüfungsordnung. Grundsätzlich gilt: Hilfe bei Rechtschreibung und Grammatik ist fast überall unproblematisch. Stilistische Überarbeitungen durch Dritte bewegen sich in einer Grauzone. Inhaltliche Änderungen durch andere Personen sind in der Regel nicht erlaubt und können als Täuschungsversuch gewertet werden.
Prüfe die Vorgaben deiner Hochschule und deines Lehrstuhls, bevor du externe Hilfe in Anspruch nimmst. In der eidesstattlichen Erklärung versicherst du, die Arbeit selbstständig verfasst zu haben. Im Zweifel: Frag deine Betreuung, was erlaubt ist, und dokumentiere, welche Hilfe du erhalten hast.
Formatierung und Layout prüfen
Neben dem Text selbst braucht auch die Formatierung einen kritischen Blick. Viele Hochschulen haben detaillierte Vorgaben zu Schriftart, Schriftgröße, Zeilenabstand und Seitenrändern. Abweichungen fallen auf und können je nach Hochschule zu Nachbesserungsaufforderungen oder Punktabzug führen. Die genauen Konsequenzen variieren, aber ein professionelles Erscheinungsbild zahlt immer auf den Gesamteindruck ein.
Prüfe alle automatisch generierten Verzeichnisse. Das Inhaltsverzeichnis muss die korrekten Seitenzahlen zeigen. Das Abbildungsverzeichnis muss alle Abbildungen mit den richtigen Titeln und Seitenzahlen enthalten. Aktualisiere die Verzeichnisse als letzten Schritt vor dem Export.
Exportiere deine Arbeit als PDF und prüfe das Ergebnis. Manchmal verschieben sich beim Export Elemente, Schriften werden ersetzt oder Seitenumbrüche ändern sich. Ein Kontrollblick auf das finale PDF lohnt sich deshalb in jedem Fall.
Seitenränder entsprechen den Vorgaben der Hochschule
Schriftart und Schriftgröße einheitlich im gesamten Dokument
Zeilenabstand (meist 1,5) durchgehend korrekt
Seitenzahlen beginnen an der richtigen Stelle
Alle Verzeichnisse aktualisiert nach letzten Änderungen
Nächster Schritt: Finale Prüfung vor Abgabe
Nach dem Korrekturlesen steht die finale Prüfung. Exportiere das Dokument als PDF und kontrolliere es noch einmal komplett. Prüfe, ob alle Seiten vollständig sind, Bilder korrekt eingebettet wurden und keine Schriften fehlen.
Wenn du die Arbeit bereits durch eine Plagiatsprüfung geschickt hast, prüfe auch die korrigierte Fassung noch einmal. Änderungen können neue Übereinstimmungen erzeugen.
Plane einen Puffer für unerwartete Probleme. Technische Schwierigkeiten beim Druck, Formatierungsfehler im PDF oder ein voller Terminkalender bei der Druckerei sind keine Seltenheit. Wer früh genug fertig ist, kann gelassen reagieren.
Wenn du deine Masterarbeit professionell drucken und binden lassen möchtest, findest du bei BachelorHero verschiedene Bindungsoptionen. Das Hardcover eignet sich besonders für repräsentative Exemplare, das Softcover für Arbeitsexemplare.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Korrekturdurchgänge brauche ich, wenn ich Änderungen einarbeite?
Die drei Hauptdurchgänge (Inhalt, Sprache, Format) bilden die Basis. Nach jeder größeren Änderung solltest du einen kurzen Re-Check machen: Stimmen die Verweise noch? Ist die Argumentation schlüssig? Plane bei umfangreichen Korrekturen einen zusätzlichen Durchgang ein. Faustregel: Je mehr du änderst, desto wichtiger wird ein finaler Kontroll-Durchgang.
Wie gebe ich einer zweiten Person klare Korrektur-Anweisungen?
Definiere den Scope: Soll die Person nur auf Rechtschreibung und Grammatik achten oder auch auf Verständlichkeit? Aktiviere die Änderungsverfolgung (Track Changes) im Dokument. Stelle eine kurze Liste mit Fachbegriffen und gewählten Schreibweisen bereit, die nicht geändert werden sollen. Erkläre, was du NICHT brauchst (z.B. keine inhaltlichen Umstellungen).
Was ist eine Normseite und wie wird bei Lektoraten abgerechnet?
Eine Normseite umfasst 1.800 Zeichen inklusive Leerzeichen, das entspricht etwa 250 Wörtern. Manche Anbieter rechnen pro Wort oder pauschal ab. Beim Angebotsvergleich: Achte auf die Berechnungsgrundlage, ob Fußnoten und Verzeichnisse mitgezählt werden und welche Leistungen genau enthalten sind (nur Rechtschreibung oder auch Stil?).
Welche Tools helfen beim Korrekturlesen – und wo machen sie Fehler?
Rechtschreibprüfungen in Word oder LibreOffice finden klassische Tippfehler zuverlässig. Schwächen: Fachbegriffe werden als falsch markiert, Kommasetzung bei komplexen Sätzen ist unzuverlässig, Bedeutungsfehler (z.B. „seit" statt „seid") werden oft übersehen. Nutze die Tools als Ergänzung, nicht als Ersatz für eigenes Lesen.
Was mache ich, wenn ich kurz vor Abgabe noch grobe Fehler finde?
Priorisiere: Fehler im Inhaltsverzeichnis, auf dem Deckblatt und in Überschriften wiegen schwerer als ein vergessenes Komma. Korrigiere die gravierendsten Fehler, aktualisiere die Verzeichnisse und exportiere erneut als PDF. Lieber eine saubere Arbeit mit kleinen Restfehlern als hektische Last-Minute-Änderungen, die neue Fehler erzeugen.
Muss ich nach jeder Korrektur alle Verzeichnisse neu erstellen?
Ja, wenn du Überschriften, Abbildungen oder Seitenzahlen geändert hast. In Word oder LibreOffice aktualisierst du die Verzeichnisse über Rechtsklick → „Felder aktualisieren" oder über das Menü „Verweise". Mach es zur Routine: Verzeichnisse erst ganz am Ende aktualisieren, wenn der Text final ist. Dann PDF exportieren und die Seitenzahlen im Inhaltsverzeichnis stichprobenartig gegen das Dokument prüfen.
Datenbereinigung und Missing Values
Transkription in der Masterarbeit
Fragebogen in der Masterarbeit