Abbildungsverzeichnis der Masterarbeit: Beschriftung, Quellen und Word-Erstellung

Laptop mit Einträgen zu Landschaft, Netzdiagramm und Karte neben einer Mappe mit passenden Bildseiten zum Abbildungsverzeichnis der Masterarbeit.

Das Abbildungsverzeichnis listet alle Grafiken, Diagramme und Fotos deiner Masterarbeit mit Nummer, Titel und Seitenzahl auf. Jede Abbildung braucht eine eindeutige Nummer und einen aussagekräftigen Titel. Ob ein Quellenhinweis auch bei vollständig eigenen Abbildungen nötig ist und wo er steht, bestimmt dein Leitfaden oder Zitierstil. In Word funktioniert das in zwei Schritten: Beschrifte jede Abbildung über „Verweise > Beschriftung einfügen“ und erstelle das Verzeichnis anschließend unter „Verweise“ mit „Abbildungsverzeichnis einfügen“.

Hier erfährst du, wie du Abbildungen korrekt beschriftest, Quellen bei eigenen und fremden Grafiken angibst, das Verzeichnis in Word erstellst und typische Stolperfallen vermeidest.

Auf einen Blick
  • Beschriftung: Eindeutige Nummer und aussagekräftiger Titel; Position und Quellenhinweis nach Leitfaden.

  • Verzeichnis: Position und Reihenfolge richten sich nach deinem Leitfaden; häufig steht das Verzeichnis im vorderen Teil.

  • Word-Weg: (1) Verweise > Beschriftung einfügen, (2) Verweise > Abbildungsverzeichnis einfügen.

  • Pflicht: Richtet sich nach deiner Hochschule; eine allgemeine Mindestzahl an Abbildungen gibt es nicht.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Abbildungsverzeichnis?

Das Abbildungsverzeichnis ist ein Verzeichnis aller visuellen Elemente in deiner Masterarbeit. Es enthält Grafiken, Diagramme, Schaubilder, Fotos und Screenshots. Jeder Eintrag zeigt die Abbildungsnummer, den Titel und die Seitenzahl, auf der die Abbildung zu finden ist.

Das Verzeichnis steht typischerweise im vorderen Teil der Arbeit, nach dem Inhaltsverzeichnis und vor der Einleitung. Manche Hochschulen verlangen, dass es direkt auf das Inhaltsverzeichnis folgt, andere platzieren es nach dem Abkürzungsverzeichnis.

Brauche ich ein Abbildungsverzeichnis?

Ob du ein Abbildungsverzeichnis brauchst, bestimmen dein Leitfaden und die Zahl der Abbildungen. Fachbereiche setzen unterschiedliche Schwellen: Manche empfehlen es ab drei Abbildungen oder Tabellen, andere sehen es erst ab fünf vor; einzelne Vorgaben verlangen es bereits, sobald Abbildungen vorkommen.

Wenn keine Schwelle genannt ist, bietet ein Verzeichnis bei mehreren Abbildungen eine nützliche Orientierung. Bei nur einer oder zwei Abbildungen kannst du es weglassen, sofern die Vorgaben nichts anderes verlangen. Die folgende Entscheidungshilfe hilft dir, Vorgaben und Nutzen des Verzeichnisses abzuwägen.

Entscheidungshilfe
  • Bei mehreren Abbildungen

    Prüfe, ob dein Leitfaden ein Verzeichnis verlangt oder es die Navigation deutlich verbessert.

  • Bei wenigen Abbildungen

    Nicht automatisch nötig; prüfe die Vorgaben deiner Hochschule.

  • Keine Abbildungen

    Kein Verzeichnis nötig.

Hinweis zu Vorgaben: Die Richtlinien deiner Hochschule haben Vorrang vor allgemeinen Empfehlungen.

Abbildungs- vs. Tabellenverzeichnis

Abbildungen und Tabellen werden üblicherweise unabhängig voneinander nummeriert. Häufig gibt es dafür zwei getrennte Verzeichnisse; manche Vorgaben erlauben oder verlangen ein gemeinsames Darstellungsverzeichnis. Eine Masterarbeit mit fünf Abbildungen und drei Tabellen hat zum Beispiel Abb. 1 bis 5 und Tab. 1 bis 3.

Eine häufige Reihenfolge im vorderen Teil ist: Inhaltsverzeichnis, Abbildungsverzeichnis, Tabellenverzeichnis, Abkürzungsverzeichnis, dann die Einleitung. Der Leitfaden kann die Reihenfolge ändern oder ein gemeinsames Darstellungsverzeichnis vorsehen.

In Word erstellst du beide Verzeichnisse nach dem gleichen Prinzip, verwendest aber unterschiedliche Bezeichnungen („Abbildung“ vs. „Tabelle“) bei der Beschriftung. Word führt die Nummerierung für jede Bezeichnung separat.

Abbildungen richtig beschriften

Schema einer beschrifteten Abbildung in der Masterarbeit mit eindeutiger Nummer, aussagekräftigem Titel und Quellenhinweis nach Leitfaden.

Eine Abbildung braucht eine eindeutige Nummer und einen aussagekräftigen Titel. Wo Nummer, Titel und Quellenhinweis stehen, hängt von Leitfaden und Zitierstil ab. Viele deutschsprachige Vorgaben setzen die Abbildungsbeschriftung unter die Abbildung; andere platzieren Nummer und Titel darüber und den Quellenhinweis darunter. Das folgende Muster kombiniert Abkürzung, fortlaufende Nummer, Doppelpunkt und Titel; der Quellenhinweis steht als eigener Absatz darunter.

Die Abbildungsnummer beginnt mit „Abb.“ oder „Abbildung“. Häufig werden Abbildungen ab 1 fortlaufend nummeriert; andere Vorgaben verlangen eine kapitelweise Nummerierung wie Abb. 2.1. Verwende die festgelegte Form im gesamten Dokument einheitlich.

Der Titel beschreibt, was die Abbildung zeigt. Er sollte präzise und aussagekräftig sein, ohne zu lang zu werden. „Abb. 3: Ergebnisse“ ist zu ungenau, „Abb. 3: Altersverteilung der Befragten nach Geschlecht (n=248)“ liefert die nötige Information.

Muster für eine Beschriftung

Muster

Abb. [Nummer]: [Titel]

Quelle: [Quellenangabe] (als eigener Absatz)

Beispiel eigene Abbildung

Abb. 1: Forschungsmodell zur Kundenzufriedenheit

Quelle: Eigene Darstellung

Beispiel fremde Abbildung

Abb. 2: Maslows Bedürfnispyramide

Quelle: Maslow (1943, S. 372)

Achte darauf, dass die Beschriftung im gesamten Dokument einheitlich formatiert ist. Wenn du bei der ersten Abbildung „Abb.“ schreibst, bleib dabei. Ein Wechsel zwischen „Abb.“, „Abbildung“ und „Fig.“ wirkt unprofessionell. Die Wahl beeinflusst auch Word: Wenn du in Word „Abb.“ als Bezeichnung definierst, erscheint im Verzeichnis ebenfalls „Abb.“.

Quellenangabe: Eigene und fremde Abbildungen

Drei Herkunftsfälle bei Abbildungen der Masterarbeit, eigene nach Leitfaden, übernommene und bearbeitete mit Quellen- und Rechteprüfung.

Fremd übernommene oder angelehnte Abbildungen brauchen einen eindeutigen Quellenhinweis. Bei vollständig selbst erstellten Abbildungen hängt es vom Leitfaden ab, ob du zusätzlich „Eigene Darstellung“ angibst. Die genaue Form richtet sich nach Quellenart, Zitierstil und Vorgabe.

Eigene Abbildung

Wenn du eine Abbildung vollständig selbst erstellt hast, etwa ein Diagramm aus deinen eigenen Erhebungsdaten oder ein eigenes Forschungsmodell, verlangen manche Leitfäden den Zusatz „Eigene Darstellung“. Andere behandeln eine Abbildung ohne Quellenhinweis automatisch als eigene Darstellung. Das ausgefüllte Beispiel zeigt die erste Variante.

Beispiel:
Abb. 4: Verteilung der Antworten nach Altersgruppe
Quelle: Eigene Darstellung

Fremde Abbildung übernommen

Wenn du eine Abbildung unverändert übernimmst, gibst du den Quellenhinweis in der Form deines Zitierstils und Leitfadens an. Eine Quellenangabe allein erlaubt die Übernahme nicht automatisch. Prüfe die Lizenz, eine erteilte Erlaubnis oder ob die Nutzung als Bildzitat nach § 51 UrhG durch Zitatzweck und Umfang gerechtfertigt ist. Bei einem solchen Bildzitat ist die Quelle nach § 63 UrhG deutlich anzugeben.

Beispiel:
Abb. 5: Diffusionsmodell nach Rogers
Quelle: Rogers (2003, S. 281)

Je nach Zitierstil kann zusätzlich eine ausführlichere Abbildungsanmerkung oder ein anderer Nachweis nötig sein.

Abbildung modifiziert oder angelehnt

Wenn du eine fremde Abbildung veränderst, erweitert oder vereinfacht darstellst, kennzeichnest du die Vorlage und die Bearbeitung in der Form deines Leitfadens, zum Beispiel mit „In Anlehnung an“ oder „Modifiziert nach“. Prüfe außerdem, ob die Bearbeitung durch die Lizenz, eine erteilte Erlaubnis oder eine gesetzliche Nutzungserlaubnis gedeckt ist.

Beispiel:
Abb. 6: Erweitertes Akzeptanzmodell
Quelle: In Anlehnung an Davis (1989, S. 320)

Wo der vollständige Nachweis steht, hängt von Quellenart, Zitierstil und Leitfaden ab. Häufig gehört er ins Literaturverzeichnis; bei Bildarchiven, Kunstwerken oder fachspezifischen Nachweisen kann ein gesondertes Abbildungs- oder Bildquellenverzeichnis vorgesehen sein. Die Kurzangabe an der Abbildung muss eindeutig zum vollständigen Nachweis führen.

Abbildungsverzeichnis in Word erstellen

Dreistufiger Word-Ablauf zum Abbildungsverzeichnis der Masterarbeit mit Beschriftung, gleicher Bezeichnung beim Einfügen und Aktualisierung.

Ein automatisches Abbildungsverzeichnis in Word basiert auf den Beschriftungen, die du deinen Abbildungen zuweist. Word erkennt alle Beschriftungen und erstellt das Verzeichnis für die jeweils gewählte Bezeichnung (z. B. „Abbildung“ oder „Abb.“) mit Seitenzahlen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Für jede Abbildung

  1. Abbildung einfügen

    Füge dein Bild oder Diagramm in das Dokument ein.

  2. Beschriftung hinzufügen

    Markiere die Abbildung und wähle „Verweise > Beschriftung einfügen“. Wähle die Bezeichnung „Abbildung“ oder lege „Abb.“ als neue Bezeichnung an. Ergänze anschließend den aussagekräftigen Titel.

  3. Quellenhinweis ergänzen

    Wenn dein Leitfaden eine separate Quellenzeile vorsieht und sie nicht im Verzeichnis erscheinen soll, drücke am Ende der Beschriftung Enter und schreibe die Quelle in den neuen Absatz darunter. Verlangt der Leitfaden den Nachweis in der Beschriftung, bleibt er Teil des Verzeichniseintrags.

Einmalig für das Verzeichnis

  1. Verzeichnis einfügen

    Setze den Cursor an die gewünschte Stelle und wähle unter „Verweise“ den Befehl „Abbildungsverzeichnis einfügen“. Wähle dieselbe Bezeichnung wie bei den Beschriftungen und bestätige.

  2. Aktualisieren

    Markiere das Abbildungsverzeichnis und wähle „Verweise > Tabelle aktualisieren“ oder drücke F9. Wähle „Gesamtes Verzeichnis aktualisieren“, wenn sich Beschriftungen oder Reihenfolge geändert haben.

Wichtig zu verstehen

Word übernimmt den Text des Beschriftungsabsatzes ins Abbildungsverzeichnis. Wenn der Quellenhinweis dort nicht erscheinen soll und dein Leitfaden eine separate Zeile erlaubt, schreibe ihn in einen eigenen Absatz unter der Beschriftung. So zeigt das Verzeichnis nur Nummer, Titel und Seitenzahl.

Für ein automatisches Standardverzeichnis fügst du die Einträge mit „Verweise > Beschriftung einfügen“ ein. Manuell getippte Titel werden nicht automatisch als Beschriftungen erkannt.

Kapitelweise Nummerierung in Word

Wenn dein Leitfaden eine kapitelweise Nummerierung verlangt, wählst du im Dialog „Beschriftung“ den Punkt „Nummerierung“ und aktivierst „Kapitelnummer einbeziehen“. Voraussetzung ist eine nummerierte Kapitelgliederung mit einer einheitlichen Überschriftformatvorlage, zum Beispiel „Überschrift 1“. Nach Änderungen aktualisierst du alle Beschriftungen mit Strg+A und F9.

Word-Stolperfallen und Lösungen

  • Seitenzahlen stimmen nicht

    Problem: Nach dem Hinzufügen oder Verschieben von Abbildungen zeigt das Verzeichnis falsche Seitenzahlen.

    So behebst du es: Markiere das Verzeichnis und wähle „Verweise > Tabelle aktualisieren“. Wähle je nach Änderung „Seitenzahlen aktualisieren“ oder „Gesamtes Verzeichnis aktualisieren“ und prüfe das Ergebnis vor der Abgabe.

  • Abbildung erscheint nicht im Verzeichnis

    Problem: Entweder wurde die Beschriftung manuell getippt statt über „Verweise > Beschriftung einfügen“, oder du hast eine andere Bezeichnung verwendet.

    So behebst du es: Prüfe, ob alle Beschriftungen mit derselben Bezeichnung erstellt wurden. Wenn du „Abb.“ als Bezeichnung definiert hast, muss das Verzeichnis auch für „Abb.“ erstellt werden (nicht für „Abbildung“).

  • Nummerierung springt

    Problem: Wenn die Nummerierung z. B. von Abb. 2 auf Abb. 4 springt, hast du möglicherweise eine Beschriftung gelöscht, ohne das Verzeichnis zu aktualisieren.

    So behebst du es: Markiere das gesamte Dokument mit Strg+A und drücke F9, damit Word alle Beschriftungsfelder aktualisiert. Aktualisiere danach das Abbildungsverzeichnis separat.

  • Formatierung verschwindet nach Aktualisierung

    Problem: Manuelle Formatierungen im Verzeichnis (Fettdruck, Einzüge) gehen beim Aktualisieren verloren.

    So behebst du es: Formatiere stattdessen die Formatvorlage „Abbildungsverzeichnis“ unter Start > Formatvorlagen. Diese Änderungen bleiben erhalten.

Sonderfälle: Anhang, Unterabbildungen, Screenshots

Abbildungen im Anhang

Ob Anhang-Abbildungen ins Abbildungsverzeichnis gehören, variiert je nach Hochschule. Manche verlangen eine Aufnahme ins Verzeichnis, andere führen Anhang-Abbildungen separat oder gar nicht auf. Bei Aufnahme ins Verzeichnis erhalten sie oft eine eigene Zählung (Abb. A-1, Abb. A-2) oder werden fortlaufend weitergezählt. Prüfe die Vorgaben deiner Hochschule.

Unterabbildungen (a, b, c)

Teilbilder können zum Beispiel als Abb. 3a und Abb. 3b oder als Abb. 3 (a) und (b) gekennzeichnet werden. Verweise im Text gezielt auf das gemeinte Teilbild. Ob im Verzeichnis nur „Abb. 3: Vergleich der Szenarien“ oder zusätzlich jede Unterabbildung erscheint, bestimmt dein Leitfaden. Verwende die gewählte Form konsistent.

Screenshots

Belege die dargestellte Website, Software oder Datengrundlage in der Form, die dein Zitierstil verlangt; URL und Abrufdatum sind nicht automatisch immer erforderlich. Prüfe außerdem, ob du den Screenshot rechtmäßig nutzen darfst. Entferne personenbezogene oder vertrauliche Angaben, die für die Analyse nicht nötig sind. Bleiben Personen identifizierbar, brauchst du eine passende Rechtsgrundlage und die nach deinem Forschungskonzept erforderlichen Schutzmaßnahmen. Eine bloße Schwärzung einzelner Namen genügt nicht, wenn der Kontext eine Reidentifikation ermöglicht.

Abbildungsverzeichnis Beispiel

Hier siehst du ein Beispiel für ein korrekt formatiertes Abbildungsverzeichnis. Die Einträge enthalten die Abbildungsnummer, den vollständigen Titel und die Seitenzahl, auf der die Abbildung zu finden ist.

Mustereintrag im Abbildungsverzeichnis der Masterarbeit mit Abb. 1, Titel „Forschungsmodell“ und Füllpunkten bis zur Seitenzahl 12.
Beispiel: Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Forschungsmodell zur Untersuchung der Kundenzufriedenheit 12

Abb. 2: Altersverteilung der Stichprobe (n=248) 28

Abb. 3: Mittelwertvergleich der Zufriedenheitsdimensionen 34

Abb. 4: Korrelation zwischen Servicequalität und Wiederkaufabsicht 38

Abb. 5: Erweitertes Technology Acceptance Model 45

Abb. 6: Verteilung der Antworten nach Bildungsabschluss 52

Von der Beschriftung erscheinen im Verzeichnis nur Nummer und Titel, nicht die Quellenangabe, vorausgesetzt, du hast die Quelle als eigenen Absatz unter die Word-Beschriftung gesetzt. Wenn deine Richtlinien Quellen in der Beschriftung verlangen, erscheinen sie auch im Verzeichnis. Die Formatierung des Verzeichnisses sollte konsistent mit den anderen Verzeichnissen sein: gleiche Schriftart und Schriftgröße wie im Inhaltsverzeichnis, Füllpunkte zwischen Titel und rechtsbündiger Seitenzahl.

Typische Fehler vermeiden

Abbildung ohne Textbezug

Jede Abbildung muss im Fließtext erwähnt und erläutert werden. Eine Grafik, die einfach im Text steht, ohne dass darauf verwiesen wird, wirkt zusammenhanglos.

Falsch

Abbildung steht ohne Erwähnung im Text.

Richtig

„Abbildung 3 zeigt die Verteilung der Antworten nach Altersgruppe.“

Verzeichnis nicht aktualisiert

Wenn du Abbildungen hinzufügst, entfernst oder verschiebst, ändern sich die Seitenzahlen. Aktualisiere das Verzeichnis vor der Abgabe, sonst stimmen die Seitenzahlen nicht.

Lösung: Verweise > Tabelle aktualisieren.

Titel zu ungenau

„Abb. 1: Diagramm“ sagt nicht, was die Abbildung zeigt.

Falsch

„Abb. 1: Diagramm“

Richtig

„Abb. 1: Altersverteilung der Befragten nach Geschlecht (n=248)“

Quellenhinweis fehlt

Bei übernommenen oder angelehnten Abbildungen muss die Herkunft in der vorgeschriebenen Form erkennbar sein. Fehlt der erforderliche Nachweis, kann das als Zitierfehler oder Plagiat gewertet werden. Bei vollständig eigenen Abbildungen richtet sich der Zusatz „Eigene Darstellung“ nach dem Leitfaden.

Uneinheitliche Bezeichnung

Ein Wechsel zwischen „Abb.“, „Abbildung“ und „Fig.“ wirkt unprofessionell.

Falsch

„Abb. 1“ auf Seite 12, „Abbildung 2“ auf Seite 18.

Richtig

Durchgängig „Abb.“ oder durchgängig „Abbildung“ im gesamten Dokument.

Schnellcheck vor der Abgabe

Bevor du deine Arbeit abgibst, prüfe das Abbildungsverzeichnis mit diesen Punkten. Ein fehlerhaftes Verzeichnis fällt sofort auf und kann den ersten Eindruck bei Prüfenden negativ beeinflussen.

Schnellcheck
  • Verzeichnis aktualisiert: Verweise > Tabelle aktualisieren als letzten Schritt vor dem PDF-Export. Beschriftungsnummern zuvor mit Strg+A und F9 aktualisieren.

  • Seitenzahlen korrekt: Stichprobenartig prüfen, ob die Seitenzahlen im Verzeichnis mit den tatsächlichen Positionen übereinstimmen.

  • Alle Abbildungen referenziert: Jede Abbildung wird mindestens einmal im Text erwähnt und erläutert.

  • Quellenhinweise vollständig: Übernommene und angelehnte Abbildungen sind in der verlangten Form belegt; vollständig eigene Abbildungen sind gekennzeichnet, wenn der Leitfaden es verlangt.

  • Bezeichnung einheitlich: Durchgängig „Abb.“ oder „Abbildung“, keine Mischung.

  • Bildqualität geprüft: Beurteile jede Abbildung in der tatsächlich gedruckten Größe. Für Fotos werden häufig etwa 300 ppi verlangt; Strich- und Kombinationsgrafiken können höhere Anforderungen haben. Nutze für Diagramme nach Möglichkeit ein vom Arbeitsablauf unterstütztes Vektorformat und prüfe die finale PDF.

Wenn du mit dem Fazit fertig bist und alle Verzeichnisse stimmen, ist deine Masterarbeit bereit für die Abgabe. Prüfe nach dem PDF-Export, ob alle Abbildungen scharf und vollständig dargestellt werden. Wähle die Komprimierung nach Leitfaden, Druckdienst und Größenlimit des Abgabeportals, statt sie pauschal zu deaktivieren.

Wenn deine Arbeit fertig ist, kannst du bei BachelorHero deine Masterarbeit drucken und binden lassen.

Häufig gestellte Fragen

Gehört das Abbildungsverzeichnis ins Inhaltsverzeichnis?

Ja. Wenn deine Arbeit ein Abbildungsverzeichnis enthält, wird es gewöhnlich auch im Inhaltsverzeichnis aufgeführt, meist ohne Kapitelnummer. Position und Seitenzählung variieren: Häufig steht es im vorderen Teil nach dem Inhaltsverzeichnis; manche Vorgaben ordnen weitere Verzeichnisse anders oder führen Abbildungen im Anhang gesondert auf.

Wie nummeriere ich Abbildungen korrekt?

Abbildungen werden fortlaufend durchnummeriert, beginnend mit 1. Manche Hochschulen erlauben auch kapitelweise Nummerierung (z. B. Abb. 2.1, Abb. 2.2 für Kapitel 2). Die Nummerierung ist unabhängig von Tabellen, diese erhalten eine eigene Zählung.

Was schreibe ich als Quelle bei einer eigenen Abbildung?

Ob du eine vollständig selbst erstellte Abbildung ausdrücklich mit „Quelle: Eigene Darstellung“ kennzeichnest, hängt vom Leitfaden ab. Manche Vorgaben verlangen den Zusatz, andere behandeln eine Abbildung ohne Quellenhinweis automatisch als eigene Darstellung. Wenn du fremde Inhalte oder eine fremde Vorlage nutzt, musst du sie in der verlangten Form belegen und Änderungen kenntlich machen.

Muss jede Abbildung im Text erwähnt werden?

Ja, jede Abbildung muss im Fließtext referenziert werden. Eine Abbildung ohne Textbezug wirkt zusammenhanglos. Der Verweis erfolgt typischerweise mit „siehe Abbildung 1“ oder „(vgl. Abb. 1)“. Die Abbildung sollte möglichst nah an der ersten Erwähnung platziert werden.

Gehören Abbildungen im Anhang ins Abbildungsverzeichnis?

Das hängt von den Vorgaben deiner Hochschule ab. Manche Institute verlangen, dass auch Anhang-Abbildungen im Verzeichnis erscheinen, andere führen sie separat oder gar nicht auf. Wenn sie aufgeführt werden, erhalten sie oft eine eigene Zählung (z. B. Abb. A-1, Abb. A-2). Prüfe die Richtlinien deiner Hochschule.

Wie nummeriere ich Unterabbildungen (a, b, c)?

Unterabbildungen werden mit Kleinbuchstaben gekennzeichnet, z. B. „Abb. 3a“ und „Abb. 3b“. Im Text verweist du entsprechend gezielt: „(vgl. Abb. 3a)“ oder „Abbildung 3b zeigt...“. Ob im Verzeichnis nur die Hauptabbildung oder zusätzlich einzelne Unterabbildungen erscheinen, bestimmt der Leitfaden. Beide Formen kommen vor; verwende die gewählte Variante im gesamten Dokument konsistent.

Was muss ich bei Screenshots beachten?

Behandle einen Screenshot nach Inhalt, Herkunft und Zitierstil: Belege die zugrunde liegende Webseite, Software oder eigene Erhebung mit den dafür verlangten Angaben; URL und Abrufdatum sind nicht in jedem Stil automatisch Pflicht. Prüfe Nutzungsrechte und entferne nicht erforderliche personenbezogene oder vertrauliche Informationen. Eine bloße Schwärzung reicht nur, wenn der verbleibende Kontext keine Reidentifikation zulässt.

Wo steht die Quellenangabe bei Abbildungen?

Die Position hängt von Leitfaden und Zitierstil ab. Häufig steht der Quellenhinweis direkt bei der Abbildung, entweder in der Beschriftung oder in einer separaten Quellenzeile beziehungsweise Anmerkung. Word übernimmt den Text des Beschriftungsabsatzes ins automatische Verzeichnis. Soll der Quellenhinweis dort nicht erscheinen und erlaubt dein Leitfaden eine separate Zeile, setze ihn als eigenen Absatz unter die Beschriftung. Der vollständige Nachweis steht je nach Quellenart und Vorgabe im Literaturverzeichnis oder in einem gesonderten Abbildungsnachweis.

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