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Das Exposé deiner Masterarbeit ist dein Fahrplan für das gesamte Projekt. Es zeigt deiner Betreuung, was du untersuchen willst, wie du vorgehen wirst und ob dein Vorhaben realistisch ist. Hier erfährst du, wie du ein Exposé schreibst, das typische Erwartungen von Betreuungen erfüllt und Klarheit über dein Vorhaben schafft.
Kurzantwort: Ein Exposé für die Masterarbeit enthält Problemstellung, Forschungsfrage, Forschungsstand, Methodik, Gliederungsentwurf, Zeitplan und vorläufiges Literaturverzeichnis. Der Umfang variiert je nach Hochschule zwischen 3 und 10 Seiten. Das Exposé schreibst du meist bei der Themenfindung bzw. vor der Anmeldung – der genaue Zeitpunkt hängt von deiner Prüfungsordnung ab.
Diese fünf Punkte prüfen Betreuungen zuerst. Den vollständigen Check findest du weiter unten.
Relevanz: In 1 bis 2 Sätzen klar (Warum jetzt? Warum wichtig?)
Forschungsfrage: Mit Eingrenzung (Variable, Population, Kontext)
Methode: Passt zur Frage und ist begründet
Materialzugang: Geklärt (empirisch: Feldzugang + Plan B; Literatur: Suchstrategie)
Zeitplan: Mit Puffer realistisch geplant
Die Angaben in diesem Artikel sind Orientierungswerte. Konkrete Vorgaben zu Umfang, Bestandteilen und Format können je nach Hochschule oder Lehrstuhl abweichen. Prüfe immer die Richtlinien deines Studiengangs und kläre Unsicherheiten direkt mit deiner Betreuung.
Was ist ein Exposé und wozu dient es?
Ein Exposé ist ein Konzeptpapier, das dein Forschungsvorhaben beschreibt, bevor du mit der eigentlichen Arbeit beginnst. Es ist kein fertiger Text, sondern ein Planungsdokument. Du skizzierst darin, was du untersuchen willst, warum das relevant ist und wie du dabei vorgehen wirst.
Für deine Betreuung erfüllt das Exposé eine wichtige Funktion: Sie kann einschätzen, ob dein Vorhaben realistisch ist, ob die Forschungsfrage tragfähig ist und ob die Methodik zum Thema passt. Das Exposé ist die Grundlage für ein produktives erstes Gespräch und hilft, Missverständnisse früh zu klären.
Für dich selbst ist das Exposé ein Selbsttest. Beim Schreiben merkst du, ob du dein Thema wirklich durchdrungen hast. Wenn du Schwierigkeiten hast, die Forschungsfrage zu formulieren oder die Methodik zu begründen, zeigt das, dass du noch tiefer in die Literatur einsteigen solltest.
Exposé Masterarbeit: Aufbau in 7 Bestandteilen
Der Aufbau des Exposés folgt einer logischen Struktur, die dein Vorhaben nachvollziehbar macht. Die Reihenfolge führt von der Problemstellung über die Methodik bis zum Zeitplan. Manche Hochschulen geben eine eigene Gliederung vor, die du dann übernimmst.
Hinweis zu den Formulierungsvorschlägen: In den folgenden Boxen findest du Beispielformulierungen mit Platzhaltern in eckigen Klammern [ ]. Ersetze diese durch dein konkretes Thema, deine Zielgruppe oder deinen Kontext.
Du erklärst, welches Problem oder welche Lücke du adressierst und warum das Thema relevant ist. Die Problemstellung beantwortet: Warum ist das Thema jetzt wichtig? Für wen ist es relevant? Was fehlt in der bisherigen Forschung?
Formulierungsbeispiele
„Das Thema X gewinnt in der Forschung zunehmend an Bedeutung, da [Grund]. Bisherige Studien konzentrieren sich auf [Aspekt], während [Lücke] bisher wenig untersucht wurde."
Typischer Fehler: Zu allgemein starten („Schon immer war X wichtig").
Besser: Mit konkretem Anlass, Zahl oder aktueller Entwicklung einsteigen.
Hier formulierst du die zentrale Frage, die deine Arbeit beantworten soll. Eine gute Forschungsfrage enthält mindestens zwei der folgenden Elemente: Variable/Phänomen, Population/Zielgruppe, Zeitraum, Kontext/Ort.
Beispiel mit Teilfragen
„Welchen Einfluss hat [Variable] auf [Zielgröße] bei [Population]? Teilfragen: (1) Welche Faktoren moderieren diesen Zusammenhang? (2) Wie unterscheiden sich [Gruppen]?"
Typischer Fehler: Ja-Nein-Frage oder zu breite Frage.
Besser: Frage mit W-Wort (Wie, Welche, Inwiefern) und klarer Eingrenzung.
Du zeigst, was zu deinem Thema bereits erforscht wurde und wo deine Arbeit ansetzt. Das ist keine vollständige Literaturübersicht, sondern eine gezielte Einordnung mit drei Funktionen: Grundlagen zeigen, Lücke benennen, eigenen Beitrag positionieren.
Beispielstruktur
„Die Forschung zu X lässt sich in drei Stränge unterteilen: [Strang 1], [Strang 2], [Strang 3]. Während [Aspekt] gut erforscht ist (vgl. Autor, Jahr), fehlt es an Erkenntnissen zu [Lücke]."
Typischer Fehler: Nur 3 Quellen nennen und behaupten, es gäbe eine Lücke.
Besser: Mindestens 8 bis 15 relevante Quellen (je nach Fach) einbeziehen.
Du beschreibst, wie du vorgehen wirst: Welche Methode nutzt du? Welche Daten erhebst oder analysierst du? Warum passt diese Methode zur Forschungsfrage? Je nach Arbeitstyp unterscheidet sich der Inhalt stark.
Begründung formulieren
„Zur Beantwortung der Forschungsfrage eignet sich ein qualitatives Vorgehen, da [Begründung]. Konkret werden leitfadengestützte Interviews mit [Zielgruppe] durchgeführt."
Typischer Fehler: Methode nur nennen, aber nicht begründen.
Besser: In 1 bis 2 Sätzen erklären, warum genau diese Methode für deine Frage optimal ist.
Ein vorläufiges Inhaltsverzeichnis zeigt die geplante Struktur deiner Arbeit. Es muss nicht perfekt sein, aber die Logik deiner Argumentation erkennbar machen. Nutze aussagekräftige Kapitelüberschriften statt Platzhalter.
Negativ: „2 Theorie"
Positiv: „2 Theoretischer Rahmen: Arbeitsbelastung und Stressmodelle"
Mehr zur Gliederung der Masterarbeit findest du im separaten Artikel.
Der Zeitplan zeigt, wann du welche Arbeitsschritte erledigst. Er hilft dir bei der Selbstorganisation und zeigt der Betreuung, dass du realistisch planst. Wichtig: Abhängigkeiten beachten und Puffer einplanen.
Detaillierter Zeitplan: Einen vollständigen Beispiel-Plan findest du im Abschnitt „Zeitplan mit Meilensteinen erstellen" weiter unten.
Liste die wichtigsten Quellen auf, die du bereits gesichtet hast. Die Liste zeigt, dass du den Forschungsstand kennst und dient als Ausgangspunkt für die weitere Recherche.
Grobe Orientierung
2–3 Grundlagenwerke, 5–8 aktuelle Studien (letzte 5 Jahre), 2–3 Methodentexte.
Typischer Fehler: Nur Wikipedia oder Blogs.
Besser: Nutze peer-reviewed Journals und wissenschaftliche Fachbücher.
Methodik: Empirisch vs. Literaturarbeit
Die Methodik ist der Teil des Exposés, der sich je nach Arbeitstyp am stärksten unterscheidet. Eine empirische Arbeit mit Interviews braucht andere Angaben als eine systematische Literaturanalyse. Hier siehst du, was jeweils hineingehört.
Bei empirischen Arbeiten erhebst du eigene Daten. Das Exposé muss zeigen, dass du den Feldzugang realistisch einschätzt und die Auswertung beherrschst.
Checkliste Pflichtangaben
Erhebungsmethode
Stichprobe & Größe
Rekrutierungsweg
Auswertungsverfahren
Tipp: Wenn der Datenzugang unsicher ist, benenne einen Plan B: „Sollte der Feldzugang nicht gelingen, ist alternativ eine Rekrutierung über Fachforen geplant."
Bei Literaturarbeiten analysierst du vorhandene Texte systematisch. Das Exposé muss zeigen, dass du einen nachvollziehbaren Auswahlprozess und ein Analyseraster hast.
Checkliste Pflichtangaben
Art der Literaturarbeit
Suchstrategie & Filter
Ein-/Ausschlusskriterien
Syntheseverfahren
Tipp: Auch bei Theoriearbeiten musst du die Textauswahl begründen können. In vielen Fächern ist ein PRISMA-Flowchart im Anhang üblich.
Exposé Masterarbeit Beispiele
Hier siehst du zwei gekürzte Beispiele für Exposés: eines aus der empirischen Forschung (BWL) und eines als Literaturarbeit (Sozialwissenschaften). Die Beispiele zeigen die Kernelemente, ein vollständiges Exposé wäre ausführlicher.
Arbeitstitel
Auswirkungen von KI-gestützten Entscheidungstools auf die wahrgenommene Arbeitsbelastung von Führungskräften im mittleren Management
Forschungsfrage
Welchen Einfluss hat die Nutzung von KI-gestützten Entscheidungstools auf die wahrgenommene Arbeitsbelastung von Führungskräften im mittleren Management in deutschen Unternehmen?
Methodik
Qualitative Studie mit leitfadengestützten Interviews (45–60 Min.). Stichprobe: 12–15 Führungskräfte. Auswertung: Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring.
Hinweis: Diese Kriterien sind typisch für sozialwissenschaftliche Fächer. Standards können je nach Fach und Betreuung abweichen.
Arbeitstitel
Digitale Teilhabe älterer Menschen: Ein systematisches Review zu Barrieren und Förderfaktoren
Forschungsfrage
Welche Barrieren und Förderfaktoren für die digitale Teilhabe von Menschen über 65 Jahren werden in der empirischen Forschung identifiziert?
Methodik
Systematisches Literaturreview nach PRISMA-Guidelines. Suche in Web of Science, Scopus und PsycINFO. Synthese: Thematische Analyse nach Braun und Clarke.
Die Forschungsfrage überzeugend formulieren
Die Forschungsfrage ist das Herzstück deines Exposés. Sie bestimmt, was du untersuchst, und gibt deiner gesamten Arbeit die Richtung. Eine gute Forschungsfrage ist präzise genug, um in einer Masterarbeit bearbeitbar zu sein, aber offen genug, um neue Erkenntnisse zu ermöglichen.
Zu breite Fragen führen dazu, dass du nur an der Oberfläche kratzt. „Wie verändert die Digitalisierung die Arbeitswelt?" ist zu umfassend. Lösung: Eingrenzung durch Variable (KI-Tools), Population (mittleres Management), Zeitraum (seit Einführung) und Kontext (deutsche Unternehmen).
Zu enge Fragen lassen sich in wenigen Sätzen beantworten. „Nutzen Unternehmen KI?" ist eine Ja-Nein-Frage. Lösung: W-Frage mit Differenzierungspotenzial formulieren: „Wie unterscheidet sich die KI-Nutzung zwischen Branchen und welche Faktoren erklären die Unterschiede?"
Prüfe deine Forschungsfrage mit diesen vier Kriterien:
Mindestens zwei Eingrenzungen (Variable, Population, Zeit, Kontext)?
Beginnt mit einem W-Wort (Wie, Welche, Inwiefern) statt „Ob"?
Erfordert die Antwort mehr als nur einen Satz?
Leistet sie einen erkennbaren Beitrag zur aktuellen Forschung?
Zeitplan mit Meilensteinen erstellen
Der Zeitplan ist mehr als eine Pflichtübung. Er hilft dir, den Überblick zu behalten und frühzeitig zu erkennen, wenn du in Verzug gerätst. Ein realistischer Zeitplan enthält Abhängigkeiten zwischen Phasen und Puffer für Unvorhergesehenes.
Wichtig: Manche Phasen können nicht parallel laufen. Bei empirischen Arbeiten muss der Interviewleitfaden fertig sein, bevor du Interviews führst. Der Theorieteil muss stehen, bevor du den Leitfaden entwickelst. Und für manche Datenerhebungen brauchst du ein Ethikvotum, das Wochen dauern kann.
Literaturrecherche & Theorie Meilenstein: Theoriekapitel-Entwurf
Methodik & Leitfaden Meilenstein: Leitfaden finalisiert
Rekrutierung & Datenerhebung Meilenstein: Alle Transkripte fertig
Analyse & Kodierung Meilenstein: Ergebniskapitel-Entwurf
Diskussion & Fazit Meilenstein: Vollständiger Entwurf
Überarbeitung & Formatierung Meilenstein: Finale Version
Puffer einplanen: Halte 2–3 Wochen für Verzögerungen (Interviewabsagen, Feedback-Schleifen) frei.
Puffer-Regel: Plane idealerweise ca. 10 bis 20 % der Gesamtzeit als Puffer ein – bei empirischen Arbeiten mit Datenerhebung eher mehr, bei reinen Literaturarbeiten oft weniger. Bei 6 Monaten wären das 2 bis 4 Wochen. Verteile den Puffer auf die kritischen Phasen, nicht ans Ende.
Betreuung überzeugen: 8-Punkte-Check
Bevor du dein Exposé einreichst, prüfe es mit diesem vollständigen Check. Die Punkte bauen auf den fünf Kernkriterien oben auf und ergänzen sie um wichtige Details.
- Problemstellung & Relevanz: Wird in den ersten Absätzen klar, warum das Thema wichtig ist und welche konkrete Lücke du schließt?
- Forschungsfrage: Ist sie präzise eingegrenzt und enthält mindestens zwei Spezifizierungen (Variable, Population, Kontext)?
- Forschungsstand: Sind die zentralen Quellen (ca. 8–15) genannt und in Stränge oder Perspektiven eingeordnet?
- Methodik: Ist die Wahl begründet? Bei empirischen Arbeiten: Ist der Feldzugang (inkl. Plan B) realistisch eingeschätzt?
- Zeitplan & Meilensteine: Sind die Phasen logisch geordnet und ist ausreichend Puffer (10–20 %) für Unvorhergesehenes eingeplant?
- Roter Faden: Sind die Kapitelüberschriften der Gliederung aussagekräftig und ergibt sich eine logische Argumentationskette?
- Eigenleistung: Wird deutlich, was dein eigener Beitrag ist (eigene Erhebung, neue Synthese oder Konzeptentwicklung)?
- Formale Vorgaben: Entspricht das Exposé exakt den Anforderungen deines Lehrstuhls (Umfang, Formatierung, Zitierstil)?
Der Punkt Eigenleistung verdient besondere Aufmerksamkeit. Betreuungen wollen sehen, dass du nicht nur Literatur zusammenfasst, sondern einen eigenen Beitrag leistest. Je nach Arbeitstyp formulierst du das unterschiedlich.
Ersetze die Platzhalter [ ] durch dein konkretes Thema oder deine Zielgruppe.
Empirische Arbeit
„Die Arbeit leistet einen Beitrag, indem sie erstmals [Zielgruppe] zu [Thema] befragt."
Literaturarbeit
„Die Arbeit entwickelt einen Analyserahmen, der [Konzepte] systematisch verbindet."
Praxisorientiert
„Es wird ein Konzept für [Anwendungsfall] entwickelt, das [Nutzen] ermöglicht."
Typische Fehler vermeiden
Forschungsfrage ohne Eingrenzung: „Ich möchte etwas über Digitalisierung herausfinden" ist keine Forschungsfrage. Korrektur: Variable, Population und Kontext ergänzen.
Methodik nicht zur Frage passend: Eine Frage nach subjektivem Erleben mit einem standardisierten Fragebogen beantworten zu wollen, zeigt fehlendes Methodenverständnis. Korrektur: Frage und Methode aufeinander abstimmen.
Zeitplan ohne Abhängigkeiten: „Monat 1 bis 6: Schreiben" zeigt keine Planung. Korrektur: Phasen mit Meilensteinen und realistischen Dauern angeben.
Forschungsstand als Aufzählung: „Autor A sagt X, Autor B sagt Y" ist keine Einordnung. Korrektur: Forschungsstränge identifizieren, Gemeinsamkeiten und Lücken herausarbeiten.
Nächste Schritte nach dem Exposé
Wenn dein Exposé steht, hast du einen klaren Plan für deine Masterarbeit. Hier sind die sinnvollen nächsten Schritte.
Exposé mit Betreuung besprechen: Vereinbare einen Termin, um dein Exposé durchzugehen. Bereite konkrete Fragen vor, etwa zur Methodik oder zum Umfang einzelner Kapitel. Das Feedback hilft dir, Schwachstellen früh zu erkennen. Rechne mit einer Überarbeitungsschleife, das ist normal.
Feedback einarbeiten und finalisieren: Nach dem Gespräch überarbeitest du das Exposé entsprechend den Anmerkungen. Manche Betreuungen wollen eine finale Version sehen, bevor sie die Betreuung zusagen oder die Anmeldung unterschreiben.
Arbeit offiziell anmelden: Nach dem positiven Feedback meldest du deine Masterarbeit beim Prüfungsamt an. Ab diesem Zeitpunkt läuft die Bearbeitungsfrist. Kläre vorher, welche Unterlagen du brauchst und wie der Ablauf ist.
Literaturrecherche vertiefen: Das Exposé zeigt die Grundlagen. Jetzt gehst du in die Tiefe. Nutze Fachdatenbanken, folge den Literaturverweisen in deinen Grundlagenwerken und baue dein Quellenverzeichnis aus.
Einleitung skizzieren: Viele Teile des Exposés fließen in die Einleitung deiner Masterarbeit ein. Beginne mit einer ersten Version, die du später ausarbeitest.
Wenn du später deine fertige Masterarbeit drucken und binden lassen möchtest, kannst du das bei BachelorHero online konfigurieren. Das Hardcover und das Softcover eignen sich besonders für Masterarbeiten.
Häufig gestellte Fragen
Wie detailliert muss die Methodik im Exposé sein?
Die Methodik sollte so detailliert sein, dass deine Betreuung die Machbarkeit einschätzen kann. Bei empirischen Arbeiten nennst du Methode, Stichprobengröße, Rekrutierungsweg und Auswertungsverfahren. Bei Literaturarbeiten beschreibst du Suchstrategie und Auswahlkriterien. Du musst nicht jedes Detail klären, aber die Grundentscheidungen begründen können.
Was mache ich, wenn der Datenzugang unsicher ist?
Benenne die Unsicherheit im Exposé und zeige einen Plan B. Schreibe etwa: „Der Feldzugang wird über Kontakte zu Unternehmen X und Y angestrebt. Sollte dieser nicht gelingen, ist alternativ eine Rekrutierung über LinkedIn-Gruppen geplant." Das zeigt, dass du realistisch planst und nicht naiv von einem reibungslosen Ablauf ausgehst.
Wie formuliere ich Hypothesen vs. Forschungsfrage?
Eine Forschungsfrage ist offen formuliert: „Welchen Einfluss hat X auf Y?" Eine Hypothese ist eine gerichtete Vermutung: „X führt zu einer Erhöhung von Y." Bei quantitativen Arbeiten werden oft Hypothesen aus der Theorie abgeleitet und geprüft. Bei qualitativen Arbeiten bleibst du meist bei offenen Forschungsfragen, weil du explorativ vorgehst.
Was erwartet die Betreuung als Bewertungskriterien?
Die meisten Betreuungen achten auf: klare und eingegrenzte Forschungsfrage, erkennbare Forschungslücke, begründete Methodenwahl, realistischer Zeitplan und Kenntnis der relevanten Literatur. Ein gutes Exposé zeigt, dass du das Thema durchdrungen hast und weißt, worauf du dich einlässt.
Ist das Exposé verbindlich für meine Masterarbeit?
Das Exposé ist ein Planungsdokument, kein starres Korsett. Während des Schreibens wirst du möglicherweise feststellen, dass sich der Fokus verschiebt oder die Methodik angepasst werden muss. Das ist normal. Größere Änderungen solltest du aber mit deiner Betreuung abstimmen, damit ihr auf dem gleichen Stand bleibt.
Wann sind 3 Seiten ausreichend und wann brauche ich 10?
Drei Seiten reichen oft bei klaren Vorgaben des Lehrstuhls und wenn die Betreuung dich bereits kennt. Zehn Seiten werden eher erwartet, wenn das Exposé Teil einer Bewerbung um einen Betreuungsplatz ist oder wenn die Prüfungsordnung einen ausführlichen Forschungsantrag verlangt. Kläre die Erwartung konkret mit deiner Betreuung.
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