Inhaltsverzeichnis
Die Gliederung deiner Masterarbeit ist das Fundament für eine überzeugende Argumentation. Sie zeigt auf einen Blick, wie du von der Forschungsfrage zur Antwort gelangst. Hier erfährst du, wie du eine Struktur entwickelst, die zu deinem Thema passt.
Kurzantwort: Eine Masterarbeit gliedert sich in Einleitung, Theorieteil, Methodik, Analyse und Fazit. Bei praxisorientierten Arbeiten (Informatik, Ingenieurwesen) gilt: Stand der Technik → Anforderungen → Konzept → Implementierung → Evaluation → Fazit. Bei 60 bis 100 Seiten sind 5 bis 8 Hauptkapitel mit drei Gliederungsebenen üblich. Die konkrete Struktur hängt davon ab, ob du empirisch, theoretisch oder praxisorientiert arbeitest.
Grundstruktur (Textteil): Einleitung (ca. 5 bis 10 %), Theorie und Forschungsstand (ca. 20 bis 30 %), Methodik (ca. 10 bis 15 %), Analyse/Ergebnisse (ca. 30 bis 40 %), Fazit (ca. 5 bis 10 %).
Richtwerte: 5 bis 8 Hauptkapitel, 3 Gliederungsebenen. Unterkapitel unter 1 Seite zusammenlegen oder als Absatz integrieren.
Die Angaben in diesem Artikel sind Orientierungswerte, die in vielen Fächern üblich sind. Konkrete Vorgaben zu Umfang, Kapitelanzahl und Gliederungstiefe können je nach Studiengang, Lehrstuhl oder Prüfungsordnung abweichen. Prüfe immer die Richtlinien deines Studiengangs und kläre Unsicherheiten mit deiner Betreuung.
Was macht eine gute Gliederung aus?
Eine gute Gliederung ist mehr als eine Auflistung von Kapiteln. Sie zeigt den roten Faden deiner Arbeit und macht die Argumentation nachvollziehbar. Deine Betreuung sollte am Inhaltsverzeichnis erkennen können, wie du deine Forschungsfrage beantwortest.
Die Kapitel bauen logisch aufeinander auf: Erst legst du die theoretische Grundlage, dann erläuterst du dein methodisches Vorgehen, anschließend präsentierst und diskutierst du deine Ergebnisse. Am Ende beantwortest du die Forschungsfrage, die du in der Einleitung aufgeworfen hast. Dieser Bogen muss erkennbar sein.
Aussagekräftige Überschriften sind dabei zentral. Statt „2 Theorie" schreibst du besser „2 Theoretischer Rahmen: Das Konzept der Medienkompetenz". So weiß deine Betreuung sofort, worum es geht, ohne das Kapitel lesen zu müssen.
Aufbau einer Masterarbeit: Die Hauptteile
Jede wissenschaftliche Masterarbeit folgt einer Grundstruktur, die sich über Fächer hinweg etabliert hat. Die einzelnen Teile können je nach Methode und Fachkultur variieren, aber der Dreiklang aus Hinführung, Durchführung und Abschluss bleibt konstant.
Bei praxisorientierten Arbeiten (Informatik, Ingenieurwesen) bilden sich die klassischen Teile anders ab: Der Theorieteil wird zum „Stand der Technik", die Methodik umfasst Konzept und Entwicklungsvorgehen, und die Analyse entspricht der Evaluation des erstellten Artefakts. Die Grundlogik bleibt gleich, nur die Bezeichnungen und Schwerpunkte verschieben sich.
Die Einleitung führt ins Thema ein und stellt die Forschungsfrage vor. Sie enthält: Problemstellung und Relevanz, Forschungsfrage und Zielsetzung, methodisches Vorgehen sowie einen Überblick über den Aufbau der Arbeit.
Typische Länge: Bei 80 Seiten etwa 4 bis 8 Seiten.
Hier legst du die wissenschaftliche Grundlage für deine Analyse. Du definierst zentrale Begriffe, stellst relevante Theorien vor und ordnest deine Arbeit in den Forschungsstand ein. Am Ende dieses Teils sollte klar sein, welche Forschungslücke du schließt.
Typische Kapitel: Begriffsdefinitionen, theoretischer Rahmen, Forschungsstand, ggf. Hypothesenentwicklung.
Du erläuterst und begründest dein methodisches Vorgehen. Bei empirischen Arbeiten beschreibst du Datenerhebung, Stichprobe und Auswertungsverfahren. Bei theoretischen Arbeiten legst du dein Analyseraster offen.
Typische Kapitel: Forschungsdesign, Datenerhebung, Datenauswertung, Gütekriterien.
Das Herzstück deiner Arbeit. Hier präsentierst du deine Ergebnisse, interpretierst sie und diskutierst sie im Licht deiner Theorie. Je nach Fach können Ergebnisdarstellung und Diskussion getrennt oder zusammen behandelt werden.
Typische Kapitel: Ergebnisdarstellung, Interpretation, Diskussion, Einordnung in den Forschungsstand.
Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage und fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen. Es benennt Limitationen, gibt einen Ausblick auf weitere Forschung und bringt keine neuen Argumente oder Quellen ein.
Typische Länge: Bei 80 Seiten etwa 4 bis 8 Seiten.
Die Prozentangaben beziehen sich auf den Textteil deiner Arbeit, also die Seiten von Einleitung bis Fazit. Verzeichnisse (Inhalts-, Abbildungs-, Literaturverzeichnis), Anhang und Erklärungen zählen nicht dazu. Bei einer Masterarbeit mit 80 Seiten Textteil kommen mit Verzeichnissen und Anhang oft 100 oder mehr Seiten zusammen.
Pflichtteile und optionale Bestandteile
Nicht alles, was in deiner Masterarbeit steht, gehört in die nummerierte Kapitelhierarchie. Manche Teile sind fast immer Pflicht, andere optional oder fachabhängig. Hier ist die Übersicht.
Deckblatt: Enthält Titel, deinen Namen, Studiengang, Betreuung, Abgabedatum. Meist nicht im Inhaltsverzeichnis gelistet; manche Templates führen es auf, dann oft ohne Seitenzahl. Nicht nummeriert.
Inhaltsverzeichnis: Listet alle Kapitel und Verzeichnisse mit Seitenzahlen. In vielen Vorgaben steht „Inhaltsverzeichnis" als eigener Eintrag mit Seitenzahl, in manchen Templates nicht.
Einleitung bis Fazit (nummeriert): Der eigentliche Textteil mit arabischen Ziffern (1, 2, 3...). Hier gelten die Prozentangaben.
Literaturverzeichnis: Alle zitierten Quellen. Steht im Inhaltsverzeichnis, meist ohne Kapitelnummer (Nummerierung kann je nach Vorgabe abweichen).
Eigenständigkeitserklärung: Versicherst, dass du die Arbeit selbst verfasst hast. Meist als letztes Element, üblicherweise nicht nummeriert (Platzierung und Format je nach Prüfungsordnung).
Abstract: Kurzzusammenfassung (150 bis 300 Wörter). Steht meist vor dem Inhaltsverzeichnis, manchmal auch in Deutsch und Englisch.
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis: Üblich, wenn Abbildungen oder Tabellen vorhanden sind; manche Prüfungsordnungen fordern sie erst ab einer bestimmten Anzahl. Stehen nach dem Inhaltsverzeichnis, meist nicht nummeriert.
Anhang: Nur wenn nötig, für umfangreiche ergänzende Materialien (Interviewleitfäden, Rohdaten, große Tabellen). Im Inhaltsverzeichnis gelistet, oft mit Buchstaben nummeriert (Anhang A, B...).
Abkürzungsverzeichnis: Nur nötig, wenn du viele fachspezifische Abkürzungen verwendest. Allgemein bekannte Abkürzungen (z. B., etc.) gehören nicht hinein.
Sperrvermerk: Bei Arbeiten mit vertraulichen Unternehmensdaten. Steht vor dem Abstract oder Inhaltsverzeichnis.
Danksagung: In manchen Fächern üblich, in anderen unüblich. Frag deine Betreuung, ob es erwartet wird oder deplatziert wirkt.
Gliederung in 5 Schritten erstellen
Eine durchdachte Gliederung entsteht nicht auf einmal. Sie entwickelt sich aus deiner Forschungsfrage und wird während der Literaturrecherche konkreter. Mit diesen fünf Schritten kommst du zur Struktur.
Formuliere eine präzise Forschungsfrage, die den Rahmen deiner Arbeit absteckt. Sie sollte nicht mit Ja oder Nein zu beantworten sein und einen erkennbaren Beitrag zum Forschungsfeld leisten.
Zerlege deine Forschungsfrage in Teilfragen oder Aspekte. Diese werden später zu Kapiteln. Frage dich: Welche Begriffe muss ich klären? Welche Theorien sind relevant? Welche Daten brauche ich?
Ordne die Aspekte so, dass sie aufeinander aufbauen. Die Lesenden sollten jeden Schritt nachvollziehen können. Grundlagen kommen vor der Analyse, Methodik vor den Ergebnissen.
Unterteile die Hauptkapitel in sinnvolle Unterkapitel. Dabei gilt: Wenn du eine Ebene öffnest, brauchst du mindestens zwei Punkte. Bei Masterarbeiten sind drei Gliederungsebenen üblich.
Besprich deine Gliederung mit deiner Betreuung, bevor du intensiv schreibst. Kläre dabei konkret: Passt die Gewichtung der Kapitel? Ist das Theoriekapitel zu umfangreich oder zu knapp? Soll die Diskussion ein eigenes Kapitel sein oder ins Fazit integriert werden? So vermeidest du größere Umstrukturierungen später.
Drei Typen: Empirisch, theoretisch, praxisorientiert
Die Struktur deiner Masterarbeit hängt wesentlich davon ab, welchen Typ Arbeit du schreibst. Die drei häufigsten Typen – empirisch, theoretisch und praxisorientiert – haben jeweils ihre eigene Logik und Gliederung.
Passt, wenn: Du eigene Daten erhebst (Interviews, Umfragen, Experimente, Beobachtungen) und diese systematisch auswerten willst. Typisch für Sozialwissenschaften, Psychologie, BWL.
Typische Struktur: Einleitung → Theorie/Forschungsstand → Hypothesen → Methodik → Ergebnisse → Diskussion → Fazit.
Besonderheit: Das Methodik-Kapitel ist ausführlich und beschreibt genau, wie du vorgegangen bist. Ergebnisse und Diskussion sind oft getrennt.
Passt, wenn: Du vorhandene Literatur, Theorien oder Texte systematisch analysierst, vergleichst oder weiterentwickelst. Typisch für Geisteswissenschaften, Philosophie, Literaturwissenschaft.
Typische Struktur: Einleitung → Forschungsstand → Theoretischer Rahmen → Thematische Analyse (nach Aspekten) → Synthese → Fazit.
Besonderheit: Das Methodik-Kapitel kann kürzer ausfallen oder in die Einleitung integriert werden. Der Hauptteil ist oft thematisch statt methodisch gegliedert.
Passt, wenn: Du ein konkretes Artefakt entwickelst (Software, Prototyp, Konzept, Modell) und dessen Funktionsfähigkeit nachweist. Typisch für Informatik, Ingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik. Manchmal auch als „entwicklungsorientierte Arbeit" bezeichnet.
Typische Struktur: Einleitung → Stand der Technik → Anforderungsanalyse → Konzept → Implementierung → Evaluation → Diskussion → Fazit.
Besonderheit: Konzept und Implementierung nehmen viel Raum ein. Die Evaluation zeigt, ob das Artefakt die Anforderungen erfüllt, z. B. durch Unit-Tests, Performance-Benchmarks, Usability-Tests oder Vergleiche mit bestehenden Lösungen.
Entscheidungshilfen für deine Struktur
Die Richtwerte oben sind Orientierung, aber deine konkrete Situation erfordert individuelle Entscheidungen. Diese Wenn-dann-Regeln helfen dir, die richtige Struktur zu wählen.
Wenn du qualitative Interviews führst: Häufig werden Ergebnisse und Diskussion getrennt, manchmal aber auch als integrierte Analyse mit direkter Interpretation. Welche Variante passt, hängt vom Auswertungsansatz (z. B. Grounded Theory vs. Inhaltsanalyse) und den Fachkonventionen ab. Kläre das mit deiner Betreuung oder den Guidelines deines Studiengangs.
Wenn du quantitativ arbeitest: Ergebnisse und Diskussion meist getrennt. Im Ergebniskapitel beschreibst du die statistischen Befunde neutral, in der Diskussion ordnest du sie ein.
Wenn du rein theoretisch analysierst: Das Vorgehen (Analyseraster, Textauswahl) kannst du in der Einleitung oder als kurzes eigenes Kapitel behandeln. Die Methodik muss trotzdem transparent sein.
Wenn du praxisorientiert arbeitest (Artefakt entwickelst): Konzept und Implementierung sind oft die umfangreichsten Kapitel. Die Evaluation zeigt, ob dein Artefakt die Anforderungen erfüllt (z. B. durch Tests, Benchmarks, Nutzerstudien oder Vergleiche mit bestehenden Lösungen).
Wenn du mehrere Forschungsfragen hast: Ordne jedem Hauptkapitel eine Teilfrage zu. Im Fazit beantwortest du alle Fragen und führst sie zusammen.
Wenn du Hypothesen prüfst: Stelle die Hypothesen am Ende des Theorieteils vor. Prüfe sie im Ergebniskapitel systematisch und ordne jedem Unterkapitel eine Hypothese zu.
Wenn du vergleichst (Theorien, Fälle, Länder): Gliedere nach Vergleichsdimensionen oder parallel nach Fällen. Die Vergleichskriterien legst du im Theorieteil fest.
Gliederung Masterarbeit: Beispiele nach Fach
Die folgenden Beispielgliederungen zeigen, wie die Struktur in verschiedenen Fächern konkret aussehen kann. Nutze sie als Orientierung und passe sie an deine Forschungsfrage an.
Forschungsfrage: „Welchen Einfluss hat die Nutzung sozialer Medien auf das politische Engagement junger Erwachsener?"
Forschungsfrage: „Wie wird das Motiv der Erinnerung in den Romanen von Jenny Erpenbeck literarisch gestaltet?"
Forschungsfrage: „Welche Faktoren beeinflussen die Akzeptanz von KI-gestützten Recruiting-Tools bei HR-Managern?"
Forschungsfrage: „Wie kann ein KI-gestütztes Empfehlungssystem die Nutzerinteraktion in E-Learning-Plattformen verbessern?"
Schnellcheck: Ist meine Gliederung gut?
Mit diesen drei Schnellchecks prüfst du, ob deine Gliederung funktioniert. Wenn du bei einem Check unsicher bist, überarbeite den entsprechenden Teil.
Jedes Hauptkapitel beantwortet einen Teilaspekt der Forschungsfrage
Die Kapitel bauen logisch aufeinander auf
Forschungsfrage in Einleitung und Fazit klar aufgegriffen
Analyse/Ergebnisse umfasst ca. 30 bis 40 % des Textteils
Einleitung und Fazit zusammen nicht mehr als 20 %
Kein Unterkapitel unter 1 Seite (sonst zusammenlegen oder als Absatz integrieren)
Ausnahme: Kurze Definitions- oder Überblicksabschnitte dürfen knapper sein, wenn sie dem Verständnis dienen und nicht sinnvoll zusammengelegt werden können.
Keine Platzhalter wie „Hauptteil" oder „Kapitel 3"
Betreuung erkennt am Inhaltsverzeichnis den roten Faden
Parallelität: Überschriften gleicher Ebene folgen gleicher Logik
Vorlage zum Kopieren
Mit dieser Vorlage kannst du deine Gliederung aufbauen. Ersetze die Platzhalter in eckigen Klammern durch deine eigenen Inhalte. Die Struktur ist für empirische Arbeiten ausgelegt, lässt sich aber anpassen.
Problemstellung, Forschungsfrage, Zielsetzung, Methode, Aufbau
Interpretation, Einordnung in Forschungsstand, Limitationen
Zusammenfassung, Beantwortung der Forschungsfrage, Implikationen
Wichtig beim Anpassen: Ersetze die Platzhalter durch inhaltliche Begriffe. Statt „2 Theoretischer Rahmen" schreibe „2 Theoretischer Rahmen: Medienkompetenz und digitale Partizipation". So wird deine Gliederung aussagekräftig und die Betreuung erkennt den roten Faden.
Nächste Schritte
Wenn deine Gliederung steht und die Schnellchecks bestanden sind, hast du einen klaren Fahrplan für deine Masterarbeit. Hier sind die sinnvollen nächsten Schritte.
- Gliederung mit Betreuung besprechen: Zeige deine grobe Gliederung vor dem intensiven Schreiben. So bekommst du frühzeitig Feedback zur Struktur und zur Gewichtung der einzelnen Teile. Manche Betreuungen erwarten einen Gliederungsentwurf als Teil des Exposés.
- Kapitel mit Stichpunkten füllen: Notiere zu jedem Kapitel, welche Punkte du dort behandeln willst und welche Literatur du nutzen wirst. Das hilft, den roten Faden zu halten und Lücken in der Argumentation frühzeitig zu erkennen.
- Einleitung skizzieren: Die Einleitung enthält den Aufbau deiner Arbeit. Schreibe eine erste Version, auch wenn du sie am Ende noch überarbeitest. So hast du die Forschungsfrage und das Ziel immer vor Augen.
- Zeitplan erstellen: Plane für jedes Kapitel einen realistischen Zeitrahmen. Rechne Puffer für Überarbeitungen und das Feedback deiner Betreuung ein. Bei Masterarbeiten ist ein Zeitplan über mehrere Monate sinnvoll.
- Druckfertig machen: Wenn alles geschrieben und korrigiert ist, exportiere dein Dokument als PDF. Prüfe dabei: Stimmen die Seitenränder? Läuft die Seitennummerierung korrekt? Sind alle Abbildungen und Tabellen an der richtigen Stelle? Ein letzter Blick auf Deckblatt, Literaturverzeichnis und Eigenständigkeitserklärung schadet nie. Wenn du deine Masterarbeit drucken und binden lassen möchtest, kannst du das bei BachelorHero online konfigurieren. Das Hardcover und das Softcover eignen sich besonders für Masterarbeiten.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Kapitel sollte meine Masterarbeit haben?
Bei 60 bis 100 Seiten sind 5 bis 8 Hauptkapitel üblich. Die genaue Anzahl hängt von deinem Thema und der Methodik ab. Wichtiger als die Kapitelanzahl ist, dass jedes Kapitel einen klaren Beitrag zur Beantwortung deiner Forschungsfrage leistet.
Wann schreibe ich die Gliederung meiner Masterarbeit?
Erstelle eine erste Grobgliederung nach der Themenfindung und Literaturrecherche. Diese Gliederung wird sich während des Schreibens weiterentwickeln. Besprich die Struktur frühzeitig mit deiner Betreuung, bevor du intensiv schreibst.
Muss die Diskussion ein eigenes Kapitel sein?
Das hängt von deiner Methodik und den Fachkonventionen ab. Bei quantitativen empirischen Arbeiten sind Ergebnisse und Diskussion meist getrennt. Bei qualitativen Arbeiten oder Literaturanalysen kannst du die Diskussion oft ins Fazit integrieren oder mit der Ergebnisdarstellung verbinden. Frag deine Betreuung, was in deinem Fach üblich ist.
Wie tief sollte meine Gliederung sein?
Für Masterarbeiten sind 3 Gliederungsebenen üblich (z. B. 2.1.1). Eine vierte Ebene ist möglich, sollte aber sparsam eingesetzt werden. Grundregel: Wenn du eine Unterebene öffnest, brauchst du mindestens zwei Punkte auf dieser Ebene.
Welche Bestandteile sind in Prüfungsordnungen oft Pflicht?
Fast immer Pflicht sind: Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Einleitung, Hauptteil, Fazit, Literaturverzeichnis und Eigenständigkeitserklärung. Oft gefordert, aber nicht überall: Abstract, Abbildungs- und Tabellenverzeichnis (wenn Abbildungen/Tabellen vorhanden). Optional und fachabhängig: Abkürzungsverzeichnis, Anhang, Sperrvermerk, Danksagung. Prüfe immer die Vorgaben deiner Prüfungsordnung.
Darf ich die Gliederung während des Schreibens noch ändern?
Ja, das ist normal und oft sogar nötig. Während du tiefer ins Thema einsteigst, wirst du feststellen, dass manche Kapitel zusammengefasst oder aufgeteilt werden sollten. Achte am Ende darauf, dass Einleitung, Gliederung und Fazit zusammenpassen.
Wie gehe ich mit Betreuungsvorgaben um, die von Standardstrukturen abweichen?
Die Vorgaben deiner Betreuung haben Vorrang vor allgemeinen Empfehlungen. Wenn deine Betreuung eine bestimmte Struktur erwartet (z. B. ein spezielles Kapitel für den Praxisbezug oder eine andere Reihenfolge), halte dich daran. Bei Unsicherheiten frag nach, welche Abweichungen akzeptabel sind und welche nicht.
Was ist der Unterschied zwischen Gliederung und Inhaltsverzeichnis?
Die Gliederung ist dein Planungswerkzeug und zeigt die logische Struktur deiner Argumentation. Das Inhaltsverzeichnis ist die formatierte Version dieser Gliederung in der fertigen Arbeit, ergänzt um Seitenzahlen. Inhaltlich sollten beide übereinstimmen.
Wie lang sollte das Theoriekapitel sein?
Das Theoriekapitel umfasst meist 20 bis 30 % des Textteils. Wichtiger als die exakte Länge ist, dass es die Grundlage für deine Analyse legt. Wenn du merkst, dass das Theoriekapitel sehr lang wird, prüfe: Brauche ich wirklich alle Konzepte für meine Forschungsfrage? Oft lässt sich ein Teil in den Anhang auslagern oder kürzen, ohne an Substanz zu verlieren.
Abbildungsverzeichnis erstellen
Datenbereinigung und Missing Values
Transkription in der Masterarbeit