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Einleitung Masterarbeit: Aufbau in sechs Bausteinen mit Beispielen

Einleitung der Masterarbeit schreiben: Aufbau mit sechs Bausteinen und Beispielen | BachelorHero

Inhaltsverzeichnis

Die Einleitung einer Masterarbeit erklärt, warum dein Thema relevant ist, benennt die Forschungslücke, formuliert die Forschungsfrage und gibt einen Überblick über Methode und Aufbau. Mit sechs Bausteinen (Hinführung, Problemstellung, Forschungsfrage, Zielsetzung, Methode, Aufbau) strukturierst du sie so, dass alle wichtigen Elemente enthalten sind.

Auf einen Blick

Sechs Bausteine: Hinführung → Forschungslücke → Forschungsfrage → Zielsetzung → Methode → Aufbau.

Länge: Typischerweise 5 bis 10 % des Textteils (bei 80 Seiten: 4 bis 8 Seiten). Vorgaben variieren je nach Hochschule, Fach und Prüfungsordnung.

Was gehört in die Einleitung einer Masterarbeit?

Nach dem Lesen der Einleitung weiß deine Betreuung genau, was sie erwartet: das Thema, die Forschungslücke, deine Fragestellung, das methodische Vorgehen und die Struktur der Arbeit. Anders als ein Abstract fasst die Einleitung keine Ergebnisse zusammen, sondern bereitet auf das vor, was kommt.

Im Vergleich zur Hausarbeit oder Bachelorarbeit erwartet die Betreuung bei einer Masterarbeit mehr Tiefe. Die Einordnung in den Forschungsstand ist präziser, die Forschungslücke muss klar benannt werden und die methodische Vorgehensweise sollte nachvollziehbar begründet sein. Das klingt anspruchsvoll, lässt sich aber mit einer klaren Struktur gut umsetzen.

Masterarbeit vs. Bachelorarbeit: Was ist anders?

Die Grundstruktur ähnelt sich, aber bei der Masterarbeit werden höhere Ansprüche gestellt:

Forschungslücke: Bei der Masterarbeit wird erwartet, dass du die Lücke im Forschungsstand präzise benennst und begründest. In Bachelorarbeiten reicht oft ein allgemeiner Hinweis.

Methodik: Die Methodenwahl muss nachvollziehbar begründet werden. Ein bloßes Benennen reicht typischerweise nicht aus.

Wissenschaftlicher Beitrag: Die Einleitung sollte andeuten, welchen Beitrag deine Arbeit zur Forschung leistet, sei es durch neue Erkenntnisse, eine innovative Methode oder eine neue Perspektive.

Einleitung Masterarbeit: Aufbau in sechs Bausteinen

Aufbau der Einleitung einer Masterarbeit: Hinführung, Problemstellung, Forschungsfrage, Zielsetzung, Methode, Aufbau | BachelorHero

Der Aufbau der Einleitung folgt einer bewährten Struktur. Die sechs Bausteine führen Lesende logisch von der Relevanz des Themas zur konkreten Forschungsfrage und zum Aufbau deiner Arbeit. Zu jedem Baustein findest du hier Formulierungsvarianten und die häufigste Stolperstelle. Die Reihenfolge und Gewichtung kann je nach Fach, Prüfungsordnung und Format variieren. In manchen Fächern werden etwa Hypothesen erst nach dem Theorieteil formuliert, in anderen steht der Forschungsstand ausführlicher in der Einleitung.

Baustein 1: Hinführung

Du erklärst, warum das Thema wissenschaftlich oder gesellschaftlich relevant ist. Der Einstieg sollte Interesse wecken und zeigen, dass das Thema aktuell und bedeutsam ist.

Neutral

„Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen."

Lebendiger

„Obwohl Unternehmen weltweit in Digitalisierung investieren, scheitern viele Transformationsprojekte an mangelnder Umsetzungskompetenz."

Stolperstelle: Zu allgemein starten. Vermeide Sätze wie „Schon immer hat sich die Wissenschaft damit beschäftigt" oder „In der heutigen Zeit".

Baustein 2: Problemstellung und Forschungslücke

Du zeigst, wo die bisherige Forschung an ihre Grenzen stößt und welche Frage noch offen ist. Die Forschungslücke begründet, warum deine Arbeit notwendig ist.

Neutral

„Obwohl zahlreiche Studien den Zusammenhang zwischen X und Y untersucht haben, bleibt die Frage nach Z bisher unbeantwortet."

Konkreter

„Die bisherige Forschung konzentriert sich auf quantitative Erfolgsmessungen, während qualitative Faktoren wie Mitarbeiterakzeptanz kaum systematisch untersucht wurden."

Stolperstelle: Die Forschungslücke nur behaupten, ohne sie zu belegen. Zeige mit konkreten Quellen, dass die Lücke existiert.

Baustein 3: Forschungsfrage und Hypothesen

Die Forschungsfrage ist das Herzstück deiner Arbeit. Bei empirischen Arbeiten werden oft zusätzlich Hypothesen formuliert. Die Frage sollte sich direkt aus der Forschungslücke ergeben.

Indirekte Formulierung

„Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die Einführung agiler Methoden die Mitarbeiterzufriedenheit in mittelständischen Unternehmen beeinflusst."

Direkte Formulierung

„Die zentrale Forschungsfrage lautet: Welchen Einfluss hat die Einführung agiler Methoden auf die Mitarbeiterzufriedenheit in mittelständischen Unternehmen?"

Stolperstelle: Die Forschungsfrage nicht explizit formulieren. Wenn Lesende nach dem Absatz nicht wissen, was du herausfinden willst, fehlt der rote Faden.

Baustein 4: Zielsetzung

Du erklärst, was die Arbeit erreichen soll und welchen Beitrag sie leistet. Die Zielsetzung geht über die bloße Beantwortung der Forschungsfrage hinaus und benennt den erwarteten Erkenntnisgewinn.

Neutral

„Ziel dieser Arbeit ist es, einen systematischen Überblick über die Erfolgsfaktoren zu geben."

Konkreter

„Die Arbeit soll ein Modell entwickeln, das die relevanten Einflussfaktoren systematisiert und Handlungsempfehlungen für die Praxis ableitet."

Stolperstelle: Zielsetzung mit Ergebnissen verwechseln. Beschreibe das Ziel, nicht was du herausgefunden hast.

Baustein 5: Methode

Du skizzierst das methodische Vorgehen und begründest kurz die Methodenwahl. Bei der Masterarbeit wird erwartet, dass du nicht nur benennst, sondern auch begründest, warum diese Methode geeignet ist.

Qualitativ

„Zur Beantwortung der Forschungsfrage werden leitfadengestützte Experteninterviews geführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet."

Quantitativ

„Die empirische Untersuchung basiert auf einer Online-Befragung (n=250) und wertet die Daten mittels Regressionsanalyse aus, um kausale Zusammenhänge zu identifizieren."

Stolperstelle: Die Methode nur benennen, ohne zu begründen. Erkläre kurz, warum diese Methode für deine Forschungsfrage geeignet ist.

Baustein 6: Aufbau

Du gibst einen Überblick über die Struktur deiner Arbeit und erklärst, wie die Kapitel aufeinander aufbauen. Zeige die Logik, nicht nur die Reihenfolge. Wichtig: Der Aufbau sollte verdeutlichen, wie jedes Kapitel zur Beantwortung der Forschungsfrage beiträgt.

Sequenziell

„Im zweiten Kapitel werden die theoretischen Grundlagen dargestellt. Das dritte Kapitel beschreibt die Methodik. Im vierten Kapitel werden die Ergebnisse präsentiert..."

Mit Logik

„Nach der theoretischen Fundierung im zweiten Kapitel wird im dritten Kapitel die Methodik begründet, bevor die empirischen Ergebnisse im vierten Kapitel die Hypothesen prüfen."

Stolperstelle: Das Inhaltsverzeichnis nacherzählen statt den roten Faden zu zeigen. Erkläre, wie die Kapitel zur Beantwortung der Forschungsfrage beitragen.

Theoretische vs. empirische Arbeit: Je nach Arbeitstyp verschieben sich die Schwerpunkte. Bei theoretischen oder literaturbasierten Arbeiten liegt der Fokus auf der Herleitung der Forschungslücke aus dem Forschungsstand. Der Methoden-Baustein beschreibt hier die Materialauswahl und Analyselogik, etwa: „Die Analyse stützt sich auf ein systematisches Literaturreview" oder „Die Arbeit folgt einer konzeptuellen Analyse zentraler Theorieansätze".

Bei empirischen Arbeiten rücken Hypothesen und Methodenbegründung stärker in den Vordergrund. Die Einleitung skizziert, welche Daten erhoben werden und warum die gewählte Methode geeignet ist: „Zur Prüfung der Hypothesen werden leitfadengestützte Interviews geführt, da explorative Erkenntnisse über subjektive Wahrnehmungen gewonnen werden sollen."

Forschungslücke und Relevanz begründen

Forschungslücke in der Masterarbeit begründen: Von der Relevanz zur konkreten Lücke | BachelorHero

Die Forschungslücke rechtfertigt, warum deine Arbeit notwendig ist. Sie kann verschiedene Formen annehmen: Es fehlen Studien zu einem bestimmten Kontext, eine Theorie wurde noch nicht auf einen neuen Bereich angewendet, bisherige Studien haben methodische Schwächen oder ein Aspekt wurde vernachlässigt.

Formulierungshilfen für die Forschungslücke

Kontextlücke: „Während die Auswirkungen von X in angelsächsischen Ländern gut erforscht sind, fehlen Studien zum deutschen Kontext."

Methodische Lücke: „Bisherige Untersuchungen basieren überwiegend auf quantitativen Daten. Qualitative Studien, die die Perspektive der Betroffenen erfassen, sind rar."

Theorielücke: „Obwohl Theorie Y weithin akzeptiert ist, wurde sie bisher nicht auf den Bereich Z angewendet."

Aktualitätslücke: „Die letzte umfassende Studie stammt aus dem Jahr 2015. Angesichts der Entwicklungen der letzten Jahre ist eine Aktualisierung notwendig."

Wichtig: Belege die Forschungslücke mit Quellen. Aussagen wie „Es gibt keine Studien zu diesem Thema" solltest du vermeiden, wenn du es nicht belegen kannst. Präziser ist: „Eine systematische Literaturrecherche in Google Scholar, JSTOR und PubMed (je nach Fach auch IEEE Xplore oder EBSCO) ergab keine Studien, die spezifisch diesen Aspekt untersuchen."

Einleitung Masterarbeit Beispiel

Hier siehst du zwei gekürzte Beispiele für verschiedene Fächer. Achte darauf, wie jedes Beispiel die sechs Bausteine enthält. In einer echten Masterarbeit wäre jeder Teil ausführlicher.

Beispiel für eine Einleitung in der Masterarbeit mit Bausteinen | BachelorHero
Beispiel Wirtschaftswissenschaften (empirisch)

„Die digitale Transformation stellt Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen. Besonders mittelständische Unternehmen kämpfen mit der Umsetzung digitaler Strategien. Während zahlreiche Studien die Erfolgsfaktoren in Großunternehmen untersucht haben, fehlen differenzierte Analysen für den Mittelstand. Hier setzt die vorliegende Arbeit an. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Welche Faktoren beeinflussen den Erfolg digitaler Transformationsprojekte in mittelständischen Unternehmen? Ziel ist es, ein branchenübergreifendes Modell der Erfolgsfaktoren zu entwickeln und praktische Handlungsempfehlungen abzuleiten. Die empirische Untersuchung basiert auf einer Online-Befragung von 180 Führungskräften aus mittelständischen Unternehmen. Nach der theoretischen Fundierung im zweiten Kapitel wird im dritten Kapitel die Methodik begründet. Das vierte Kapitel präsentiert die empirischen Ergebnisse, bevor das Fazit die Erkenntnisse zusammenführt."

Beispiel Sozialwissenschaften (qualitativ)

„Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein zentrales Thema der soziologischen Forschung. Für Alleinerziehende stellt sich diese Herausforderung besonders zugespitzt dar. Obwohl die strukturellen Rahmenbedingungen gut dokumentiert sind, fehlen qualitative Studien, die die subjektiven Bewältigungsstrategien Alleinerziehender in den Blick nehmen. Diese Arbeit untersucht, wie alleinerziehende Mütter in prekären Beschäftigungsverhältnissen den Alltag zwischen Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung organisieren. Ziel ist es, typische Bewältigungsmuster zu identifizieren und deren Voraussetzungen herauszuarbeiten. Methodisch werden leitfadengestützte Interviews mit zwölf Alleinerziehenden geführt und mittels Grounded Theory ausgewertet. Im zweiten Kapitel werden die theoretischen Bezüge dargestellt. Das dritte Kapitel begründet das methodische Vorgehen. Im vierten Kapitel werden die Ergebnisse präsentiert und im Fazit diskutiert."

Die Forschungsfrage richtig formulieren

Die Forschungsfrage gibt dir beim Schreiben Orientierung und zeigt deiner Betreuung, was du herausfinden willst. Eine gute Forschungsfrage für die Masterarbeit ist präzise, bearbeitbar und trägt zur Schließung einer Forschungslücke bei.

  • Zu breit: „Wie wirkt sich die Digitalisierung auf Unternehmen aus?" Diese Frage ist so umfassend, dass du sie in einer Masterarbeit nicht seriös beantworten kannst.
  • Zu eng: „Wie viele mittelständische Unternehmen in Bayern nutzen Cloud-Services?" Diese Frage lässt sich mit einer Statistik beantworten und erfordert keine wissenschaftliche Analyse.
  • Passend: „Welche Faktoren beeinflussen die Akzeptanz von Cloud-Services bei mittelständischen Unternehmen im Einzelhandel?" Konkret abgegrenzt, erfordert systematische Analyse.

Der Test: Kann die Frage innerhalb des vorgegebenen Umfangs beantwortet werden? Erfordert die Antwort eine wissenschaftliche Analyse? Trägt die Beantwortung zur Forschung bei? Wenn dreimal Ja, ist deine Forschungsfrage wahrscheinlich geeignet.

Vorlage zum Kopieren

Mit dieser Vorlage kannst du deine Einleitung strukturiert aufbauen. Ersetze die Platzhalter durch deine eigenen Inhalte. Die Struktur funktioniert für verschiedene Fächer, passe die Formulierungen an deinen Stil und die Konventionen deines Fachbereichs an.

Vorlage zum Kopieren
Baustein 1 – Hinführung

[Thema] hat in den letzten Jahren in [Forschung/Praxis/Gesellschaft] zunehmend an Bedeutung gewonnen. Besonders [konkreter Aspekt] zeigt, dass [Begründung für Relevanz]. [Optional: aktuelle Entwicklung oder Statistik].

Baustein 2 – Problemstellung und Forschungslücke

Obwohl [bestehende Forschung/Erkenntnisse], bleibt [offene Frage/Lücke] bisher unbeantwortet. [Optional: Bisherige Studien konzentrieren sich auf X, während Y kaum untersucht wurde.] Hier setzt die vorliegende Arbeit an.

Baustein 3 – Forschungsfrage

Die zentrale Forschungsfrage lautet: [Forschungsfrage als direkter Fragesatz]? [Optional bei empirischen Arbeiten: Daraus leiten sich folgende Hypothesen ab: H1: ... H2: ...]

Baustein 4 – Zielsetzung

Ziel dieser Arbeit ist es, [konkretes Ziel]. Dabei soll [erwarteter Erkenntnisbeitrag/praktischer Nutzen].

Baustein 5 – Methode

Zur Beantwortung der Forschungsfrage wird [Methode] eingesetzt. [Kurze Begründung der Methodenwahl]. Die Datenerhebung erfolgt durch [konkrete Beschreibung].

Baustein 6 – Aufbau

Die Arbeit gliedert sich wie folgt: Im zweiten Kapitel [Inhalt]. Das dritte Kapitel [Inhalt]. Im vierten Kapitel [Inhalt]. Das Fazit [Inhalt].

Ausgefülltes Muster:

Muster

„Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz in der Personalauswahl hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Besonders algorithmische Entscheidungssysteme bei der Vorauswahl von Bewerbungen werfen Fragen nach Fairness und Transparenz auf. Obwohl zahlreiche technische Studien die Leistungsfähigkeit solcher Systeme untersucht haben, fehlen empirische Erkenntnisse zur Wahrnehmung durch Bewerbende. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie nehmen Bewerbende den Einsatz von KI-Systemen in der Personalvorauswahl wahr und welche Faktoren beeinflussen die Akzeptanz? Ziel dieser Arbeit ist es, ein Modell der Akzeptanzfaktoren zu entwickeln und Handlungsempfehlungen für die transparente Gestaltung von KI-gestützten Auswahlverfahren abzuleiten. Die empirische Untersuchung basiert auf einer Online-Befragung von 320 Studierenden und Berufseinsteigenden. Im zweiten Kapitel werden die theoretischen Grundlagen zu KI-Systemen und Technologieakzeptanz dargestellt. Das dritte Kapitel begründet das methodische Vorgehen. Im vierten Kapitel werden die Ergebnisse präsentiert und im Fazit kritisch eingeordnet."

Typische Fehler vermeiden

Forschungslücke nur behaupten: „Es gibt keine Studien zu diesem Thema" ist riskant, wenn du es nicht belegen kannst. Präziser: „Eine systematische Recherche ergab keine Studien, die spezifisch X im Kontext Y untersuchen" mit Angabe der durchsuchten Datenbanken.

Ergebnisse vorwegnehmen: Die Einleitung beschreibt typischerweise, was du untersuchen wirst, nicht was du herausgefunden hast. Formulierungen wie „Die Analyse zeigt, dass..." oder „Es wurde festgestellt, dass..." gehören in der Regel ins Fazit. In manchen Fächern oder Formaten kann das anders sein, aber im Zweifel: Ergebnisse erst am Ende.

Aufbau nicht aktualisieren: Wenn sich während des Schreibens die Struktur ändert, muss die Einleitung angepasst werden. Prüfe am Ende, ob der beschriebene Aufbau noch mit dem Inhaltsverzeichnis übereinstimmt.

Methode nicht begründen: Bei der Masterarbeit reicht es nicht, die Methode nur zu benennen. Erkläre kurz, warum diese Methode für deine Forschungsfrage geeignet ist und welche Alternativen du verworfen hast.

Schnellcheck: Einleitung in 60 Sekunden prüfen

1. Hinführung: Wird klar, warum das Thema relevant ist? Gut, wenn Lesende nach dem ersten Absatz wissen, worum es geht und warum es wichtig ist.

2. Forschungslücke: Ist die Lücke im Forschungsstand konkret benannt und mit Quellen belegt? Gut, wenn du in einem Satz sagen kannst, was fehlt.

3. Forschungsfrage: Steht die Frage explizit im Text? Gut, wenn du sie markieren und vorlesen kannst.

4. Zielsetzung: Ist klar, was die Arbeit erreichen soll? Gut, wenn das Ziel über „Frage beantworten" hinausgeht.

5. Methode: Ist das Vorgehen benannt und kurz begründet? Gut, wenn Lesende verstehen, warum du so vorgehst.

6. Aufbau: Stimmt die Beschreibung mit dem Inhaltsverzeichnis überein und wird die Logik zur Forschungsfrage sichtbar? Gut, wenn beides zusammenpasst und klar wird, wie jedes Kapitel zur Beantwortung beiträgt.

Nächster Schritt: Von der Einleitung zum Theorieteil

Wenn du unsicher bist, ob deine Einleitung vollständig ist, nutze den Schnellcheck oben und gleiche danach den Aufbau mit deinem Inhaltsverzeichnis ab. Sobald alle sechs Bausteine enthalten sind und logisch aufeinander aufbauen, ist die Einleitung inhaltlich abgeschlossen.

Der nächste Schritt ist der Theorieteil, in dem du die Grundlagen legst und den Forschungsstand ausführlich darstellst. Nutze die Einleitung als Kompass: Die dort aufgeworfenen Fragen beantwortest du im Verlauf der Arbeit.

Formales prüfen: Wenn alles geschrieben und korrigiert ist, exportiere dein Dokument als PDF. Prüfe Formatierung, Seitenzahlen und Verzeichnisse. Ein letzter Blick auf Deckblatt, Literaturverzeichnis und Eigenständigkeitserklärung schadet nie. Falls du empirisch gearbeitet hast, achte auch auf die Einhaltung der ethischen Grundsätze.

Für den Druck deiner Masterarbeit findest du bei BachelorHero verschiedene Bindungsoptionen. Ein Hardcover mit Prägung ist eine gängige Wahl für Masterarbeiten.

Häufig gestellte Fragen

Wie lang sollte die Einleitung einer Masterarbeit sein?

Die Einleitung umfasst typischerweise 5 bis 10 Prozent des Textteils. Bei 80 Seiten Text entspricht das 4 bis 8 Seiten. Manche Fachbereiche erwarten mehr, andere weniger. Der Leitfaden deiner Hochschule und die Absprache mit deiner Betreuung haben Vorrang vor allgemeinen Faustregeln.

Was ist der Unterschied zwischen Einleitung und Abstract?

Die Einleitung führt ins Thema ein, stellt Forschungsfrage und Aufbau vor und macht neugierig. Das Abstract ist eine Zusammenfassung der gesamten Arbeit inklusive Ergebnisse. In der Einleitung nennst du typischerweise noch keine Ergebnisse, im Abstract schon. Ausnahmen hängen vom Fach oder Format ab.

Wann schreibe ich die Einleitung meiner Masterarbeit?

Viele schreiben eine erste Version früh, um Klarheit über die Richtung zu gewinnen, und überarbeiten sie am Ende gründlich. So stellst du sicher, dass Einleitung und tatsächlicher Inhalt zusammenpassen. Die Forschungsfrage solltest du allerdings früh festlegen.

Gehören Hypothesen in die Einleitung?

Bei empirischen Arbeiten werden Hypothesen oft in der Einleitung genannt, manchmal aber auch erst im Theorieteil nach der Herleitung. Prüfe die Konventionen deines Fachs und kläre mit deiner Betreuung, was erwartet wird.

Wie ausführlich muss der Forschungsstand in der Einleitung sein?

In der Einleitung reichen wenige Sätze, um die Forschungslücke zu begründen. Die ausführliche Darstellung des Forschungsstands gehört in ein eigenes Kapitel oder den Theorieteil. Eine Kurzformel: Genug für die Motivation, nicht genug für die Analyse.

Darf ich in der Einleitung „ich" schreiben?

Das variiert je nach Fach und Hochschule. In manchen Geisteswissenschaften ist die Ich-Form akzeptiert, in Naturwissenschaften und BWL wird sie oft vermieden. Neutrale Alternativen: „Diese Arbeit untersucht..." oder „Im Folgenden wird analysiert...". Frag im Zweifel deine Betreuung.

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