Inhaltsverzeichnis
Ein Plagiat in der Facharbeit bedeutet, dass du fremde Gedanken oder Texte als deine eigenen ausgibst. Das passiert schneller als gedacht, oft ohne böse Absicht. Hier erfährst du, was als Plagiat gilt, wie du es sicher vermeidest und wie du deine Arbeit vor der Abgabe prüfen kannst.
Kurzantwort: Notiere bei jeder fremden Idee sofort die Quelle, kennzeichne wörtliche Zitate mit Anführungszeichen und belege auch sinngemäße Übernahmen. Schreibe aus dem Verständnis heraus (Quelle weglegen, dann formulieren) und prüfe vor der Abgabe jeden Beleg gegen das Original.
- Jede fremde Idee hat eine Quellenangabe
- Wörtliche Zitate stehen in Anführungszeichen
- Paraphrasen sind wirklich in eigenen Worten
- Keine Quelle ohne Eintrag im Literaturverzeichnis
Was ist ein Plagiat?
Ein Plagiat liegt vor, wenn du Texte, Ideen, Argumente oder Daten anderer übernimmst, ohne die Quelle anzugeben. Das gilt für wörtliche Übernahmen genauso wie für sinngemäße Wiedergaben. Entscheidend ist nicht, ob du absichtlich oder versehentlich abgeschrieben hast. Fehlt die Quellenangabe, ist es ein Plagiat.
In der Facharbeit zeigst du, dass du wissenschaftlich arbeiten kannst. Dazu gehört, fremdes Wissen von eigenen Gedanken zu unterscheiden. Wenn du eine Quelle nutzt, machst du das transparent. Damit würdigst du die Arbeit anderer und zeigst gleichzeitig, dass du dich mit dem Thema auseinandergesetzt hast.
Allgemeinwissen muss nicht belegt werden. Dass Berlin die Hauptstadt Deutschlands ist oder dass Wasser bei 100 Grad siedet, kannst du ohne Quelle schreiben. Sobald du aber konkrete Zahlen, Forschungsergebnisse, Interpretationen oder weniger bekannte Fakten nennst, brauchst du eine Quellenangabe.
Schnellcheck: Muss ich eine Quelle angeben?
Nicht immer ist klar, ob du für eine Information eine Quellenangabe brauchst. Dieser Schnellcheck hilft dir bei der Entscheidung. Wenn du eine der folgenden Fragen mit Ja beantwortest, solltest du eine Quelle angeben.
- Ist die Information exakt so in einer Quelle nachlesbar? → Quelle angeben.
- Handelt es sich um eine Zahl, Statistik, Studie oder Definition? → Quelle angeben.
- Ist es eine Theorie, These oder Interpretation von jemand anderem? → Quelle angeben.
- Hast du Formulierungen, Struktur oder Argumentation aus einer Quelle übernommen? → Zitat oder Paraphrase mit Quelle.
- Stammt ein Bild, Diagramm, eine Grafik oder Tabelle nicht von dir? → Quelle bei der Abbildung angeben.
- Ist es wirklich Allgemeinwissen in deinem Fachkontext? → Oft keine Quelle nötig, aber im Zweifel lieber belegen.
Die Faustregel lautet: Wenn du die Information nicht selbst erhoben, berechnet oder entwickelt hast, brauchst du eine Quelle. Das gilt auch für Ideen, die du in eigenen Worten wiedergibst. Der Aufwand für eine zusätzliche Quellenangabe ist gering, die Konsequenz einer fehlenden kann gravierend sein.
Grenzfälle: Interviews, Handouts, Gruppenarbeit
Nicht alle Quellen passen ins klassische Schema. Hier sind drei häufige Grenzfälle und wie du sie löst.
Eigene Erhebungen (Interviews, Umfragen, Experimente): Daten, die du selbst erhoben hast, brauchst du nicht extern zu belegen, aber du musst sie nachvollziehbar dokumentieren. Beschreibe im Methodenteil, wie du vorgegangen bist. Interviewtranskripte, Fragebögen oder Messprotokolle gehören in den Anhang. Im Text verweist du je nach Format mit Zeilennummern, Seitenangaben oder Zeitstempeln: „siehe Anhang A, S. 2" (bei paginierten Dokumenten), „Transkript, Z. 15–20" (bei Textdokumenten mit Zeilennummern) oder „Interview B, 03:45 min" (bei Audioaufnahmen). So kann deine Lehrkraft die Aussagen prüfen.
Unterrichtsmaterial, Handouts, Arbeitsblätter: Wenn kein klassischer Autor genannt ist, nutze die Lehrkraft oder die Schule als Urheber. Beispiel: „Arbeitsblatt zur [Thema], [Fach]-Kurs [Stufe], [Schule], [Jahr]" oder „Handout von [Lehrkraft], [Kurs], [Jahr]". Wichtig ist, dass die Quelle identifizierbar und auffindbar ist. Bei Materialien aus dem Internet gilt: URL und Abrufdatum angeben.
Gruppenarbeit und Team-Notizen: Bei Gruppenarbeiten musst du klar kennzeichnen, welche Teile von dir stammen und welche von anderen. Schreibe in der Einleitung oder einer Fußnote, wer welchen Abschnitt verfasst hat. Gemeinsam erarbeitete Ideen kannst du als „gemeinsam entwickelt" kennzeichnen. Übernimmst du Formulierungen von Teammitgliedern wörtlich, behandle sie wie ein Zitat. Im Zweifel frag deine Lehrkraft nach den genauen Anforderungen.
Formen des Plagiats erkennen
Plagiate treten in verschiedenen Formen auf. Manche sind offensichtlich, andere passieren eher versehentlich. Wenn du die verschiedenen Arten kennst, kannst du sie gezielt vermeiden.
Du übernimmst einen fremden Text vollständig und gibst ihn als deinen eigenen aus. Das ist die schwerwiegendste Form und wird an Schulen konsequent geahndet.
Beispiel: Eine komplette Hausarbeit aus dem Internet kopieren oder von Mitschülern übernehmen.
Du übernimmst einzelne Passagen, Sätze oder Absätze ohne Quellenangabe. Auch wenn der Rest deiner Arbeit selbst geschrieben ist, bleibt es ein Plagiat.
Beispiel: Einen Absatz aus Wikipedia kopieren und in deinen Text einfügen, ohne ihn als Zitat zu kennzeichnen.
Du formulierst fremde Gedanken in eigenen Worten um, gibst aber keine Quelle an. Das ist die häufigste Form des unbeabsichtigten Plagiats. Auch sinngemäße Übernahmen müssen belegt werden.
Beispiel: Du liest eine These in einem Buch und schreibst sie mit anderen Worten auf, ohne die Quelle zu nennen.
Du setzt Sätze oder Halbsätze aus mehreren Quellen zusammen, ohne jede einzelne zu belegen. Der Text wirkt selbst geschrieben, besteht aber aus Versatzstücken fremder Arbeiten.
Beispiel: Du nimmst den Einleitungssatz aus Quelle A, die Definition aus Quelle B und das Fazit aus Quelle C, ohne jeweils zu zitieren.
Vermeiden: Halte pro Absatz nur eine Quelle offen. Notiere erst Stichpunkte aus dem Verständnis, dann formuliere. So entsteht deine eigene Struktur statt eines Flickenteppichs.
Weitere Formen sind das Strukturplagiat (du übernimmst die Gliederung oder den Argumentationsgang einer anderen Arbeit), das Ideenplagiat (du präsentierst eine fremde Kernthese als deine eigene) und das Übersetzungsplagiat (du übersetzt einen fremdsprachigen Text ohne Quellenangabe).
Bei Abbildungen, Tabellen und Grafiken gilt dasselbe Prinzip: Wenn du sie nicht selbst erstellt hast, musst du die Quelle angeben. Das gilt auch für Screenshots, Diagramme aus Artikeln oder Fotos aus dem Internet. Die genaue Form der Quellenangabe hängt von deiner Schule ab, aber diese drei Fälle decken die meisten Situationen ab.
- Fremd übernommen: „Quelle: [Autor] [Jahr], S. [x]" oder „Abb. aus: [Autor] [Jahr], S. [x]"
- Angepasst/verändert: „Eigene Darstellung nach [Autor] [Jahr], S. [x]"
- Selbst erstellt: „Eigene Darstellung" (bei eigenen Daten, Fotos, Zeichnungen)
Das Quellenplagiat ist besonders problematisch: Hier erfindest du eine Quelle oder gibst sie falsch an. Um das zu vermeiden, notiere bei jeder Quelle sofort die vollständigen bibliografischen Angaben mit Seitenzahl. Bei Internetquellen gehören URL und Abrufdatum dazu. Vor der Abgabe hilft eine Stichprobe: Prüfe bei etwa 10 zufällig ausgewählten Belegen, ob die Angabe mit der Originalquelle übereinstimmt. Das Selbstplagiat wiederum liegt vor, wenn du Teile einer eigenen früheren Arbeit erneut verwendest, ohne darauf hinzuweisen. Bei Facharbeiten ist das selten relevant, kann aber vorkommen, wenn du Material aus einem früheren Referat übernimmst. Die genauen Regeln hierzu können je nach Schule variieren, frag im Zweifel deine Lehrkraft.
Plagiat vermeiden: Die wichtigsten Regeln
Plagiate vermeiden ist einfacher, wenn du von Anfang an systematisch arbeitest. Die wichtigste Regel: Notiere bei jeder Information sofort, woher sie stammt. Wenn du das konsequent machst, kannst du später nichts vergessen.
Quellen sofort dokumentieren: Sobald du etwas liest, das du verwenden könntest, notiere Autor, Titel, Jahr, Seitenzahl und bei Internetquellen das Abrufdatum. Nutze eine Tabelle, ein Literaturverwaltungsprogramm oder einfach ein Notizdokument. Hauptsache, die Information geht nicht verloren. Mehr dazu findest du im Ratgeber zur Literaturrecherche.
Eigene Notizen von Zitaten trennen: Wenn du Texte exzerpierst, markiere wörtliche Übernahmen sofort mit Anführungszeichen. So erkennst du später auf einen Blick, was deine eigenen Worte sind und was du zitiert hast. Eine klare Kennzeichnung verhindert Verwechslungen.
In eigenen Worten schreiben: Lies eine Quelle, leg sie beiseite und schreibe dann mit eigenen Worten auf, was du verstanden hast. So entstehen automatisch eigene Formulierungen statt unbewusster Übernahmen. Die Quelle gibst du trotzdem an, weil die Idee nicht von dir stammt.
Einheitlich zitieren: Entscheide dich für einen Zitierstil und wende ihn konsequent an. Deine Schule gibt oft einen Stil vor, der im Leitfaden oder von der Lehrkraft genannt wird. Wenn nicht, sind Fußnoten oder die Harvard-Zitierweise gängige Optionen. Wichtig ist die Einheitlichkeit: Mische nicht verschiedene Stile in einer Arbeit. Einen Überblick findest du im Ratgeber zum Zitieren in der Facharbeit.
Wenn du dir unsicher bist, ob etwas belegt werden muss: Lieber eine Quelle zu viel angeben als eine zu wenig. Eine überflüssige Quellenangabe ist kein Fehler, eine fehlende kann ein Plagiat sein.
Richtig zitieren und paraphrasieren
Direkte Zitate übernimmst du wörtlich und setzt sie in Anführungszeichen. Du änderst nichts am Originaltext, auch wenn dir eine Formulierung altmodisch oder umständlich vorkommt. Die Quellenangabe folgt direkt nach dem Zitat. Bei längeren Zitaten nutzt du ein eingerücktes Blockzitat ohne Anführungszeichen. Ab wann ein Zitat als „lang" gilt (oft ab drei Zeilen oder 40 Wörtern), hängt von den Vorgaben deiner Schule ab.
„Wissenschaftliches Arbeiten bedeutet, nachvollziehbar und überprüfbar zu argumentieren" ([Autor] [Jahr], S. [x]).
Der exakte Wortlaut steht in Anführungszeichen, die Quelle folgt direkt danach.
Indirekte Zitate (Paraphrasen) geben fremde Gedanken in deinen eigenen Worten wieder. Du nutzt keine Anführungszeichen, gibst aber trotzdem die Quelle an. Ob du „vgl." vor die Quellenangabe setzt, hängt von deinem Zitierstil und den Vorgaben deiner Schule ab. Die Kunst liegt darin, den Inhalt korrekt wiederzugeben, ohne die Formulierungen zu übernehmen.
- Quelle lesen: Lies den Abschnitt und notiere die Kernaussage in Stichpunkten.
- Quelle weglegen: Schließe das Buch oder den Tab. Schreibe nicht beim Lesen.
- Eigene Worte finden: Formuliere die Kernaussage aus dem Gedächtnis in deinen Worten.
- Mit Original vergleichen: Prüfe, ob Satzbau, Schlüsselbegriffe und Metaphern ausgetauscht sind.
- Quelle angeben: Setze die Quellenangabe (je nach Vorgabe mit oder ohne „vgl.").
Original: „Wissenschaftliches Arbeiten bedeutet, nachvollziehbar und überprüfbar zu argumentieren."
Zu nah: Wissenschaftliches Arbeiten heißt, nachvollziehbar und überprüfbar zu argumentieren (vgl. [Autor] [Jahr], S. [x]). → Nur einzelne Wörter ersetzt, Struktur identisch.
Korrekt: Nachvollziehbarkeit und Überprüfbarkeit sind zentrale Anforderungen an wissenschaftliche Argumentation (vgl. [Autor] [Jahr], S. [x]). → Eigene Satzstruktur, eigene Wortwahl, Inhalt korrekt.
Sekundärzitate solltest du vermeiden. Wenn Autor A in seinem Text Autor B zitiert und du dieses Zitat übernehmen willst, such besser die Originalquelle von Autor B. Nur wenn das Originalwerk nicht zugänglich ist, zitierst du mit dem Zusatz „zitiert nach" (z.B.: [Originalautor] [Jahr], S. [x], zitiert nach [Sekundärautor] [Jahr], S. [y]).
KI-Tools und Plagiat: Wenn du KI-Werkzeuge wie ChatGPT zum Formulieren nutzt, ersetzt das nicht die Quellenarbeit. Wichtig: KI-Ausgaben sind keine zitierfähigen Originalquellen. Wenn die KI Fakten, Studien oder Theorien nennt, musst du diese gegen echte Primär- oder Sekundärquellen verifizieren und dann diese Quellen zitieren. KI kann Inhalte erfinden oder falsch wiedergeben. Fremde Gedanken im KI-Output müssen genauso belegt werden wie bei jeder anderen Recherche.
KI-Nutzung dokumentieren: Falls deine Schule Transparenz verlangt, halte fest: welches Tool du verwendet hast (z.B. ChatGPT-4), wofür (Formulierungshilfe, Gliederungsideen, Korrektur), in welchem Umfang und wann. Diese Information gehört in den Methodenteil oder eine Fußnote, nicht ins Literaturverzeichnis. Prompt und Output sind kein Quellenbeleg, sondern Arbeitsdokumente. Frag deine Lehrkraft vor dem Einsatz, welche Regeln gelten.
Plagiatsprüfung: So liest du den Report
Plagiatsprüfungen vergleichen deinen Text mit Milliarden von Dokumenten im Internet und in Datenbanken. Sie markieren Übereinstimmungen und zeigen dir, welche Stellen auffällig sind. Das ersetzt nicht sorgfältiges Arbeiten, hilft aber, versehentliche Fehler zu finden.
Viele Schulen nutzen professionelle Tools wie Turnitin oder PlagScan. Es gibt auch kostenlose Alternativen, die einen ersten Überblick geben können. Kostenlose Versionen haben oft Einschränkungen bei Textlänge oder Datenbankgröße.
Lade deine finale Arbeit nicht unüberlegt in unbekannte kostenlose Plagiatschecker hoch. Manche speichern den Text in ihrer Datenbank, sodass deine Arbeit später selbst als „Treffer" erscheinen kann. Nutze vertrauenswürdige Anbieter oder frag deine Schule, welches Tool empfohlen wird.
Warum Prozentwerte irreführend sein können: Ein Plagiatschecker zeigt einen Prozentsatz an Übereinstimmungen. Das bedeutet nicht automatisch, dass du plagiiert hast. Korrekt zitierte Passagen erscheinen als Treffer, ebenso dein Literaturverzeichnis, Standardphrasen wie „Im Folgenden wird untersucht" oder allgemeine Fachbegriffe. Treffer auf sehr kurze Phrasen (drei bis fünf Wörter) sind oft unkritisch, aber prüfe auch diese, wenn es sich um Fachbegriffe, Definitionen oder prägnante Formulierungen handelt. Wichtig: Ein niedriger Gesamtprozentsatz kann trotzdem kritisch sein, wenn einzelne längere Passagen im Fließtext ohne Beleg matchen. Zwei lange Treffer ohne Quelle wiegen schwerer als zwanzig Mini-Matches bei Standardformulierungen. Entscheidend ist nicht die Zahl, sondern welche Stellen matchen und ob sie korrekt belegt sind. Grenzwerte und Erwartungen variieren je nach Schule und Tool.
- Trefferliste öffnen: Geh jeden markierten Abschnitt einzeln durch.
- Zitat prüfen: Ist die Stelle als direktes Zitat gekennzeichnet? Dann ist der Treffer legitim.
- Quellenangabe prüfen: Steht eine Quelle dabei? Stimmt sie mit dem Literaturverzeichnis überein?
- Paraphrase prüfen: Ist die Stelle zu nah am Original? Dann umformulieren und Quelle prüfen.
- Echte Plagiate korrigieren: Nur Stellen ohne Quellenangabe oder mit kopiertem Text musst du ändern.
Grenzen der Plagiatsprüfung: Kein Tool findet alles. Umformulierte Texte, übersetzte Quellen oder Dokumente, die nicht online sind, werden oft nicht erkannt. Die Prüfung ist ein zusätzliches Sicherheitsnetz. Wenn du konsequent Quellen dokumentierst und richtig zitierst, brauchst du vor dem Ergebnis keine Angst zu haben.
Konsequenzen bei Plagiaten
Die Folgen eines Plagiats hängen von der Schwere und den Regeln deiner Schule ab. Bei kleineren Versäumnissen, etwa einer vergessenen Quellenangabe, kann die Note für den betroffenen Abschnitt abgewertet werden. Bei umfangreicheren Plagiaten droht die Note „ungenügend" für die gesamte Arbeit.
In schwerwiegenden Fällen, etwa wenn große Teile der Arbeit kopiert wurden, kann die Facharbeit als nicht erbracht gewertet werden. Je nach Schule und Bundesland kann das bedeuten, dass du die Arbeit wiederholen musst oder andere schulische Konsequenzen folgen. Die Selbstständigkeitserklärung, die du unterschreibst, macht das Plagiat zusätzlich zu einer Frage der Ehrlichkeit.
Die Selbstständigkeitserklärung bestätigst du mit deiner Unterschrift, dass du die Arbeit eigenständig verfasst und alle Quellen angegeben hast. Ein Plagiat macht diese Erklärung zur Falschaussage. Mehr dazu findest du im Ratgeber zur Selbstständigkeitserklärung.
Wenn du während des Schreibens merkst, dass du eine Quelle nicht mehr findest oder unsicher bist, ob du etwas richtig zitiert hast, sprich mit deiner Lehrkraft. Ehrlichkeit im Vorfeld ist besser als Ärger nach der Abgabe. Die meisten Lehrkräfte schätzen es, wenn du Unsicherheiten offen ansprichst.
Checkliste vor der Abgabe
Bevor du deine Facharbeit abgibst, geh diese Checkliste durch. So stellst du sicher, dass du keine Plagiatsfalle übersehen hast.
- Stichprobe Quellenangaben: 10 zufällige Belege gegen die Originalquelle prüfen (Autor, Jahr, Seitenzahl korrekt?).
- Abbildungen und Tabellen: Jede Grafik, jedes Diagramm, jeder Screenshot aus fremden Quellen mit Quelle versehen.
- Literaturverzeichnis abgeglichen: Jede Quelle im Text erscheint im Literaturverzeichnis und umgekehrt.
- Zitierstil durchgängig einheitlich: Keine Vermischung von Fußnoten und Harvard, einheitliche Interpunktion.
- Plagiatsprüfung: Report durchgegangen, längere Matches im Fließtext einzeln geprüft und korrigiert.
- Anhang vollständig: Interviewtranskripte, Fragebögen, eigene Daten im Anhang dokumentiert und im Text referenziert.
Vergiss nicht die Selbstständigkeitserklärung am Ende deiner Arbeit. Prüfe außerdem Formatierung und Layout ein letztes Mal, bevor du die finale Version erstellst.
Wenn du deine Facharbeit drucken und binden lassen möchtest, kannst du das bei BachelorHero online konfigurieren. Das Softcover und die Spiralbindung eignen sich besonders für Facharbeiten.
Häufig gestellte Fragen
Wie zitiere ich Screenshots und Bildschirmfotos in der Facharbeit?
Screenshots werden wie andere Abbildungen behandelt. Unter das Bild schreibst du „Quelle: [Webseitenname], Screenshot vom [Datum]" oder bei Software „Quelle: Screenshot aus [Programmname], [Version], [Datum]". Bei Webseiten gehört die URL ins Literaturverzeichnis. Eigene Screenshots von deinem Experiment kennzeichnest du mit „Eigene Darstellung".
Ist KI-generierter Text in der Facharbeit ein Plagiat?
Das hängt von den Regeln deiner Schule ab. Viele Schulen erwarten, dass du KI-Nutzung transparent machst. Auch wenn KI-Text kein klassisches Plagiat ist, gilt: Du musst die Inhalte verstehen, prüfen und fremde Gedanken oder Quellen im KI-Text trotzdem korrekt belegen. Frag deine Lehrkraft, welche Regeln gelten.
Was tun, wenn ich die Originalquelle nicht mehr finde?
Such zuerst systematisch: Prüfe deine Notizen, Browser-Verlauf und Download-Ordner. Nutze die Suchfunktion in deinem Literaturverwaltungstool oder suche nach Stichworten bei Google Scholar. Wenn du die Quelle wirklich nicht findest, hast du zwei Optionen: Entweder du streichst die Aussage oder du sprichst ehrlich mit deiner Lehrkraft. Eine fehlende Quelle nachträglich klären ist besser als ein Plagiat.
Darf ich Wikipedia verwenden, ohne ein Plagiat zu riskieren?
Ja, wenn du Wikipedia wie jede andere Quelle behandelst: Zitiere korrekt und gib die Quelle an. Für Facharbeiten ist Wikipedia aber meist nur als Einstieg geeignet. Besser ist es, die dort genannten Primär- und Sekundärquellen zu nutzen und diese direkt zu zitieren. So zeigst du wissenschaftliches Arbeiten.
Ist unabsichtliches Plagiat auch ein Plagiat?
Ja. Ob du absichtlich oder versehentlich abgeschrieben hast, ändert nichts an der Tatsache. Die Folgen können bei unbeabsichtigten Plagiaten milder ausfallen, aber ein Plagiat bleibt es trotzdem. Deshalb lohnt sich sorgfältiges Dokumentieren von Anfang an.
Was passiert, wenn meine Lehrkraft ein Plagiat entdeckt?
Das hängt von deiner Schule und dem Umfang ab. Mögliche Folgen reichen von einer schlechteren Note über die Note „ungenügend" bis zur Nichtanerkennung der Arbeit. Bei schweren Fällen kann die Facharbeit wiederholt werden müssen. Sprich im Zweifel vorher mit deiner Lehrkraft, wenn du unsicher bist.
Checkliste für die Facharbeit
Facharbeit schreiben: Aufbau und Tipps
Gliederung der Facharbeit