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Richtig zitieren in der Facharbeit: Zitierweisen und Regeln

Richtig zitieren in der Facharbeit: Zitierweisen und Regeln | BachelorHero

Inhaltsverzeichnis

Zitieren in der Facharbeit bedeutet, fremde Gedanken als solche zu kennzeichnen und die Quelle anzugeben. Hier erfährst du den Unterschied zwischen direkten und indirekten Zitaten, lernst die wichtigsten Zitierstile kennen und siehst an Beispielen, wie du auch Sonderfälle wie fehlende Seitenzahlen oder mehrere Autoren löst.

Auf einen Blick

5 Grundregeln für korrektes Zitieren:
1. Zitatpflicht: Jede fremde Idee, Definition, Zahl oder Formulierung braucht einen Beleg.
2. Direktes Zitat: Wortlaut exakt übernehmen, in Anführungszeichen setzen, Seitenzahl angeben.
3. Indirektes Zitat: In eigenen Worten formulieren, Quelle mit oder ohne „vgl." angeben (je nach Leitfaden).
4. Stil konsequent: Einen Zitierstil wählen und durchgängig anwenden.
5. Abgleich: Jede Quelle im Text muss im Literaturverzeichnis stehen und umgekehrt.

Schnellcheck

Du hast eine Information aus einer Quelle? Dann frag dich: Ist es mein eigener Gedanke oder stammt die Idee von woanders? Wenn die Antwort „von woanders" lautet, brauchst du einen Beleg. Im Zweifel lieber einmal mehr zitieren als zu wenig.

Warum korrektes Zitieren wichtig ist

Korrektes Zitieren zeigt, dass du wissenschaftlich redlich arbeitest. Du trennst klar zwischen deinen eigenen Gedanken und den Erkenntnissen anderer. Deine Lehrkraft kann nachvollziehen, woher deine Informationen stammen und wie verlässlich sie sind.

Ohne Quellenangaben riskierst du den Vorwurf eines Plagiats. Das klingt dramatisch, lässt sich aber leicht vermeiden: Sobald du eine Idee, eine Formulierung oder eine Zahl aus einer Quelle übernimmst, gibst du diese Quelle an. Das gilt auch für sinngemäße Wiedergaben.

Zitieren stärkt außerdem deine Argumentation. Wenn du Aussagen mit seriösen Quellen belegst, wirkt deine Arbeit fundierter. Du zeigst, dass du dich mit dem Thema auseinandergesetzt hast.

Wann ist ein Beleg nötig? Allgemeinwissen muss nicht belegt werden, aber die Grenze ist nicht immer klar. Als Faustregel: Schulwissen, das in jedem Lexikon steht, gilt als Allgemeinwissen (z.B. „Berlin ist die Hauptstadt Deutschlands"). Fachwissen aus deinem Themengebiet hingegen braucht immer einen Beleg, auch wenn es dir selbstverständlich erscheint. Konkrete Zahlen und Statistiken belegst du grundsätzlich, selbst wenn sie bekannt wirken (z.B. Bevölkerungszahlen, Prozentangaben). Definitionen, Modelle und Theorien erfordern ebenfalls immer eine Quelle, weil sie von bestimmten Autoren stammen.

Direktes und indirektes Zitat: Der Unterschied

Direktes und indirektes Zitat: Der Unterschied | BachelorHero

Beim direkten Zitat übernimmst du den Wortlaut einer Quelle buchstabengetreu. Das Zitat steht in Anführungszeichen. Selbst Fehler im Original übernimmst du und kennzeichnest sie mit [sic]. Direkte Zitate eignen sich für prägnante Definitionen, zentrale Aussagen oder wenn der genaue Wortlaut für deine Argumentation wichtig ist.

Beispiel direktes Zitat (Harvard)

Müller definiert Nachhaltigkeit als „die Nutzung von Ressourcen in einer Weise, die künftigen Generationen dieselben Möglichkeiten erhält" (Müller 2022, S. 45).

Der exakte Wortlaut steht in Anführungszeichen. Die Quelle folgt direkt danach. Kein „vgl.", weil wörtlich zitiert wird.

Beim indirekten Zitat gibst du den Inhalt einer Quelle in eigenen Worten wieder. Du paraphrasierst, übernimmst also den Gedanken, aber nicht die Formulierung. Ob du „vgl." vor die Quellenangabe setzt, hängt von deinem Zitierleitfaden ab. Manche Schulen verlangen es, andere nicht. Halte dich an die Vorgabe deiner Schule oder wähle eine Variante und bleibe konsequent dabei.

Beispiel indirektes Zitat (Harvard)

Nachhaltigkeit bedeutet, Ressourcen so zu nutzen, dass auch nachfolgende Generationen davon profitieren können (vgl. Müller 2022, S. 45).

Der Gedanke stammt aus der Quelle, die Formulierung ist deine eigene. Das „vgl." zeigt die Paraphrase an. Ohne „vgl." wäre es ebenso korrekt, wenn dein Leitfaden das erlaubt.

In Facharbeiten kommen indirekte Zitate häufiger vor als direkte. Du zeigst damit, dass du die Quelle verstanden hast. Direkte Zitate setzt du gezielt ein, wenn die exakte Formulierung einen Mehrwert bietet. Vermeide es, deinen Text mit langen wörtlichen Übernahmen zu füllen.

Zitierstile: Fußnote oder Kurzbeleg im Text

Zitierstile: Fußnote oder Kurzbeleg im Text | BachelorHero

Die beiden wichtigsten Zitierstile für Facharbeiten sind die deutsche Zitierweise mit Fußnoten und die Harvard-Zitierweise mit Kurzbeleg im Text. Welchen Stil du verwendest, gibt oft deine Schule vor. Wenn keine Vorgabe existiert, wähle einen Stil und wende ihn konsequent an. Mische niemals beide Stile.

Bei der deutschen Zitierweise steht die Quellenangabe in einer Fußnote am Seitenende. Im Text erscheint nur eine hochgestellte Zahl. Das hält den Lesefluss aufrecht. Wichtig: Bei der ersten Nennung einer Quelle gibst du die vollständige Angabe an. Bei Folgezitaten reicht eine Kurzform.

Deutsche Zitierweise: Erstnennung vs. Folgezitat

Erstnennung: ¹ Schmidt, Thomas: Globale Entwicklungen. Berlin: Beispielverlag, 2021, S. 23.

Folgezitat: ² Schmidt 2021, S. 45.

Manche Leitfäden erlauben bei direkt aufeinanderfolgenden Zitaten aus derselben Quelle „ebd." (ebenda) oder „a.a.O." (am angegebenen Ort). Prüfe, ob das in deinem Leitfaden vorgesehen ist.

Bei der Harvard-Zitierweise steht die Kurzangabe direkt im Text in Klammern. Der vollständige Eintrag findet sich im Literaturverzeichnis. Auch hier gibt es Varianten in der Formatierung.

Harvard-Zitierweise: Zwei gängige Schreibweisen

Variante A: (Schmidt 2021, S. 23)

Variante B: (Schmidt 2021: 23)

Beide Varianten sind verbreitet. Wähle eine und verwende sie durchgängig. Prüfe, ob dein Leitfaden eine bestimmte Schreibweise vorgibt.

Sonderfälle beim Zitieren

Nicht jede Quelle passt ins Standardschema. Die folgenden Sonderfälle begegnen dir in fast jeder Facharbeit. Die genaue Formatierung variiert je nach Zitierleitfaden, aber die Grundprinzipien sind überall ähnlich.

Mehrere Autoren: Bei zwei Autoren nennst du beide Namen, verbunden mit „und" oder „&" (je nach Leitfaden). Beispiel: (Müller und Schmidt 2022, S. 12). Bei drei oder mehr Autoren gibt es unterschiedliche Regeln: Manche Leitfäden verlangen, dass du bei der ersten Nennung alle Namen aufführst und danach „et al." verwendest. Andere fordern „et al." bereits ab der ersten Nennung bei mehr als zwei oder drei Autoren. Das Format ist leitfadenabhängig. Prüfe die Vorgabe deiner Schule oder wähle eine Variante und wende sie konsequent an.

Quelle ohne Seitenzahlen: Bei Internetartikeln oder E-Books ohne feste Seitenzahlen gibst du eine andere Lokalisierung an: Absatznummer (Abs. 3), Kapitel (Kap. 2) oder Abschnitt. Bei Videos und Podcasts nennst du den Timecode (z.B. 12:34 min). Nur bei sehr kurzen, überschaubaren Quellen (etwa ein einseitiger Artikel) kannst du ohne Stellenangabe zitieren. Bei längeren Texten ohne Lokalisierungsmöglichkeit solltest du prüfen, ob eine alternative Quelle mit nachvollziehbarer Stellenangabe verfügbar ist.

E-Books und PDFs: Wenn das E-Book feste Seitenzahlen hat (wie bei PDFs), verwendest du diese. Bei dynamischer Seitenzählung (wie bei manchen E-Readern) nennst du Kapitel oder Positionsangabe. Im Literaturverzeichnis gibst du das Format an (z.B. „E-Book" oder „PDF").

Zitat im Zitat: Wenn in deiner Quelle bereits ein Zitat steht und du genau dieses übernehmen willst, setzt du das innere Zitat in einfache Anführungszeichen: „Müller betont, dass ‚Nachhaltigkeit zentral' sei" (Müller 2022, S. 45). Das zeigt, dass „Nachhaltigkeit zentral" ein Zitat innerhalb deiner Quelle ist.

Auslassungen und Ergänzungen: Wenn du Teile eines Zitats weglässt, kennzeichnest du das mit [...]. Eigene Ergänzungen zum Verständnis setzt du in eckige Klammern: „Sie [die Regierung] beschloss...". Eigene Hervorhebungen kennzeichnest du mit [Hervorh. d. Verf.] am Ende des Zitats.

Lange direkte Zitate: Ab einer bestimmten Länge werden Zitate als eingerückter Block ohne Anführungszeichen formatiert. Die Grenze liegt je nach Leitfaden bei etwa 40 Wörtern, drei Zeilen oder einer anderen Vorgabe. Manche Leitfäden verwenden zusätzlich eine kleinere Schriftgröße oder einen engeren Zeilenabstand. Prüfe die konkrete Regel in deinem Leitfaden. Unabhängig von der Formatierung gilt: Lange Zitate sparsam einsetzen und nur, wenn der vollständige Wortlaut wirklich nötig ist.

Mehrere Werke eines Autors im selben Jahr: Wenn du zwei Veröffentlichungen desselben Autors aus demselben Jahr zitierst, unterscheidest du sie durch Kleinbuchstaben nach der Jahreszahl. Beispiel: (Müller 2022a, S. 15) und (Müller 2022b, S. 32). Im Literaturverzeichnis ordnest du die Werke alphabetisch nach Titel und vergibst die Buchstaben entsprechend.

Mehrere Quellen in einem Beleg: Wenn du eine Aussage mit mehreren Quellen belegen willst, trennst du sie durch Semikolon. Beispiel: (Müller 2022, S. 15; Schmidt 2021, S. 42). Die Reihenfolge kann alphabetisch oder chronologisch sein, je nach Leitfaden. Achte auf einheitliche Handhabung im gesamten Text.

Institutionen als Autoren: Wenn eine Organisation, Behörde oder ein Unternehmen als Autor fungiert, nennst du den Institutionsnamen im Kurzbeleg. Bei langen Namen kannst du eine Abkürzung verwenden, wenn du sie bei der ersten Nennung einführst. Beispiel erste Nennung: (Bundesministerium für Bildung und Forschung [BMBF] 2024, S. 12). Folgende Nennungen: (BMBF 2024, S. 18). Im Literaturverzeichnis steht der vollständige Name.

Quellenangabe nach Quellenart

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Je nach Quellenart enthält die vollständige Angabe im Literaturverzeichnis unterschiedliche Bestandteile. Diese Übersicht zeigt dir die wichtigsten Pflichtfelder und ein Beispiel für jeden Typ.

Buch (Monografie)

Pflichtfelder: Autor, Jahr, Titel, ggf. Auflage, Erscheinungsort, Verlag

Meier, Anna (2023): Wissenschaftliches Arbeiten für Einsteiger. 2. Aufl. München: Fachverlag.

Aufsatz aus Sammelband

Pflichtfelder: Autor des Aufsatzes, Jahr, Titel des Aufsatzes, Herausgeber, Titel des Sammelbands, Ort, Verlag, Seitenzahlen

Weber, Klaus (2022): Zitieren in der Praxis. In: Schmidt, Thomas (Hrsg.): Handbuch wissenschaftliches Arbeiten. Berlin: Wissenschaftsverlag, S. 45–67.

Zeitschriftenartikel (Journal)

Pflichtfelder: Autor, Jahr, Titel des Artikels, Name der Zeitschrift, Jahrgang/Ausgabe, Seitenzahlen

Fischer, Maria (2023): Neue Ansätze im wissenschaftlichen Arbeiten. In: Zeitschrift für Bildungsforschung, 15(2), S. 112–128.

Internetquelle

Pflichtfelder: Autor oder Institution, Jahr oder Datum, Titel, URL, Abrufdatum

Bundesministerium für Bildung (2024): Leitfaden für Facharbeiten. URL: https://www.beispiel.de/leitfaden [Abruf: 15.12.2025].

PDF-Dokument / Online-Report

Pflichtfelder: Autor oder Institution, Jahr, Titel, ggf. Reihe/Nummer, URL oder DOI, Abrufdatum

Umweltbundesamt (2023): Klimabericht 2023. Dessau-Roßlau. URL: https://www.beispiel.de/klimabericht.pdf [Abruf: 10.12.2025].

Im Text zitierst du dann mit Kurzbeleg oder Fußnote, die vollständige Angabe steht nur im Literaturverzeichnis. Achte darauf, dass Kurzbeleg und Verzeichniseintrag zusammenpassen: Wenn du „Meier 2023" im Text schreibst, muss genau dieser Eintrag auch im Verzeichnis zu finden sein.

Internetquellen richtig zitieren

Internetquellen zitierst du wie andere Quellen, aber URL und Abrufdatum sind Pflicht. Das Abrufdatum dokumentiert, wann du die Seite aufgerufen hast, falls sich der Inhalt später ändert oder verschwindet.

Suche nach dem Autor oder der verantwortlichen Institution. Bei Seiten von Behörden, Universitäten oder Fachmedien findest du diese Angaben meist im Impressum. Wenn kein Autor erkennbar ist, nenne die Organisation oder den Seitenbetreiber. Fehlt auch das, verwende „o.V." (ohne Verfasser). Prüfe in diesem Fall aber kritisch, ob die Quelle zitierwürdig ist.

Bei der Quellenauswahl gilt: Bevorzuge Seiten von Universitäten, Forschungseinrichtungen, Behörden oder etablierten Fachmedien. Foren, Social-Media-Posts und reine Meinungsblogs sind für Facharbeiten selten geeignet. Fachblogs mit klar erkennbarer Autorenschaft und wissenschaftlichem Anspruch können eine Ausnahme sein. Frag im Zweifel deine Lehrkraft. Bei der Literaturrecherche findest du weitere Tipps zur Quellenbewertung.

Typische Fehler und wie du sie vermeidest

Quellenangabe vergessen: Du übernimmst eine Information, vergisst aber den Beleg. Das kann als Plagiat gewertet werden. Die Lösung: Notiere Quellen sofort beim Lesen. Setze beim Schreiben einen Platzhalter wie [Quelle], wenn du die genaue Angabe noch nachschlagen musst. Vor der Abgabe ersetzt du alle Platzhalter.

Anführungszeichen vergessen: Du zitierst wörtlich, aber ohne Anführungszeichen. Das erweckt den Eindruck, die Formulierung sei deine eigene. Die Lösung: Prüfe jedes direkte Zitat auf korrekte Kennzeichnung. Suche vor der Abgabe im Dokument nach Formulierungen, die du aus Quellen übernommen hast.

Zitierstil wechseln: Du startest mit Fußnoten, dann kommt ein Kurzbeleg im Text. Das wirkt unsauber. Die Lösung: Entscheide dich vor dem Schreiben für einen Stil. Wenn du während des Schreibens wechselst, korrigiere alle bisherigen Zitate auf den neuen Stil.

Seitenzahl weglassen: Die Seitenzahl fehlt, obwohl du eine konkrete Stelle zitierst. Die Lösung: Die Seitenzahl gehört zu jedem Zitat, das sich auf eine bestimmte Passage bezieht. Nur wenn du ein ganzes Werk zusammenfassst, kann sie entfallen.

Literaturverzeichnis nicht abgeglichen: Im Text steht eine Quelle, die im Verzeichnis fehlt, oder umgekehrt. Die Lösung: Führe vor der Abgabe einen systematischen Abgleich durch. Gehe jede Quellenangabe im Text durch und prüfe, ob der Eintrag im Verzeichnis existiert. Dann prüfe umgekehrt, ob jeder Verzeichniseintrag auch im Text vorkommt.

Check vor Abgabe

Bevor du deine Facharbeit abgibst, gehe diese fünf Punkte durch. So stellst du sicher, dass deine Zitate vollständig und korrekt sind.

Erstens: Jedes direkte Zitat steht in Anführungszeichen und hat eine Quellenangabe mit Seitenzahl. Zweitens: Jedes indirekte Zitat hat eine Quellenangabe (mit oder ohne „vgl." je nach Leitfaden). Drittens: Du verwendest durchgängig denselben Zitierstil. Viertens: Jede Quelle im Text findet sich im Literaturverzeichnis wieder und umgekehrt. Fünftens: Alle Internetquellen haben URL und Abrufdatum.

Wenn du noch am Anfang stehst, hilft dir die Gliederung dabei, den roten Faden zu finden. In der Einleitung stellst du dein Thema vor, im Fazit fasst du deine Ergebnisse zusammen. Vergiss am Ende nicht die Selbstständigkeitserklärung, mit der du bestätigst, alle Quellen angegeben zu haben.

Wenn alles geschrieben und korrigiert ist, kannst du deine Facharbeit bei BachelorHero drucken und binden lassen. Das Softcover und die Spiralbindung eignen sich besonders für Facharbeiten.

Häufig gestellte Fragen

Muss „vgl." bei indirekten Zitaten immer rein?

Das hängt von deinem Zitierleitfaden ab. Manche Schulen verlangen „vgl." bei jeder Paraphrase, andere verzichten komplett darauf und akzeptieren einfach (Autor Jahr, S.). Schau in deinen Leitfaden oder frag nach. Wenn keine Vorgabe existiert: Wähle eine Variante und wende sie konsequent an.

Wie zitiere ich Abbildungen und Tabellen?

Abbildungen und Tabellen erhalten eine eigene Nummerierung (Abb. 1, Tab. 1) und eine Beschriftung mit Quellenangabe direkt darunter. Im Text verweist du auf die Nummer. Hast du die Grafik selbst erstellt, schreibst du „Eigene Darstellung" oder „Eigene Darstellung nach [Quelle]", wenn du dich an einer Vorlage orientiert hast.

Was ist der Unterschied zwischen Literaturverzeichnis und Quellenverzeichnis?

Beide Begriffe werden oft synonym verwendet. Manche Leitfäden unterscheiden: Das Literaturverzeichnis enthält nur gedruckte Werke, das Quellenverzeichnis auch Internetquellen und andere Materialien. In Facharbeiten ist meist ein gemeinsames Verzeichnis üblich. Prüfe, was dein Leitfaden verlangt.

Wie zitiere ich eine Quelle ohne Autor, Datum oder Seitenzahl?

Ohne Autor: Organisation oder „o.V." (ohne Verfasser) angeben. Ohne Datum: „o.J." (ohne Jahr) verwenden. Ohne Seitenzahl: Absatznummer, Kapitel oder Abschnitt angeben, falls vorhanden. Bei Videos oder Podcasts nennst du den Timecode. Die genaue Formatierung variiert je nach Zitierstil.

Wie zitiere ich Sekundärzitate richtig?

Ein Sekundärzitat verwendest du, wenn du das Original nicht beschaffen kannst. Kennzeichne es mit „zitiert nach": Müller 2020, S. 15, zitiert nach Schmidt 2022, S. 42. Im Literaturverzeichnis steht nur die Quelle, die du tatsächlich gelesen hast. Sekundärzitate sparsam einsetzen und wenn möglich das Original beschaffen.

Darf ich aus Wikipedia zitieren?

Wikipedia ist für Facharbeiten meist nicht als Quelle zugelassen, weil sich Inhalte jederzeit ändern können. Du kannst Wikipedia aber nutzen, um Einstiegsinformationen und weiterführende Quellen zu finden. Zitiere dann die dort angegebene Originalliteratur, nicht den Wikipedia-Artikel selbst.

Wie viele Zitate sollte eine Facharbeit haben?

Es gibt keine feste Zahl. Entscheidend ist, dass du fremde Gedanken und Fakten belegst. Eine Facharbeit mit 10 bis 12 Seiten enthält typischerweise 10 bis 25 Quellenverweise. Wichtiger als die Anzahl ist, dass du an den richtigen Stellen zitierst und eigene Analysen nicht durch Zitate ersetzt.

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