Inhaltsverzeichnis
Die Gliederung deiner Bachelorarbeit ist das Gerüst, auf dem deine gesamte Arbeit aufbaut. Eine Gliederung ist die hierarchische Struktur aller Kapitel und Unterkapitel deiner Arbeit. Eine gute Gliederung erkennst du daran, dass jemand allein durch das Lesen der Überschriften versteht, worum es geht und wie du zur Beantwortung der Forschungsfrage kommst.
Hier bekommst du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Erstellen, Beispielgliederungen für empirische und theoretische Arbeiten sowie typische Fehler mit konkreten Lösungen.
Empirisch: Einleitung → Theorie → Methodik → Ergebnisse → Diskussion → Fazit
Theoretisch: Einleitung → Grundlagen → Analyse (thematisch) → Synthese → Fazit
Gliederungstiefe: Maximal 3 Ebenen (z.B. 2.1.1)
Wichtigste Regel: Kein Unterpunkt ohne Geschwister (wenn 2.1, dann auch 2.2)
Was ist eine Gliederung?
Die Gliederung ist der strukturelle Bauplan deiner Bachelorarbeit. Sie zeigt, welche Kapitel deine Arbeit enthält, in welcher Reihenfolge sie stehen und wie sie zusammenhängen. Anders als eine einfache Liste von Überschriften spiegelt sie den roten Faden deiner Argumentation wider: Jedes Kapitel beantwortet eine Teilfrage, die zur Beantwortung der Forschungsfrage beiträgt.
Die Gliederung hilft dir beim Schreiben, weil du immer weißt, was als Nächstes kommt. Und sie hilft deiner Betreuung, deine Argumentation nachzuvollziehen. Erstelle die erste Version früh und stimme sie ab, bevor du mit dem Schreiben beginnst. Übrigens: Die Gliederung ist dein Arbeitsgerüst während des Schreibens, das Inhaltsverzeichnis ist die formatierte Version mit Seitenzahlen für die fertige Arbeit. Die Vorgaben zur Struktur variieren je nach Hochschule und Fachbereich. Prüfe daher immer die Richtlinien deiner Prüfungsordnung.
Gliederung erstellen in 5 Schritten
Mit diesen fünf Schritten entwickelst du eine tragfähige Gliederung, die du mit deiner Betreuung abstimmen kannst. Am Ende hast du als Richtwert 5–7 Hauptkapitel mit jeweils 2–4 Unterkapiteln. Die genaue Anzahl hängt von deinem Thema, der Methode und den Vorgaben deiner Hochschule ab.
Zerlege deine Forschungsfrage in 3–6 Teilfragen, die du beantworten musst, um die Hauptfrage zu klären.
Beispiel: Forschungsfrage „Welche Faktoren beeinflussen die Kaufentscheidung bei nachhaltigen Produkten?" → Teilfragen: Was ist nachhaltiger Konsum? Welche Kaufentscheidungsmodelle gibt es? Welche Faktoren nennt die Forschung? Wie lassen sich diese Faktoren empirisch prüfen?
Ordne deine gesammelten Quellen, Notizen und Ideen den Teilfragen zu. So entstehen thematische Cluster, aus denen später Kapitel werden.
Tipp: Nutze Karteikarten, eine Tabelle oder ein Mindmap-Tool. Quellen, die keiner Teilfrage zugeordnet werden können, gehören wahrscheinlich nicht in die Arbeit.
Bringe die Cluster in eine logische Reihenfolge. Frag dich bei jedem Kapitel: Warum steht es genau hier? Was muss vorher geklärt sein, damit dieses Kapitel verständlich ist?
Typische Logik: Erst Begriffe klären, dann Theorien vorstellen, dann eigene Analyse/Empirie, dann Ergebnisse interpretieren. Bei theoretischen Arbeiten oft: vom Allgemeinen zum Spezifischen oder chronologisch.
Unterteile jedes Hauptkapitel in 2–4 Unterkapitel. Nutze eine einheitliche Logik: Definition → Kriterien → Anwendung oder These → Argumente → Gegenargumente → Bewertung.
Achte darauf: Kein Unterkapitel ohne Geschwister. Wenn du nur einen Unterpunkt hast, integriere ihn ins Hauptkapitel oder finde einen zweiten Aspekt.
Prüfe jede Überschrift: Kann ich in einem Satz sagen, welche Teilfrage dieses Kapitel beantwortet? Wenn nicht, fehlt entweder der Bezug zur Forschungsfrage oder das Kapitel gehört nicht in die Arbeit.
Ergebnis: Du hast jetzt eine Gliederung, die du mit deiner Betreuung abstimmen kannst. Plane für dieses Gespräch auch Alternativen ein, falls deine Betreuung Änderungen vorschlägt.
Aufbau der Gliederung: Die Standardstruktur
Die Standardstruktur einer Bachelorarbeit folgt einem bewährten Schema. Je nach Fachbereich und Arbeitstyp variieren die Details, aber der Grundaufbau bleibt gleich. Hier siehst du die typischen Bestandteile und ihre Funktion.
Vor dem eigentlichen Text stehen das Deckblatt, ggf. Abstract, das Inhaltsverzeichnis und bei Bedarf Abbildungs-, Tabellen- und Abkürzungsverzeichnis.
Diese Elemente sind nicht Teil der Gliederung im engeren Sinne, aber sie gehören zur vollständigen Arbeit. Die Reihenfolge der Verzeichnisse variiert je nach Hochschule.
Die Einleitung führt ins Thema ein, benennt die Forschungsfrage und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit.
Typische Unterkapitel: Hinführung zum Thema, Problemstellung, Forschungsfrage und Zielsetzung, Methodik (Kurzübersicht), Aufbau der Arbeit. Umfang: etwa 10 % des Textteils.
Hier stellst du den Forschungsstand dar, definierst zentrale Begriffe und erläuterst das theoretische Fundament deiner Arbeit.
Typische Unterkapitel: Begriffsklärungen, relevante Theorien und Modelle, Stand der Forschung, Forschungslücke. Bei empirischen Arbeiten oft mit Hypothesenableitung. Je nach Umfang auch als mehrere Kapitel aufteilbar.
Das Methodenkapitel beschreibt dein Forschungsdesign, die Datenerhebung und das Auswertungsverfahren.
Typische Unterkapitel: Forschungsdesign, Stichprobe/Fallauswahl, Erhebungsinstrument (z.B. Fragebogen, Interviewleitfaden), Durchführung, Auswertungsmethode. Bei theoretischen Arbeiten entfällt dieses Kapitel oder wird durch ein Analysekonzept ersetzt.
Hier präsentierst du deine Ergebnisse oder führst deine Analyse durch. Bei empirischen Arbeiten trennst du Darstellung und Interpretation oft.
Bei empirischen Arbeiten: Deskriptive Statistik, Hypothesenprüfung, Darstellung der Befunde. Bei theoretischen Arbeiten: Systematische Analyse, Vergleich von Positionen, Argumentation. Die Gliederung orientiert sich an der Forschungsfrage.
Die Diskussion interpretiert die Ergebnisse, ordnet sie in den Forschungsstand ein und reflektiert Limitationen.
Typische Unterkapitel: Interpretation der Ergebnisse, Einordnung in den Forschungsstand, Limitationen der Studie, Implikationen für Theorie und Praxis. Bei manchen Arbeiten werden Ergebnisse und Diskussion zusammengefasst.
Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage, fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und gibt einen Ausblick.
Typische Unterkapitel: Zusammenfassung der Ergebnisse, Beantwortung der Forschungsfrage, Ausblick auf weiterführende Forschung. Umfang: etwa 10 % des Textteils. Keine neuen Argumente oder Quellen.
Nach dem Textteil folgen das Literaturverzeichnis, ggf. ein Anhang und die eidesstattliche Erklärung.
Das Literaturverzeichnis enthält alle zitierten Quellen. Der Anhang nimmt umfangreiche Materialien auf (Fragebögen, Transkripte, Tabellen). Die eidesstattliche Erklärung ist Pflicht und steht ganz am Ende.
Gliederung für empirische und theoretische Arbeiten
Der Arbeitstyp bestimmt maßgeblich, wie deine Gliederung aussieht. Die folgende Entscheidungshilfe zeigt dir, welche Struktur zu deiner Arbeit passt. Die konkreten Vorgaben variieren je nach Hochschule und Fachbereich.
- Wenn du Daten erhebst (Umfrage, Experiment, Interviews), brauchst du ein eigenes Methodenkapitel. Ergebnisse und Diskussion trennst du typischerweise: erst neutral darstellen, dann interpretieren.
- Wenn du eine Literaturarbeit schreibst, strukturierst du den Analyseteil thematisch. Die Methodik beschreibst du kurz in der Einleitung. Bei systematischen Reviews kann trotzdem ein eigenes Methodenkapitel sinnvoll sein.
- Wenn du eine Fallstudie oder Konzeptentwicklung machst, orientiere dich an der Logik: Grundlagen → Analyse des Falls/Problems → Entwicklung der Lösung → Bewertung. Das Methodenkapitel beschreibt, wie du den Fall ausgewählt und analysiert hast.
Bei empirischen Arbeiten (Umfrage, Experiment, Interviews) folgt die Gliederung dem IMRaD-Schema (Introduction, Methods, Results and Discussion). Auf Deutsch entspricht das grob: Einleitung, Methodik, Ergebnisse, Diskussion.
1. Einleitung – 2. Theoretische Grundlagen – 3. Methodik – 4. Ergebnisse – 5. Diskussion – 6. Fazit. Das Methodenkapitel ist bei empirischen Arbeiten besonders wichtig. Bei quantitativen Arbeiten trennst du Ergebnisse und Diskussion, bei qualitativen Arbeiten mit wenigen Fällen kannst du beides verbinden.
Bei theoretischen Arbeiten (Literaturarbeit, Konzeptentwicklung) ist die Gliederung flexibler und orientiert sich an inhaltlichen Aspekten des Themas.
1. Einleitung – 2. Begriffliche und theoretische Grundlagen – 3. Analyse (thematisch gegliedert) – 4. Synthese/Vergleich – 5. Fazit. Der analytische Teil ist oft in mehrere inhaltliche Kapitel unterteilt. Die Überschriften orientieren sich am Thema, nicht an Methodenbegriffen.
Beispielgliederungen: Empirisch und theoretisch
Hier siehst du zwei konkrete Beispielgliederungen: eine für eine empirische Arbeit (Marketing) und eine für eine theoretische Arbeit (Sozialwissenschaften). Passe die Struktur an dein Thema und deinen Fachbereich an. Die Richtwerte zum Umfang variieren je nach Hochschule.
Thema: Einflussfaktoren auf die Kaufentscheidung bei nachhaltigen Produkten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Relevanz
1.2 Forschungsfrage und Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Nachhaltiger Konsum: Begriffsklärung
2.2 Modelle der Kaufentscheidung
2.3 Stand der Forschung
2.4 Hypothesenentwicklung
3 Methodik
3.1 Forschungsdesign
3.2 Stichprobe und Erhebung
3.3 Fragebogenkonstruktion
3.4 Auswertungsmethoden
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptive Ergebnisse
4.2 Hypothesenprüfung
5 Diskussion
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Einordnung in den Forschungsstand
5.3 Limitationen
5.4 Implikationen für die Praxis
6 Fazit und Ausblick
Thema: Digitale Ungleichheit im Bildungssystem: Eine Analyse von Chancen und Barrieren
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Relevanz
1.2 Forschungsfrage und Vorgehen
2 Begriffliche und theoretische Grundlagen
2.1 Digitale Ungleichheit: Definition und Dimensionen
2.2 Theorien sozialer Ungleichheit im Bildungskontext
3 Digitale Bildung in Deutschland: Bestandsaufnahme
3.1 Infrastruktur und Ausstattung
3.2 Nutzungsmuster nach sozioökonomischem Hintergrund
4 Chancen und Barrieren digitaler Bildung
4.1 Potenziale für benachteiligte Gruppen
4.2 Verstärkung bestehender Ungleichheiten
4.3 Kritische Würdigung der Befunde
5 Fazit und Ausblick
Die empirische Gliederung hat sechs Hauptkapitel mit klarer Methodentrennung. Die theoretische Gliederung hat fünf Hauptkapitel mit thematischer Struktur im Analyseteil. Beide Varianten sind Richtwerte für einen typischen Umfang. Wie viele Kapitel und Seiten deine Arbeit haben soll, hängt von den Vorgaben deiner Hochschule ab. Bei kürzeren Arbeiten kannst du Unterkapitel zusammenfassen, bei längeren entsprechend differenzieren.
Formuliere deine Kapitelüberschriften aussagekräftig. Statt „2.1 Theorie" besser „2.1 Modelle der Kaufentscheidung". Die Überschrift sollte verraten, was im Kapitel konkret passiert. Halte sie aber unter 8–10 Wörtern.
Gliederungstiefe und Nummerierung
Die Gliederungstiefe gibt an, wie viele Ebenen deine Kapitel haben. Empfohlen werden maximal drei Ebenen: Hauptkapitel (1, 2, 3), Unterkapitel (1.1, 1.2, 1.3) und bei Bedarf eine dritte Ebene (1.1.1, 1.1.2). Tiefere Ebenen wie 1.1.1.1 solltest du vermeiden. Diese Empfehlung gilt als Richtwert. Manche Fachbereiche haben andere Konventionen. Prüfe die Vorgaben deiner Hochschule.
Eine wichtige Regel bei der Nummerierung: Kein Unterpunkt ohne Geschwister. Wenn du einen Punkt 2.1 hast, muss es auch einen Punkt 2.2 geben. Ein einzelner Unterpunkt deutet darauf hin, dass die Untergliederung unnötig ist oder ein zweiter Aspekt fehlt.
Bei der Nummerierung im Text gilt typischerweise: Nach der letzten Ziffer steht kein Punkt (also 2.1 statt 2.1.). Im Inhaltsverzeichnis stehen die Kapitel linksbündig mit Seitenzahlen rechtsbündig. Die genaue Formatierung regelt oft deine Hochschule. Prüfe die Vorgaben in deiner Prüfungsordnung oder frag deine Betreuung.
Typische Fehler und wie du sie behebst
- Zu viele Hauptkapitel: Manche Studierende gliedern ihre Arbeit in 10 oder mehr Hauptkapitel. Das zersplittert die Argumentation. So behebst du es: Bilde 2–3 Oberthemen und mache die restlichen Punkte zu Unterkapiteln. Teste, ob deine Kapitelüberschriften als übergeordnete Kategorien funktionieren.
- Unausgewogene Kapitel: Wenn ein Kapitel 15 Seiten umfasst und das nächste nur 2, stimmt die Balance nicht. Richtwert: Kein Hauptkapitel sollte weniger als 5 % des Textteils ausmachen (variiert je nach Hochschule). So behebst du es: Teile das lange Kapitel in zwei eigenständige Kapitel auf oder integriere das kurze Kapitel als Unterkapitel in ein verwandtes Thema.
- Nichtssagende Überschriften: Überschriften wie „Hauptteil", „Theorie" oder „Analyse" sagen nichts aus. So behebst du es: Ergänze die Überschrift um den konkreten Inhalt. Aus „3. Methodik" wird „3. Methodisches Vorgehen: Online-Befragung". Die Überschrift sollte verraten, was im Kapitel passiert.
- Gliederung passt nicht zur Forschungsfrage: Jedes Kapitel sollte einen Beitrag zur Beantwortung der Forschungsfrage leisten. So behebst du es: Schreibe hinter jede Überschrift in Klammern, welche Teilfrage das Kapitel beantwortet. Wenn du keine Teilfrage findest, gehört das Kapitel wahrscheinlich nicht in die Arbeit.
- Zu tiefe Gliederung: Punkte wie 3.2.1.4 wirken überkomplex und erschweren die Orientierung. So behebst du es: Fasse Unterpunkte zu Absätzen innerhalb eines Unterkapitels zusammen. Wenn ein Bereich wirklich so komplex ist, prüfe, ob er ein eigenes Hauptkapitel werden sollte.
Schnellcheck: Ist meine Gliederung fertig?
Bevor du mit dem Schreiben beginnst, prüfe mit diesem Schnellcheck, ob deine Gliederung die wichtigsten Kriterien erfüllt. Eine gute Gliederung ist die halbe Arbeit.
Struktur:
Einleitung und Fazit sind als Kapitel vorhanden
Theoretische Grundlagen schaffen das Fundament
Methodik ist beschrieben (bei empirischen Arbeiten als eigenes Kapitel)
Ergebnisse/Analyse und Diskussion sind enthalten
Qualität:
Jedes Kapitel trägt zur Beantwortung der Forschungsfrage bei
Die Kapitel stehen in einer logischen Reihenfolge
Die Gliederungstiefe ist konsistent (max. 3 Ebenen)
Kein Unterpunkt steht allein (wenn 2.1, dann auch 2.2)
Die Überschriften sind aussagekräftig und nicht zu lang
Nächster Schritt: Von der Gliederung zum Schreiben
Wenn deine Gliederung steht, kannst du mit dem Schreiben beginnen. Viele Studierende fangen nicht bei der Einleitung an, sondern beim Theorieteil oder der Methodik. Die Einleitung lässt sich oft besser schreiben, wenn der Hauptteil schon steht.
Die Gliederung ist kein starres Korsett. Im Laufe des Schreibprozesses wirst du wahrscheinlich Anpassungen vornehmen. Ein Kapitel wird länger als geplant und muss aufgeteilt werden. Ein anderes erweist sich als überflüssig. Das ist normal. Wichtig ist, dass du die Gesamtstruktur im Blick behältst und größere Änderungen mit deiner Betreuung absprichst.
Am Ende erstellst du aus der Gliederung das Inhaltsverzeichnis. Nutze dafür die automatische Funktion in Word oder deinem Textprogramm. So stimmen die Seitenzahlen immer, auch wenn du noch Änderungen vornimmst.
Wenn deine Bachelorarbeit fertig geschrieben und formatiert ist, kannst du sie bei BachelorHero drucken und binden lassen. Die Hardcover-Bindung oder das Softcover eignen sich besonders für Bachelorarbeiten.
Häufig gestellte Fragen
Welche Kapitelüberschriften sind in einer Bachelorarbeit ein No-Go?
Vermeide generische Überschriften wie „Hauptteil", „Theorie", „Analyse" oder „Ergebnisse" ohne Zusatz. Diese sagen nichts über den Inhalt aus. Besser: „Theoretische Grundlagen der Kaufentscheidung" oder „Ergebnisse der Online-Befragung". Die Überschrift sollte verraten, was im Kapitel konkret passiert.
Wie prüfe ich in 3 Minuten, ob meine Gliederung logisch ist?
Drei Prüffragen für den Schnelltest: 1) Kann ich für jede Überschrift in einem Satz sagen, welche Teilfrage sie beantwortet? 2) Ergibt die Reihenfolge der Kapitel eine logische Kette (jedes baut auf dem vorigen auf)? 3) Führt das letzte Kapitel vor dem Fazit zur Beantwortung der Forschungsfrage? Abbruchkriterium: Wenn du bei mehr als zwei Kapiteln keine klare Teilfrage findest, überarbeite die Struktur. Typische Reparatur: Kapitel ohne klaren Zweck streichen oder als Unterkapitel integrieren.
Was kommt zuerst: Theorie oder Methodik?
Bei den meisten Arbeiten kommt die Theorie vor der Methodik, weil du dort die Grundlagen für deine Hypothesen oder Analysekategorien legst. Ausnahme: Bei manchen Design-Science-Arbeiten oder Prototypentwicklungen kann die Methodik früher kommen. Im Zweifel orientiere dich an Beispielarbeiten aus deinem Fachbereich.
Kann ich Ergebnisse und Diskussion zusammenlegen?
Ja, das ist bei qualitativen Arbeiten mit wenigen Fällen oder bei Literaturarbeiten oft sinnvoll. Du präsentierst dann jeden Befund und interpretierst ihn direkt. Bei quantitativen Arbeiten mit vielen Daten ist die Trennung übersichtlicher: erst alle Ergebnisse neutral darstellen, dann gebündelt diskutieren.
Was ist der Unterschied zwischen Gliederung und Inhaltsverzeichnis?
Die Gliederung ist dein Strukturplan während des Schreibens, das Inhaltsverzeichnis die formatierte Version mit Seitenzahlen für die fertige Arbeit. Inhaltlich sind beide identisch. Das Inhaltsverzeichnis erstellst du erst am Ende, wenn alle Seiten feststehen.
Darf ich die Gliederung während des Schreibens ändern?
Ja, das ist normal. Wenn sich beim Schreiben zeigt, dass ein Kapitel zu lang wird oder ein Aspekt fehlt, passe die Gliederung an. Größere Änderungen solltest du mit deiner Betreuung absprechen, vor allem wenn sie die Forschungsfrage betreffen.
Peer Review für die Bachelorarbeit
Exposé für die Bachelorarbeit
Datenanalyse in der Bachelorarbeit