Inhaltsverzeichnis
Der Anhang deiner Bachelorarbeit enthält ergänzende Materialien (Transkripte, Fragebögen, Rohdaten), die deine Arbeit nachprüfbar machen, aber den Lesefluss stören würden. Du nummerierst jeden Anhang mit Buchstaben (A, B, C) oder Zahlen (1, 2, 3), gibst ihm einen Titel und verweist im Hauptteil darauf: „(siehe Anhang A)". Er steht meist nach dem Literaturverzeichnis; die genaue Reihenfolge kann je nach Hochschule variieren.
Entscheidungsregel: Fürs Verständnis nötig → Hauptteil. Nur prüfbar machen → Anhang.
Struktur: Buchstaben oder Zahlen wählen und konsequent bleiben; ab 3 Anhängen ein Anhangsverzeichnis anlegen.
Beispiel-Verweis: „Die Interviews wurden anhand eines teilstrukturierten Leitfadens geführt (siehe Anhang A)."
Anhang vs. Anlagen: Begriffe klären
Die Begriffe Anhang, Anlagen und Beilagen werden oft synonym verwendet, können aber je nach Hochschule unterschiedlich definiert sein. In den meisten Prüfungsordnungen bezeichnet „Anhang" den Teil der Arbeit, der ergänzende Materialien enthält und fest eingebunden wird. „Anlagen" wird manchmal gleichbedeutend genutzt, kann aber auch für lose beigefügte Dokumente stehen. „Beilagen" meint häufig separate Dokumente, die nicht Teil des gebundenen Werks sind.
Für deine Bachelorarbeit empfiehlt sich eine konsistente Bezeichnung: Verwende im gesamten Dokument nur einen Begriff. Die meisten Hochschulen nutzen „Anhang" für den eingebundenen Teil mit Transkripten, Fragebögen und Datentabellen. Prüfe die Formulierung in deiner Prüfungsordnung und übernimm sie wörtlich. So vermeidest du Missverständnisse und zeigst, dass du die Vorgaben kennst.
Was gehört in den Anhang?
Der Anhang ist der richtige Ort für Material, das deine Arbeit transparent und nachprüfbar macht, aber den Lesefluss im Hauptteil stören würde. Ob ein Element in den Anhang gehört, hängt nicht allein von der Länge ab, sondern von mehreren Kriterien.
Prüfe diese vier Kriterien:
• Relevanz: Ist das Material für dein Hauptargument unverzichtbar? Dann Hauptteil. Dient es nur der Nachprüfbarkeit? Dann Anhang.
• Lesefluss: Unterbricht das Material den Argumentationsgang? Umfangreiche Rohdaten oder Transkripte gehören in den Anhang.
• Vollständigkeit: Sollen Prüfende alle Originaldaten einsehen können? Dann im Anhang dokumentieren, soweit erlaubt und gefordert. Personenbezogene Daten anonymisieren, bei sensiblen Daten ggf. vertraulichen oder digitalen Anhang nutzen.
• Vorgaben: Verlangt deine Prüfungsordnung bestimmte Materialien im Anhang? Dann entsprechend einordnen.
Typische Inhalte für den Anhang sind:
- Interviewleitfäden und vollständige Transkripte
- Ausgefüllte Fragebögen oder der leere Fragebogen als Vorlage
- Umfangreiche Datensätze und statistische Auswertungen
- Detaillierte Berechnungen und Codebücher
- Größere Abbildungen, Karten oder technische Zeichnungen
- Gesetzestexte, Originaldokumente oder Screenshots
Nicht in den Anhang gehören Inhalte, die für dein zentrales Argument unverzichtbar sind. Eine Grafik, die deine Hauptthese visualisiert, bleibt im Fließtext. Du solltest den Anhang auch nicht nutzen, um die Seitenvorgabe zu umgehen. Wenn eine Tabelle oder Analyse für das Verständnis deiner Argumentation essenziell ist, gehört sie in den Hauptteil. Die Kernfrage lautet: Würde jemand deine Argumentation verstehen, ohne dieses Material direkt vor Augen zu haben? Wenn nein, bleibt es im Hauptteil.
Reihenfolge und Struktur
Die Reihenfolge der Anhänge orientiert sich am logischsten an der Erwähnung im Text: Der Anhang, auf den du zuerst verweist, wird Anhang A, der zweite Anhang B und so weiter. Diese Struktur macht es Lesenden leicht, die Materialien in der Reihenfolge zu finden, in der sie relevant werden.
Alternativ kannst du nach Materialtyp gruppieren: erst alle Interviewtranskripte, dann alle Fragebögen, dann alle Datentabellen. Entscheidungshilfe: Sortiere nach Erwähnung, wenn die Anhänge eng mit bestimmten Textabschnitten verknüpft sind. Sortiere nach Materialtyp, wenn du viele gleichartige Dokumente hast (z. B. 8 Transkripte), die gemeinsam eine Kategorie bilden. Wichtig ist eine konsistente Logik, die du zu Beginn des Anhangs kurz erläutern kannst.
Für die Bezeichnung hast du zwei gängige Varianten: Buchstaben (Anhang A, Anhang B, Anhang C) oder Nummern (Anhang 1, Anhang 2, Anhang 3). Beide Systeme sind üblich, Buchstaben haben sich bei Bachelorarbeiten etwas stärker durchgesetzt. Entscheide dich für eine Variante und bleibe konsequent dabei.
Jeder Anhang bekommt eine Überschrift mit Bezeichnung und Titel, zum Beispiel „Anhang A: Interviewleitfaden" oder „Anhang B: Vollständige Umfrageergebnisse".
Bei umfangreichen Anhängen hilft ein kurzer einleitender Satz, der das Material einordnet: „Dieser Leitfaden wurde für die Experteninterviews mit Personalverantwortlichen verwendet." So wissen Lesende sofort, was sie erwartet.
Anhangsverzeichnis
Bei drei oder mehr Anhängen empfiehlt sich ein Anhangsverzeichnis am Anfang des Anhangsteils. Es listet alle Anhänge mit Bezeichnung, Titel und Seitenzahl auf. Die einzelnen Anhänge erscheinen auch im Hauptinhaltsverzeichnis deiner Arbeit, dort aber oft nur als „Anhang" mit der Startseite. Das separate Anhangsverzeichnis bietet dann die detaillierte Übersicht.
Anhangsverzeichnis
Richtig auf den Anhang verweisen
Inhaltlich relevante Anhänge solltest du im Hauptteil referenzieren, und zwar genau dort, wo das ergänzende Material für Lesende hilfreich wäre. Der Verweis erfolgt entweder in Klammern oder als Teil des Satzes.
• In Klammern: „Die Interviews wurden anhand eines teilstrukturierten Leitfadens geführt (siehe Anhang A)."
• Als eigener Satz: „Der vollständige Fragebogen ist in Anhang B dokumentiert."
• Bei Tabellen im Anhang: „Eine detaillierte Aufstellung aller Messwerte findet sich in Anhang C, Tabelle C.1."
Formale Nachweise wie Einverständniserklärungen oder Ethikvoten müssen nicht unbedingt im Fließtext erwähnt werden. Sie dienen der Dokumentation und werden je nach Hochschulvorgabe als Beilage abgegeben oder separat aufbewahrt. Falls deine Hochschule einen Verweis verlangt, reicht ein kurzer Hinweis wie „(Einverständniserklärungen siehe Anhang X)".
Nummerierung von Tabellen und Abbildungen
Tabellen und Abbildungen im Anhang erhalten eine eigene Nummerierung, die sich vom Hauptteil unterscheidet. Statt die fortlaufende Nummerierung aus dem Fließtext weiterzuführen, nutzt du eine kombinierte Kennung aus Anhang-Bezeichnung und Element-Nummer.
Bei Buchstaben-Nummerierung lautet das Schema: „Tabelle A.1" für die erste Tabelle in Anhang A, „Tabelle A.2" für die zweite, „Abbildung B.1" für die erste Abbildung in Anhang B. Bei Zahlen-Nummerierung funktioniert es analog: „Tabelle 1.1", „Tabelle 1.2" für Anhang 1, „Abbildung 2.1" für Anhang 2. So ist sofort erkennbar, dass es sich um Anhangmaterial handelt und in welchem Anhang es zu finden ist. Im Text verweist du dann entsprechend: „Die vollständige Kreuztabelle zeigt Anhang C, Tabelle C.3" (oder „Anhang 3, Tabelle 3.3").
Sonderfall: Mehrere Dokumente in einem Anhang
Wenn ein Anhang mehrere unterschiedliche Dokumente enthält (z. B. Fragebogen und Codebuch), kannst du Unterabschnitte bilden: „Anhang B.1: Fragebogen", „Anhang B.2: Codebuch". Tabellen und Abbildungen innerhalb dieser Unterabschnitte nummerierst du dann mit drei Ebenen: „Tabelle B.1.1" für die erste Tabelle im Unterabschnitt B.1. Alternativ bleibst du bei zwei Ebenen und nummerierst alle Tabellen in Anhang B fortlaufend: „Tabelle B.1", „Tabelle B.2" usw. Beide Varianten sind korrekt, wichtig ist Konsistenz. Lege dein Schema fest, bevor du mit dem Anhang beginnst, und dokumentiere es bei Bedarf kurz am Anfang des Anhangs.
Umfangreiche und digitale Anhänge
Bei sehr umfangreichen Anhängen (ab ca. 50 Seiten) solltest du zuerst prüfen, ob wirklich alles nötig ist. Enthält der Anhang Material, das niemand nachschlagen wird? Dann kürzen. Falls der Umfang gerechtfertigt ist, kläre mit deiner Betreuung, ob ein digitaler Anhang möglich ist.
Ein digitaler Anhang wird auf einem USB-Stick, über ein hochschuleigenes Abgabesystem oder einen Cloud-Link bereitgestellt. In der gedruckten Arbeit verweist du dann auf den digitalen Datenträger. Nutze dabei eine der folgenden Formulierungsvorlagen:
USB-Stick: „Der vollständige Datensatz ist als digitaler Anhang beigefügt (siehe beiliegender USB-Stick, Datei: Anhang_D_Rohdaten.xlsx)."
Hochschul-Abgabesystem: „Der digitale Anhang wurde im Abgabeportal der Hochschule hochgeladen (Dateiname: Anhang_D_Rohdaten.xlsx)."
Cloud-Link: „Die Interviewaufnahmen sind unter dem in der Arbeit angegebenen Link abrufbar (Zugriff: am Abgabetag geprüft). Die Zugangsdaten werden den Prüfenden separat bereitgestellt." Teste vor der Abgabe, ob der Link funktioniert und Prüfende tatsächlich Zugriff haben.
• Dateinamen: Eindeutig und sprechend (z. B. Anhang_A_Transkript_Interview1.pdf)
• Verzeichnis: Bei vielen Dateien ein Inhaltsverzeichnis als separate Datei
• Zugriffsrechte: Bei Cloud-Links vor Abgabe testen, ob Prüfende mit den bereitgestellten Daten Zugriff haben
• Datenschutz: Auch digitale Anhänge müssen anonymisiert sein
Die Formatierung des gedruckten Anhangs folgt den gleichen Regeln wie der Rest deiner Arbeit: gleiche Schriftart, gleiche Schriftgröße, gleicher Zeilenabstand. Bei der Seitennummerierung gibt es unterschiedliche Varianten: Manche Hochschulen verlangen eine durchgehende arabische Zählung, andere eine separate Zählung für den Anhang (z. B. mit römischen Ziffern oder neu beginnend bei 1). Ob der Anhang zur vorgegebenen Seitenzahl des Textteils zählt, variiert ebenfalls. Beginne den Anhang mit einem Seitenumbruch und formatiere „Anhang" als Überschrift 1, jeden einzelnen Anhang (A, B, C) als Überschrift 2. So erscheinen sie automatisch im Inhaltsverzeichnis.
Prüfe die Hochschulvorgaben: Manche Hochschulen haben spezielle Regeln für Anhänge, etwa zur Reihenfolge, Seitennummerierung oder zum maximalen Umfang. Die Vorgaben deiner Hochschule haben immer Vorrang vor allgemeinen Empfehlungen.
Datenschutz im Anhang
Sobald du personenbezogene Daten im Anhang verwendest, gelten besondere Regeln. Ob und wie du Interviewtranskripte, Umfrageantworten oder Fotos von Personen veröffentlichen darfst, hängt vom Datentyp, der Einwilligung der Betroffenen, den Hochschulvorgaben und ggf. Ethikrichtlinien ab. Im Zweifel: Prüfe deine Prüfungsordnung und kläre mit deiner Betreuung, ob eine schriftliche Einverständniserklärung nötig ist und wie du sie dokumentierst.
Bei qualitativen Daten ist Anonymisierung oft erforderlich – abhängig von Datentyp und Einwilligung. Ersetze echte Namen durch Codes (Person A, Person B oder P1, P2), neutralisiere Firmennamen und verallgemeinere Ortsangaben, wenn sie Rückschlüsse auf Personen erlauben. Bei sensiblen Daten kann ein separater vertraulicher Anhang sinnvoll sein. Wenn du unsicher bist: Kläre mit deiner Betreuung oder dem Prüfungsamt, welche Regeln für deine Daten gelten.
Beim Urheberrecht gilt: Fremde Inhalte darfst du im Rahmen des Zitatrechts verwenden, aber nur in angemessenem Umfang. Screenshots, Abbildungen oder Auszüge aus Dokumenten sind zulässig, wenn du die Quelle korrekt angibst. Bei umfangreichen Übernahmen kann eine Genehmigung erforderlich sein. Im Zweifel verweise auf die Originalquelle, statt vollständig zu kopieren.
Typische Fehler vermeiden
- Fehlende Verweise: Ein Datenanhang oder Transkript, auf den du nie verweist, wirkt planlos. Gegenmaßnahme: Nutze vor der Abgabe die Suchfunktion (Strg/Cmd+F) und suche nach „Anhang A", „Anhang B" usw. Erstelle eine Liste aller Anhänge und hake ab, welche im Hauptteil erwähnt werden. Inhaltliche Anhänge ohne Verweis entweder referenzieren oder entfernen.
- Wichtiges auslagern: Der Anhang ist kein zweiter Hauptteil. Wenn eine Grafik oder Tabelle für dein zentrales Argument unverzichtbar ist, gehört sie in den Fließtext. Gegenmaßnahme: Frag dich bei jedem Anhang-Element: „Kann jemand meine Argumentation ohne dieses Material verstehen?" Wenn nein, verschiebe es in den Hauptteil.
- Uneinheitliche Bezeichnung: Wechsel zwischen Buchstaben und Zahlen oder verschiedenen Schreibweisen fällt auf. Gegenmaßnahme: Lege vor dem Schreiben eine Benennungsregel fest (z. B. immer „Anhang A", nie „Anlage 1") und halte sie in einer Notiz fest. Scrolle vor der Abgabe durch alle Anhang-Überschriften und prüfe die Konsistenz.
- Fehlende Titel: „Anhang A" allein reicht nicht. Gegenmaßnahme: Jeder Anhang bekommt einen aussagekräftigen Titel: „Anhang A: Interviewleitfaden Experteninterviews". Prüfe am Ende, ob die Titel im Anhangsverzeichnis und bei den Anhängen selbst übereinstimmen.
- Lesbarkeit im PDF: Anhänge werden oft eingescannt oder als Bild eingebettet und sind dann im finalen PDF schlecht lesbar. Gegenmaßnahme: Exportiere dein Dokument als PDF und prüfe jeden Anhang bei 100 % Zoom. Sind alle Texte lesbar? Sind Seiten vollständig, keine Ränder abgeschnitten? Korrigiere vor dem Druck.
Nächste Schritte
Dein Anhang ist fertig, wenn alle Materialien strukturiert und beschriftet sind und die inhaltlich relevanten Anhänge im Hauptteil referenziert werden. Der Anhang erscheint im Inhaltsverzeichnis und fügt sich in die Gesamtstruktur deiner Arbeit ein.
• Verweise geprüft: Strg/Cmd+F nach allen Anhang-Bezeichnungen, inhaltliche Anhänge im Hauptteil referenziert?
• Bezeichnung einheitlich: Durchgehend A, B, C oder 1, 2, 3, keine Mischformen?
• Titel vorhanden: Jeder Anhang mit aussagekräftigem Titel, Titel im Verzeichnis und Anhang identisch?
• Nummerierung korrekt: Tabellen/Abbildungen mit Anhang-Kennung (A.1, B.2), Schema konsistent?
• Seitenzahlen aktuell: Inhaltsverzeichnis und Anhangsverzeichnis nach letzter Änderung aktualisiert?
• PDF-Check: Alle Anhänge bei 100 % Zoom lesbar, keine Seiten abgeschnitten, Ränder korrekt?
Wenn alle Punkte abgehakt sind, prüfe noch einmal Abkürzungsverzeichnis, Formatierung und Seitenzahlen. Ein letzter PDF-Export mit Kontrolle aller Anhänge hilft, Fehler vor der Abgabe zu entdecken. Wenn deine Arbeit inhaltlich fertig ist, kannst du sie drucken und binden lassen.
Häufig gestellte Fragen
Wo steht der Anhang in der Bachelorarbeit?
Der Anhang steht meist nach dem Literaturverzeichnis und vor der eidesstattlichen Erklärung. Manche Hochschulen platzieren ihn jedoch nach der eidesstattlichen Erklärung oder verlangen eine andere Reihenfolge. Prüfe deine Prüfungsordnung oder frag deine Betreuung, welche Position an deiner Hochschule gilt.
Wie anonymisiere ich Interviewtranskripte im Anhang?
Ersetze alle echten Namen durch Codes (P1, P2 oder Person A, Person B). Neutralisiere Firmennamen (z. B. „Unternehmen X"), verallgemeinere Ortsangaben (statt „München" schreibe „süddeutsche Großstadt") und entferne oder verfremde Details, die Rückschlüsse auf Personen erlauben. Dokumentiere dein Anonymisierungsschema am Anfang des Anhangs, z. B. „Alle Namen wurden durch Codes ersetzt."
Wie nummeriere ich Unteranhänge und zitiere sie im Text?
Wenn Anhang B mehrere Dokumente enthält, nutze Unterabschnitte: „Anhang B.1: Fragebogen", „Anhang B.2: Codebuch". Tabellen innerhalb dieser Abschnitte nummerierst du mit drei Ebenen: „Tabelle B.1.1" für die erste Tabelle in Anhang B.1. Im Text verweist du dann präzise: „(siehe Tabelle B.1.1 im Anhang)". Alternativ nummerierst du alle Tabellen in Anhang B fortlaufend: „Tabelle B.1", „Tabelle B.2".
Brauche ich ein Anhangsverzeichnis und wie wirkt es sich aufs Inhaltsverzeichnis aus?
Ein separates Anhangsverzeichnis ist ab drei Anhängen sinnvoll. Es steht am Anfang des Anhangsteils und listet alle Anhänge mit Bezeichnung, Titel und Seitenzahl. Im Hauptinhaltsverzeichnis erscheint meist nur „Anhang" mit der Startseite. Manche Hochschulen verlangen, dass jeder Anhang einzeln im Inhaltsverzeichnis aufgeführt wird. Prüfe die Vorgaben deiner Prüfungsordnung.
Wie referenziere ich einen digitalen Anhang korrekt?
Im gedruckten Dokument schreibst du z. B.: „Der vollständige Datensatz ist als digitaler Anhang beigefügt (siehe beiliegender USB-Stick, Datei: Anhang_D_Rohdaten.xlsx)." Bei Cloud-Links z. B.: „Die Interviewaufnahmen sind unter dem in der Arbeit angegebenen Link abrufbar (Zugriff: 15.01.2026). Die Zugangsdaten werden den Prüfenden separat bereitgestellt." Teste vor der Abgabe, ob der Link funktioniert und Prüfende tatsächlich Zugriff haben. Die Daten müssen anonymisiert sein.
Was mache ich mit vertraulichen Daten im Anhang?
Bei sensiblen Daten (Unternehmensinterna, personenbezogene Daten) kläre vorab mit deiner Betreuung, ob ein separater vertraulicher Anhang möglich ist. Dieser wird nicht veröffentlicht und nur den Prüfenden zugänglich gemacht. Im Hauptdokument verweist du darauf: „Die vollständigen Daten sind im vertraulichen Anhang dokumentiert (nicht zur Veröffentlichung)." Alternativ kannst du Daten so stark anonymisieren, dass sie öffentlich bleiben können.
Zählt der Anhang zur vorgegebenen Seitenzahl?
Das variiert je nach Hochschule und Prüfungsordnung. Viele Hochschulen zählen den Anhang nicht zur Seitenangabe des Textteils, sodass er oft nicht in die Seitenvorgabe eingeht; trotzdem können Maximalumfänge oder Erwartungen an die Auswahl gelten. Bei der Seitennummerierung gibt es ebenfalls Unterschiede: durchgehend arabisch, separate Zählung oder römische Ziffern. Prüfe die konkreten Vorgaben oder frag deine Betreuung.
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