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Die Betreuung deiner Masterarbeit ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für dein Projekt. Eine gute Betreuung gibt dir Orientierung, hilft bei methodischen Fragen und sorgt dafür, dass du auf Kurs bleibst. Hier erfährst du, wie du passende Betreuung findest, den Erstkontakt professionell gestaltest und die Zusammenarbeit erfolgreich führst.
Suche Betreuende, deren Forschungsschwerpunkte zu deinem Thema passen. Bereite eine kurze Themenidee vor und frage per E-Mail oder in der Sprechstunde an. Im Erstgespräch klärst du Erwartungen, Kommunikationswege und Feedback-Rhythmus. Während der Betreuung meldest du dich regelmäßig mit konkreten Fragen und Zwischenständen.
Betreuende begleiten dich während des Schreibens, Gutachtende bewerten die fertige Arbeit. An vielen Hochschulen übernimmt die betreuende Person automatisch das Erstgutachten, an anderen sind das getrennte Rollen. Prüfe die Regelung in deiner Prüfungsordnung.
Realistisch kannst du von der Betreuung erwarten: Feedback zu Struktur, Methodik und Argumentation sowie Hinweise auf Schwächen. Was nicht dazugehört: Korrekturlesen jeder Seite oder fertige Lösungen für jedes Problem.
Diese drei Aspekte prägen eine erfolgreiche Zusammenarbeit:
Fachliche Passung: Betreuende sollten dein Thema inhaltlich einordnen können.
Klare Kommunikation: Erwartungen, Termine und Feedback-Wege werden früh vereinbart.
Eigenverantwortung: Du steuerst den Prozess, die Betreuung begleitet und berät.
Die Regelungen zur Betreuung variieren je nach Hochschule und Studiengang. Manche Prüfungsordnungen schreiben vor, wer betreuen darf oder wie die Anmeldung abläuft. Prüfe immer die Vorgaben deines Studiengangs und kläre Unsicherheiten beim Prüfungsamt.
Wo du passende Betreuung findest
Die Suche nach Betreuung beginnt mit der Frage, welche Dozierenden fachlich zu deinem Thema passen. Dabei geht es nicht nur um das grobe Fachgebiet, sondern um konkrete Forschungsinteressen und methodische Kompetenzen.
Lehrstuhl-Webseiten sind der erste Anlaufpunkt. Dort findest du Forschungsschwerpunkte, Publikationslisten und oft auch Informationen zu laufenden Projekten. Auch betreute Abschlussarbeiten geben Hinweise, welche Themen ein Lehrstuhl begleitet.
Seminare und Vorlesungen bieten die Möglichkeit, Dozierende persönlich kennenzulernen. Viele Betreuende bevorzugen Studierende, die sie schon aus Lehrveranstaltungen kennen. Empfehlungen von Kommilitoninnen und Kommilitonen sind ebenfalls wertvoll: Frage nach dem Betreuungsstil, der Erreichbarkeit und der Qualität des Feedbacks.
Vergleiche potenzielle Betreuende nach diesen Kriterien, um eine fundierte Entscheidung zu treffen:
Fachliche Passung: Hat die Person zu deinem Themenfeld publiziert oder ähnliche Arbeiten betreut? Erkennbar an Publikationsliste und betreuten Abschlussarbeiten.
Methodische Passung: Kann die Person deine geplante Methode begleiten? Erkennbar an eigenen Studien mit dieser Methode oder Methodenseminaren.
Verfügbarkeit: Wie schnell kommt eine Antwort auf deine Erstanfrage? Gibt es feste Sprechstundenzeiten oder nur auf Anfrage? Erkennbar an Antwortzeit und Lehrstuhl-Webseite.
Erwartungsniveau: Gibt es standardisierte Leitfäden für Exposé und Gliederung? Wie detailliert sind die Vorgaben? Erkennbar an Lehrstuhl-Dokumenten oder beim Erstgespräch.
Organisatorische Passung: Passt der Betreuungsstil zu dir (enges Coaching vs. viel Freiraum)? Erkennbar im Erstgespräch: Werden Meilensteine klar benannt? Wie präzise sind Prozesse erklärt?
Externe Betreuung kommt in Frage, wenn du in einem Unternehmen oder einer Forschungseinrichtung schreibst. Prüfe vorher, ob deine Prüfungsordnung das erlaubt und ob zusätzlich eine hochschulinterne Betreuung nötig ist.
Vertraulichkeit und Datenzugang: Kläre früh, ob und wie Unternehmensdaten anonymisiert werden müssen. Manche Firmen verlangen Sperrvermerke oder Geheimhaltungsvereinbarungen, die die Veröffentlichung einschränken. Sprich das vor Beginn mit beiden Seiten ab.
Doppelbetreuung koordinieren: Bei externer und interner Betreuung gleichzeitig halte Rollen und Verantwortlichkeiten schriftlich fest. Wer gibt wann Feedback? Wer entscheidet bei Meinungsverschiedenheiten? Eine kurze E-Mail an beide mit den Absprachen verhindert Missverständnisse.
Den Erstkontakt professionell gestalten
Der Erstkontakt entscheidet oft darüber, ob ein Betreuungsverhältnis zustande kommt. Eine professionelle Anfrage zeigt, dass du dich vorbereitet hast und weißt, was du willst. Ob du per E-Mail oder in der Sprechstunde anfragst, hängt von den Gepflogenheiten des Lehrstuhls ab.
Betreff: Anfrage Betreuung Masterarbeit: [Themenbereich in 3–5 Wörtern]
Sehr geehrte Frau Prof. [Name], / Sehr geehrter Herr Prof. [Name],
mein Name ist [Vorname Nachname], ich studiere [Studiengang] im [X.] Semester an der [Hochschule]. In Ihrem Seminar zu [Thema] / Durch Ihre Publikation zu [Thema] bin ich auf Ihren Forschungsschwerpunkt aufmerksam geworden.
Ich plane meine Masterarbeit zum Thema [Arbeitstitel/Themenbereich]. Konkret interessiert mich die Frage, [grobe Forschungsfrage in einem Satz]. Als Methode stelle ich mir [qualitativ/quantitativ/Literaturarbeit] vor.
Wäre es möglich, einen Termin zu vereinbaren, um die Betreuungsmöglichkeit zu besprechen? Ich bin flexibel und richte mich nach Ihren Sprechstundenzeiten. Im Anhang finden Sie einen kurzen Themenpitch (1 Seite).
Mit freundlichen Grüßen, [Name]
Sinnvoll: Ein einseitiger Themenpitch mit Arbeitstitel, grober Forschungsfrage, geplantem Vorgehen und 5–8 Startquellen. Das zeigt, dass du dich vorbereitet hast.
Nicht sinnvoll: Lange Rohtexte, 20-seitige Entwürfe oder dein kompletter Lebenslauf. Das überfordert bei der ersten Anfrage und wirkt nicht zielgerichtet.
In der Sprechstunde anfragen bietet den Vorteil des persönlichen Eindrucks. Bereite deine Themenidee in zwei bis drei Sätzen vor und bringe einen kurzen Stichpunktzettel mit.
Was du vermeiden solltest: Massenmails an alle Dozierenden gleichzeitig wirken unpersönlich. Frage lieber zwei bis drei passende Personen nacheinander an, mit jeweils individueller Begründung, warum genau diese Person zu deinem Thema passt.
Bei Absage: Antworte höflich und frage: „Könnten Sie mir jemanden empfehlen, der zu meinem Thema passen könnte?" Die meisten Dozierenden kennen Kolleginnen oder Kollegen mit ähnlichen Schwerpunkten. Halte zwei bis drei Alternativen bereit, bevor du die erste Anfrage schickst.
Bei Funkstille: Warte 7–10 Tage und schicke dann eine kurze Erinnerung mit Bezug auf deine erste Mail und zwei konkreten Terminvorschlägen. Kommt auch darauf keine Reaktion, wechsle zur nächsten Person. Die erste Kontaktperson wird nicht mehr angeschrieben.
„Sehr geehrte Frau Prof. [Name], ich erlaube mir eine kurze Erinnerung an meine Anfrage vom [Datum] zur Betreuung meiner Masterarbeit im Bereich [Thema]. Wäre ein Gespräch am [Datum 1] oder [Datum 2] möglich?"
Auch ohne fertiges Thema kannst du erfolgreich Betreuung anfragen. Entscheidend ist, dass du zeigst, wohin die Reise gehen könnte. Bereite dafür vor:
2–3 Themenrichtungen als Stichpunkte (z.B. „Digitalisierung im Mittelstand", „Nachhaltigkeit in Lieferketten", „KI in der Kundenanalyse"). Dazu je ein Satz zum Problem („Es fehlt an empirischen Erkenntnissen zu X") und ein Satz zur möglichen Methode („Fallstudien/Interviews/quantitative Befragung").
Angepasste Anfrage: Formuliere offen, dass das Thema noch nicht feststeht, und bitte um thematische Schärfung im Erstgespräch:
„Ich habe noch kein fertiges Thema, aber zwei bis drei Richtungen, die mich interessieren: [Stichpunkte]. Ich würde das gern im Gespräch mit Ihnen eingrenzen und freue mich über Ihre Einschätzung, welche Richtung am tragfähigsten wäre."
Das Erstgespräch: Erwartungen klären
Das Erstgespräch ist entscheidend für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Hier werden die Grundlagen gelegt: Was erwartet die Betreuung von dir? Was kannst du erwarten? Wie läuft die Kommunikation?
Vorbereitung ist Pflicht. Bringe eine ausformulierte Themenidee mit, idealerweise mit einer vorläufigen Forschungsfrage und ersten Literaturhinweisen. Notiere dir Fragen, die du klären möchtest. Zeige, dass du dich bereits mit dem Thema beschäftigt hast.
Diese Punkte solltest du im Erstgespräch klären:
Ist das Thema für eine Masterarbeit geeignet und eingegrenzt genug?
Wie oft und auf welchem Weg findet Austausch statt?
In welcher Form und Detailtiefe wird Feedback gegeben?
Welche Zwischenschritte erwartet die Betreuung (Exposé, Gliederung, Kapitelentwürfe)?
Gibt es formale Vorgaben zu Umfang, Zitierweise oder Struktur?
Schicke idealerweise am selben oder nächsten Tag eine kurze E-Mail mit den wichtigsten Punkten. Das schafft Verbindlichkeit und zeigt Professionalität. Formuliere etwa so:
„Vielen Dank für das Gespräch. Ich fasse kurz zusammen, was wir besprochen haben: (1) Thema und Forschungsfrage sind so eingegrenzt, dass... (2) Als nächsten Schritt erstelle ich bis [Datum] ein Exposé. (3) Feedback erhalte ich per E-Mail, Treffen finden ca. alle [X] Wochen statt. (4) Formale Vorgaben: [Zitierweise, Umfang]. Falls ich etwas falsch verstanden habe, geben Sie mir bitte Bescheid."
Kommunikation während der Betreuung
Regelmäßige Statusupdates alle drei bis vier Wochen halten die Betreuung auf dem Laufenden. Nutze dabei ein einfaches Schema: Was habe ich gemacht? Wo stehe ich? Was plane ich als Nächstes? Eine konkrete Frage am Ende gibt der Betreuung einen Ansatzpunkt für Feedback.
Präzise Fragen führen zu nützlicheren Antworten. Statt „Ist das so in Ordnung?" formuliere: „Ich bin unsicher, ob die Methodik X für meine Forschungsfrage geeignet ist, weil Y. Wie schätzen Sie das ein?" Schicke vor Terminen eine kurze Agenda, damit beide Seiten vorbereitet sind.
„Liebe Frau Prof. Müller, hier ein kurzer Zwischenstand: In den letzten zwei Wochen habe ich die Literaturrecherche abgeschlossen und ein Kategoriensystem für die Analyse entwickelt. Aktuell bin ich bei der Kodierung des ersten Drittels der Interviews. Als Nächstes kodiere ich die restlichen Interviews und fasse erste Ergebnisse zusammen. Eine Frage: Soll ich die Kodierungen noch einmal mit Ihnen abstimmen, bevor ich alle Interviews durchgehe? Beste Grüße, [Name]"
Feedback konstruktiv einholen
Den richtigen Zeitpunkt wählen: Feedback früh im Prozess ist wertvoller als kurz vor Abgabe. Lass dir das Exposé, die Gliederung und erste Kapitelentwürfe frühzeitig ansehen. So kannst du Korrekturen einarbeiten, ohne unter Zeitdruck zu geraten.
Fokus angeben: Sage beim Einreichen, worauf die Betreuung achten soll. Beispiel: „Ich bin unsicher, ob die Argumentation in Abschnitt 3.2 schlüssig ist." Das fokussiert das Feedback auf deine tatsächlichen Unsicherheiten statt auf Kleinigkeiten.
Feedback dokumentieren: Notiere die Rückmeldungen und arbeite sie systematisch ab. Wenn du etwas nicht verstehst, frage nach. In der nächsten Runde zeigst du, wie du das Feedback umgesetzt hast.
Kritisches Feedback ist kein Angriff, sondern eine Chance zur Verbesserung. Nimm Kritik nicht persönlich, sondern frage nach: „Können Sie mir ein Beispiel geben, wie ich das stärker formulieren könnte?" Bei begründetem Dissens sprich das offen an und dokumentiere unterschiedliche Positionen.
Typische Erwartungen von Betreuenden
Eigenständigkeit ist die zentrale Erwartung. Eine Masterarbeit ist kein angeleitetes Projekt. Du bist für Planung, Umsetzung und Qualität verantwortlich. Die Betreuung gibt Orientierung und Feedback, aber du triffst die Entscheidungen.
Offene Kommunikation bei Problemen ist ebenfalls wichtig. Wenn etwas nicht läuft, melde dich frühzeitig. Wer erst drei Wochen vor Abgabe sagt, dass die Datenerhebung gescheitert ist, macht es allen schwer. Probleme früh ansprechen ermöglicht gemeinsame Lösungen.
Realistische Zeitrahmen einplanen: Dozierende haben neben der Betreuung Lehre, Forschung und Gremienarbeit. Plane für Feedback zu längeren Texten eine bis zwei Wochen Vorlauf ein.
Typische Fehler vermeiden
- Zu später Start: Wer erst zwei Monate vor Schreibbeginn mit der Suche anfängt, findet unter Umständen niemanden mehr, weil Betreuende ihre Kapazitäten schon verplant haben. Beginne deshalb ein bis zwei Semester vor dem geplanten Start. So bleibt genug Puffer für Absagen, und du kannst in Ruhe verschiedene Optionen vergleichen.
- Funkstille während der Schreibphase: Wer sich wochenlang nicht meldet und dann kurz vor Abgabe den ganzen Text schickt, überfordert die Betreuung und riskiert, in die falsche Richtung gearbeitet zu haben. Halte stattdessen regelmäßigen Kontakt: Ein kurzes Update alle drei bis vier Wochen reicht oft schon.
- Feedback ignorieren: Rückmeldungen zur Kenntnis nehmen, aber nicht umsetzen, frustriert Betreuende und verschlechtert deine Arbeit. Dokumentiere stattdessen jeden Hinweis, arbeite ihn systematisch ab und zeige in der nächsten Runde, was du geändert hast. Das signalisiert Professionalität und baut Vertrauen auf.
- Unrealistisches Bild von Betreuung: Betreuende sind keine Schreibcoaches, Lektoren oder Motivationstrainer. Ihre Aufgabe ist, fachlich und methodisch zu orientieren, nicht jedes Detail zu lösen. Kläre im Erstgespräch, was du erwarten kannst, und akzeptiere die Grenzen.
Nächste Schritte nach der Betreuungszusage
Kurz zusammengefasst: Eine gute Betreuung findest du durch gezielte Recherche nach fachlicher und methodischer Passung. Der Erstkontakt gelingt mit einer vorbereiteten Themenidee und einer professionellen Anfrage. Im Erstgespräch klärst du Erwartungen und hältst die Ergebnisse schriftlich fest. Während der Betreuung kommunizierst du regelmäßig, holst gezielt Feedback ein und setzt es um.
Mit der Betreuungszusage beginnt die eigentliche Arbeit. In vielen Studiengängen ist ein Exposé der erste formale Schritt. Parallel erstellst du einen Zeitplan mit Puffer für Feedback-Schleifen und vertiefst die Literaturrecherche.
Formales klären: Informiere dich über die Anmeldung beim Prüfungsamt, die Bearbeitungsfrist und eventuelle Verlängerungsmöglichkeiten. Kläre, welche Unterlagen du brauchst und wann du was einreichen musst.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Betreuung und Gutachten?
Betreuende begleiten dich während des Schreibprozesses mit Feedback und Orientierung. Erstgutachtende bewerten die fertige Arbeit und vergeben die Note, Zweitgutachtende erstellen ein zweites Gutachten. Je nach Hochschule kann die betreuende Person gleichzeitig erstgutachtend tätig sein, das ist aber nicht überall so. Kläre die Regelung in deiner Prüfungsordnung.
Wie entscheide ich mich zwischen zwei möglichen Betreuenden?
Vergleiche nach fünf Kriterien: fachliche Passung (wer kennt dein Thema besser?), methodische Passung (wer kann deine Methode begleiten?), Verfügbarkeit (wer antwortet schneller, wer hat klarere Sprechstundenzeiten?), Erwartungsniveau (wer hat strukturiertere Vorgaben?) und organisatorische Passung (Coaching vs. Freiraum). Bei Gleichstand und sofern du das beeinflussen kannst: Bevorzuge die Person, die auch das Erstgutachten übernimmt. Das vereinfacht die Abstimmung, auch wenn es am Lehrstuhl oft weitere Ansprechpersonen gibt.
Kann ich Betreuung anfragen, auch wenn ich noch kein fertiges Thema habe?
Ja. Nutze einen Betreff wie „Betreuungsanfrage Masterarbeit: Themenrichtung XY" oder „Anfrage Masterarbeit im Bereich [Fachgebiet]". Füge einen 1-Seiter als Anhang bei: oben der Arbeitstitel, darunter zwei bis drei Themenideen mit je einem Satz Problem und Methode, am Ende fünf bis acht Startquellen. So zeigst du Initiative, ohne ein fertiges Konzept vorzutäuschen.
Wie früh sollte ich mich um eine Betreuung kümmern?
Beginne idealerweise ein bis zwei Semester vor dem geplanten Schreibstart mit der Suche. Bei beliebten Betreuenden kann es länger dauern, bis ein Platz frei wird. Frühzeitig anfragen gibt dir Planungssicherheit und Zeit, bei Absagen Alternativen zu finden.
Wie oft sollte ich mich bei meiner Betreuung melden?
Das hängt von der Vereinbarung ab. Typisch sind Treffen alle drei bis vier Wochen oder bei wichtigen Meilensteinen. Kläre die Erwartungen im Erstgespräch. Zu seltener Kontakt kann dazu führen, dass du in eine falsche Richtung arbeitest, zu häufiger Kontakt wirkt unselbstständig.
Was tue ich bei Meinungsverschiedenheiten mit meiner Betreuung?
Versuche zunächst, die unterschiedlichen Perspektiven im Gespräch zu klären. Frage nach der Begründung für die Position. Wenn ihr euch nicht einigt, dokumentiere den Dissens und hole gegebenenfalls eine Zweitmeinung ein. Bei grundlegenden Konflikten kann ein Wechsel der Betreuung sinnvoll sein.
Kann ich die Betreuung während der Masterarbeit wechseln?
Ein Wechsel ist meist möglich, aber mit Aufwand verbunden. Du brauchst die Zustimmung beider Seiten und musst die formalen Schritte beim Prüfungsamt klären. Ein Wechsel sollte die Ausnahme bleiben und gut begründet sein. Bei ernsthaften Problemen ist er aber besser als eine gescheiterte Arbeit.
Wie gehe ich mit ausbleibendem Feedback um?
Erinnere freundlich per E-Mail mit konkretem Bezug auf deine Anfrage. Setze eine realistische Frist und frage, ob der Zeitpunkt ungünstig ist. Wenn wiederholt kein Feedback kommt, sprich das Problem offen an und kläre, wie ihr die Kommunikation verbessern könnt.
Was mache ich, wenn auf meine Betreuungsanfrage keine Antwort kommt?
Einmal nachfassen ist angemessen, mehr als zweimal wirkt aufdringlich. Wenn auch die Erinnerung unbeantwortet bleibt, nutze alternativ die Sprechstunde: Dort bist du sichtbar und kannst direkt fragen. Vermeide Formulierungen wie „Ich warte schon seit …" – das erzeugt Druck statt Interesse. Wechsle professionell zur nächsten Person, ohne die erste nochmals zu kontaktieren.
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