Die Betreuung deiner Masterarbeit gibt dir fachliche Orientierung und einen Rahmen für Absprachen. Wie viel Feedback vorgesehen ist und wer später begutachtet, hängt vom Studiengang und der konkreten Vereinbarung ab. Hier erfährst du, wie du passende Betreuung findest, den Erstkontakt professionell gestaltest und die Zusammenarbeit erfolgreich führst. Halte Absprachen mit einer klaren wissenschaftlichen Kommunikation fest und prüfe nach der Zusage den formalen Ablauf zum Anmelden der Masterarbeit beim Prüfungsamt.
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Suche Betreuende, deren Forschungsschwerpunkte zu deinem Thema passen.
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Bereite eine kurze Themenidee vor und frage per E-Mail oder in der Sprechstunde an.
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Im Erstgespräch klärst du Erwartungen, Kommunikationswege und Feedback-Rhythmus.
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Während der Betreuung meldest du dich regelmäßig mit konkreten Fragen und Zwischenständen.
Hinweis zu Vorgaben: Die Regelungen zur Betreuung variieren je nach Hochschule und Studiengang. Manche Prüfungsordnungen schreiben vor, wer betreuen darf oder wie die Anmeldung abläuft. Prüfe immer die Vorgaben deines Studiengangs und kläre Unsicherheiten beim Prüfungsamt.
Inhaltsverzeichnis
Betreuung und Begutachtung sind zwei Funktionen, die je nach Studiengang unterschiedlich verteilt sind. In manchen Studiengängen betreut die erstprüfende Person die Arbeit, während eine zweite Person zusätzlich begutachtet. Einzelne Programme sprechen dagegen von zwei Betreuenden, die beide benoten. Wer prüfen darf und wer die Prüfenden bestellt, regeln Prüfungsordnung und Prüfungsausschuss.
Vereinbare konkret, zu welchen Punkten du Feedback erhältst, etwa zur Forschungsfrage, Methode oder Gliederung. Die wissenschaftliche Bearbeitung und die Entscheidungen in der Arbeit bleiben deine Verantwortung. Vollständiges Korrekturlesen oder fertige Lösungen gehören in der Regel nicht zur Betreuung.
Wo du passende Betreuung findest
Prüfe zuerst, wie dein Studiengang Betreuungen vergibt. Je nach Programm suchst du selbst, bewirbst dich in einem festen Vergabezeitraum auf ausgeschriebene Themen oder bekommst eine betreuende Person zugeteilt. Wenn du selbst suchst, beginne mit fachlicher und methodischer Passung.
Lehrstuhl-Webseiten sind bei einer selbstständigen Suche ein guter Anlaufpunkt. Dort findest du Forschungsschwerpunkte, Publikationslisten und oft auch Informationen zu laufenden Projekten. Auch betreute Abschlussarbeiten geben Hinweise, welche Themen ein Lehrstuhl begleitet.
Seminare und Vorlesungen helfen dir einzuschätzen, ob Thema und Arbeitsweise passen. Manche Vergabeverfahren berücksichtigen außerdem bisheriges Engagement oder Projekterfahrung. Empfehlungen von Kommilitoninnen und Kommilitonen helfen dir, den Betreuungsstil einzuordnen: Frage nach der Erreichbarkeit, dem Ablauf von Gesprächen und der Qualität des Feedbacks.
Vergleiche potenzielle Betreuende nach diesen Kriterien, um eine fundierte Entscheidung zu treffen:
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Fachliche Passung: Hat die Person zu deinem Themenfeld publiziert oder ähnliche Arbeiten betreut? Erkennbar an Publikationsliste und betreuten Abschlussarbeiten.
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Methodische Passung: Kann die Person deine geplante Methode begleiten? Erkennbar an eigenen Studien mit dieser Methode oder Methodenseminaren.
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Verfügbarkeit: Gibt es aktuell Betreuungskapazität, ein Vergabeverfahren oder feste Bewerbungsfristen? Erkennbar an veröffentlichten Informationen oder einer direkten Auskunft. Frage außerdem nach festen Sprechstunden und den üblichen Kommunikationswegen.
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Erwartungsniveau: Gibt es standardisierte Leitfäden für Exposé und Gliederung? Wie detailliert sind die Vorgaben? Erkennbar an Lehrstuhl-Dokumenten oder beim Erstgespräch.
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Organisatorische Passung: Passt der Betreuungsstil zu dir (enges Coaching vs. viel Freiraum)? Erkennbar im Erstgespräch: Werden Meilensteine klar benannt? Wie präzise sind Prozesse erklärt?
Eine Zusammenarbeit mit einem Unternehmen oder einer Forschungseinrichtung kommt infrage, wenn dein Studiengang dieses Modell zulässt. An der Fakultät für Mathematik und Informatik der Universität Leipzig ist bei einer Arbeit im Unternehmen zusätzlich zur externen eine hochschulinterne Betreuung nötig. Externe Prüfende können außerdem eine gesonderte Genehmigung benötigen, etwa in der Bielefelder Psychologie. Kläre Prüfungsberechtigung und Genehmigung, bevor du Zusagen oder Verträge festmachst.
Vertraulichkeit, Datenzugang und Rechte: Kläre vor Beginn mit Unternehmen, hochschulinterner Betreuung und Prüfungsamt, welche Daten in die Arbeit dürfen, wer für die Prüfung Zugriff braucht und wie personenbezogene oder vertrauliche Daten geschützt werden. Geheimhaltungsvereinbarungen und Sperrvermerke dürfen die Prüfung nicht behindern; eine Beteiligung der Universität kann eine rechtliche Prüfung erfordern. Kläre auch Veröffentlichungs- und Nutzungsrechte, bevor du unterschreibst.
Halte bei Unternehmenskontakt und hochschulinterner Betreuung Rollen und Feedbackwege schriftlich fest: Wer gibt wann Rückmeldung? Wer klärt fachliche Meinungsverschiedenheiten? Eine kurze E-Mail an beide Seiten kann die Absprachen zusammenfassen. Formale Aufgaben und Bewertung richten sich nach den Hochschulregeln; die wissenschaftliche Bearbeitung bleibt deine eigene Aufgabe.
Den Erstkontakt professionell gestalten
Der Erstkontakt sollte fachliche Passung zeigen und genau die Angaben liefern, die das jeweilige Verfahren verlangt. Prüfe vor der E-Mail, ob der Lehrstuhl eine persönliche Anfrage, ein Formular, ausgeschriebene Themen oder ein Exposé vorsieht.
Die Vorlage zeigt, wie du eine persönliche Anfrage aufbauen kannst. Eine verpflichtende Hochschulvorlage oder ein vorgegebenes Kontaktverfahren geht vor. Passe den Anhangsatz an die tatsächlich beigefügten Unterlagen an.
Betreff
Anfrage Betreuung Masterarbeit: [Themenbereich in 3 bis 5 Wörtern]
Sehr geehrte Frau Prof. [Name], / Sehr geehrter Herr Prof. [Name],
mein Name ist [Vorname Nachname], ich studiere [Studiengang] im [X.] Semester an der [Hochschule]. In Ihrem Seminar zu [Thema] / Durch Ihre Publikation zu [Thema] bin ich auf Ihren Forschungsschwerpunkt aufmerksam geworden.
Ich plane meine Masterarbeit zum Thema [Arbeitstitel/Themenbereich]. Konkret interessiert mich die Frage, [grobe Forschungsfrage in einem Satz]. Als Methode stelle ich mir [qualitativ/quantitativ/Literaturarbeit] vor.
Wäre es möglich, einen Termin zu vereinbaren, um die Betreuungsmöglichkeit und die nächsten Schritte zu besprechen? Ich richte mich nach Ihren Sprechstundenzeiten. Im Anhang finden Sie eine kurze Themenskizze auf einer Seite.
Mit freundlichen Grüßen
[Name]
Ausgefülltes, fiktives Beispiel für den Themenabschnitt: „Ich plane meine Masterarbeit zum Einsatz generativer KI im Kundenservice kleiner Unternehmen. Mich interessiert, wie Beschäftigte den Einsatz von KI bei Kundenanfragen erleben. Dazu möchte ich leitfadengestützte Interviews führen.“
Je nach Arbeitsbereich werden ein Formular, eine kurze Themenskizze oder ein Exposé mit vorgegebenen Inhalten verlangt. Gibt es keine Vorgabe, kannst du als kompakte Orientierung eine Seite mit Arbeitstitel, Forschungsfrage, geplantem Vorgehen und etwa fünf bis acht einschlägigen Startquellen vorbereiten. Die Skizze zeigt deinen bisherigen Stand und muss noch kein fertiges Konzept sein.
Schicke keine langen Rohtexte oder einen Lebenslauf, wenn diese nicht verlangt werden. Der Erstkontakt sollte die Entscheidung über ein Gespräch erleichtern, nicht bereits die ganze Arbeit vorwegnehmen.
In der Sprechstunde anfragen bietet den Vorteil des persönlichen Eindrucks. Bereite deine Themenidee in zwei bis drei Sätzen vor und bringe einen kurzen Stichpunktzettel mit.
Formuliere jede Anfrage passend zur Person oder Arbeitsgruppe. Wenn Fristen parallele Anfragen nötig machen, gehe transparent damit um und beachte das veröffentlichte Verfahren. Unpersönliche Massenmails bleiben ungeeignet.
Bei Absage: Antworte höflich und frage: „Könnten Sie mir jemanden empfehlen, der zu meinem Thema passen könnte?“ Die meisten Dozierenden kennen Kolleginnen oder Kollegen mit ähnlichen Schwerpunkten. Halte zwei bis drei Alternativen bereit, bevor du die erste Anfrage schickst.
Bei Funkstille: Orientiere dich zuerst an veröffentlichten Rückmelde- oder Vergabeterminen. Ohne solche Angaben kannst du dir als Orientierung nach sieben bis zehn Tagen eine einmalige freundliche Erinnerung vornehmen; berücksichtige bekannte Abwesenheiten. Bleibt sie unbeantwortet, nutze die Sprechstunde oder frage die zuständige Studienkoordination nach dem vorgesehenen Weg und verfolge eine passende Alternative.
Formulierungshilfe für die Erinnerung: „Sehr geehrte Frau Prof. [Name], ich erlaube mir eine kurze Erinnerung an meine Anfrage vom [Datum] zur Betreuung meiner Masterarbeit im Bereich [Thema]. Können Sie mir kurz mitteilen, ob eine Betreuung grundsätzlich möglich ist? Für ein Gespräch schlage ich [Datum 1] oder [Datum 2] vor.“
Noch kein klares Thema? So gehst du vor
Auch ohne fertiges Thema kannst du erfolgreich Betreuung anfragen. Entscheidend ist, dass du zeigst, wohin die Reise gehen könnte. Bereite dafür vor:
2 bis 3 Themenrichtungen als Stichpunkte (z. B. „Digitalisierung im Mittelstand“, „Nachhaltigkeit in Lieferketten“, „KI in der Kundenanalyse“). Dazu je ein Satz zum Problem („Es fehlt an empirischen Erkenntnissen zu X“) und ein Satz zur möglichen Methode („Fallstudien/Interviews/quantitative Befragung“).
Angepasste Anfrage: Formuliere offen, dass das Thema noch nicht feststeht, und bitte um thematische Schärfung im Erstgespräch:
Formulierungshilfe: „Ich habe noch kein fertiges Thema, aber zwei bis drei Richtungen, die mich interessieren: [Stichpunkte]. Ich würde das gern im Gespräch mit Ihnen eingrenzen und freue mich über Ihre Einschätzung, welche Richtung am tragfähigsten wäre.“
Das Erstgespräch: Erwartungen klären
Das Erstgespräch ist entscheidend für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Hier werden die Grundlagen gelegt: Was erwartet die Betreuung von dir? Was kannst du erwarten? Wie läuft die Kommunikation?
Bereite die Unterlagen vor, die im jeweiligen Verfahren verlangt werden, häufig eine Themenidee, eine vorläufige Forschungsfrage und erste Literaturhinweise. Notiere dir außerdem die Fragen, die du klären möchtest.
Diese Punkte solltest du im Erstgespräch klären:
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Ist das Thema für eine Masterarbeit geeignet und eingegrenzt genug?
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Wie oft und auf welchem Weg findet Austausch statt?
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In welcher Form und Detailtiefe wird Feedback gegeben?
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Welche Zwischenschritte und Materialien möchte die Betreuung sehen, zum Beispiel Exposé, Gliederung, Analyseplan oder ausgewählte Textausschnitte?
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Gibt es formale Vorgaben zu Umfang, Zitierweise oder Struktur?
Schicke idealerweise am selben oder nächsten Tag eine kurze E-Mail mit den wichtigsten Punkten. Formuliere etwa so:
Formulierungshilfe: „Vielen Dank für das Gespräch. Ich fasse kurz zusammen, was wir besprochen haben: (1) Thema und Forschungsfrage sind so eingegrenzt, dass... (2) Als nächsten Schritt erstelle ich bis [Datum] ein Exposé. (3) Feedback erhalte ich per E-Mail, Treffen finden ca. alle [X] Wochen statt. (4) Formale Vorgaben: [Zitierweise, Umfang]. Falls ich etwas falsch verstanden habe, geben Sie mir bitte Bescheid.“
Kommunikation während der Betreuung
Vereinbarte Statusupdates halten die Betreuung auf dem Laufenden. Nutze dabei ein einfaches Schema: Was habe ich gemacht? Wo stehe ich? Was plane ich als Nächstes? Eine konkrete Frage am Ende gibt einen klaren Ansatzpunkt für Feedback.
Präzise Fragen führen zu nützlicheren Antworten. Statt „Ist das so in Ordnung?“ formuliere: „Ich bin unsicher, ob die Methodik X für meine Forschungsfrage geeignet ist, weil Y. Wie schätzen Sie das ein?“ Schicke vor Terminen eine kurze Agenda, damit beide Seiten vorbereitet sind.
Beispiel: Statusupdate per E-Mail:
„Liebe Frau Prof. Müller, hier ein kurzer Zwischenstand: In den letzten zwei Wochen habe ich die Literaturrecherche abgeschlossen
und ein Kategoriensystem für die Analyse entwickelt. Aktuell bin ich bei der Kodierung des ersten Drittels der Interviews. Als
Nächstes kodiere ich die restlichen Interviews und fasse erste Ergebnisse zusammen. Eine Frage: Soll ich die Kodierungen noch einmal
mit Ihnen abstimmen, bevor ich alle Interviews durchgehe? Beste Grüße
[Name]“
Feedback konstruktiv einholen
Kläre vor dem Senden, welche Unterlagen die Betreuung kommentiert und wie viel Vorlauf sie braucht. Je nach Betreuungsmodell kann es um Exposé, Gliederung, Analyseplan oder ausgewählte Textausschnitte gehen. Ganze Kapitel werden nicht überall kommentiert. Frühes Feedback zu vereinbarten Meilensteinen lässt sich meist besser einarbeiten als eine große Rückmeldung kurz vor der Abgabe.
Fokus angeben: Sage beim Einreichen, worauf die Betreuung achten soll. Beispiel: „Ich bin unsicher, ob die Argumentation in Abschnitt 3.2 schlüssig ist.“ Das fokussiert das Feedback auf deine tatsächlichen Unsicherheiten statt auf Kleinigkeiten.
Feedback dokumentieren: Notiere die Rückmeldungen und arbeite sie systematisch ab. Wenn du etwas nicht verstehst, frage nach. In der nächsten Runde zeigst du, wie du das Feedback umgesetzt hast.
Kritisches Feedback ist kein Angriff, sondern eine Chance zur Verbesserung. Nimm Kritik nicht persönlich, sondern frage nach: „Können Sie mir ein Beispiel geben, wie ich das stärker formulieren könnte?“ Bei begründetem Dissens sprich das offen an und dokumentiere unterschiedliche Positionen.
Typische Erwartungen von Betreuenden
Eigenständigkeit ist die zentrale Erwartung. Eine Masterarbeit ist kein angeleitetes Projekt. Du bist für Planung, Umsetzung und Qualität verantwortlich. Die Betreuung gibt Orientierung und Feedback, aber du triffst die Entscheidungen.
Offene Kommunikation bei Problemen ist ebenfalls wichtig. Wenn etwas nicht läuft, melde dich frühzeitig. Wer erst drei Wochen vor Abgabe sagt, dass die Datenerhebung gescheitert ist, macht es allen schwer. Probleme früh ansprechen ermöglicht gemeinsame Lösungen.
Vereinbare zu Beginn realistische Antwortzeiten und sprich auch über Abwesenheiten. Wie viel Vorlauf nötig ist, hängt vom Material und dem Betreuungsmodell ab: Der Leitfaden von Marianne Saam an der Universität Hamburg nennt zwei bis drei Werktage für kurze E-Mails und schließt das Kommentieren ganzer Kapitel aus. Die Arbeits- und Organisationspsychologie in Bielefeld bittet für die Rückmeldung zum Exposé um etwa zwei Wochen. Plane mit den konkret vereinbarten Zeiten.
Typische Fehler vermeiden
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Zu spät ins Vergabeverfahren einsteigen
Problem: Wer Fristen oder Themenrunden verpasst, verliert unter Umständen eine realistische Option.
So behebst du es: Prüfe deshalb früh, ob dein Programm feste Termine, ausgeschriebene Themen oder eine individuelle Kontaktaufnahme vorsieht, und plane Alternativen ein.
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Ungeklärte Funkstille während der Schreibphase
Problem: Wenn lange kein Kontakt stattfindet und kurz vor Abgabe umfangreiche Unterlagen kommen, fehlt oft die Zeit für nützliches Feedback.
So behebst du es: Halte deshalb die vereinbarten Termine oder Meilensteine ein und melde relevante Probleme früh.
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Feedback ignorieren
Problem: Rückmeldungen zur Kenntnis nehmen, aber nicht umsetzen, frustriert Betreuende und verschlechtert deine Arbeit.
So behebst du es: Dokumentiere stattdessen jeden Hinweis, arbeite ihn systematisch ab und zeige in der nächsten Runde, was du geändert hast. Das signalisiert Professionalität und baut Vertrauen auf.
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Unrealistisches Bild von Betreuung
Problem: Betreuende sind keine Schreibcoaches, Lektoren oder Motivationstrainer. Ihre Aufgabe ist, fachlich und methodisch zu orientieren, nicht jedes Detail zu lösen.
So behebst du es: Kläre im Erstgespräch, was du erwarten kannst, und akzeptiere die Grenzen.
Nächste Schritte nach der Betreuungszusage
Kurz zusammengefasst: Eine gute Betreuung findest du durch gezielte Recherche nach fachlicher und methodischer Passung. Der Erstkontakt gelingt mit einer vorbereiteten Themenidee und einer professionellen Anfrage. Im Erstgespräch klärst du Erwartungen und hältst die Ergebnisse schriftlich fest. Während der Betreuung kommunizierst du regelmäßig, holst gezielt Feedback ein und setzt es um.
Mit der Betreuungszusage beginnt die eigentliche Arbeit. In vielen Studiengängen ist ein Exposé der erste formale Schritt. Parallel erstellst du einen Zeitplan mit Puffer für Feedback-Schleifen und vertiefst die Literaturrecherche.
Formales klären: Informiere dich über die Anmeldung beim Prüfungsamt, die Bearbeitungsfrist und eventuelle Verlängerungsmöglichkeiten. Kläre, welche Unterlagen du brauchst und wann du was einreichen musst.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Betreuung und Gutachten?
Betreuung beschreibt die Begleitung im Arbeitsprozess, Gutachten die Bewertung der eingereichten Arbeit. Beide Funktionen können bei derselben Person liegen: Nach der M.Sc.-Prüfungsordnung der Hamburger Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaft übernimmt die betreuende Person auch die Erstbegutachtung. Im Master Medienwissenschaft in Bielefeld werden zwei Betreuende benannt, die beide bewerten. Maßgeblich sind die Regelung deines Studiengangs und die formale Bestellung der Prüfenden.
Wie entscheide ich mich zwischen zwei möglichen Betreuenden?
Vergleiche nach fünf Kriterien: fachliche Passung (wer kennt dein Thema besser?), methodische Passung (wer kann deine Methode begleiten?), Verfügbarkeit (gibt es aktuell Betreuungskapazität, ein Vergabeverfahren oder feste Bewerbungsfristen?), Erwartungsniveau (wer hat strukturiertere Vorgaben?) und organisatorische Passung (Coaching vs. Freiraum). Wenn beide Personen ähnlich gut passen, frage nach konkreten Absprachen zu Sprechstunden und Feedback und wähle das Betreuungsmodell, das dich besser unterstützt. Prüfe vor der Zusage auch, ob die Person die Betreuung und das Erstgutachten in deinem Studiengang übernehmen darf.
Kann ich Betreuung anfragen, auch wenn ich noch kein fertiges Thema habe?
Ja, sofern das Verfahren eigene Themen zulässt. Ein möglicher Betreff lautet „Betreuungsanfrage Masterarbeit: Digitalisierung im Mittelstand“. Skizziere zwei oder drei realistische Ideen mit je einem Satz zum Forschungsinteresse und zum möglichen Vorgehen. Als Vorbereitung eignet sich eine kurze Themenskizze, zum Beispiel auf einer Seite. Manche Arbeitsbereiche besprechen Ideen zuerst in der Sprechstunde, andere verlangen ein Formular oder ein Exposé mit festgelegten Angaben.
Wie früh sollte ich mich um eine Betreuung kümmern?
Prüfe Fristen und Kapazitäten, sobald dein gewünschter Startzeitraum feststeht. Als Planungshilfe kannst du ein bis zwei Semester vor dem Schreibstart passende Arbeitsbereiche recherchieren und Zeit für Alternativen einplanen. Die eigentliche Bewerbung richtet sich nach dem Vergabeverfahren: Manche Programme vergeben Plätze in Jahres- oder Semesterrunden, während das Lehrstuhlteam von Prof. Bartsch in Leipzig die Themenabsprache gegen Ende der vorherigen Vorlesungszeit oder zu Beginn der vorlesungsfreien Zeit empfiehlt.
Wie oft sollte ich mich bei meiner Betreuung melden?
Vereinbart zu Beginn, wann und wozu ihr euch austauscht. Ein mögliches Modell sind kurze Statusupdates alle drei bis vier Wochen; ein anderes sind feste Termine zur Forschungsfrage, zum Vorgehen und zu ersten Ergebnissen. Manche Betreuungsmodelle sehen nur wenige Gespräche vor. Stimme den Rhythmus deshalb mit deiner Betreuung ab und bring konkrete Fragen sowie die vereinbarten Unterlagen mit.
Was tue ich bei Meinungsverschiedenheiten mit meiner Betreuung?
Kläre den Dissens zuerst im direkten Gespräch, frage nach der fachlichen oder formalen Begründung und halte vereinbarte Schritte schriftlich fest. Betrifft der Konflikt Prüfungsregeln, Fristen oder die Fortsetzung der Betreuung, wende dich an die in deinem Studiengang benannte Studien- oder Prüfungsstelle. Sie kann dir sagen, ob der Prüfungsausschuss entscheiden muss.
Kann ich die Betreuung während der Masterarbeit wechseln?
Ob und wie ein Wechsel möglich ist, hängt von Prüfungsordnung, Anmeldestatus und formaler Bestellung ab. Die Zustimmung zweier Betreuender allein ist nicht automatisch ausreichend. Dokumentiere den Grund, kläre den vorgesehenen Weg mit Prüfungsamt oder Prüfungsausschuss und lass die Änderung bestätigen, bevor du mit einer neuen Betreuung weiterplanst.
Wie gehe ich mit ausbleibendem Feedback um?
Erinnere freundlich mit Bezug auf den vereinbarten Rückmeldetermin und einer konkreten Frage. Bleibt Feedback wiederholt aus, sprich an, wie ihr die Kommunikation verbessern könnt. Wenn eine Prüfungsfrist betroffen ist, dokumentiere deine Kontaktversuche und wende dich frühzeitig an die zuständige Studien- oder Prüfungsstelle. Nur die dafür vorgesehene Stelle kann über Verlängerungen oder andere formale Maßnahmen entscheiden.
Was mache ich, wenn auf meine Betreuungsanfrage keine Antwort kommt?
Prüfe zuerst, ob Rückmelde- oder Vergabetermine veröffentlicht sind. Ohne solche Angaben kannst du dir als Orientierung nach sieben bis zehn Tagen eine einmalige freundliche Erinnerung vornehmen; berücksichtige bekannte Abwesenheiten. Bleibt die Antwort aus, nutze die Sprechstunde oder frage die Studienkoordination nach dem vorgesehenen Weg und verfolge rechtzeitig eine passende Alternative.
Gliederung der Masterarbeit
Korrekturlesen der Masterarbeit
Stichprobe und Sampling