Inhaltsverzeichnis
Forschungsfrage = zentrale Frage deiner Hausarbeit. Vier Kriterien:
- spezifisch – wer/wann/wo eingegrenzt
- beantwortbar – Quellen/Methoden reichen aus
- relevant – Forschungslücke oder Praxisproblem
- offen – Wie/Welche/Inwiefern (kein Ja/Nein)
Schnelltest: (1) Kann ich sie in ca. 10–25 Seiten begründet beantworten? (2) Deckt sie nur einen klaren Aspekt ab?
Was ist eine Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage unterscheidet sich von einem Thema und einer These: Ein Thema ist ein Bereich (zum Beispiel „Soziale Medien und Jugendliche"). Eine Forschungsfrage ist eine konkrete Frage innerhalb dieses Bereichs („Wie beeinflusst tägliche Instagram-Nutzung das Körperbild von weiblichen Jugendlichen?"). Eine These wäre dagegen eine Behauptung, die du belegst („Instagram-Nutzung verschlechtert das Körperbild von Jugendlichen"). Die Forschungsfrage ist ergebnisoffen, die These nicht.
Im Hochschulkontext wird meist der Begriff Forschungsfrage verwendet, manchmal auch Fragestellung oder Leitfrage. Die Funktion ist dieselbe: Sie grenzt dein Thema ein und zeigt deinen Lesenden, worauf sie sich einstellen können. Ohne klare Forschungsfrage weißt du nicht, welche Literatur relevant ist und was in den Hauptteil gehört.
Kriterien für eine gute Forschungsfrage
Eine gute Forschungsfrage erfüllt vier Kriterien. Jedes Kriterium hat eine konkrete Funktion.
Die Frage ist konkret genug für den Umfang einer Hausarbeit. Sie enthält mindestens eine Eingrenzung: nach Zielgruppe (wer?), Zeitraum (wann?), Ort (wo?) oder Aspekt (was genau?).
Zu breit: „Wie wirkt sich Social Media auf Menschen aus?"
Spezifisch: „Wie beeinflusst tägliche Instagram-Nutzung das Körperbild von weiblichen Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren?"
Du kannst die Frage mit den dir zur Verfügung stehenden Mitteln beantworten. Bei einer Literaturarbeit brauchst du ausreichend wissenschaftliche Quellen, bei einer empirischen Arbeit realistische Erhebungsmöglichkeiten.
Schwer beantwortbar: „Wie wird sich das Klima in 200 Jahren entwickeln?"
Beantwortbar: „Welche Maßnahmen zur CO₂-Reduktion setzen deutsche Kommunen seit 2020 um?"
Hinweis: Die Anforderungen variieren je nach Lehrstuhl. Manche erwarten bei empirischen Fragen eine eigene Erhebung, andere akzeptieren Sekundäranalysen. Kläre das vorab mit deiner Betreuungsperson.
Die Frage hat wissenschaftliche oder gesellschaftliche Relevanz. Typische Begründungsmuster: eine aktuelle Entwicklung (z. B. neue Technologie, gesellschaftlicher Wandel), eine Forschungslücke (bisher kaum untersucht) oder ein konkretes Praxisproblem (z. B. Handlungsbedarf in Unternehmen, Schulen, Politik). Begründe die Relevanz kurz in deiner Einleitung.
Die Frage lässt sich nicht mit Ja oder Nein beantworten. Sie beginnt mit einem Fragewort wie „Wie", „Inwiefern", „Welche" oder „Warum" und ist neutral formuliert (keine Wertung wie „sollte" oder „besser").
Geschlossen: „Hat Social Media Einfluss auf Jugendliche?"
Normativ: „Sollten Schulen Social Media verbieten?"
Offen und neutral: „Wie beeinflusst Social Media das Sozialverhalten von Jugendlichen?"
So erkennst du, ob deine Frage passt
Bevor du mit dem Schreiben beginnst, prüfe deine Forschungsfrage mit diesen fünf Fragen. Wenn du eine mit Nein beantwortest, findest du darunter eine Lösung.
Passt der Fokus zum Umfang?
Der Umfang einer Hausarbeit variiert je nach Fach, Modul und Prüfungsordnung erheblich, typischerweise zwischen 10 und 25 Seiten. Wenn du merkst, dass du für eine seriöse Antwort deutlich mehr bräuchtest, ist die Frage zu breit. Lösung: Grenze weiter ein (eine Zielgruppe statt mehrerer, ein Zeitraum statt eines allgemeinen Trends, ein Aspekt statt des gesamten Phänomens).
Gibt es genug Literatur?
Eine schnelle Recherche in deiner Uni-Bibliothek zeigt, ob wissenschaftliche Quellen verfügbar sind. Grober Richtwert: Wenn du nach 15–20 Minuten keine mehreren geeigneten wissenschaftlichen Quellen findest, wird die Arbeit schwierig. Je nach Fach kann die Literatur vor allem aus Büchern, Handbüchern oder Editionen bestehen statt aus Zeitschriftenartikeln. Lösung: Wähle einen Aspekt, zu dem mehr geforscht wurde, oder weite den Suchradius auf verwandte Themen aus.
Reicht die Zeit für die Methode?
Wenn deine Frage eine eigene Erhebung erfordert (Interviews, Umfrage, Experiment), plane realistisch. Beispiel: Bei vier Wochen Bearbeitungszeit und 15 Seiten Umfang ist eine Befragung von 200 Personen kaum machbar. Je nach Kurs, Methodik und Betreuung können die Anforderungen aber variieren. Lösung: Arbeite mit vorhandenen Daten oder Sekundärquellen, oder reduziere die Stichprobe auf das Machbare. Kläre den erwarteten Aufwand mit deiner Betreuungsperson.
Ist die Eingrenzung klar?
Prüfe, ob du Zielgruppe, Zeitraum oder Kontext benannt hast. „Jugendliche" ist vage, „14- bis 18-Jährige in Deutschland" ist konkret. Lösung: Füge mindestens eine Einschränkung hinzu, die deine Analyse fokussiert.
Lässt sich die Frage beobachten oder messen?
Begriffe wie „Glück", „Erfolg" oder „Qualität" sind interpretierbar. Das macht die Beantwortung schwierig. Lösung: Definiere den Begriff oder ersetze ihn durch etwas Messbares (statt „Erfolg" zum Beispiel „Studienabschluss innerhalb der Regelstudienzeit").
So entwickelst du deine Forschungsfrage
Die Entwicklung der Forschungsfrage folgt drei Schritten: vom breiten Thema über die Eingrenzung zur konkreten Frage.
Schritt 1: Thema eingrenzen. Dein Ausgangspunkt ist ein weites Themenfeld. Überlege, welcher Aspekt dich anspricht und welchen Bezug du herstellen kannst. Beispiel: Thema „Digitalisierung in der Bildung" wird zu „Einsatz von Tablets im Grundschulunterricht".
Schritt 2: Literatur sichten. Bevor du deine Frage festlegst, prüfe die Quellenlage. Gibt es genug wissenschaftliche Literatur? Ist das Thema schon erschöpfend erforscht oder gibt es eine Lücke? Diese Recherche hilft dir, die Frage realistisch zu formulieren.
Schritt 3: Frage formulieren. Nutze eines der Satzmuster unten und fülle die Platzhalter mit deinen Inhalten. Schreib mehrere Varianten und prüfe jede mit den vier Kriterien.
Wie beeinflusst [X] das [Y] von [Zielgruppe] in [Kontext]?
Beispiel: Wie beeinflusst Remote-Arbeit die Work-Life-Balance von Eltern in der IT-Branche?
Inwiefern unterscheidet sich [X] zwischen [Gruppe A] und [Gruppe B]?
Beispiel: Inwiefern unterscheidet sich die Nutzung von Lernplattformen zwischen Studierenden in Präsenz- und Fernstudiengängen?
Welche Faktoren beeinflussen [Y] bei [Zielgruppe]?
Beispiel: Welche Faktoren beeinflussen die Studienmotivation von Erstsemestern in MINT-Fächern?
Wie wird [X] in [Quelle/Medium/Kontext] dargestellt?
Beispiel: Wie wird Künstliche Intelligenz in deutschen Tageszeitungen seit 2020 dargestellt?
Unterfragen ableiten
Bei umfangreicheren Hausarbeiten helfen Unterfragen, die Hauptfrage in bearbeitbare Teile zu zerlegen. Jede Unterfrage trägt zur Beantwortung der Hauptfrage bei. Sie müssen nicht zwingend 1:1 eigene Kapitel bilden, sondern können je nach Umfang auch gebündelt oder in Unterabschnitten behandelt werden.
So leitest du Unterfragen ab: Frag dich, welche Teilaspekte du klären musst, bevor du die Hauptfrage beantworten kannst. Typische Unterfragen betreffen Definition und Abgrenzung (Was genau ist X?), Mechanismen und Zusammenhänge (Wie wirkt X auf Y?), Einflussfaktoren (Welche Faktoren verstärken oder schwächen den Effekt?) und Einordnung (Was bedeuten die Ergebnisse für die Praxis?).
Hauptfrage:
Wie beeinflusst tägliche Instagram-Nutzung das Körperbild von weiblichen Jugendlichen zwischen 14 und 18
Jahren?
Definition: Wie wird Körperbild in der Forschung definiert und welche Dimensionen werden unterschieden?
Mechanismus: Über welche Mechanismen (sozialer Vergleich, Idealisierung, Feedback) kann Instagram-Nutzung das Körperbild beeinflussen?
Einflussfaktoren: Welche Faktoren (Nutzungsdauer, Accounttypen, Persönlichkeitsmerkmale) verstärken oder schwächen den Einfluss?
Begriffe in der Forschungsfrage schärfen
Zentrale Begriffe in deiner Forschungsfrage müssen operationalisierbar sein. Das bedeutet: Du kannst sie so definieren, dass klar ist, was du untersuchst. Vage Begriffe führen zu vagen Antworten.
Beispiel „Instagram-Nutzung": Was genau meinst du? Die tägliche Nutzungsdauer in Minuten? Die Anzahl der Interaktionen (Likes, Kommentare)? Die Art der konsumierten Inhalte (Influencer, Freunde, Marken)? Entscheide dich für eine Definition und benenne sie im Methodenteil deiner Arbeit.
Beispiel „Körperbild": Psychologische Forschung unterscheidet Körperzufriedenheit, Körperwahrnehmung und Körperwertschätzung. Welchen Aspekt untersuchst du? Gibt es etablierte Skalen oder Fragebögen, auf die du dich beziehen kannst? Eine klare Definition macht deine Frage beantwortbar.
Auch bei Literaturarbeiten wichtig: Operationalisierung bedeutet nicht nur Messbarkeit im empirischen Sinn. Auch in einer reinen Literaturarbeit musst du zentrale Begriffe definitorisch abgrenzen und Indikatoren benennen, anhand derer du sie in den Quellen identifizierst. Zum Beispiel: Woran erkennst du „Einsamkeit" in einem literarischen Text? Welche Merkmale zählst du dazu?
Tipp: Schau in der Fachliteratur, wie andere den Begriff definiert haben. Wenn es mehrere Definitionen gibt, wähle eine und begründe deine Wahl. Diese Begründung gehört in den Theorieteil deiner Gliederung.
Forschungsfrage Hausarbeit: Beispiele
Hier siehst du konkrete Beispiele für verschiedene Fächer. Jede Forschungsfrage ist spezifisch, offen formuliert und im Rahmen einer Hausarbeit beantwortbar.
Thema:
Politische Partizipation junger Menschen
Forschungsfrage:
„Welche Faktoren beeinflussen die Bereitschaft von Erstwählenden in Deutschland, sich über soziale Medien
politisch zu engagieren?"
Thema:
Frauenfiguren in der Literatur der Weimarer Republik
Forschungsfrage:
„Wie werden berufstätige Frauen in Irmgard Keuns Roman ‚Das kunstseidene Mädchen' dargestellt und welche
gesellschaftlichen Spannungsfelder werden dadurch sichtbar?"
Thema:
Nachhaltigkeit im Einzelhandel
Forschungsfrage:
„Inwiefern beeinflusst die Kommunikation von Nachhaltigkeitsmaßnahmen die Kaufentscheidung von Konsumierenden
im deutschen Lebensmitteleinzelhandel?"
Thema:
Stress im Studium
Forschungsfrage:
„Welche Bewältigungsstrategien nutzen Studierende im ersten Semester an deutschen Hochschulen, um mit
Prüfungsstress umzugehen?"
Von schlecht zu gut: Fragen transformieren
Die folgenden Transformationen zeigen, wie du typische Probleme behebst. Jede Zeile zeigt den Weg von einer problematischen zu einer guten Forschungsfrage.
Schlecht: „Wie wirkt sich Digitalisierung auf die Arbeitswelt aus?"
Besser: „Wie verändert Digitalisierung die Arbeit im Einzelhandel?"
Gut: „Wie verändert der Einsatz von Self-Checkout-Kassen die Arbeitsaufgaben von Kassiererinnen und Kassierern im deutschen Lebensmitteleinzelhandel?"
Schlecht: „Ist Homeoffice produktiver als Büroarbeit?"
Besser: „Welche Faktoren beeinflussen die Produktivität im Homeoffice?"
Gut: „Welche Faktoren beeinflussen die selbstberichtete Produktivität von Wissensarbeitenden im Homeoffice während der Pandemie?"
Schlecht: „Sollten Schulen Smartphones verbieten?"
Besser: „Welche Auswirkungen hat Smartphone-Nutzung im Unterricht?"
Gut: „Wie beschreiben Lehrkräfte an deutschen Gymnasien die Auswirkungen von Smartphone-Nutzung auf Aufmerksamkeit und Unterrichtsbeteiligung?"
Schlecht: „Wie beeinflusst Social Media das Selbstbild und welche Rolle spielen Eltern und wie unterscheiden sich die Plattformen?"
Besser: „Wie beeinflusst Instagram-Nutzung das Selbstbild von Jugendlichen?"
Gut: „Wie beeinflusst die Art der konsumierten Instagram-Inhalte (Influencer vs. Peers) das Körperbild von weiblichen Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren?"
Typische Fehler bei der Fragestellung
Die häufigsten Formulierungsfehler (zu breit, geschlossen, normativ, mehrteilig) findest du mit konkreten Lösungen im Abschnitt „Von schlecht zu gut: Fragen transformieren" weiter oben. Drei weitere Fehler passieren unabhängig davon:
Die Frage nie überprüfen ist ein häufiger Fehler. Viele formulieren ihre Frage einmal und passen sie nie an. Wenn sich während der Recherche dein Fokus verschiebt, muss die Forschungsfrage mitgehen. Prüfe vor der Abgabe: Beantwortet mein Fazit genau die Frage aus der Einleitung?
Zu viele Fragen auf einmal macht die Arbeit unübersichtlich. Wenn deine Frage drei „und" enthält, sind es wahrscheinlich drei Fragen. Wähle eine Hauptfrage und bearbeite die anderen als Unterfragen oder lass sie weg.
Begriffe nicht definieren führt zu Beliebigkeit. Wenn du „Erfolg", „Qualität" oder „Wohlbefinden" untersuchst, ohne zu sagen, was du damit meinst, wird deine Analyse vage. Definiere zentrale Begriffe im Theorieteil und beziehe dich auf etablierte Definitionen aus der Fachliteratur.
Forschungsfrage vs. Hypothese
Eine Forschungsfrage ist offen und sucht nach einer Antwort. Eine Hypothese ist eine Aussage, die du überprüfst. Welche Form du brauchst, hängt von deiner Methode ab.
Forschungsfragen eignen sich für Literaturarbeiten und qualitative Studien. Du analysierst, interpretierst oder beschreibst ein Phänomen, ohne vorher eine Erwartung formuliert zu haben. Am Ende beantwortest du die Frage auf Basis deiner Analyse.
Hypothesen eignen sich für quantitative empirische Arbeiten. Du stellst eine Vermutung auf (zum Beispiel „Studierende, die regelmäßig Sport treiben, berichten von weniger Prüfungsstress") und prüfst sie statistisch. Am Ende bestätigst oder verwirfst du die Hypothese.
Manche Betreuungspersonen erwarten bei jeder empirischen Arbeit Hypothesen, andere akzeptieren auch bei quantitativen Studien explorative Forschungsfragen. Kläre vorab, was erwartet wird. Im Zweifel fragst du direkt nach.
Nächste Schritte nach der Forschungsfrage
Deine Forschungsfrage steht. Jetzt baust du sie in deine Hausarbeit ein.
Schritt 1: Einleitung strukturieren. Die Einleitung folgt dem Schema: Hinführung zum Thema (warum ist es relevant?), Forschungsfrage (was untersuchst du?), Vorgehen (wie gehst du vor?) und Aufbau (welche Kapitel folgen?).
Schritt 2: Gliederung ableiten. Jeder Abschnitt im Hauptteil sollte zur Beantwortung der Forschungsfrage beitragen. Wenn du Unterfragen formuliert hast, bilden sie die Basis für deine Kapitelstruktur.
Schritt 3: Fazit vorbereiten. Im Fazit beantwortest du die Forschungsfrage explizit. Einleitung und Fazit bilden einen Rahmen: Was du am Anfang fragst, beantwortest du am Ende.
Schritt 4: Forschungsfrage absprechen. Bevor du viel Zeit ins Schreiben investierst, zeig die Frage deiner Betreuungsperson. So stellst du sicher, dass sie den Anforderungen entspricht und du nicht in die falsche Richtung arbeitest.
Wenn deine Hausarbeit fertig ist, kannst du sie bei BachelorHero drucken und binden lassen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Forschungsfrage und Leitfrage?
Kein inhaltlicher Unterschied. Beide Begriffe werden synonym verwendet. Im Hochschulkontext spricht man meist von der Forschungsfrage, an Schulen eher von der Leitfrage. Die Funktion ist dieselbe: Sie gibt die Richtung deiner Arbeit vor und wird im Fazit beantwortet.
Wie formuliere ich Unterfragen zur Hauptfrage?
Zerlege die Hauptfrage in Teilaspekte, die du nacheinander bearbeitest. Eine Hauptfrage wie „Wie beeinflusst X das Y?" lässt sich aufteilen in: Was ist X und wie wird es definiert? Welche Mechanismen verbinden X und Y? Welche Faktoren verstärken oder schwächen den Einfluss? Unterfragen strukturieren deinen Hauptteil: je nach Umfang als eigene Unterabschnitte oder gebündelt in einem Kapitel.
Wie erkenne ich, ob meine Frage zu normativ ist?
Normative Fragen enthalten Wertungen wie „sollte", „besser", „richtig" oder „ideal". Statt „Sollten Schulen mehr Digitalisierung einsetzen?" fragst du besser „Welche Vor- und Nachteile hat der Einsatz digitaler Medien im Schulunterricht?". Die zweite Version lässt sich empirisch oder literaturbasiert beantworten. Normative Fragen sind für Hausarbeiten meist ungeeignet, es sei denn, du definierst einen klaren Bewertungsmaßstab oder ethischen Rahmen.
Darf ich meine Forschungsfrage während des Schreibens ändern?
Ja, das ist normal und oft sinnvoll. Während der Recherche merkst du häufig, dass sich der Fokus verschiebt oder ein anderer Aspekt relevanter ist. Wichtig: Sprich größere Änderungen mit deiner Betreuungsperson ab und stelle sicher, dass die finale Forschungsfrage zur tatsächlichen Arbeit passt. Im Fazit beantwortest du genau die Frage aus der Einleitung.
Wie lang sollte eine Forschungsfrage sein?
Eine gute Forschungsfrage umfasst meist einen bis zwei Sätze. Wenn sie länger wird, enthält sie wahrscheinlich mehrere Fragen oder zu viele Einschränkungen. Prüfe dann, ob du sie aufteilen oder kürzen kannst. Als Test: Kannst du die Frage in 10 Sekunden vorlesen und verstehen?
Wann sollte ich meine Forschungsfrage formulieren?
Am besten früh im Schreibprozess, idealerweise direkt nach der Themenwahl. Die Forschungsfrage hilft dir bei der Literaturrecherche und hält dich beim Schreiben auf Kurs. Du kannst sie später noch anpassen, wenn sich der Fokus verschiebt.
Wie viele Forschungsfragen braucht eine Hausarbeit?
Meist eine Hauptforschungsfrage. Bei umfangreicheren Arbeiten können ein bis zwei Unterfragen sinnvoll sein, die Teilaspekte beleuchten. Mehr als drei Fragen machen die Arbeit in der Regel unübersichtlich.
Wo steht die Forschungsfrage in der Hausarbeit?
Die Forschungsfrage steht in der Einleitung, typischerweise nach der Hinführung zum Thema. Sie ist der zweite Baustein der Einleitung. Im Fazit greifst du sie wieder auf und beantwortest sie auf Basis deiner Analyse.
Primär- und Sekundärquellen
Thesenpapier für die Hausarbeit
Abkürzungsverzeichnis erstellen