Kalender 2026-01-17

Methodik der Facharbeit: Literaturarbeit, Analyse, Umfrage und Interview

Methodik der Facharbeit: Literaturarbeit, Analyse, Umfrage und Interview | BachelorHero

Inhaltsverzeichnis

Die Methodik deiner Facharbeit beschreibt, wie du deine Leitfrage beantwortest. Arbeitest du mit Literatur, analysierst du Quellen, führst du eine Umfrage durch oder interviewst du Fachleute? Hier erfährst du, welche Methode zu deinem Thema passt und wie du dein Vorgehen überzeugend beschreibst.

Auf einen Blick

Methodik der Facharbeit in Kürze: Vier Ansätze sind für Facharbeiten besonders relevant. Literaturarbeit, wenn du vorhandene Quellen auswerten willst. Analyse, wenn du ein konkretes Objekt wie einen Text oder ein Bild systematisch untersuchen möchtest. Umfrage, wenn du Zahlen über Meinungen oder Verhaltensweisen brauchst. Interview, wenn du tiefere Einblicke und Expertenwissen einholen willst. Die Wahl hängt von deiner Leitfrage, deinen Ressourcen und dem verfügbaren Zeitrahmen ab.

Was ist die Methodik in der Facharbeit?

Aufbau der Methodik einer Facharbeit: Literaturarbeit, Analyse, Umfrage und Interview | BachelorHero

Die Methodik beantwortet die Frage: Wie gehst du vor, um deine Leitfrage zu beantworten? Sie ist der rote Faden deiner Arbeit und zeigt deiner Lehrkraft, dass du systematisch und nachvollziehbar arbeitest. In der Einleitung skizzierst du die Methode kurz, im Hauptteil wendest du sie an.

Anders als bei einer Hausaufgabe reicht es nicht, einfach draufloszuschreiben. Du brauchst einen Plan. Die Methode gibt diesem Plan einen Namen und eine Struktur. Das macht deine Arbeit wissenschaftlicher und deine Argumentation nachvollziehbarer.

Für Facharbeiten sind vier Methoden besonders relevant: die Literaturarbeit, die Analyse, die Umfrage und das Interview. Jede hat Stärken und Grenzen. Die Wahl hängt davon ab, was du herausfinden willst und welche Ressourcen dir zur Verfügung stehen.

Welche Methode passt zu deinem Thema?

Übersicht: Welche Methode passt zu deinem Thema? | BachelorHero

Die richtige Methodenwahl ergibt sich aus deiner Leitfrage. Frag dich: Was will ich herausfinden? Welche Art von Antwort brauche ich? Und welche Ressourcen stehen mir zur Verfügung?

Schnellcheck: Welche Methode passt?

Literaturarbeit → Leitfrage fragt nach Zusammenhängen, Entwicklungen oder Forschungsstand. Ergebnis: Argumentation auf Basis von Quellen.
Aufwand: niedrig bis mittel. Ressourcen: Bibliothekszugang, Datenbanken. Stolperfalle: zu wenig oder zu viel Literatur, oberflächliches Zusammenfassen statt Argumentieren.

Analyse → Du willst ein konkretes Objekt untersuchen (Text, Bild, Rede, Daten). Ergebnis: Eigene Interpretation am Material.
Aufwand: mittel. Ressourcen: Zugang zum Material, passendes Analyseraster. Stolperfalle: kein systematisches Vorgehen, Kategorien nicht zur Leitfrage passend.

Umfrage → Du brauchst Zahlen über Meinungen oder Verhaltensweisen einer Gruppe. Ergebnis: Prozente und Verteilungen.
Aufwand: mittel bis hoch. Ressourcen: erreichbare Zielgruppe, Fragebogen-Tool. Stolperfalle: zu wenig Teilnehmende, suggestive oder unklare Fragen.

Interview → Du willst Hintergründe, Erfahrungen oder Expertenwissen verstehen. Ergebnis: Zitate und Einschätzungen.
Aufwand: hoch. Ressourcen: erreichbare Gesprächspartner, Zeit für Terminsuche und Auswertung. Stolperfalle: Absagen, aufwendige Transkription, keine klare Auswertungsstrategie.

Wähle Literaturarbeit, wenn genug Quellen zu deinem Thema existieren und du keine externe Datenerhebung brauchst. Vermeide sie, wenn dein Thema so speziell ist, dass kaum Literatur verfügbar ist.

Wähle Analyse, wenn du ein klar abgegrenztes Untersuchungsobjekt hast und eigene Erkenntnisse entwickeln willst. Vermeide sie, wenn dir das passende Analysewerkzeug fehlt oder das Material zu umfangreich ist.

Wähle Umfrage, wenn du eine erreichbare Zielgruppe hast und quantifizierbare Aussagen brauchst. Vermeide sie, wenn du nicht genug Teilnehmende findest oder die Fragen zu komplex für einen Fragebogen sind.

Wähle Interview, wenn du tiefe Einblicke brauchst und geeignete Gesprächspartner erreichbar sind. Vermeide es, wenn du wenig Zeit für Terminsuche und Auswertung hast oder deine Fragen sich besser per Fragebogen beantworten lassen.

Die Methoden schließen sich nicht aus. Bei vielen Themen ist eine Kombination sinnvoll: Du wertest Literatur aus und führst ergänzend ein Interview. Oder du analysierst Quellen und erhebst zusätzlich Umfragedaten. Achte darauf, dass der Umfang realistisch bleibt.

Literaturarbeit: Mit Quellen argumentieren

Bei einer Literaturarbeit beantwortest du deine Leitfrage, indem du vorhandene Quellen auswertest. Du sammelst, vergleichst und ordnest ein, was andere bereits geschrieben haben. Das klingt einfacher als es ist: Gute Literaturarbeit erfordert sorgfältige Literaturrecherche und kritisches Lesen.

Der Kern der Methode: Du trägst nicht einfach Wissen zusammen, sondern entwickelst eine eigene Argumentation auf Basis der Quellen. Du zeigst, wo sich Autorinnen einig sind, wo sie sich widersprechen und wie du die verschiedenen Positionen einordnest.

Typische Fächer: Geschichte, Deutsch, Politik, Philosophie, Religion. Aber auch naturwissenschaftliche Themen lassen sich literaturbasiert bearbeiten, etwa wenn du den Forschungsstand zu einem Phänomen zusammenfasst.

Vorteil: Du brauchst keine externe Datenerhebung und bist nicht von anderen Personen abhängig. Alles, was du brauchst, findest du in Bibliotheken oder Online-Datenbanken.

Herausforderung: Die Quellenlage muss stimmen. Wenn es zu deinem Thema kaum Literatur gibt, wird die Arbeit schwierig. Prüfe früh, ob genug Material verfügbar ist. Außerdem musst du sauber zitieren und ein korrektes Literaturverzeichnis erstellen.

Analyse: Texte, Bilder oder Daten untersuchen

Bei einer Analyse untersuchst du ein konkretes Objekt systematisch. Das kann ein literarischer Text sein, ein historisches Dokument, ein Kunstwerk, eine Rede, ein Film oder ein Datensatz. Du zerlegst dein Material in Bestandteile und interpretierst, was du findest.

Der Unterschied zur reinen Literaturarbeit: Du hast ein klar abgegrenztes Untersuchungsobjekt, das du selbst analysierst. Du arbeitest nicht nur mit dem, was andere geschrieben haben, sondern entwickelst eigene Erkenntnisse am Material.

Beispiele für Analysen: Interpretation einer Kurzgeschichte im Deutschunterricht. Untersuchung von Propagandaplakaten in Geschichte. Analyse der Argumentationsstruktur einer politischen Rede. Auswertung von Klimadaten in Geografie.

Beispiel Analyseraster: Politische Rede
  • Kategorie 1 – Inhalt: Welche Themen werden angesprochen? Welche Argumente werden verwendet?
  • Kategorie 2 – Sprache: Welche Stilmittel (Wiederholung, Metapher, rhetorische Fragen) setzt der Redner ein?
  • Kategorie 3 – Zielgruppe: Wen spricht die Rede an? Wie wird das Publikum einbezogen?
  • Kategorie 4 – Wirkung: Welche Reaktion soll die Rede auslösen? Mit welchen Mitteln wird das erreicht?

Vorteil: Du arbeitest fokussiert an einem überschaubaren Gegenstand. Das macht die Arbeit greifbar und ermöglicht tiefe Einblicke.

Herausforderung: Du brauchst ein passendes Analysewerkzeug wie das Raster oben. Bei einer Textanalyse nutzt du Kategorien wie Sprache, Aufbau, Stilmittel. Bei einer Bildanalyse Komposition, Farbgebung, Symbolik. Informiere dich, welche Analysemethoden in deinem Fach üblich sind, und passe das Raster an dein Material an.

Umfrage: Eigene Daten erheben

Mit einer Umfrage erhebst du selbst Daten. Du erstellst einen Fragebogen, verteilst ihn an eine Zielgruppe und wertest die Antworten aus. Das Ergebnis sind Zahlen, Prozente und Verteilungen, die du interpretieren kannst.

Umfragen eignen sich, wenn du Meinungen, Einstellungen oder Verhaltensweisen erfassen möchtest. Wie denken Schülerinnen über das Mensaessen? Wie viel Zeit verbringen Jugendliche am Handy? Welche Faktoren beeinflussen die Berufswahl?

Vorgehen: Definiere zuerst, was du herausfinden willst. Formuliere dann klare, verständliche Fragen. Teste den Fragebogen an einigen Personen, bevor du ihn verteilst. Für die Auswertung reichen oft einfache Häufigkeitsauszählungen und Prozentangaben.

Vorteil: Du erhebst eigene, aktuelle Daten. Das macht deine Arbeit originell und ermöglicht Aussagen über eine konkrete Gruppe.

Herausforderung: Du brauchst genug Teilnehmende, damit die Ergebnisse aussagekräftig sind. Die passende Zahl hängt von deiner Fragestellung ab: Bei einer homogenen Gruppe wie deiner Schulklasse können 15 bis 25 Antworten bereits Muster zeigen. Wenn du verschiedene Gruppen vergleichen oder Unterschiede herausarbeiten willst, sind 30 bis 50 Teilnehmende sinnvoller. Befragst du eine sehr heterogene Zielgruppe, wären mehr Antworten besser, aber das ist für eine Facharbeit selten realistisch.

Wichtig: Ordne deine Ergebnisse ehrlich ein. Wenn du 20 Personen befragt hast, kannst du Tendenzen beschreiben, aber keine allgemeingültigen Aussagen treffen. Schreibe zum Beispiel: „Von den 20 Befragten gaben 15 an..." statt „Die Mehrheit der Jugendlichen findet...". Transparenz über die Grenzen deiner Erhebung wirkt kompetenter als Übertreibung.

Profi-Tipp

Online-Tools wie Google Forms erleichtern die Erstellung und Auswertung von Umfragen. Du kannst Antworten automatisch in Diagramme umwandeln lassen. Denke daran, Teilnehmende vorab über Zweck und Anonymität zu informieren.

Interview: Expertenwissen einholen

Ein Interview liefert tiefere Einblicke als ein Fragebogen. Du sprichst persönlich mit jemandem, der Erfahrung oder Fachwissen zu deinem Thema hat. Das können Expertinnen sein, aber auch Betroffene oder Zeitzeugen.

Interviews eignen sich, wenn du Hintergründe verstehen, Erfahrungen dokumentieren oder Einschätzungen einholen möchtest. Wie erlebt eine Pflegekraft den Arbeitsalltag? Welche Herausforderungen sieht ein Lokalpolitiker? Was empfiehlt eine Ernährungsberaterin?

Vorgehen: Bereite einen Leitfaden mit 5 bis 10 offenen Fragen vor. Kontaktiere potenzielle Gesprächspartner frühzeitig und erkläre dein Anliegen. Frage um Erlaubnis, das Gespräch aufzunehmen. Nach dem Interview transkribierst du die wichtigsten Aussagen und wertest sie im Hauptteil aus.

Vorteil: Du erhältst Informationen aus erster Hand und kannst nachfragen, wenn etwas unklar ist. Interviews verleihen deiner Arbeit eine persönliche Note.

Herausforderung: Du bist auf die Bereitschaft deiner Gesprächspartner angewiesen. Plane genug Zeit für Anfragen, Terminsuche und mögliche Absagen ein. Außerdem ist die Auswertung aufwendiger als bei einer Umfrage.

Wichtig: Anonymisiere personenbezogene Daten, wenn deine Gesprächspartner das wünschen. Kläre vorher, ob du Namen nennen darfst oder Aussagen nur anonymisiert verwenden sollst.

Den Methodenteil in der Facharbeit schreiben

Der Methodenteil beschreibt dein Vorgehen so, dass andere es nachvollziehen können. Er beantwortet drei Fragen: Was hast du gemacht? Warum hast du es so gemacht? Wie genau bist du vorgegangen?

Bei Facharbeiten ist der Methodenteil oft kürzer als bei Universitätsarbeiten. Bei reinen Literaturarbeiten reichen häufig 3 bis 5 Sätze in der Einleitung. Bei empirischen Arbeiten mit Umfrage oder Interview ist ein eigener Abschnitt von einer halben bis einer Seite üblich. Diese Richtwerte variieren je nach Schule, Fach und Lehrkraft. Frag im Zweifel, was konkret erwartet wird.

Was muss in den Methodenteil?

Bei Literaturarbeit: Nenne die Art der Quellen (Fachbücher, Artikel, Studien), den Zeitraum der Publikationen, deine Auswahlkriterien und wie du die Quellen ausgewertet hast. Benenne auch Grenzen, etwa wenn zu einem Teilaspekt wenig Literatur verfügbar war.

Bei Analyse: Beschreibe das Untersuchungsobjekt (welcher Text, welches Bild, welche Daten), dein Analyseraster (welche Kategorien), dein Vorgehen (wie hast du systematisch untersucht) und die Begründung für deine Auswahl.

Bei Umfrage: Erkläre die Zielgruppe und Stichprobengröße, den Aufbau des Fragebogens, den Zeitraum und Ort der Erhebung, die Art der Auswertung und ob die Teilnahme anonym war. Ordne ein, was die Ergebnisse aussagen können und was nicht.

Bei Interview: Nenne die Gesprächspartner und ihre Expertise, die Anzahl und Dauer der Gespräche, die Art des Interviews (leitfadengestützt, offen), wie du dokumentiert hast (Aufnahme, Notizen, Transkript) und wie du die Aussagen auswertest.

Formulierungsbeispiele

Beispiel Literaturarbeit

„Die vorliegende Arbeit basiert auf einer Auswertung von Fachliteratur zum Thema X. Grundlage bilden fünf zentrale Publikationen aus den Jahren 2018 bis 2024. Die Quellen wurden ausgewählt, weil sie den aktuellen Forschungsstand abbilden und verschiedene Perspektiven einbringen. Die Auswertung erfolgt vergleichend: Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Positionen werden herausgearbeitet."

Beispiel Umfrage

„Um die Einstellungen der Schülerinnen und Schüler zu erfassen, wurde ein standardisierter Fragebogen mit 12 Fragen entwickelt. Die Befragung erfolgte anonym im November 2025 unter 35 Teilnehmenden der Jahrgangsstufe 11. Die Auswertung erfolgt deskriptiv anhand von Häufigkeitsverteilungen. Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ, zeigen aber Tendenzen innerhalb der befragten Gruppe."

Beispiel Interview

„Ergänzend zur Literaturauswertung wurde ein leitfadengestütztes Interview mit Frau Dr. Müller, Biologin am Naturkundemuseum, geführt. Das Gespräch dauerte 25 Minuten und wurde mit Erlaubnis aufgezeichnet. Die transkribierten Aussagen werden thematisch geordnet und fließen in die Analyse im dritten Kapitel ein."

Achte darauf, dass dein Methodenteil zur tatsächlichen Gliederung deiner Arbeit passt. Was du hier ankündigst, sollte sich im Hauptteil wiederfinden.

Typische Fehler bei der Methodik vermeiden

Methode nicht benennen: Viele Schülerinnen schreiben einfach los, ohne ihr Vorgehen zu erklären. Das wirkt planlos. Benenne immer, was du tust: „Diese Arbeit analysiert...", „Grundlage ist eine Literaturauswertung...", „Die Daten wurden mittels Umfrage erhoben...".

Methode passt nicht zur Frage: Wenn deine Leitfrage nach Meinungen fragt, brauchst du eine Umfrage oder Interviews. Wenn sie nach historischen Zusammenhängen fragt, brauchst du Quellenarbeit. Prüfe, ob dein Vorgehen zur Frage passt.

Zu viel auf einmal: Drei Interviews, eine Umfrage und eine Literaturauswertung in einer Facharbeit sind unrealistisch. Konzentriere dich auf eine Hauptmethode, ergänze sie höchstens durch einen zweiten Ansatz.

Keine Begründung: Warum hast du diese Quellen gewählt? Warum diese Interviewpartner? Warum diese Fragen? Ein kurzer Satz zur Begründung zeigt, dass du reflektiert vorgehst.

Ergebnisse schönreden: Wenn deine Umfrage nur 15 Antworten ergeben hat, sag das ehrlich. Ordne ein, was die Ergebnisse aussagen können und was nicht. Transparenz wirkt kompetenter als Beschönigung.

Nächster Schritt: Von der Methode zum Hauptteil

Deine Methodik ist klar, wenn du diese Fragen beantworten kannst: Welche Methode nutze ich? Warum passt sie zu meiner Leitfrage? Wie gehe ich konkret vor? Dann kannst du systematisch weiterarbeiten.

Deine nächsten Schritte: Finalisiere deine Methodenwahl und notiere sie in zwei bis drei Sätzen. Sichere dir dann das Material: Quellen beschaffen, Interviewtermine anfragen oder Fragebogen erstellen. Plane die Auswertung, bevor du mit der Erhebung beginnst. Erst dann schreibst du den Hauptteil, in dem du deine Methode anwendest. Am Ende führt alles zum Fazit, in dem du deine Leitfrage beantwortest.

Im Hauptteil wendest du deine Methode an. Bei einer Literaturarbeit stellst du die Positionen verschiedener Autorinnen dar und entwickelst deine Argumentation. Bei einer Analyse zerlegst du dein Material systematisch. Bei einer Umfrage präsentierst und interpretierst du die Ergebnisse. Bei einem Interview ordnest du die Aussagen in den Kontext ein.

Wenn du deine Facharbeit drucken und binden lassen möchtest, kannst du das bei BachelorHero online konfigurieren. Das Softcover und die Spiralbindung eignen sich besonders für Facharbeiten.

Häufig gestellte Fragen

Wie lang sollte der Methodenteil in einer Facharbeit sein?

Bei reinen Literaturarbeiten reichen oft 3 bis 5 Sätze in der Einleitung. Bei empirischen Arbeiten mit Umfrage oder Interview ist ein eigener Abschnitt von einer halben bis einer Seite üblich. Entscheidend ist, dass alle relevanten Informationen enthalten sind: Was, Warum, Wie. Die Vorgaben deiner Schule haben Vorrang.

Was muss ich bei Datenschutz und Einverständnis beachten?

Bei Umfragen und Interviews musst du Teilnehmende vorab informieren: Wofür werden die Daten verwendet? Werden Namen genannt oder anonymisiert? Hole schriftlich oder mündlich Einverständnis ein. Bei Minderjährigen ist je nach Schule auch die Zustimmung der Eltern nötig. Kläre das frühzeitig mit deiner Lehrkraft.

Wie werte ich Interviews oder offene Antworten aus?

Transkribiere die wichtigsten Aussagen wörtlich oder sinngemäß. Ordne sie dann nach Themen oder Kategorien, die zu deiner Leitfrage passen. Zitiere prägnante Aussagen im Hauptteil und interpretiere, was sie für deine Fragestellung bedeuten. Fasse am Ende zusammen, welche Muster oder Erkenntnisse sich zeigen.

Kann ich mehrere Methoden kombinieren?

Ja, das ist häufig sinnvoll. Du könntest zum Beispiel Literatur auswerten und ergänzend ein Interview führen. Achte darauf, dass der Umfang realistisch bleibt und du beide Teile angemessen bearbeiten kannst. Erkläre in der Einleitung, warum du kombinierst und wie die Methoden zusammenwirken.

Wie viele Teilnehmende brauche ich für eine Umfrage?

Das hängt von deiner Fragestellung ab. Bei einer kleinen, homogenen Gruppe wie einer Schulklasse können 15 bis 25 Antworten aussagekräftig sein. Bei heterogenen Zielgruppen oder Vergleichen zwischen Gruppen sind 30 bis 50 Teilnehmende besser. Wichtiger als die Zahl ist eine sinnvolle Auswahl und ehrliche Einordnung der Grenzen.

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