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Fußnoten in deiner Facharbeit zeigen, woher deine Informationen stammen. Sie stehen am unteren Seitenrand und sind über eine hochgestellte Ziffer mit der entsprechenden Textstelle verbunden. Hier erfährst du, wann du Fußnoten setzt, wo genau die Ziffer hingehört und wie du sie in Word einfügst.
- • Wann Fußnote: Bei jedem Zitat und jeder Paraphrase
- • Position Ziffer: Bei Zitaten nach dem Anführungszeichen „..."¹, bei Paraphrasen am Satzzeichen: Aussage.¹ oder Aussage¹. (je nach Leitfaden)
- • Word Shortcut: Strg + Alt + F (Windows) oder Cmd + Alt + F (Mac)
- • Formatierung: 10 Punkt Schriftgröße, einfacher Zeilenabstand
- • Erstnennung vs. Kurzbeleg: Erste Fußnote vollständig, danach Kurzform (Autor, Jahr, Seite)
Was sind Fußnoten und wofür brauchst du sie?
Fußnoten sind Anmerkungen am unteren Rand einer Seite. Eine hochgestellte Ziffer im Fließtext verweist auf die entsprechende Fußnote. In wissenschaftlichen Arbeiten erfüllen Fußnoten zwei Funktionen: Sie belegen Quellen und bieten Raum für ergänzende Informationen, die den Lesefluss im Haupttext stören würden.
In der Facharbeit nutzt du Fußnoten vor allem für Quellenangaben. Wenn du die deutsche Zitierweise verwendest, steht jede Quellenangabe in einer Fußnote. So kann deine Lehrkraft jederzeit nachvollziehen, woher eine Information stammt. Das ist ein zentraler Bestandteil wissenschaftlichen Arbeitens und schützt dich vor dem Vorwurf des Plagiats.
Der Unterschied zu Endnoten: Fußnoten stehen auf derselben Seite wie der Verweis, Endnoten gesammelt am Ende der Arbeit. Für Facharbeiten sind Fußnoten die bessere Wahl, weil Lesende die Quelle direkt sehen, ohne blättern zu müssen.
Welche Zitierweise gilt in deiner Facharbeit?
Bevor du mit dem Zitieren beginnst, kläre, welche Zitierweise deine Schule erwartet. Die beiden häufigsten Systeme unterscheiden sich grundlegend: Die deutsche Zitierweise nutzt Fußnoten für alle Quellenangaben. Das Autor-Jahr-System (z. B. Harvard, APA) arbeitet mit Klammerzitaten direkt im Text.
Dein erster Schritt ist der Leitfaden deiner Schule. Viele Schulen geben dort konkret vor, welches System du verwenden sollst. Falls nicht, orientiere dich am Fachbereich: In geisteswissenschaftlichen Fächern wie Geschichte, Deutsch oder Kunst sind Fußnoten verbreitet. In naturwissenschaftlichen Fächern wie Biologie oder Physik findest du häufiger Klammerzitate.
Wenn weder Leitfaden noch Fachbereich eine klare Antwort geben, frag deine Lehrkraft direkt. Das ist keine Schwäche, sondern zeigt, dass du sorgfältig arbeitest. Wichtig ist: Entscheide dich für ein System und ziehe es konsequent durch. Mischformen wirken unprofessionell. Merke: Der Leitfaden deiner Schule ist die wichtigste Referenz für alle Detailfragen zu Zitierweise, Position der Fußnotenziffer und Formatierung. Im Zweifel gilt immer das, was dort steht.
- 1. Leitfaden prüfen: Gibt der Leitfaden deiner Schule eine Zitierweise vor? Falls ja, nutze diese unbedingt.
- 2. Fachbereich checken: Keine Vorgabe? Orientiere dich am Fach: Geisteswissenschaften meist Fußnoten, Naturwissenschaften häufig Autor-Jahr-Zitate.
- 3. Rücksprache halten: Immer noch unsicher? Frag deine Lehrkraft und halte die Antwort schriftlich fest.
Wann setzt du eine Fußnote?
Eine Fußnote setzt du immer dann, wenn du fremde Gedanken übernimmst. Das gilt für wörtliche Zitate ebenso wie für sinngemäße Übernahmen. Auch wenn du einen Sachverhalt mit eigenen Worten wiedergibst, bleibt die Idee die einer anderen Person, und das muss kenntlich sein.
Bei wörtlichen Zitaten ist der Fall klar: Du übernimmst Text buchstabengetreu und setzt ihn in Anführungszeichen. Bei Paraphrasen formulierst du den Inhalt mit eigenen Worten. Beides braucht eine Fußnote. Wenn ein ganzer Absatz auf einer Quelle basiert, reicht eine Fußnote am Ende des Absatzes.
Allgemeinwissen braucht keine Fußnote. Dass Berlin die Hauptstadt Deutschlands ist, musst du nicht belegen. Bei fachspezifischen Aussagen gilt: Im Zweifel lieber eine Fußnote zu viel als eine zu wenig.
Wo steht die Fußnotenziffer genau?
Die Position der Fußnotenziffer hängt davon ab, ob du ein wörtliches Zitat oder eine Paraphrase belegst. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil viele hier Fehler machen. Die Grundregel: Die Ziffer steht am Ende der belegten Einheit. Bei Satzzeichen (Punkt, Komma, Semikolon, Doppelpunkt) richtet sich die Position vor oder nach dem Zeichen nach deinem Leitfaden.
- Wörtliches Zitat: Die Ziffer folgt direkt nach dem schließenden Anführungszeichen, ohne Leerzeichen. Beispiel: „Die Jugend von heute liebt den Luxus."¹
- Paraphrase (ein Satz): Die Ziffer steht am Satzzeichen, das den belegten Satz abschließt. Je nach Leitfaden davor oder danach. Beispiel: Aussage.² oder Aussage².
- Paraphrase (ganzer Absatz): Die Ziffer steht am Ende des letzten Satzes am Punkt (davor oder danach, je nach Leitfaden). Beispiel: [...] Diese Entwicklung setzte sich bis heute fort.³
- Zitat endet mitten im Satz: Die Ziffer folgt dem Anführungszeichen, der Satz geht weiter. Beispiel: Das Phänomen der „digitalen Erschöpfung"⁴ betrifft vor allem junge Erwachsene.
Manche Schulen haben abweichende Vorgaben, etwa die Ziffer grundsätzlich vor dem Satzzeichen. Halte dich konsequent an eine Variante (siehe Leitfaden-Hinweis oben). Inkonsistenz fällt auf und kostet Punkte.
Fußnoten in Word einfügen
Microsoft Word macht das Einfügen von Fußnoten einfach. Du setzt den Cursor an die Stelle im Text, an der die Fußnotenziffer erscheinen soll, und Word erledigt den Rest: Es fügt die hochgestellte Ziffer ein, springt ans Seitenende und lässt dich dort die Quellenangabe tippen. Die Nummerierung passt Word bei Änderungen automatisch an.
Schritt für Schritt: Setze den Cursor an die Stelle, an der der belegte Inhalt endet (siehe Positionsregeln oben). Klicke auf den Reiter Referenzen in der Menüleiste und wähle Fußnote einfügen. Alternativ nutze die Tastenkombination Strg + Alt + F (Windows) oder Cmd + Alt + F (Mac). Word springt zum Fußnotenbereich am Seitenende, wo du die Quellenangabe einträgst.
Um von der Fußnote zurück zum Text zu springen, klicke doppelt auf die Fußnotenziffer am Seitenende. Word springt dann zur entsprechenden Stelle im Fließtext. Das ist praktisch beim Korrekturlesen.
Formatierung der Fußnoten
Die Formatierung von Fußnoten folgt klaren Konventionen. Die Schriftgröße ist kleiner als im Fließtext, typischerweise 10 Punkt bei 12 Punkt Fließtext. Der Zeilenabstand ist einfach, nicht 1,5-fach wie im Haupttext. Die Schriftart bleibt dieselbe wie im Fließtext. Word formatiert Fußnoten automatisch entsprechend dieser Standards.
Die Fußnotenziffer im Fließtext ist hochgestellt und steht ohne Leerzeichen direkt am Wort oder Satzzeichen. Ob vor oder nach dem Satzzeichen, richtet sich nach deinem Leitfaden (siehe Positionsregeln oben). Am Seitenende beginnt die Fußnote mit derselben Ziffer, gefolgt von einem Leerzeichen und der Quellenangabe.
Wenn du die Formatierung anpassen musst, weil deine Schule andere Vorgaben hat, klicke mit der rechten Maustaste auf eine Fußnote und wähle Formatvorlage. Dort änderst du Schriftgröße, Zeilenabstand und andere Eigenschaften für alle Fußnoten gleichzeitig.
Fußnoten Beispiele für die Facharbeit
Wie eine Fußnote konkret aussieht, hängt von der Quellenart ab. Hier siehst du Beispiele für die häufigsten Fälle in der deutschen Zitierweise. Die Ziffern in den Beispielen (¹, ², ³...) sind Platzhalter. In deiner Arbeit werden Fußnoten fortlaufend nummeriert.
Vollbeleg oder Kurzbeleg? In der klassischen deutschen Zitierweise steht bei der ersten Nennung einer Quelle die vollständige Angabe, danach reicht eine Kurzform. Manche Leitfäden nutzen jedoch ausschließlich Kurzbelege in den Fußnoten und führen die Vollangaben nur im Literaturverzeichnis auf. Prüfe, welche Variante dein Leitfaden verlangt, und mische die Systeme nicht.
¹ Müller, Thomas: Einführung in die Medienwissenschaft. 3. Auflage. München: Beck Verlag, 2022, S. 45.
² Müller, 2022, S. 78.
³ Schmidt, Anna: Digitale Bildung im Wandel. In: bildung-online.de, 2024. URL: https://bildung-online.de/digitale-bildung [Zugriff: 15.01.2026].
⁴ Statistisches Bundesamt: Bevölkerungsentwicklung in Deutschland. URL: https://destatis.de/bevoelkerung, o. J. [Zugriff: 10.01.2026].
⁵ Vgl. Müller, 2022, S. 45; Schmidt, 2023, S. 12; Weber, 2024, S. 89.
⁶ Meier, 1985, S. 23, zitiert nach Müller, 2022, S. 45.
Wichtiger Hinweis: Nutze Sekundärzitate nur, wenn das Original nicht zugänglich ist. Sie zeigen, dass du die Primärquelle nicht selbst gelesen hast.
Abb. 1: Bevölkerungsentwicklung 2010–2025 (Quelle: Statistisches Bundesamt, 2025, S. 12).
Hinweis: Bei Abbildungen und Tabellen steht die Quellenangabe häufig direkt unter dem Element als Teil der Beschriftung. Das Format orientiert sich an deiner gewählten Zitierweise.
- Buch (Erstnennung): Nachname, Vorname: Titel. Auflage. Ort: Verlag, Jahr, S. XX.
- Buch (Kurzbeleg): Nachname, Jahr, S. XX.
- Internetquelle: Nachname, Vorname / Herausgeber: Titel. URL: [...] [Zugriff: TT.MM.JJJJ].
- Mehrere Quellen: Vgl. Müller, 2022, S. 45; Schmidt, 2023, S. 12. Quellen mit Semikolon trennen, alphabetisch oder chronologisch ordnen. Nutze eine gemeinsame Fußnote, wenn mehrere Quellen dieselbe Aussage stützen.
- Abkürzungen: o. J. = ohne Jahr o. S. = ohne Seite o. V. = ohne Verfasser S. 45 f. = Seite 45–46 S. 45 ff. = Seite 45–48+
Ebd. und Vgl. richtig verwenden
Die Abkürzungen Ebd. und Vgl. begegnen dir in fast jeder wissenschaftlichen Arbeit. Beide haben klare Funktionen, werden aber oft falsch eingesetzt. Hier erfährst du, wann du sie nutzt und wann du besser darauf verzichtest.
Ebd. (ebenda) verwendest du, wenn du direkt hintereinander auf dieselbe Quelle verweist. Statt die Quellenangabe zu wiederholen, schreibst du Ebd., S. 46 für dieselbe Quelle mit anderer Seitenzahl oder nur Ebd. für exakt dieselbe Stelle. Das spart Platz und verbessert die Lesbarkeit.
Wann du Ebd. vermeiden solltest: Wenn zwischen zwei Verweisen auf dieselbe Quelle andere Fußnoten liegen, wird Ebd. unübersichtlich. Lesende müssten zurückblättern, um zu verstehen, worauf sich Ebd. bezieht. In diesem Fall ist der Kurzbeleg (Müller, 2022, S. 46) die bessere Wahl. Vermeide Ebd. auch, wenn du deinen Text später umstellen könntest. Nach Umstellungen zeigen Ebd.-Verweise plötzlich auf die falsche Quelle.
Vgl. (vergleiche) signalisiert eine sinngemäße Übernahme. Bei Paraphrasen schreibst du Vgl. vor die Quellenangabe: Vgl. Müller, 2022, S. 45. Bei wörtlichen Zitaten entfällt das Vgl., weil du den Text exakt übernimmst. Manche Schulen verlangen Vgl. bei jeder Paraphrase, andere nutzen es nur bei indirekten Verweisen. Bleibe bei deiner gewählten Variante konsequent.
Typische Fehler bei Fußnoten vermeiden
- Fußnotenziffer an falscher Stelle: Bei wörtlichen Zitaten gehört die Ziffer direkt hinter das Anführungszeichen. Bei Paraphrasen gilt je nach Leitfaden: Ziffer nach dem Satzzeichen (Aussage.¹) oder davor (Aussage¹.). Prüfe die Vorgabe und bleibe konsequent.
- Unvollständige Quellenangaben: Jede Fußnote muss genug Informationen enthalten, damit die Quelle im Literaturverzeichnis gefunden werden kann. Bei Erstnennung: vollständige Angabe. Danach: Autor, Jahr, Seitenzahl.
- Inkonsistente Formatierung: Alle Fußnoten sollten einheitlich formatiert sein. Wenn du bei einer Quelle den Vornamen ausschreibst, tu das bei allen. Wenn du bei Internetquellen das Zugriffsdatum in eckigen Klammern setzt, mach das durchgängig.
- Ebd. nach Umstellungen falsch: Wenn du Absätze verschiebst, verweist Ebd. plötzlich auf eine andere Quelle. Nach jeder größeren Textänderung alle Ebd.-Verweise prüfen und bei Bedarf durch den Kurzbeleg ersetzen.
- Fußnote und Literaturverzeichnis stimmen nicht überein: Jede Quelle aus den Fußnoten muss im Literaturverzeichnis stehen und umgekehrt. Erstelle eine Liste aller zitierten Quellen und gleiche sie mit dem Literaturverzeichnis ab.
Nächster Schritt: Literaturverzeichnis prüfen
Deine Fußnoten sind gesetzt, wenn jede übernommene Information einen Beleg hat, die Ziffern an der richtigen Stelle stehen und die Quellenangaben vollständig sind. Im nächsten Schritt prüfst du, ob alle Quellen aus den Fußnoten auch im Literaturverzeichnis erscheinen.
Wenn du mit dem Schreiben fertig bist, wirf einen letzten Blick auf Gliederung, Einleitung und Fazit. Stimmen die Kapitelüberschriften mit dem Inhaltsverzeichnis überein? Passt die Einleitung zum tatsächlichen Inhalt?
Druckfertig machen: Exportiere dein Dokument als PDF und prüfe, ob die Fußnoten korrekt am Seitenende erscheinen. Manchmal rutschen Fußnoten auf die nächste Seite, wenn der Platz nicht reicht. Ein Kontrollblick im PDF zeigt dir, ob alles passt.
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Häufig gestellte Fragen
Steht die Fußnotenziffer vor oder nach dem Punkt?
Das regelt dein Leitfaden. Beide Varianten sind verbreitet: Aussage.¹ (Ziffer nach Satzzeichen) oder Aussage¹. (Ziffer vor Satzzeichen). Bei wörtlichen Zitaten steht die Ziffer direkt am Anführungszeichen: „Zitat."¹ Entscheidend ist, dass du eine Variante konsequent durchhältst.
Wie zitiere ich mehrere Quellen in einer Fußnote?
Trenne die Quellen durch Semikolon und ordne sie alphabetisch oder chronologisch: ¹ Vgl. Müller, 2022, S. 45; Schmidt, 2023, S. 12. Achte auf einheitliche Reihenfolge in der gesamten Arbeit.
Wie zitiere ich eine Website ohne Autor oder Datum?
Ohne Autor nennst du die herausgebende Organisation oder den Seitentitel. Ohne Datum schreibst du „o. J." (ohne Jahr). Beispiel: ¹ Statistisches Bundesamt: Bevölkerungsentwicklung. URL: [...], o. J. [Zugriff: 10.01.2026].
Darf ich „Ebd." verwenden und wann lieber nicht?
Ebd. (ebenda) ist sinnvoll bei direkten Wiederholungen derselben Quelle. Vermeide es, wenn viele Fußnoten dazwischenliegen oder wenn du den Text später umstellst. Nach Umstellungen können Ebd.-Verweise ins Leere führen.
Was ist ein Sekundärzitat und wie kennzeichne ich es?
Ein Sekundärzitat nutzt du, wenn du eine Aussage nur aus einer anderen Quelle kennst. Kennzeichne es mit „zitiert nach": ¹ Müller, 1990, S. 23, zitiert nach Schmidt, 2022, S. 45. Nutze Sekundärzitate nur, wenn das Original nicht zugänglich ist.
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Checkliste für die Facharbeit