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Die Problemstellung deiner Bachelorarbeit zeigt, welche Forschungslücke oder welches praktische Problem deine Arbeit adressiert. Hier bekommst du eine klare Definition, Beispiele für verschiedene Fächer und eine Vorlage zum Kopieren, damit du die Problemstellung sicher formulieren kannst.
Die Problemstellung zeigt, warum deine Arbeit nötig ist. Häufiger Umfang: 1–2 Absätze (oft ~100–200 Wörter). Im Zweifel gelten die Vorgaben deiner Prüfungsordnung bzw. deiner Betreuung.
Formel: Problemstellung = Forschungslücke + Relevanz + Überleitung zur Forschungsfrage
Welche Lücke oder welches Problem adressiert deine Arbeit?
Warum ist es wichtig, diese Lücke zu schließen?
Wie leitet die Problemstellung zur Forschungsfrage über?
Was ist eine Problemstellung?
Die Problemstellung ist der Teil deiner Einleitung, in dem du erklärst, welches Problem oder welche Lücke deine Arbeit adressiert. Sie macht deutlich, warum deine Forschung notwendig ist und welchen Mehrwert sie bringt. Ohne eine klare Problemstellung wirkt deine Arbeit beliebig, denn es fehlt die Begründung, warum sich jemand mit genau diesem Thema beschäftigen sollte.
In wissenschaftlichen Arbeiten geht es bei der Problemstellung meist um eine Forschungslücke. Das bedeutet: Es gibt einen Aspekt, der bisher nicht oder nicht ausreichend untersucht wurde. Bei praxisorientierten Arbeiten kann die Problemstellung auch ein konkretes praktisches Problem beschreiben, etwa eine Herausforderung in einem Unternehmen, eine Ineffizienz in einem Prozess oder eine offene Entscheidungsfrage.
„Das Unternehmen X verzeichnet seit zwei Jahren steigende Retourenquoten im Online-Handel (aktuell 28 %). Interne Analysen zeigen, dass unzureichende Produktbeschreibungen ein möglicher Faktor sind. Es fehlt jedoch eine fundierte Entscheidungsgrundlage, welche Maßnahmen die Retourenquote effektiv senken können. Diese Arbeit untersucht daher..."
Hier wird keine klassische Forschungslücke benannt, sondern ein konkretes Unternehmensproblem mit Daten belegt.
Die Problemstellung mündet in die Forschungsfrage: Erst beschreibst du das Defizit, dann formulierst du die Frage, die dieses Defizit adressiert. Die genauen Unterschiede und die logische Abfolge erklärt der nächste Abschnitt.
Abgrenzung: Problemstellung vs. Forschungsfrage vs. Zielsetzung
Die Begriffe Problemstellung, Forschungsfrage und Zielsetzung werden oft verwechselt. Dabei haben sie unterschiedliche Funktionen, die logisch aufeinander aufbauen. Die folgende Übersicht zeigt die Unterschiede und hilft dir, jeden Teil richtig zu formulieren.
Problemstellung
Beantwortet: „Warum ist diese Arbeit nötig?"
Typische Formulierung: „Obwohl... fehlen..." oder „Bisher wurde nicht untersucht..."
Forschungsfrage
Beantwortet: „Was genau will ich herausfinden?"
Typische Formulierung: „Welche Faktoren beeinflussen...?" oder „Wie wirkt sich... aus?"
Zielsetzung
Beantwortet: „Was soll die Arbeit erreichen?"
Typische Formulierung: „Ziel ist es, Handlungsempfehlungen abzuleiten" oder „...ein Modell zu
entwickeln"
Ein häufiger Fehler: Problemstellung und Forschungsfrage werden vermischt. Die Problemstellung beschreibt das Defizit, die Forschungsfrage formuliert die konkrete Frage. Wenn du merkst, dass du in der Problemstellung bereits eine Frage stellst, trenne die beiden Teile bewusst. Die Problemstellung endet mit der Überleitung, die Forschungsfrage folgt direkt danach.
Wichtig: Manche Prüfungsordnungen oder Lehrstühle erwarten die „Problemstellung" als eigenen Unterpunkt in der Einleitung (z. B. „1.2 Problemstellung"), andere sehen sie als integrierten Teil des Einleitungstextes. Prüfe die Vorgaben deiner Hochschule oder frag deine Betreuung, welche Form erwartet wird. Die inhaltlichen Elemente (Forschungslücke, Relevanz, Überleitung) bleiben in beiden Fällen gleich.
1. Problemstellung:
„Obwohl die Akzeptanz von E-Learning bei Studierenden gut erforscht ist, fehlen Erkenntnisse zur Nutzung durch Berufstätige in der Weiterbildung."
2. Forschungsfrage:
„Welche Faktoren beeinflussen die Akzeptanz von E-Learning-Plattformen bei Berufstätigen über 40 Jahren?"
3. Zielsetzung:
„Ziel ist es, diesen Zusammenhang zu untersuchen und Empfehlungen für die Gestaltung von Weiterbildungsangeboten abzuleiten."
Aufbau der Problemstellung
Eine gute Problemstellung besteht aus drei Elementen, die du in ein bis zwei Absätzen unterbringst. Die Reihenfolge kann variieren, aber alle drei Elemente sollten enthalten sein.
Du zeigst, was im aktuellen Forschungsstand fehlt. Die Lücke findest du systematisch in fünf Schritten:
01 Recherchiere den Stand der Forschung zu deinem Thema.
02 Clustere die Studien: Welche Zielgruppen, Kontexte, Methoden wurden untersucht?
03 Frage dich: Was fehlt? (Zielgruppe? Kontext? Methode? Aktualität?)
04 Prüfe, ob die Lücke bearbeitbar ist (Daten verfügbar? Zeitrahmen realistisch?).
05 Formuliere die Lücke in einem Satz.
Empirische Arbeit: „Während die Auswirkungen von X auf jüngere Zielgruppen gut erforscht sind, fehlen empirische Erkenntnisse zur Wirkung bei älteren Nutzern."
Theoretische Arbeit: „Die bestehenden Modelle wurden bislang nicht auf den Kontext kleiner und mittlerer Unternehmen übertragen."
Du erklärst, warum es wichtig ist, diese Lücke zu schließen. Die Relevanz kann wissenschaftlich sein (Beitrag zur Theorie) oder praktisch (Nutzen für Unternehmen, Gesellschaft, Politik).
Wissenschaftliche Relevanz: „Diese Lücke verhindert ein umfassendes Verständnis des Phänomens und schränkt die Aussagekraft bestehender Theorien ein."
Praktische Relevanz: „Für Unternehmen fehlt damit eine fundierte Entscheidungsgrundlage, was zu Fehlinvestitionen führen kann."
Du leitest über zur Forschungsfrage, indem du den Handlungsbedarf formulierst. Dieser Satz verbindet die Problemstellung mit deinem konkreten Vorhaben.
Überleitung: „Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Arbeit..." oder „Diese Arbeit adressiert diese Lücke, indem sie..." oder „Es stellt sich daher die Frage...".
Beispiele für verschiedene Fachbereiche
Die folgenden Beispiele zeigen, wie Problemstellungen in verschiedenen Fachbereichen aussehen können. Achte darauf, wie jedes Beispiel eine Forschungslücke benennt, die Relevanz begründet und zum Forschungsvorhaben überleitet. Hinweis: Die Quellenangaben (z. B. „Müller 2022") sind fiktive Platzhalter zur Veranschaulichung. In deiner Arbeit verwendest du echte Quellen aus deiner Literaturrecherche.
Die Wirksamkeit von Influencer-Marketing ist in den letzten Jahren intensiv erforscht worden. Zahlreiche Studien untersuchen Faktoren wie Glaubwürdigkeit, Reichweite und Engagement-Rate (vgl. Müller 2022; Schmidt 2023). Allerdings konzentriert sich die Forschung überwiegend auf jüngere Zielgruppen im Alter von 18 bis 34 Jahren. Wie Influencer-Marketing bei älteren Konsumenten wirkt, ist bislang kaum untersucht. Angesichts der wachsenden Kaufkraft der Generation 50+ stellt dies eine relevante Forschungslücke dar. Die vorliegende Arbeit adressiert Dieses Defizit, indem sie die Wirkung von Influencer-Empfehlungen auf die Kaufabsicht von Konsumenten über 50 Jahren untersucht.
Analyse: Die Lücke ist eine unerforschte Zielgruppe (Generation 50+). Der Forschungsstand wird mit Quellen belegt. Die praktische Relevanz (Kaufkraft) wird konkret benannt.
Microservice-Architekturen haben sich als Standard für skalierbare Webanwendungen etabliert. Während die Vorteile hinsichtlich Skalierbarkeit und Wartbarkeit gut dokumentiert sind (vgl. Newman 2021), fehlen empirische Erkenntnisse zur Auswirkung auf die Entwicklungsgeschwindigkeit in kleinen Teams. Die wenigen vorhandenen Studien beziehen sich auf große Technologieunternehmen mit etablierten DevOps-Prozessen. Ob die Vorteile auch für Start-ups mit begrenzten Ressourcen gelten, ist unklar. Diese Arbeit untersucht daher, welche Faktoren die Entwicklungsgeschwindigkeit bei der Einführung von Microservices in kleinen Entwicklerteams beeinflussen.
Analyse: Die Lücke ist eine fehlende Übertragung auf einen neuen Kontext (Start-ups statt Großunternehmen). Die Abgrenzung zum bisherigen Forschungsstand ist klar.
Die politische Partizipation junger Menschen ist ein zentrales Thema der Demokratieforschung. Studien zeigen, dass klassische Formen wie Wahlen und Parteimitgliedschaft bei unter 30-Jährigen rückläufig sind (vgl. Schäfer 2021). Gleichzeitig deuten Befunde auf neue digitale Partizipationsformen hin, deren Wirkung auf das politische Engagement jedoch umstritten ist. Insbesondere fehlen differenzierte Erkenntnisse zum Zusammenhang zwischen Social-Media-Nutzung und der Bereitschaft zur politischen Beteiligung bei Erstwählern. Die vorliegende Arbeit untersucht diesen Zusammenhang anhand einer Befragung von Erstwählern vor der Bundestagswahl 2025.
Analyse: Die Lücke kombiniert einen umstrittenen Zusammenhang (Social Media und Engagement) mit einer spezifischen Zielgruppe (Erstwähler). Die Methode (Befragung) und der Zeitbezug machen das Vorhaben konkret.
Jedes Beispiel hat etwa 100 bis 130 Wörter. Das ist ein häufiger Richtwert, aber keine feste Regel. Die konkrete Länge hängt von deiner Hochschule, deinem Fachbereich und den Erwartungen deiner Betreuung ab. Bei kürzeren Arbeiten wie einer Hausarbeit kann die Problemstellung knapper ausfallen. Bei umfangreicheren Arbeiten wie einer Masterarbeit kannst du die Forschungslücke differenzierter herausarbeiten. Im Zweifel gelten die Vorgaben deiner Prüfungsordnung oder die Absprache mit deiner Betreuung.
Vorlage zum Kopieren
Mit dieser Vorlage kannst du deine Problemstellung Schritt für Schritt formulieren. Ersetze die Platzhalter in eckigen Klammern durch deine eigenen Inhalte. Die Struktur funktioniert für alle Fachbereiche.
Element 1 – Forschungsstand und Lücke
[Thema/Phänomen] ist in der Forschung bereits vielfach untersucht worden. Studien zeigen [bisherige Erkenntnisse] (vgl. [Autor Jahr]; [Autor Jahr]). Allerdings konzentriert sich die bisherige Forschung überwiegend auf [bisheriger Fokus]. [Aspekt/Zielgruppe/Kontext] wurde bislang nicht/kaum untersucht.
Element 2 – Relevanz
Diese Lücke ist relevant, weil [Begründung wissenschaftlich oder praktisch]. Für [Zielgruppe: Wissenschaft/Praxis/Unternehmen] fehlt damit [konkretes Defizit].
Element 3 – Überleitung
Die vorliegende Arbeit adressiert dieses Defizit, indem sie [kurze Beschreibung des Vorhabens]. Es stellt sich daher die Frage: [Forschungsfrage als direkter Fragesatz]?
Wichtig beim Kopieren: Die Problemstellung muss auf deinem tatsächlichen Forschungsstand basieren. Behaupte keine Lücke, die du nicht belegen kannst. Wenn du schreibst „Es gibt keine Studien zu...", solltest du das durch deine Literaturrecherche abgesichert haben.
Stimme deine Problemstellung früh mit deiner Betreuung ab. So stellst du sicher, dass die identifizierte Lücke relevant und bearbeitbar ist. Im Exposé formulierst du eine erste Version, die du im Laufe der Arbeit weiter schärfen kannst.
Typische Fehler vermeiden
- Zu allgemein formulieren: „Es gibt noch viel Forschungsbedarf" ist keine Problemstellung. Sei konkret: Welche Aspekte wurden nicht untersucht? Welche Zielgruppen fehlen? Welcher Kontext ist neu? → Fix: Ersetze „Forschungsbedarf" durch eine konkrete Lücke mit Zielgruppe, Kontext oder Methode.
- Forschungsstand nicht belegen: Die Behauptung einer Forschungslücke ist überzeugender, wenn du zeigst, was bisher untersucht wurde. Bei praxisorientierten Arbeiten können auch Branchenreports oder Unternehmensdaten als Belege dienen. → Fix: Füge 1–2 zentrale Quellen ein, die den bisherigen Stand zeigen.
- Problemstellung und Forschungsfrage vermischen: Wenn du merkst, dass du mitten in der Problemstellung bereits eine Frage formulierst, trenne bewusst. → Fix: Beende die Problemstellung mit „Es stellt sich daher die Frage..." und formuliere die Forschungsfrage als eigenen Satz.
- Relevanz vergessen: Eine Forschungslücke allein reicht nicht. Du musst begründen, warum es wichtig ist, diese Lücke zu schließen. → Fix: Ergänze einen Satz wie „Für [Zielgruppe] fehlt damit [konkretes Defizit]."
- Zu viel versprechen: Die Problemstellung sollte zur Bachelorarbeit passen. Formulierungen wie „Diese Arbeit wird das Problem endgültig lösen" sind unrealistisch. → Fix: Formuliere realistisch: „Diese Arbeit leistet einen Beitrag zu..." oder „...liefert erste Erkenntnisse zu...".
Schnellcheck: Ist meine Problemstellung gut?
Bevor du deine Problemstellung als fertig betrachtest, prüfe mit diesem Schnellcheck, ob alle Elemente vorhanden sind und die Qualität stimmt.
Elemente vorhanden?
Forschungslücke ist konkret benannt
Relevanz ist begründet (wissenschaftlich und/oder praktisch)
Überleitung zur Forschungsfrage ist erkennbar
Quellen belegen den Forschungsstand
Qualitätsfragen
Ist die Lücke spezifisch genug, um bearbeitbar zu sein?
Ist die Relevanz nachvollziehbar begründet?
Enthält die Problemstellung noch keine Ergebnisse oder Lösungen?
Nächster Schritt: Von der Problemstellung zur Forschungsfrage
Wenn deine Problemstellung die Lücke klar benennt und die Relevanz begründet, formulierst du im nächsten Schritt die Forschungsfrage. Sie ergibt sich logisch aus der Problemstellung und ist als konkreter Fragesatz formuliert.
Die Problemstellung und die Forschungsfrage bilden zusammen den Kern deiner Einleitung. Danach folgen Methodik, Abgrenzung und der Aufbau der Arbeit. All diese Elemente sollten aufeinander abgestimmt sein und einen roten Faden bilden.
Wenn du unsicher bist, ob deine Problemstellung und Forschungsfrage zusammenpassen, hilft ein einfacher Test: Leite die Forschungsfrage aus der Problemstellung ab. Wenn die Frage das identifizierte Problem direkt adressiert, bist du auf dem richtigen Weg. Besprich im Zweifel beide Elemente mit deiner Betreuung, bevor du weiterschreibst.
Sobald deine Arbeit fertig geschrieben und korrigiert ist, steht die Abgabe an. Falls du deine Bachelorarbeit professionell binden lassen möchtest, findest du bei BachelorHero verschiedene Bindungsoptionen für Abschlussarbeiten.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Problemstellung und Forschungsfrage?
Die Problemstellung beschreibt das Defizit oder die Lücke (das „Warum braucht es diese Arbeit?"). Die Forschungsfrage formuliert, was du konkret herausfinden willst (das „Was untersuche ich?"). Erst kommt die Problemstellung, dann folgt die Forschungsfrage als logische Konsequenz.
Wie formuliere ich eine Problemstellung in 3 Sätzen?
Für wissenschaftliche Arbeiten: Satz 1 – Forschungsstand („Studien zeigen, dass X..."), Satz 2 – Lücke („Allerdings fehlen Erkenntnisse zu Y..."), Satz 3 – Überleitung („Diese Arbeit untersucht daher..."). Für praxisorientierte Arbeiten: Satz 1 – Kennzahl/Problem („Unternehmen X verzeichnet Y..."), Satz 2 – Relevanz („Es fehlt eine fundierte Entscheidungsgrundlage..."), Satz 3 – Untersuchungsziel („Diese Arbeit analysiert daher..."). Je nach Fach und Betreuung kann Satz 1 auch ohne explizites Zitat auskommen.
Wo steht die Problemstellung in der Bachelorarbeit?
Die Problemstellung steht in der Einleitung, typischerweise nach der Hinführung zum Thema und vor der Forschungsfrage. Sie bildet die Brücke zwischen Relevanz des Themas und deinem konkreten Forschungsvorhaben.
Wie lang sollte die Problemstellung sein?
Häufig ein bis zwei Absätze, also etwa 100 bis 200 Wörter. Die konkrete Länge variiert jedoch stark je nach Hochschule, Fachbereich und Betreuung. Im Zweifel gelten die Vorgaben aus deiner Prüfungsordnung oder die Absprache mit deiner Betreuung.
Muss ich in der Problemstellung schon zitieren?
In den meisten Fällen ist es sinnvoll, ein bis zwei zentrale Quellen zu nennen, um den Forschungsstand zu belegen. Wie viele Belege angemessen sind, hängt vom Fach und den Erwartungen deiner Betreuung ab. Bei praxisorientierten Arbeiten können auch Branchenreports oder Unternehmensdaten als Belege dienen. Ausführliche Quellenarbeit gehört in den Theorieteil.
Was ist eine Forschungslücke?
Eine Forschungslücke ist ein Aspekt eines Themas, der bisher nicht oder nicht ausreichend untersucht wurde. Das kann ein unerforschter Zusammenhang sein, eine nicht untersuchte Zielgruppe, ein neuer Kontext oder ein veralteter Forschungsstand, der aktualisiert werden muss.
Was, wenn es schon viele Studien zu meinem Thema gibt?
Viele Studien bedeuten nicht, dass es keine Lücke gibt. Prüfe: Gibt es eine Zielgruppe, die nicht untersucht wurde? Einen Kontext (z. B. Land, Branche), der fehlt? Eine Methode, die noch nicht angewandt wurde? Oder sind die Studien veraltet? Oft liegt die Lücke in der Kombination oder Übertragung bisheriger Erkenntnisse.
Kann eine Problemstellung rein praktisch sein?
Ja, besonders bei praxisorientierten Bachelorarbeiten (z. B. in BWL oder Ingenieurwesen). Statt einer klassischen Forschungslücke beschreibst du dann ein konkretes Problem aus der Praxis: eine Herausforderung im Unternehmen, eine Ineffizienz in einem Prozess oder eine offene Entscheidung, die fundiert werden muss.
Kann ich die Problemstellung aus dem Exposé übernehmen?
Teile des Exposés kannst du als Grundlage nutzen, aber nicht einfach kopieren. Die Problemstellung im Exposé ist vorläufig, die in der fertigen Arbeit muss zum tatsächlichen Vorgehen passen. Überarbeite sie am Ende noch einmal.
Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
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Fallstudien in der Bachelorarbeit