Die Zielsetzung zeigt, was du erreichen willst. Drei Leitfragen helfen dir dabei: Was ist dein Hauptziel? Welche Erkenntnis oder welches Arbeitsergebnis strebst du an? Welchen Beitrag kannst du benennen? Die Zielsetzung steht in der Einleitung, nach der Hinführung.
Hier erfährst du, wie du eine präzise Zielsetzung formulierst, mit Vorlagen zum Kopieren und Beispielen für verschiedene Arbeitstypen. Du lernst, wann die Methode Teil der Zielsetzung sein sollte und wie du sie von Forschungsfrage und Problemstellung abgrenzt.
Formuliere das angestrebte Erkenntnis- oder Arbeitsergebnis so konkret, dass du im Fazit prüfen kannst, ob du es erreicht hast. Methode und Praxisnutzen gehören nur hinein, wenn sie für dieses Ziel wesentlich und tatsächlich vorgesehen sind.
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Orientierung: Hauptziel mit Eingrenzung, angestrebte Erkenntnis oder Arbeitsergebnis, optional ein begründbarer Beitrag
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Eingrenzung konkret: Zielgruppe/Setting, Zeitraum, Region/Branche oder Datengrundlage
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Ort: Einleitung, nach Hinführung, nah an Forschungsfrage
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Umfang: Als erster Entwurf zum Beispiel drei bis fünf Sätze; bei einem eng begrenzten Ziel auch ein Satz
Hinweis zu Vorgaben: Struktur, Umfang und Formvorgaben variieren je nach Hochschule und Fachbereich. Prüfe deine Prüfungsordnung oder frag deine Betreuung. Hochschulvorgaben haben immer Vorrang.
Inhaltsverzeichnis
Was ist die Zielsetzung einer Bachelorarbeit?
Die Zielsetzung beantwortet eine zentrale Frage: Was willst du mit deiner Bachelorarbeit erreichen? Sie ist mehr als eine bloße Themenankündigung. Während das Thema nur das Feld beschreibt, macht die Zielsetzung deutlich, welches konkrete Ergebnis du anstrebst und warum dieses Ergebnis relevant ist.
Eine gute Zielsetzung erfüllt drei Kriterien: Sie ist konkret (enthält ein Verb wie analysieren, untersuchen, entwickeln), überprüfbar (man kann am Ende feststellen, ob das Ziel erreicht wurde) und realistisch (im Rahmen einer Bachelorarbeit erreichbar). Je präziser du formulierst, desto klarer wird dein roter Faden durch die gesamte Arbeit bis zum Fazit.
Aufbau: Drei Leitfragen für deine Zielsetzung
Für die Formulierung helfen drei Leitfragen: Was ist dein Hauptziel? Welche Erkenntnis oder welches Arbeitsergebnis strebst du an? Welchen Beitrag kannst du für Forschung oder Praxis benennen? Die Antworten können sich überschneiden und müssen weder in drei Sätzen noch in einer festen Reihenfolge stehen.
Leitfrage 1: Hauptziel
Das Forschungsziel beschreibt konkret, was du mit deiner Arbeit untersuchst oder entwickelst. Es beantwortet die Frage: Was genau mache ich?
Beschreibend: „Das Ziel dieser Arbeit ist es, den Zusammenhang zwischen X und Y zu analysieren.“
Entwickelnd: „Ziel ist die Entwicklung eines Konzepts zur Bewertung von Z.“
Stolperstelle: Zu vage formulieren. „Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema X“ ist keine Zielsetzung, sondern eine Themennennung.
Leitfrage 2: Erkenntnis oder Arbeitsergebnis
Das Erkenntnisinteresse erklärt, welche Art von Wissen du gewinnen willst. Es beantwortet die Frage: Welche Erkenntnis strebe ich an?
Erklärend: „Dabei soll erklärt werden, warum Unternehmen trotz bekannter Risiken an dieser Strategie festhalten.“
Explorativ: „Die Arbeit will herausfinden, welche Faktoren den Erfolg von X beeinflussen.“
Stolperstelle: Ziel und Erkenntnis bleiben vage. Sie können in derselben Formulierung oder Forschungsfrage zusammenfallen, müssen aber klar erkennbar sein.
Leitfrage 3: Beitrag
Der Beitrag beschreibt den Mehrwert deiner Arbeit für Wissenschaft oder Praxis. Er beantwortet die Frage: Was ist der Nutzen meiner Ergebnisse?
Theoretisch: „Die Ergebnisse sollen den Forschungsstand zu X um Befunde aus dem Kontext Y ergänzen.“
Praktisch: „Für die Praxis sollen Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, die Unternehmen bei der Umsetzung von Y unterstützen.“
Stolperstelle: Übertreiben. Versprich keinen Paradigmenwechsel, wenn du einen soliden Teilbeitrag leistest.
Formuliere ein klares Hauptziel und ergänze die dafür nötigen Teilziele. Zielsetzung und Forschungsfrage können getrennt stehen oder dieselbe Leitfunktion erfüllen. Beziehe einen genannten Beitrag auf das, was deine Arbeit tatsächlich leisten kann.
Muss die Methode in die Zielsetzung?
Kurze Antwort: Die Methode gehört nur dann in die Zielsetzung, wenn sie für das Verständnis des Forschungsziels wesentlich ist. Faustregel: Wenn ohne Methodennennung unklar bleibt, ob du messen, interpretieren oder entwickeln willst, nenne sie. Bei empirischen Arbeiten ist sie daher oft sinnvoll, bei einfachen Literaturarbeiten meist nicht nötig.
Wann Methode nennen: Bei empirischen Arbeiten (Befragung, Interviews, Experiment) hilft die Methodennennung, das Ziel zu konkretisieren. Sie zeigt, wie du dein Ziel erreichst. Stichprobengrößen nennst du nur, wenn sie bereits geplant sind.
Mit Methode (empirische Arbeit): „Ziel dieser Arbeit ist es, die Einflussfaktoren auf die Kaufentscheidung bei nachhaltigen Produkten zu untersuchen. Mithilfe einer Online-Befragung sollen relevante Faktoren identifiziert werden.“
Bei Literaturarbeiten ist das Vorgehen nicht selbstverständlich. Ein narrativer Überblick, eine strukturierte Literaturanalyse, ein systematischer Review und ein Scoping Review unterscheiden sich bei Suche, Auswahl und Auswertung. Nenne den Reviewtyp oder den methodischen Kern, wenn er das Ziel sinnvoll eingrenzt. Beschreibe Suche, Auswahlkriterien, Auswertung und Synthese nachvollziehbar, bei einem systematischen Review in einem eigenen Methodenabschnitt. Konkrete Hinweise findest du in unserem Beitrag zum Literaturreview.
PRISMA 2020 gibt vor, wie du einen systematischen Review transparent berichtest; die Durchführung richtet sich nach der gewählten Reviewmethodik. Eine passende Formulierung lautet: „Mithilfe eines systematischen Reviews sollen die Erfolgsfaktoren identifiziert werden. Der Review wird gemäß PRISMA 2020 berichtet.“ Für Scoping Reviews gibt es die Erweiterung PRISMA-ScR.
Ohne Methode (Literaturarbeit): „Ziel dieser Arbeit ist es, den aktuellen Forschungsstand zu Employer Branding in KMU aufzuarbeiten und zentrale Erfolgsfaktoren zu identifizieren.“
Vorlagen für die Zielsetzung (zum Kopieren)
Je nach Vorgaben deines Studiengangs und Komplexität deines Themas kannst du zwischen einer kurzen und einer ausführlichen Version wählen. Ersetze die Platzhalter in eckigen Klammern durch deine eigenen Inhalte.
Ziel dieser Arbeit ist es, [Untersuchungsgegenstand mit Eingrenzung] zu [Verb], um Erkenntnisse über [Erkenntnisinteresse] zu gewinnen.
Beispiel: „Ziel dieser Arbeit ist es, die Erfolgsfaktoren von Employer Branding in KMU zu identifizieren, um Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten.“
Hinweis: Verwende die Kurzversion, wenn Hauptziel und Eingrenzung klar bleiben. Für komplexere Ziele eignet sich die folgende ausführliche Vorlage.
Satz 1 (Hauptziel)
Das Ziel dieser Arbeit ist es, [Untersuchungsgegenstand mit Eingrenzung] zu [Verb].
Satz 2 (Erkenntnis oder Ergebnis)
Dabei soll geklärt werden, [welche/warum/wie ...].
Optionaler Satz 3 (Beitrag)
Die Ergebnisse sollen [konkreten Mehrwert] für [Forschungsfeld oder Praxisziel] liefern.
Beispiel: „Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Erfolgsfaktoren von Influencer-Marketing bei der Generation Z zu analysieren. Dabei soll untersucht werden, welche Faktoren die Kaufabsicht positiv beeinflussen. Die Ergebnisse sollen die Marketingforschung um Befunde zur Generation Z ergänzen und Praktikern Empfehlungen bieten.“
- Hilfreiche Verben für das Forschungsziel: analysieren, untersuchen, entwickeln, evaluieren, vergleichen, identifizieren, systematisieren.
- Wendungen für das Erkenntnisinteresse: „Dabei soll erklärt werden, warum...“, „Die Arbeit will verstehen, wie...“, „Es soll herausgefunden werden, welche...“.
- Formulierungen für den Beitrag: „Die Ergebnisse erweitern den Forschungsstand zu...“ oder „Für die Praxis ergeben sich Implikationen für...“.
Zielsetzung nach Arbeitstyp
Je nach Arbeitstyp unterscheidet sich die Zielsetzung in Fokus und Formulierung. Hier findest du vier Beispiele, die zeigen, worauf es bei verschiedenen methodischen Ansätzen ankommt.
Empirisch-quantitative Arbeit
Beispiel: Das Ziel dieser Arbeit ist es, den Zusammenhang zwischen der Nutzung von Homeoffice und der Arbeitszufriedenheit bei Berufseinsteigern zu untersuchen. Mithilfe einer standardisierten Online-Befragung (n=120) soll analysiert werden, welche Merkmale mit höherer oder niedrigerer Zufriedenheit zusammenhängen. Die Ergebnisse sollen einen Beitrag zur Forschung über New Work leisten und Personalverantwortlichen Gestaltungsempfehlungen bieten.
Warum das funktioniert: Konkrete Methode (Befragung mit Stichprobengröße), klarer Untersuchungsgegenstand (Homeoffice, Berufseinsteiger), messbares Erkenntnisziel (Zusammenhänge), dualer Beitrag (Forschung + Praxis).
Qualitative Arbeit
Beispiel: Ziel dieser Arbeit ist es, die Erfahrungen von Studierenden mit hybriden Lehrformaten zu verstehen. Anhand von 8 leitfadengestützten Interviews soll exploriert werden, welche Chancen und Herausforderungen aus Studierendensicht bestehen. Die Erkenntnisse sollen einen Beitrag zur Hochschuldidaktik leisten und Lehrenden Hinweise zur Gestaltung hybrider Formate geben.
Warum das funktioniert: Explorativer Fokus (verstehen, explorieren), konkrete Methode (8 Interviews), offene Erkenntnisfrage (Chancen, Herausforderungen), Beitrag mit Praxisbezug (Lehrende).
Literaturarbeit
Beispiel: Ziel dieser Arbeit ist es, den aktuellen Forschungsstand zu Employer Branding in kleinen und mittleren Unternehmen systematisch aufzuarbeiten. Durch eine strukturierte Literaturanalyse sollen zentrale Erfolgsfaktoren und offene Forschungsfragen identifiziert werden. Die Arbeit leistet einen Beitrag zur Systematisierung des Forschungsfelds und zeigt Ansatzpunkte für zukünftige empirische Studien auf.
Warum das funktioniert: Klare Methode (strukturierte Literaturanalyse), definierter Output (Erfolgsfaktoren, Forschungslücken), theoretischer Beitrag (Systematisierung), Anschlussfähigkeit (zukünftige Studien).
Konzept- oder Entwicklungsarbeit
Beispiel: Ziel dieser Arbeit ist es, ein Bewertungskonzept für die Nachhaltigkeit von Lieferketten in der Textilbranche zu entwickeln. Auf Basis bestehender Rahmenwerke und einer Anforderungsanalyse soll ein praxistaugliches Instrument entstehen. Das Konzept soll Unternehmen eine strukturierte Entscheidungshilfe bieten und einen Beitrag zur anwendungsorientierten Forschung leisten.
Warum das funktioniert: Klarer Entwicklungsfokus (Konzept entwickeln), definierter Output (Bewertungsinstrument), praktischer Beitrag (Entscheidungshilfe), Anschlussfähigkeit an Forschung.
Die Zahlen in diesen Beispielen sind rein illustrativ. Leite Stichprobengröße und Beitrag aus Forschungsfrage, Design und fachlichen Vorgaben ab.
Für weitere Arbeitstypen gelten diese Hinweise:
- Mixed-Methods: Nenne beide Methoden und ihr Zusammenspiel. „Durch Kombination aus Befragung und Interviews sollen sowohl Verbreitung als auch Hintergründe erfasst werden.“
- Fallstudie: Richte die Formulierung am Erkenntniszweck aus. Fallstudien können explorativ, deskriptiv oder erklärend angelegt sein. Allgemeine Übertragbarkeit solltest du nur beanspruchen, wenn Design und Fallauswahl sie tragen. „Am Beispiel von X soll untersucht werden, welche Erfolgsfaktoren im konkreten Kontext wirken und unter welchen Bedingungen sich daraus Hinweise für ähnliche Fälle ableiten lassen.“
- Sekundärdatenanalyse: Nenne die Datenquelle explizit. „Auf Basis von SOEP-Daten (Sozio-oekonomisches Panel) soll untersucht werden, welche Faktoren...“
Abgrenzung zu Forschungsfrage und Problemstellung
In der Einleitung stehen drei Elemente nah beieinander. Mit diesem Schnellcheck weißt du in 30 Sekunden, was wohin gehört.
| Element | Leitfrage | Formulierung |
|---|---|---|
| Problemstellung | Warum ist es relevant? | Aussagesatz: „Es besteht eine Forschungslücke zu X, weil...“ |
| Zielsetzung | Was willst du erreichen? | Aussagesatz: „Ziel ist es, X zu untersuchen, um Y zu erreichen.“ |
| Forschungsfrage | Was willst du wissen? | Fragesatz: „Welche Faktoren beeinflussen X?“ |
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Problemstellung
Leitfrage
Warum ist es relevant?
Formulierung
Aussagesatz: „Es besteht eine Forschungslücke zu X, weil...“
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Zielsetzung
Leitfrage
Was willst du erreichen?
Formulierung
Aussagesatz: „Ziel ist es, X zu untersuchen, um Y zu erreichen.“
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Forschungsfrage
Leitfrage
Was willst du wissen?
Formulierung
Fragesatz: „Welche Faktoren beeinflussen X?“
Eine mögliche Reihenfolge in der Einleitung ist Problemstellung (warum ist das Thema relevant?), Zielsetzung (was willst du erreichen?) und Forschungsfrage (was willst du wissen?). Zielsetzung und Forschungsfrage können in getrennten Absätzen stehen oder in einer zentralen Fragestellung zusammenlaufen. Maßgeblich sind die fachlichen Vorgaben.
Häufiger Fehler: Das Problem wird ausführlich beschrieben, aber Hauptziel oder leitende Frage bleiben unklar. Prüfe, ob deutlich wird, was du mit der Arbeit herausfinden oder entwickeln willst.
Lies die Zielsetzung nach dem Schreiben deiner Arbeit noch einmal. Passt sie noch zu dem, was du tatsächlich gemacht hast? Oft verschiebt sich der Fokus während des Schreibprozesses. Passe die Zielsetzung entsprechend an, damit Einleitung und Fazit zusammenpassen.
Typische Fehler vermeiden
Diese drei Fehler kommen bei Zielsetzungen besonders häufig vor. Zu jedem Fehler findest du den typischen Fehlersatz, die korrigierte Version und die Regel, warum die Korrektur besser ist.
Fehler 1: Zu vage formulieren
Fehlersatz
„Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Nachhaltigkeit.“
Korrektur
„Ziel ist es, die Erfolgsfaktoren nachhaltiger Verpackungslösungen im Lebensmitteleinzelhandel zu identifizieren.“
Regel: Verb + Eingrenzung + Output. Ohne Verb ist es nur eine Themennennung.
Fehler 2: Zu viel versprechen
Fehlersatz
„Die Ergebnisse werden die Praxis revolutionieren und alle offenen Fragen klären.“
Korrektur
„Die Ergebnisse sollen erste Handlungsempfehlungen für die Praxis bieten.“
Regel: Realistisch bleiben: „erste Handlungsempfehlungen“ statt „die Praxis revolutionieren“ und „alle offenen Fragen klären“.
Fehler 3: Beitrag nur behaupten
Fehlersatz
„Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Homeoffice und Arbeitszufriedenheit bei Berufseinsteigern zu untersuchen. Die Ergebnisse sollen einen Beitrag zum Forschungsstand leisten.“
Korrektur
„Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Homeoffice und Arbeitszufriedenheit bei Berufseinsteigern zu untersuchen.“
Regel: Eine allgemeine Floskel benennt noch keinen konkreten Beitrag. Ergänze einen Beitragssatz, wenn du den erwarteten Mehrwert genauer benennen und begründen kannst.
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Konkret: Enthält ein Verb (analysieren, untersuchen, entwickeln)?
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Überprüfbar: Kann man am Ende feststellen, ob das Ziel erreicht wurde?
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Abgegrenzt: Ist die Eingrenzung klar (Zielgruppe, Zeitraum, Branche)?
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Beitrag belastbar: Falls ein Beitrag genannt wird, lässt er sich aus Ziel und Design plausibel ableiten?
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Realistisch: Ist das Ziel im Rahmen einer Bachelorarbeit erreichbar?
Nächster Schritt: Von der Zielsetzung zur Methodik
Deine Zielsetzung steht. Jetzt geht es darum, sie umzusetzen. Drei Fragen helfen dir beim Übergang von der Zielsetzung zur Umsetzung.
- Eingrenzung festlegen: Welche Grenzen hat deine Untersuchung? Die Eingrenzung umfasst typischerweise: Zielgruppe oder Setting, Zeitraum, Region oder Branche. Diese Abgrenzung kannst du direkt nach der Zielsetzung in der Einleitung platzieren.
- Begriffe definieren: Welche zentralen Konzepte musst du für deine Arbeit definieren? Im Theorieteil klärst du die Begriffe, die in deiner Zielsetzung vorkommen.
- Methode wählen: Wie wirst du dein Forschungsziel erreichen? Die Methodenwahl folgt aus deiner Zielsetzung. Ein klar formuliertes Ziel macht die Methodenentscheidung einfacher.
Wenn du diese Schritte durchlaufen hast, ist dein Exposé fast fertig. Sobald deine Arbeit geschrieben ist, kannst du deine Bachelorarbeit drucken und binden lassen.
Häufig gestellte Fragen
Wo steht die Zielsetzung in der Bachelorarbeit?
In der Einleitung, nach der Hinführung und nah an der Forschungsfrage. Manche Betreuungspersonen erwarten einen eigenen Absatz, andere eine fließende Integration. Frag im Zweifel nach.
Sollte die Zielsetzung im Präsens oder Futur stehen?
Beides ist möglich. Präsens („Ziel ist es, X zu untersuchen“) ist häufiger und wirkt direkter. Futur („Die Arbeit wird X untersuchen“) betont den Ausblick. Vergangenheitsformen („hat untersucht“) gehören ins Fazit, nicht in die Zielsetzung.
Muss der Beitrag wissenschaftlich und praktisch genannt werden?
Nein. Du kannst einen theoretischen, einen praktischen oder beide Beiträge nennen. Entscheidend ist, dass der genannte Beitrag zu deinem Vorhaben passt und sich mit deiner Untersuchung begründen lässt. Ein eigener Beitragssatz ist nur nötig, wenn deine fachlichen Vorgaben ihn verlangen.
Wie formuliere ich die Zielsetzung, wenn sich das Thema noch ändern kann?
Formuliere das Kernziel stabil und halte die Eingrenzung bewusst offen: „Ziel ist es, ausgewählte Faktoren zu X zu untersuchen.“ Nach der Konkretisierung passt du die Formulierung an. Vermeide Platzhalter wie „verschiedene Aspekte“.
Brauche ich eine Zielsetzung, wenn ich keine Hypothesen habe?
Ja. Bei explorativen Arbeiten ist die Zielsetzung besonders wichtig, um das Erkenntnisinteresse zu verdeutlichen. Hypothesen und Zielsetzung erfüllen unterschiedliche Funktionen.
Wie viele Ziele sind sinnvoll?
Formuliere ein klares Hauptziel und ergänze die Teilziele, die du dafür brauchst. Ein einfacher Entwurf kann zum Beispiel aus einem Hauptziel und einem unterstützenden Teilziel bestehen. Arbeitsschritte wie Literatur suchen sind keine eigenständigen Erkenntnisziele.
Wie grenze ich die Zielsetzung thematisch ab?
Nenne explizit, was du nicht untersuchst: „Die Arbeit konzentriert sich auf X und klammert bewusst Y aus, da...“ Das schärft den Fokus und zeigt methodisches Bewusstsein.
Wie lang sollte die Zielsetzung sein?
Für einen ersten Entwurf kannst du zum Beispiel drei bis fünf präzise Sätze planen. Bei einem eng begrenzten Ziel reicht auch ein Satz. Entscheidend ist, dass Hauptziel und Eingrenzung klar werden; passe den Umfang an dein Thema und deine fachlichen Vorgaben an.
Präsentation der Bachelorarbeit
Abstract der Bachelorarbeit
Das Fazit der Bachelorarbeit