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Die Eigenständigkeitserklärung bestätigt, dass du deine Seminararbeit selbst verfasst und alle Quellen angegeben hast. Hier findest du eine Vorlage zum Kopieren, den korrekten Aufbau und Tipps zur Platzierung und Unterschrift.
Eigenständigkeitserklärung: Eine unterschriebene Erklärung, dass du deine Seminararbeit selbst verfasst und alle Quellen korrekt angegeben hast. Die Erklärung steht je nach Vorgabe nach dem Deckblatt oder am Ende der Arbeit. Sie enthält vier Elemente: Überschrift, Erklärungstext, Ort/Datum und Unterschrift.
Was ist eine Eigenständigkeitserklärung?
Die Eigenständigkeitserklärung ist ein formales Dokument, mit dem du versicherst, dass du deine Seminararbeit ohne unerlaubte Hilfe verfasst hast. Du bestätigst damit, dass alle verwendeten Quellen und Hilfsmittel angegeben sind und keine Textpassagen ohne Kennzeichnung übernommen wurden.
Je nach Hochschule und Fachbereich wird diese Erklärung auch als Selbstständigkeitserklärung, ehrenwörtliche Erklärung oder eidesstattliche Versicherung bezeichnet. Die Begriffe werden oft synonym verwendet, es gibt aber rechtliche Unterschiede: Eine eidesstattliche Erklärung kann bei Falschangaben strafrechtliche Konsequenzen haben und wird häufiger bei Abschlussarbeiten verlangt. Bei Seminararbeiten reicht in der Regel eine einfache Eigenständigkeitserklärung. Entscheidend ist die Wortlaut-Vorlage deiner Fakultät oder Prüfungsordnung.
Die Erklärung ist mehr als eine Formalität: Sie macht deutlich, dass du die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis kennst und einhältst. Ohne diese Erklärung wird deine Arbeit an vielen Hochschulen nicht angenommen.
KI-Tools und Eigenständigkeitserklärung
Die Eigenständigkeitserklärung bezieht sich auf unerlaubte Hilfe. Was genau darunter fällt, ist nicht einheitlich geregelt und hängt von deiner Prüfungsordnung und den Vorgaben deiner Dozentin oder deines Dozenten ab. Besonders bei KI-Tools wie ChatGPT, DeepL oder Grammarly ist die Lage oft unklar.
Typischerweise erlaubt sind Rechtschreibprüfung, Formatierungshilfen und Literaturverwaltungsprogramme wie Citavi oder Zotero. Diese Tools unterstützen dich bei der Form, nicht beim Inhalt.
Grenzfälle sind Übersetzungstools wie DeepL oder Paraphrasierungsfunktionen. Wenn du ganze Absätze automatisch umformulieren lässt, kann das je nach Seminar als unerlaubte Hilfe gelten.
Oft problematisch ohne Freigabe ist es, wenn KI-Tools Textpassagen, Argumentationen oder Interpretationen für dich schreiben. Viele Hochschulen haben inzwischen eigene Regelungen dazu. Manche erlauben KI-Nutzung unter der Bedingung, dass du sie im Methodenteil oder Anhang dokumentierst.
Rechtschreibkorrektur genutzt?
In der Regel völlig unbedenklich und Teil der Standardbearbeitung.
Ganze Absätze umformulieren lassen?
Grenzfall. Wenn der Sinngehalt verändert wurde, solltest du dies vorher klären.
KI-generierte Argumentation?
Meist unzulässig ohne explizite Freigabe. Das verstößt gegen die Eigenständigkeit.
Vor der Abgabe klären: Manche Hochschulen verlangen eine separate KI-Erklärung oder einen Transparenzhinweis im Anhang. Frag per Mail oder in der Sprechstunde, was in deinem Seminar gilt.
Aufbau der Eigenständigkeitserklärung
Der Aufbau einer Eigenständigkeitserklärung ist standardisiert und enthält vier wesentliche Elemente. Viele Hochschulen stellen eigene Vorlagen bereit, die du verwenden solltest. Falls keine Vorlage existiert, orientiere dich an dieser Struktur.
Die Überschrift benennt das Dokument klar und eindeutig. Sie steht zentriert oder linksbündig oben auf der Seite.
Verwende exakt die Bezeichnung, die deine Hochschule in der Prüfungsordnung oder im Leitfaden vorgibt.
Der Haupttext enthält die verbindlichen Aussagen. Er bestätigt drei entscheidende Kernpunkte deiner Arbeit:
Du hast die Arbeit selbstständig und ohne unerlaubte fremde Hilfe angefertigt.
Alle verwendeten Quellen und Hilfsmittel sind vollständig und korrekt angegeben.
Wörtlich oder sinngemäß übernommene Stellen sind als solche eindeutig gekennzeichnet.
Unter dem Erklärungstext stehen Ort und Datum der Unterzeichnung. Dies bezeugt den Zeitpunkt der Fertigstellung.
„München, 15. Januar 2026" oder „München, den 15.01.2026"
Das Datum sollte dem Abgabetag entsprechen oder kurz davor liegen. Ein Datum weit vor der Abgabe wirkt unprofessionell.
Die Unterschrift macht die Erklärung rechtlich verbindlich. Sie muss zwingend handschriftlich erfolgen.
Standard-Platzierung Unterschriftenzeile mit deinem gedruckten Namen direkt darunter zur eindeutigen Identifikation.
Eine nur getippte Unterschrift reicht meist nicht aus. Kläre, ob ein Scan deiner echten Unterschrift akzeptiert wird.
Vorlage zum Kopieren
Diese Vorlage kannst du direkt übernehmen und anpassen. Ersetze die Angaben in eckigen Klammern durch deine eigenen Daten. Prüfe vorher, ob deine Hochschule eine eigene Vorlage vorgibt, diese hat immer Vorrang.
Eigenständigkeitserklärung
Hiermit erkläre ich, dass ich die vorliegende Arbeit mit dem Titel „[Titel der Seminararbeit]" selbstständig und ohne unerlaubte fremde Hilfe angefertigt habe. Alle verwendeten Quellen und Hilfsmittel sind vollständig angegeben. Wörtlich oder sinngemäß übernommene Textstellen habe ich als solche kenntlich gemacht.
Die Arbeit wurde in gleicher oder ähnlicher Form noch keiner anderen Prüfungsbehörde vorgelegt.
Ort & Datum
[Ort], den [Datum]
Unterschrift
[Vor- und Nachname]
Variante für Seminararbeiten: Manche Dozentinnen und Dozenten erwarten eine kürzere Fassung. Hier eine kompakte Alternative:
Erklärung
„Ich versichere, dass ich diese Seminararbeit selbstständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt habe. Alle wörtlich oder sinngemäß übernommenen Stellen sind als solche gekennzeichnet."
[Ort, Datum, Unterschrift]
Häufige Zusatzbausteine: Manche Prüfungsordnungen verlangen weitere Angaben oder Formulierungen. Hier zwei Beispiele, die du bei Bedarf ergänzen kannst:
„Bei der Erstellung dieser Arbeit wurden folgende KI-gestützte Tools verwendet: [Tool-Namen]. Die Nutzung ist im Anhang dokumentiert."
Nutze diesen Baustein nur, wenn dein Seminar eine KI-Dokumentation verlangt. Transparenz macht verbotene Nutzung nicht zulässig.
„Name: [Vor- und Nachname], Matrikelnummer: [Nummer], Studiengang: [Studiengang], Modul: [Modulbezeichnung]"
Wo steht die Eigenständigkeitserklärung?
Die Platzierung der Eigenständigkeitserklärung ist nicht einheitlich geregelt. Es gibt zwei übliche Positionen, die je nach Hochschule, Fachbereich oder Seminar variieren.
Variante 1: Nach dem Deckblatt. Die Erklärung steht direkt nach dem Deckblatt, noch vor dem Inhaltsverzeichnis. Diese Platzierung ist an vielen Universitäten üblich und stellt sicher, dass die Erklärung sofort sichtbar ist.
Variante 2: Am Ende der Arbeit. Die Erklärung folgt nach dem Literaturverzeichnis oder dem Anhang. Diese Position wird von manchen Prüfungsordnungen bevorzugt, weil die Erklärung so den formalen Abschluss bildet.
Seitenzählung: Die Eigenständigkeitserklärung wird unterschiedlich behandelt. Typische Varianten sind: ohne sichtbare Seitenzahl (häufigste Lösung), mit römischer Zählung im Vorspann zusammen mit Deckblatt und Inhaltsverzeichnis, oder die arabische Zählung beginnt erst ab der Einleitung. Ob die Erklärung im Inhaltsverzeichnis auftaucht, variiert ebenfalls.
So findest du die richtige Lösung: Schau in die Richtlinien deines Seminars oder die Prüfungsordnung. Wenn dort nichts steht, orientiere dich an Beispielarbeiten deines Fachbereichs oder frag direkt nach. Ein Blick ins PDF vor der Abgabe zeigt, ob die Nummerierung stimmt.
Unterschrift: Was du beachten musst
Die Unterschrift macht die Eigenständigkeitserklärung verbindlich. Ohne sie ist die Erklärung formal unvollständig und deine Arbeit wird möglicherweise nicht angenommen.
Handschriftlich unterschreiben: Bei gedruckter Abgabe muss die Unterschrift eigenhändig erfolgen. Eine getippte Unterschrift oder ein eingefügter Schriftzug in der Textverarbeitung gilt nicht als gültige Unterschrift. Drucke die Seite aus, unterschreibe sie und füge sie der Arbeit bei. Bei rein digitaler Abgabe gelten je nach Hochschule andere Regeln (siehe nächster Absatz).
Digitale Abgabe: Frag nach, welche Lösung akzeptiert wird. Manche Hochschulen akzeptieren eine eingescannte Unterschrift im PDF, andere verlangen ein separates, unterschriebenes Exemplar per Post oder persönlich. Vereinzelt gibt es auch digitale Signaturlösungen. Kläre das rechtzeitig vor dem Abgabetermin.
Vollständiger Name: Neben der Unterschrift sollte dein vollständiger Name lesbar stehen, entweder gedruckt darunter oder darüber. Das stellt sicher, dass die Unterschrift eindeutig zugeordnet werden kann.
Typische Fehler vermeiden
Damit deine Eigenständigkeitserklärung formal korrekt ist, solltest du diese häufigen Fehlerquellen kennen und gezielt umgehen:
- Eigenständigkeitserklärung vergessen: Der häufigste Fehler. Ohne die Erklärung wird deine Arbeit an vielen Hochschulen nicht angenommen. Setze sie auf deine Checkliste für die Abgabe.
- Unterschrift fehlt: Eine nicht unterschriebene Eigenständigkeitserklärung ist wertlos. Unterschreibe direkt nach dem Druck, bevor du die Arbeit bindest oder abgibst.
- Falsche Vorlage verwendet: Prüfe immer zuerst auf der Website deines Fachbereichs, ob es verbindliche Formulierungen gibt, bevor du eine allgemeine Vorlage nutzt.
- Datum stimmt nicht: Das Datum sollte dem Abgabetag entsprechen oder wenige Tage davor liegen. Ein unrealistisches Datum wirkt unprofessionell.
- Titel der Arbeit fehlerhaft: Ein Tippfehler im Titel wirkt nachlässig. Gleiche den Titel exakt mit dem Deckblatt ab.
- Veralteter Wortlaut: Prüfungsordnungen werden aktualisiert. Hole dir immer die aktuellste Version der Vorlage von deiner Fakultät.
- Falsche Erklärungsart: Verwechsle nicht die einfache Eigenständigkeitserklärung mit einer eidesstattlichen Versicherung, sofern nicht ausdrücklich verlangt.
Nächster Schritt: Von der Erklärung zur Abgabe
Deine Eigenständigkeitserklärung ist fertig, wenn sie alle vier Elemente enthält und handschriftlich unterschrieben ist. Nutze diese Checkliste, bevor du abgibst:
Korrekte Vorlage verwendet?
Vorgabetext der Hochschule in der aktuellsten Version genutzt.
Platzierung geprüft?
Direkt nach dem Deckblatt oder am Ende, wie im Leitfaden gefordert.
Aktuelles Datum?
Das Datum liegt zeitnah zum Abgabetermin der Seminararbeit.
Handschriftliche Unterschrift?
Die Erklärung ist eigenhändig unterschrieben (nicht nur getippt).
Titel-Abgleich?
Der Titel der Arbeit stimmt exakt mit der Angabe auf dem Deckblatt überein.
Kontrolliere auch die anderen formalen Bestandteile: Stimmt das Inhaltsverzeichnis mit den Kapitelüberschriften überein? Sind alle Quellen im Literaturverzeichnis aufgeführt? Ist die Formatierung einheitlich?
Druckfertig machen: Wenn alles geprüft ist, exportiere dein Dokument als PDF. Drucke ein Exemplar aus und unterschreibe die Eigenständigkeitserklärung, bevor du die Arbeit bindest. Falls du deine Seminararbeit gedruckt abgeben musst, eignen sich für den Umfang besonders kompakte Bindungen wie Softcover oder Spiralbindung.
Häufig gestellte Fragen
Muss die Eigenständigkeitserklärung unterschrieben werden?
In der Regel ja. Die meisten Hochschulen und Seminare verlangen eine handschriftliche Unterschrift. Bei digitaler Abgabe frag nach, ob eine eingescannte Unterschrift akzeptiert wird oder ob du ein separates unterschriebenes Exemplar einreichen musst.
Wo steht die Eigenständigkeitserklärung in der Seminararbeit?
Die Platzierung variiert je nach Hochschule. Übliche Positionen sind direkt nach dem Deckblatt (vor dem Inhaltsverzeichnis) oder ganz am Ende der Arbeit (nach dem Literaturverzeichnis oder Anhang). Schau in die Richtlinien deines Seminars.
Was passiert, wenn ich die Eigenständigkeitserklärung vergesse?
Eine fehlende Eigenständigkeitserklärung kann dazu führen, dass deine Arbeit nicht angenommen wird. Manche Prüfungsämter setzen eine Nachfrist, andere werten die Arbeit als nicht bestanden. Kontrolliere vor der Abgabe, ob die Erklärung enthalten und unterschrieben ist.
Darf ich ChatGPT, DeepL oder Grammarly nutzen und trotzdem unterschreiben?
Das hängt von der konkreten Funktion und den Vorgaben deines Seminars ab. Grammarly zur Rechtschreibkorrektur ist meist unproblematisch, DeepL zum Übersetzen einzelner Begriffe oft auch. Kritisch wird es, wenn Tools ganze Absätze umformulieren oder Argumentation und Interpretation generieren. Entscheidend ist: Stammt der Inhalt von dir oder von der KI? Kläre vor der Abgabe, was erlaubt ist und ob du die Nutzung dokumentieren musst.
Ist Eigenständigkeitserklärung und eidesstattliche Erklärung dasselbe?
Nicht ganz. Eine eidesstattliche Erklärung hat rechtlich mehr Gewicht und kann bei Falschangaben strafrechtliche Konsequenzen haben. Sie wird vor allem bei Abschlussarbeiten verlangt. Bei Seminararbeiten reicht häufig eine einfache Eigenständigkeitserklärung. Entscheidend ist die Wortlaut-Vorlage deiner Fakultät.
Zählt die Eigenständigkeitserklärung zur Seitenzahl?
Das variiert. Typische Varianten: ohne sichtbare Seitenzahl (häufigste Lösung), mit römischer Zählung im Vorspann (zusammen mit Deckblatt/Inhaltsverzeichnis), oder die arabische Zählung beginnt erst ab der Einleitung. Schau in die Richtlinien deines Seminars, orientiere dich an Beispielarbeiten oder frag direkt nach. Ein Blick ins PDF vor der Abgabe zeigt, ob die Nummerierung stimmt.
Muss die Eigenständigkeitserklärung ins Inhaltsverzeichnis?
Meistens nicht. Die Eigenständigkeitserklärung gehört zu den formalen Bestandteilen und wird in der Regel nicht im Inhaltsverzeichnis aufgeführt. Es gibt jedoch Ausnahmen: Manche Prüfungsordnungen verlangen einen Eintrag. Schau in die Vorgaben deines Seminars oder orientiere dich an Beispielarbeiten deines Fachbereichs.
Was gehört nicht in die Eigenständigkeitserklärung?
Die Erklärung ist ein formales Dokument und enthält nur die vorgegebenen Aussagen. Danksagungen, inhaltliche Kommentare zur Arbeit, Begründungen für deine Themenwahl oder persönliche Anmerkungen gehören nicht hierhin. Falls du eine Danksagung schreiben möchtest, platziere sie auf einer separaten Seite.
Roter Faden in der Seminararbeit
Zeitmanagement für die Seminararbeit
Argumentation in der Seminararbeit