Kalender 2026-01-17

Präsentation Projektarbeit: Aufbau, Handout und Vorbereitung

Präsentation einer Projektarbeit vorbereiten: Aufbau, Handout und Tipps | BachelorHero

Inhaltsverzeichnis

Die Präsentation deiner Projektarbeit ist der letzte Schritt vor dem Abschluss. Je nach Prüfungsordnung stellst du dein Projekt in typischerweise 10 bis 15 Minuten vor und beantwortest im anschließenden Fachgespräch die Fragen des Prüfungsausschusses. Hier bekommst du einen konkreten Folien-Blueprint, eine Handout-Vorlage, einen Fragenkatalog fürs Fachgespräch und Strategien für typische Problemsituationen.

Auf den Punkt gebracht

Die Präsentation deiner Projektarbeit erfolgt in fünf Phasen: 1. Einstieg (Begrüßung, Thema, Überblick), 2. Problemstellung (Ausgangssituation, Ziel), 3. Vorgehen (Methode, Entscheidungen), 4. Ergebnisse (Lösung, Kennzahlen, Vorher/Nachher), 5. Fazit (Bewertung, Lessons Learned). Die genaue Zeit variiert je nach Prüfungsordnung. Bei IHK-Prüfungen sind häufig 10 bis 15 Minuten Präsentation und etwa 15 Minuten Fachgespräch vorgesehen.

Schnellstart: Vorbereitung nach Zeitbudget

Je nachdem, wie viel Zeit dir bleibt, setzt du unterschiedliche Prioritäten. Die folgende Übersicht zeigt dir, worauf du dich konzentrieren solltest.

Wenn du nur noch 2 Stunden hast

Fokussiere dich auf drei Dinge: Erstens, sichere deine Präsentation als PPTX und PDF auf einem USB-Stick. Zweitens, sprich die Ergebnis-Folie einmal laut durch, denn dort liegen die meisten Fragen. Drittens, überlege dir einen Satz für den Fall, dass du eine Frage nicht beantworten kannst (siehe Abschnitt Fachgespräch).

Wenn du 1 bis 2 Tage hast

Erstelle das Handout und drucke es aus. Übe die Präsentation zweimal komplett mit Stoppuhr. Notiere dir zu jeder Folie mögliche Rückfragen und formuliere Kurzantworten. Bereite die Technik vor: Präsentation als PPTX und PDF, Schriften eingebettet, USB-Stick getestet.

Wenn du eine Woche hast

Baue die Präsentation in Ruhe nach dem Folien-Blueprint auf. Übe mindestens viermal, davon einmal vor einer anderen Person, die dir Feedback gibt. Geh den Fragenkatalog durch und beantworte jede Frage einmal laut. Teste die Technik am tatsächlichen Präsentationsort, falls möglich. Plane einen Probevortrag zwei Tage vor dem Termin ein.

IHK-Prüfung oder Hochschule: Was ist anders?

Die Anforderungen an deine Präsentation unterscheiden sich je nach Prüfungskontext. Bei einer IHK-Abschlussprüfung liegt der Fokus auf dem betrieblichen Nutzen. Der Prüfungsausschuss want wissen, welches Problem du im Betrieb gelöst hast, wie wirtschaftlich deine Lösung ist und ob du Alternativen geprüft hast. Typische Fragen im Fachgespräch drehen sich um Kosten, Zeitersparnis und Übertragbarkeit auf andere Abteilungen.

Bei einer Hochschul- oder Fachschulpräsentation wird oft mehr Wert auf die methodische Fundierung gelegt. Hier solltest du erklären können, warum du eine bestimmte Vorgehensweise gewählt hast und wie sie sich wissenschaftlich einordnen lässt. Das Fachgespräch ist manchmal kürzer oder entfällt ganz, dafür werden Rückfragen direkt im Anschluss an die Präsentation gestellt.

Die Handout-Pflicht variiert ebenfalls. Bei IHK-Prüfungen ist ein Handout häufig erwartet, bei Hochschulpräsentationen oft optional. In seltenen Fällen ist ein Handout ausdrücklich nicht gewünscht. Kläre das vorab mit deiner Prüfungsstelle. Wenn keine Vorgabe existiert, ist ein Handout meist sinnvoll, weil es Professionalität zeigt und dem Prüfungsausschuss das Folgen erleichtert.

Aufbau der Präsentation: Fünf Phasen

Aufbau einer Projektarbeit Präsentation: Einstieg, Problemstellung, Vorgehen, Ergebnisse, Fazit | BachelorHero

Die fünf Phasen orientieren sich am Aufbau deiner schriftlichen Gliederung, sind aber auf das mündliche Format angepasst. Die Zeitangaben gelten für eine 12-Minuten-Präsentation. Bei 10 Minuten kürzt du insgesamt um 2 Minuten: Einstieg und Problemstellung jeweils 30 Sekunden straffer, Vorgehen um etwa 1 Minute kürzen. Bei 15 Minuten vertiefst du vor allem die Ergebnisse.

Phase 1: Einstieg (etwa 1 Minute)

Begrüße kurz, nenne deinen Namen, das Thema und gib einen Satz zum Ablauf: „Ich stelle Ihnen mein Projekt in fünf Schritten vor: Ausgangssituation, Vorgehen, Ergebnisse, Fazit und Ausblick." Vermeide lange Vorstellungsrunden.

Phase 2: Problemstellung (etwa 2 Minuten)

Erkläre die Ausgangssituation: Welches Problem bestand? Warum war es relevant? Formuliere das Projektziel messbar: „Ziel war, die Bearbeitungszeit von X auf Y zu reduzieren" oder „Ziel war, ein System für Z zu entwickeln, das Anforderung A und B erfüllt."

Phase 3: Vorgehen (etwa 3 Minuten)

Beschreibe deine Methode und die wichtigsten Entscheidungen. Zeige, dass du Alternativen geprüft hast: „Wir haben drei Optionen verglichen und uns für X entschieden, weil..." Das ist der Teil, in dem du fachliche Kompetenz zeigst. Geh nicht zu tief ins Detail, sondern bleib bei den Entscheidungen.

Phase 4: Ergebnisse (etwa 4 Minuten)

Präsentiere deine Lösung mit konkreten Zahlen. Zeige einen Vorher-Nachher-Vergleich, wenn möglich. Nutze Screenshots, ein Diagramm oder eine kurze Demo. Vergleiche das Ergebnis mit dem ursprünglichen Ziel: „Das Ziel war X, erreicht haben wir Y." Diese Phase verdient die meiste Aufmerksamkeit, weil sie den Erfolg deines Projekts zeigt.

Phase 5: Fazit (etwa 2 Minuten)

Fasse zusammen, was gut lief und was du beim nächsten Mal anders machen würdest. Benenne einen konkreten Ausblick: Wie geht es mit dem Projekt weiter? Gibt es Erweiterungsmöglichkeiten? Schließe mit einem klaren Satz: „Damit bin ich am Ende meiner Präsentation und freue mich auf Ihre Fragen."

Folien-Blueprint zum Übernehmen

Dieser Blueprint zeigt dir Folie für Folie, was draufgehört. Die Variante für 10 Minuten hat 9 Folien, die für 15 Minuten 13 Folien. Passe die Anzahl an deine vorgegebene Zeit an.

Blueprint für 10-Minuten-Präsentation (9 Folien)

Folie 1: Titel

Projektthema, dein Name, Datum, Ausbildungsbetrieb oder Hochschule. Sonst nichts.

Folie 2: Agenda

Die fünf Phasen als Überblick: Ausgangssituation, Vorgehen, Ergebnisse, Fazit, Ausblick.

Folie 3: Problemstellung

Das Problem in einem Satz, das Projektziel messbar formuliert. Beispiel: „Ziel: Bearbeitungszeit von 5 auf 2 Tage reduzieren."

Folie 4: Vorgehen und Methode

Welche Methode hast du gewählt? Welche Alternativen gab es? Warum diese Entscheidung?

Folie 5: Umsetzung

Die wichtigsten Arbeitsschritte als Timeline oder Ablauf. Maximal 4 bis 5 Schritte.

Folie 6: Ergebnis mit Kennzahlen

Vorher-Nachher-Vergleich mit konkreten Zahlen. Beispiel: „Bearbeitungszeit: vorher 5 Tage, nachher 1,8 Tage."

Folie 7: Screenshot oder Demo

Zeige das Ergebnis visuell: Screenshot der Anwendung, Foto des Produkts, Diagramm der Verbesserung.

Folie 8: Fazit und Lessons Learned

Was lief gut? Was würdest du anders machen? Zeigt Reflexionsfähigkeit und passt zum Abschnitt Reflexion/Learnings.

Folie 9: Ausblick und Abschluss

Wie geht es weiter? Danke und Überleitung zum Fachgespräch.

Zusätzliche Folien für 15-Minuten-Präsentation

Bei 15 Minuten hast du Raum für mehr Tiefe. Ergänze nach Folie 3 eine Folie zur Ist-Analyse (detaillierte Beschreibung des Ausgangszustands). Teile Folie 5 in zwei Folien auf: eine für die Planungsphase, eine für die Umsetzung. Füge nach der Ergebnis-Folie eine Folie zur Wirtschaftlichkeit ein. Das ergibt 13 Folien.

Die Wirtschaftlichkeits-Folie zeigt typischerweise drei Bereiche: Erstens die Kosten (Personalstunden, Materialkosten, Lizenzkosten). Zweitens den Nutzen (eingesparte Zeit pro Vorgang, reduzierte Fehlerquote, vermiedene Kosten). Drittens die Amortisation, etwa: „Bei 50 Vorgängen pro Monat und 20 Minuten Ersparnis pro Vorgang amortisiert sich das Projekt nach 4 Monaten."

Folien-Design: So werden sie prüfungstauglich

Der Blueprint sagt, was auf die Folien gehört. Hier die wichtigsten Regeln, wie sie visuell funktionieren. Verwende Schriftgröße 24 bis 32 Punkt für Überschriften und mindestens 18 Punkt für Text. Alles darunter ist vom Beamer schwer lesbar. Nutze maximal zwei bis drei Farben und achte auf ausreichend Kontrast (dunkle Schrift auf hellem Grund oder umgekehrt). Verzichte auf Animationen und Soundeffekte, sie wirken in Prüfungssituationen oft unprofessionell und können technische Probleme verursachen. Ein einheitliches Layout über alle Folien hinweg signalisiert Sorgfalt.

Das Handout: Vorlage und Aufbau

Handout für die Projektarbeit Präsentation: Aufbau und Beispiel | BachelorHero

Das Handout fasst dein Projekt auf einer Seite zusammen. Es dient dem Prüfungsausschuss als Orientierung während des Vortrags und als Grundlage für das Fachgespräch. Bei IHK-Prüfungen ist ein Handout häufig erwartet, bei Hochschulpräsentationen oft optional.

Vorlage zum Übernehmen

Vorlage: Handout Struktur

Kopfzeile: Name, Prüfungsdatum, Thema der Projektarbeit, Ausbildungsbetrieb/Hochschule

Block 1 – Ausgangssituation: Problem in 2 bis 3 Sätzen, Projektziel messbar formuliert

Block 2 – Vorgehen: Gewählte Methode, wichtigste Entscheidung, geprüfte Alternative

Block 3 – Ergebnis: Kernkennzahl (Vorher/Nachher), wichtigste Erkenntnis

Block 4 – Fazit: Was lief gut, was würdest du anders machen, Ausblick

Fußzeile: Wichtigste Quelle oder weiterführende Information (optional)

Was nicht aufs Handout gehört

Fließtext hat auf dem Handout nichts verloren. Der Prüfungsausschuss soll dir zuhören, nicht lesen. Ebenso verzichte auf komplette Methodikdetails, lange Quellenverzeichnisse und alles, was du in der Präsentation nicht erwähnst. Das Handout ist eine Kurzfassung, kein Auszug aus der schriftlichen Arbeit.

Drucke genügend Exemplare für alle Prüfenden aus, in der Regel 3 bis 4 Stück. Ein sauber gedrucktes Handout auf gutem Papier wirkt professioneller als ein schief kopiertes Blatt.

Zeitmanagement und Notfallplan

Ein Richtwert fürs Sprechtempo: etwa 120 bis 140 Wörter pro Minute. Das ist langsamer, als die meisten im Alltag sprechen, aber angemessen für eine Präsentation. Bei 12 Minuten Redezeit entspricht das etwa 1.500 Wörtern als grobe Orientierung. Beim freien Sprechen zählt allerdings die Struktur, nicht der exakte Wortlaut.

Zeitmarken setzen: Bei einer 12-Minuten-Präsentation ist eine typische Orientierung: Nach 3 Minuten die Problemstellung abgeschlossen, nach 6 Minuten mitten im Vorgehen, nach 9 Minuten Beginn des Fazits. Passe diese Marken an deine vorgegebene Zeit an und schreibe sie auf deine Moderationskarten.

Notfallplan bei Zeitproblemen: Wenn du nach 6 Minuten noch bei der Problemstellung bist, kürze das Vorgehen radikal. Überspringe die Detailfolie zur Umsetzung und geh direkt zu den Ergebnissen. Das Fazit darfst du nie opfern, weil es den Abschluss bildet.

Erstelle vor der Präsentation eine Cut-Liste: Welche Folien oder Passagen kannst du im Notfall weglassen? Typische Kandidaten sind die detaillierte Umsetzungsfolie und ausführliche Beispiele. Die Ergebnis-Folie mit Kennzahlen bleibt immer drin.

Fachgespräch: Fragenkatalog mit Antwortstrategien

Nach der Präsentation folgt das Fachgespräch. Der Prüfungsausschuss stellt Fragen zu deinem Projekt, deinem Vorgehen und deinem Fachgebiet. Die Fragen lassen sich in fünf Kategorien einteilen. Zu jeder Kategorie findest du hier typische Fragen und ein Antwort-Framework.

Kategorie 1: Entscheidungen und Alternativen

„Warum haben Sie sich für diese Lösung entschieden?" „Welche Alternativen gab es?"

Antwort-Framework: Nenne die Alternativen, beschreibe die Entscheidungskriterien (Kosten, Zeit, Machbarkeit) und erkläre, warum die gewählte Lösung diese Kriterien am besten erfüllt.

Kategorie 2: Risiken und Trade-offs

„Welche Risiken gab es?" „Was haben Sie bewusst in Kauf genommen?"

Antwort-Framework: Benenne das Risiko konkret, erkläre, wie du es bewertet hast, und beschreibe die Maßnahme, die du ergriffen hast (akzeptiert, minimiert, vermieden).

Kategorie 3: Wirtschaftlichkeit

„Was hat das Projekt gekostet?" „Welchen Nutzen hat es gebracht?" „Wann amortisiert sich die Investition?"

Antwort-Framework: Nenne konkrete Zahlen (Personalstunden, Materialkosten, eingesparte Zeit pro Vorgang). Wenn du keinen ROI berechnet hast, erkläre, warum (z. B. qualitativer Nutzen, der sich nicht beziffern lässt).

Kategorie 4: Qualität und Validierung

„Wie haben Sie die Qualität sichergestellt?" „Wie haben Sie getestet?"

Antwort-Framework: Beschreibe dein Testverfahren (Funktionstest, Nutzertest, Review durch Fachkollegen). Nenne ein konkretes Beispiel für einen gefundenen und behobenen Fehler.

Kategorie 5: Übertragbarkeit

„Lässt sich die Lösung auf andere Bereiche übertragen?" „Was wäre in einem anderen Umfeld anders?"

Antwort-Framework: Erkläre, welche Teile der Lösung übertragbar sind und welche Anpassungen nötig wären. Zeige, dass du über den Tellerrand gedacht hast.

Wenn du eine Frage nicht beantworten kannst

Ehrlichkeit ist besser als Herumreden. Nutze einen dieser Sätze: „Das haben wir im Rahmen des Projekts nicht untersucht, weil der Fokus auf X lag." Oder: „Diese Frage kann ich nicht sicher beantworten. Ich würde das im Nachgang prüfen und mich dazu informieren." Der Prüfungsausschuss erwartet nicht, dass du alles weißt. Er erwartet Reflexionsfähigkeit.

Technik-Backup: Formate, Schriften, Demo

Technische Probleme sind vermeidbar, wenn du vorbereitet bist. Die wichtigsten Punkte im Überblick.

Dateiformate: Speichere deine Präsentation als PPTX (oder das Format deines Programms) und zusätzlich als PDF. Das PDF ist dein Backup, falls die Originaldatei nicht funktioniert. Bring beides auf einem USB-Stick mit. Wenn du einen eigenen Laptop nutzen darfst, nimm trotzdem den USB-Stick als zweite Absicherung mit.

Schriften einbetten: Wenn du eine besondere Schriftart verwendest, bette sie in die Präsentation ein. In PowerPoint geht das unter Datei, Optionen, Speichern, „Schriftarten in der Datei einbetten". Alternativ: Verwende nur Standardschriften wie Arial oder Calibri.

Seitenverhältnis: Kläre vorab, ob der Beamer 16:9 oder 4:3 darstellt. Erstelle deine Präsentation im passenden Format. Im Zweifel ist 16:9 heute Standard.

Live-Demo sicher durchführen: Prüfe vorher drei Punkte: Zeigt die Demo etwas, das ein Screenshot nicht zeigen kann? Ist das Risiko eines technischen Problems vertretbar? Hast du ein Backup (Screenshots oder Video) vorbereitet? Wenn du alle drei Fragen mit Ja beantwortest, plane den Ablauf genau. Starte die Anwendung vor der Präsentation, damit sie beim Zeigen sofort bereit ist. Wenn die Demo scheitert, wechsle ohne Hektik: „Die Live-Ansicht zeige ich Ihnen hier als Screenshot." Übe den Wechsel einmal, damit er im Ernstfall flüssig klappt.

Typische Fehler und wie du sie vermeidest

Zu viel Text auf den Folien. Ursache: Du nutzt die Folien als Skript, weil du unsicher bist. Gegenmaßnahme: Reduziere jede Folie auf maximal 5 Stichpunkte. Schreibe dir Moderationskarten mit den Formulierungen, die du sprechen willst. Die Folie zeigt nur das Stichwort, du erklärst den Rest mündlich.

Ablesen statt frei sprechen. Ursache: Zu wenig geübt oder zu viel Text als Sicherheitsnetz. Gegenmaßnahme: Übe mindestens viermal komplett, davon zweimal ohne auf die Folien zu schauen. Wenn du den Inhalt kennst, brauchst du die Folien nur noch als Orientierung.

Zeitvorgabe deutlich verfehlt. Ursache: Nicht mit Stoppuhr geübt oder Nervosität am Prüfungstag. Gegenmaßnahme: Übe jeden Durchlauf mit Stoppuhr. Plane einen Puffer von 1 Minute ein. Erstelle eine Cut-Liste für den Notfall.

Technik funktioniert nicht. Ursache: Nur ein Format mitgebracht, Schriften nicht eingebettet, Beamer-Auflösung nicht geprüft. Gegenmaßnahme: PPTX und PDF auf USB-Stick, Schriften einbetten, Format vorab klären, 10 Minuten vor Beginn im Raum sein und testen.

Fachgespräch unterschätzt. Ursache: Fokus nur auf die Präsentation, keine Vorbereitung auf Rückfragen. Gegenmaßnahme: Geh den Fragenkatalog oben durch und formuliere zu jeder Kategorie eine Antwort. Bitte jemanden, dich abzufragen.

Nächster Schritt: Probevortrag und Technikcheck

Deine Präsentation ist fertig, wenn der Folien-Blueprint umgesetzt ist, das Handout gedruckt vorliegt und du den Fragenkatalog durchgearbeitet hast. Der letzte Schritt vor dem Prüfungstermin ist der Probevortrag. Halte ihn vor einer Person, die dir ehrliches Feedback gibt. Achte dabei auf Zeit, Verständlichkeit und Blickkontakt.

Am Abend vorher

USB-Stick mit PPTX und PDF packen. Handouts zählen und einpacken. Moderationskarten bereitlegen. Kleidung rauslegen. Wecker stellen mit Puffer für Anfahrt.

Am Prüfungstag

Früh genug ankommen (mindestens 15 Minuten vor Beginn). Technik testen, falls Raum zugänglich. Handouts auslegen. Wasser bereitstellen. Kurz durchatmen, dann loslegen.

Wenn du noch an der schriftlichen Arbeit feilst, helfen dir die Artikel zur Einleitung, zum Fazit und zur Gliederung der Projektarbeit weiter.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Folien sind wirklich sinnvoll?

Für 10 Minuten etwa 8 bis 10 Folien, für 15 Minuten etwa 12 bis 14 Folien. Weiche davon ab, wenn eine komplexe Grafik mehr Zeit braucht oder ein Abschnitt komplett ohne Folie auskommt. Entscheidend ist, dass jede Folie einen klaren Zweck hat und du nicht hetzt.

Darf ich während der Präsentation Notizen verwenden?

Ja, Notizen sind erlaubt und sinnvoll. Moderationskarten mit Stichworten sind ideal: Sie passen in die Hand, du kannst sie unauffällig nutzen und behältst trotzdem Blickkontakt. Vermeide ausformulierte Sätze, sonst rutschst du ins Ablesen. Manche nutzen auch einen Ausdruck der Folien als Gedächtnisstütze.

Soll ich eine Live-Demo zeigen oder lieber nicht?

Eine Demo lohnt sich, wenn dein Ergebnis visuell oder interaktiv ist und der Prüfungsausschuss es sonst nicht greifen kann. Verzichte darauf, wenn die Demo nur zeigt, was ein Screenshot auch kann, oder wenn sie länger als 2 Minuten dauert. Im Zweifel: Screenshots sind sicherer und reichen oft aus.

Was, wenn ich in der Fragerunde kritisch angegriffen werde?

Bleib sachlich und nimm die Kritik ernst. Erkläre deine Entscheidung mit konkreten Gründen: „Wir haben uns für X entschieden, weil das die Anforderungen am besten erfüllt hat." Wenn die Kritik berechtigt ist, gib das zu: „Das ist ein valider Punkt. Im Nachhinein hätte ich das anders gelöst." Das zeigt Reflexionsfähigkeit.

Welche Unterlagen muss ich mitbringen?

Standardmäßig: USB-Stick mit Präsentation (PPTX und PDF), ausgedruckte Handouts für alle Prüfenden (oft 3 bis 4 Exemplare), Moderationskarten, gegebenenfalls deine schriftliche Arbeit. Kläre vorab, ob du einen eigenen Laptop mitbringen darfst oder den Raum-PC nutzen musst.

Wie unterscheidet sich die IHK-Präsentation von einer Hochschulpräsentation?

Bei der IHK liegt der Fokus stark auf dem betrieblichen Nutzen, der Wirtschaftlichkeit und der praktischen Umsetzung. Typische Fragen drehen sich um Kosten, Zeitersparnis und Übertragbarkeit. An Hochschulen wird mehr Wert auf methodische Fundierung, wissenschaftliche Einordnung und Quellenarbeit gelegt. Das Fachgespräch bei der IHK ist praxisnäher, an Hochschulen oft theoretischer.

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