Plagiatsprüfung der Bachelorarbeit: Vorgehen, Tools und Risiken vermeiden

Ein Scanner und ein Manuskript mit markierter Passage und Quellenzettel symbolisieren die Plagiatsprüfung der Bachelorarbeit.

Die Plagiatsprüfung deiner Bachelorarbeit zeigt, welche Textpassagen mit Quellen in den jeweils durchsuchten Datenbeständen übereinstimmen. Sie kann weder bestätigen, dass alle Quellen korrekt gekennzeichnet sind, noch allein feststellen, ob ein Plagiat vorliegt. Prüfe den Bericht deshalb Treffer für Treffer im Kontext. Hier erfährst du, wie Ähnlichkeitssoftware funktioniert, welche Zugänge infrage kommen und wie du Ergebnisse richtig einordnest.

Verbessere Belege und Formulierungen selbst und lade vertrauliche Inhalte nur in Dienste hoch, deren Datenschutz und Speicherregeln du geprüft hast.

Auf einen Blick
  • Eine Plagiatsprüfung vergleicht deinen Text mit den für den jeweiligen Auftrag ausgewählten Datenbeständen und markiert Übereinstimmungen.

  • Der Bericht ist kein Plagiatsurteil: Prüfe Treffer im Kontext, statt die Quote allein zu bewerten.

  • Zeitpuffer: Plane für eine freiwillige Vorabprüfung zwei bis drei Tage für Korrekturen ein und beachte mögliche Wartezeiten bei erneuten Einreichungen.

  • Zugang: Nutze bevorzugt den freigegebenen Hochschulzugang und kläre bei anderen Diensten vor dem Upload Speicherung, Löschung, Vertraulichkeit und Rechte am Text.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Plagiatsprüfung?

Eine Plagiatsprüfung ist ein automatisierter Textabgleich. Welche Internetseiten, Publikationen und früheren Einreichungen durchsucht werden, hängt vom Dienst, der Lizenz und den Einstellungen des Auftrags ab. Der daraus erzeugte Ähnlichkeitsbericht weist gefundene Textübereinstimmungen und eine Ähnlichkeitsquote aus.

Die Software erkennt nicht automatisch ein Plagiat. Ob eine Stelle problematisch ist, beurteilen Menschen anhand von Kennzeichnung, Quelle und Kontext. Ein korrekt gekennzeichnetes und belegtes wörtliches Zitat kann deshalb als Treffer erscheinen, ohne ein Plagiat zu sein.

Schematischer Ablauf vom Textabgleich über den Bericht mit markierten Übereinstimmungen bis zum Einordnen der Treffer nach Quelle und Kontext.

Lade deine Arbeit im vorgegebenen Format hoch, zum Beispiel als Word-Datei oder PDF mit auswählbarem Text. Der Dienst gleicht sie mit den aktivierten Datenbeständen ab. Wenn du Zugriff auf den Bericht hast, öffne die markierten Stellen und vergleiche sie mit den angezeigten Quellen. Dateiformat, Bearbeitungszeit und Berichtszugriff richten sich nach Dienst und Aufgabe.

Wann und wie oft prüfen?

Wenn du Zugang zu einer Vorabprüfung hast, plane sie zwei bis drei Tage vor der Abgabe ein. So bleibt Zeit, Belege und Formulierungen zu korrigieren. Beachte die Wiederholungsregeln des Dienstes: Bei Turnitins Standard-(Classic)-Aufgaben gilt ab der vierten erneuten Einreichung eine Wartezeit von 24 Stunden für den neuen Bericht.

Empfohlener Zeitplan

Eine Zwischenprüfung nach etwa der Hälfte der Schreibzeit hilft, systematische Zitierfehler früh zu erkennen. Die finale Prüfung erfolgt, wenn der Text inhaltlich fertig ist, aber noch Zeit für Korrekturen bleibt.

  • Zwischenprüfung: Nach ca. 50 % der Schreibzeit, um Zitiermuster zu kontrollieren.

  • Finale Prüfung: 2 bis 3 Tage vor der Abgabe, nach dem letzten inhaltlichen Korrekturlesen.

Hinweis zu Vorgaben: Ob und durch wen geprüft wird, ob du Zugriff auf den Bericht erhältst und ob mehrere Uploads erlaubt sind, legt deine Hochschule fest. Informiere dich frühzeitig beim Prüfungsamt oder deiner Betreuung über den für dich geltenden Ablauf.

Plagiatssoftware: Diese Tools gibt es

Vier Punkte, die vor dem Upload in eine Plagiatssoftware zu klären sind, Freigabe, Suchbestände, Speicherung und Vertraulichkeit.

Die Wahl der Plagiatssoftware hängt davon ab, was deine Hochschule nutzt und welche Zugänge dir zur Verfügung stehen. Entscheidend ist nicht nur der Produktname: Die tatsächlich durchsuchten Bestände hängen von Lizenz, Auftragseinstellungen und verfügbaren Repositorien ab. Prüfe deshalb im Bericht oder in den Hochschulhinweisen, welche Quellenarten einbezogen sind.

Turnitin

Falls deine Hochschule Turnitin einsetzt, legt die Institution fest, wer hochlädt, welche Such- und Speicheroptionen gelten und ob Studierende den Bericht sehen. Der Ähnlichkeitsbericht markiert gefundene Textübereinstimmungen; er entscheidet nicht, ob ein Plagiat vorliegt. Prüfe jeden zugänglichen Treffer im Kontext und lade die Arbeit nicht zusätzlich bei einem nicht freigegebenen Drittanbieter hoch.

iThenticate und das eingestellte Ouriginal

Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Münster stellt wissenschaftlichen Mitarbeitenden iThenticate über PAssessor zur Verfügung. Ouriginal wurde am 30. Juni 2026 eingestellt; Turnitin nennt Similarity als Alternative. Prüfe auf der Hochschulseite, welcher Dienst und Zugang für deine Arbeit vorgesehen sind.

Online-Checks außerhalb der Hochschule gibt es in kostenlosen und kostenpflichtigen Varianten. Aus Preis oder Anbieterbezeichnung lässt sich nicht verlässlich ableiten, welche Datenbestände durchsucht werden oder was mit deiner Datei geschieht. Prüfe deshalb vor dem Upload die konkreten Bedingungen.

Wird ein Text in einem Repositorium gespeichert, kann er bei einer späteren Prüfung als Übereinstimmung erscheinen. Zusätzlich können unveröffentlichte Inhalte, personenbezogene Daten oder vertrauliche Unternehmensinformationen besonderen Schutzanforderungen unterliegen.

Sicherer Ablauf

Nutze bevorzugt ein von deiner Hochschule freigegebenes Tool. Andernfalls kläre vor dem Upload Suchbestände, Speicherort, Speicherzweck, Aufbewahrungsdauer, Löschung, Vertraulichkeit und Rechte am Text. Frag Betreuung oder Prüfungsamt nach einem institutionellen Zugang.

Ergebnisse richtig interpretieren

Die Ähnlichkeitsquote ist eine Zahl, kein Urteil. Sie hängt vom Text, den ausgewählten Datenbeständen und den Filtern oder Ausschlüssen ab. Eine Quote von 20 % kann unbedenklich sein, wenn alle markierten Stellen korrekt gekennzeichnet und belegt sind. Umgekehrt kann eine niedrige Quote von 3 % kritisch sein, wenn darunter eine längere Passage ohne Beleg ist. Einen allgemeingültigen Grenzwert gibt es nicht.

Vergleich zur Plagiatsprüfung der Bachelorarbeit, 20 % Ähnlichkeit mit korrekten Belegen kann unbedenklich und 3 % ohne Beleg kritisch sein.

Schritt für Schritt: Markierungen bewerten

  1. Filter und Ausschlüsse prüfen

    Prüfe, welche Filter und manuellen Ausschlüsse dein Bericht tatsächlich anbietet. Turnitin nennt beispielsweise Bibliografie, Zitate, belegte Textstellen und kleine Treffer; einzelne Treffer oder Quellen können je nach Ansicht manuell ausgeschlossen werden. Blende nur klar eingeordnete Treffer aus und dokumentiere die Einstellung.

  2. Jede Markierung klassifizieren

    Klassifiziere jede Markierung: korrektes Zitat, korrekt belegte Paraphrase, fehlender Beleg oder zu nah am Original.

  3. Nach Risiko priorisieren

    Priorisiere nach Risiko: Lange Passagen ohne Beleg und hohe Übereinstimmung mit einer Einzelquelle sind kritischer als kurze Fachbegriffe.

  4. Gezielt korrigieren

    Korrigiere je nach Fall: Beleg ergänzen, Zitat korrekt formatieren, Paraphrase umformulieren und Quelle nennen, oder Argumentation eigenständiger gestalten.

Treffer nach Kontext priorisieren

Separat prüfen: Literaturverzeichnis, Deckblatt, Inhaltsverzeichnis und korrekt formatierte Zitate können erwartbare Treffer erzeugen. Prüfe sie separat. Falls dein Tool passende Ausschlüsse anbietet, dokumentiere die Einstellung und kontrolliere, dass nur die beabsichtigten Treffer ausgeblendet werden.

Kontext entscheidet: Gängige Fachbegriffe und Standardphrasen wie „im Rahmen dieser Arbeit“ sind häufig unproblematisch. Es gibt aber keine sichere Wortzahl, unter der du einen Treffer pauschal ignorieren kannst; auch eine kurze, prägnante Formulierung oder ein unbelegter Gedanke kann relevant sein.

Zuerst prüfen: Zusammenhängende Passagen mit hoher Übereinstimmung zu einer Einzelquelle, besonders wenn Beleg oder Kennzeichnung fehlen. Danach gehst du trotzdem jeden übrigen Treffer durch.

Beispiele: Unbedenklich vs. kritisch

Beispiel 1 (fiktiv, unbedenklich): Die Software markiert den wörtlich übernommenen Satz „Nachhaltigkeit ist ein zentraler Faktor der Unternehmensführung“ ([Autor] [Jahr], S. [X]). Prüfe: Ist der Wortlaut vollständig als Zitat gekennzeichnet und belegt? Ja. Ändere: Nichts, sofern Zitatformat und Quellenangabe dem verlangten Zitierstil entsprechen.

Beispiel 2 (kritisch): Ein ganzer Absatz über Forschungsmethoden wird markiert. Die gefundene Quelle ist ein Methodenbuch. Prüfe: Ist der Wortlaut nahezu übernommen oder eigenständig paraphrasiert? Ändere: Gleiche für ein direktes Zitat den Wortlaut mit der Quelle ab und kennzeichne etwaige Änderungen. Formatiere die Passage als Zitat und belege sie vollständig. Alternativ formuliere den Inhalt nach eigener Auseinandersetzung eigenständig und nenne die Quelle. Eine Quellenangabe allein macht eine nahezu wörtliche Übernahme nicht zur Paraphrase.

Beispiel 3 (Grenzfall): Drei Sätze sind markiert und ähneln einer anderen Bachelorarbeit. Prüfe: Hast du die Primärquelle selbst gelesen, oder kennst du Aussage und Formulierung nur aus der Bachelorarbeit? Ändere: Wenn du die Primärquelle selbst ausgewertet hast, formuliere deine eigene Darstellung und belege sie. Wenn du nur die Bachelorarbeit gelesen hast, zitiere diese als tatsächlich genutzte Quelle oder kennzeichne nach den Fachregeln ein Sekundärzitat. Gib eine ungelesene Primärquelle nicht als direkt genutzt aus.

Typische Plagiatsarten und wie du sie vermeidest

Plagiate können unterschiedliche Formen annehmen. Wer sie kennt, kann Übernahmen korrekt kennzeichnen und typische Fehler vermeiden. Die folgenden Beispiele erklären die Unterschiede; ob Software einen Fall erkennt, hängt von der Textähnlichkeit und den durchsuchten Datenbeständen ab.

  • Vollplagiat

    Problem: Das Übernehmen ganzer Textpassagen oder kompletter Arbeiten ohne Kennzeichnung. Ein Textabgleich kann solche Übernahmen nur finden, wenn die Quelle im durchsuchten Bestand vorhanden und technisch abgleichbar ist.

    So behebst du es: Schreibe jeden Abschnitt selbst und dokumentiere alle Quellen von Beginn an.

  • Paraphrasenplagiat

    Problem: Fremde Gedanken in eigenen Worten wiedergeben, ohne die Quelle zu nennen. Auch wenn du umformulierst, bleibt die Idee fremd und muss belegt werden.

    So behebst du es: Versieh jede Paraphrase mit einer Quellenangabe (z. B. „vgl. [Autor] [Jahr], S. [X]“).

  • Mosaikplagiat

    Problem: Textfragmente aus verschiedenen Quellen zusammensetzen und als eigenen Text präsentieren. Auch kurze Fragmente und eine übernommene Argumentationsstruktur müssen korrekt gekennzeichnet werden.

    So behebst du es: Entwickle eine eigene Argumentationsstruktur und integriere die Quellen darin, nicht umgekehrt.

  • Selbstplagiat

    Problem: Der Begriff „Selbstplagiat“ wird für unterschiedliche Fälle verwendet. Eigene bereits veröffentlichte Texte solltest du als frühere Veröffentlichung transparent belegen. Bei Teilen aus einer schon bewerteten Hausarbeit geht es zusätzlich um die Eigenständigkeit der neuen Prüfungsleistung; ob und in welchem Umfang eine Wiederverwendung erlaubt ist, richtet sich nach den geltenden Vorgaben.

    So behebst du es: Kläre die geplante Wiederverwendung vorab mit deiner Betreuung, verweise auf die eigene Vorarbeit und beachte die Prüfungsregeln. Bloßes Umformulieren macht eine bereits bewertete Leistung nicht automatisch zu einer neuen Prüfungsleistung.

Plagiate von Anfang an verhindern

Ähnlichkeitssoftware ersetzt keine saubere Quellenarbeit. Mit einer sauberen Arbeitsweise von Beginn an sparst du dir Stress vor der Abgabe. Die folgenden Gewohnheiten haben sich bewährt.

Vier Gewohnheiten gegen Plagiate, Quellen erfassen, Zitate markieren, Paraphrasen belegen und eigene Gedanken von Übernahmen trennen.
  • Quellenarbeit von Anfang an dokumentieren: Notiere bei jeder Quelle sofort die vollständigen bibliografischen Angaben. Ein Literaturverwaltungsprogramm wie Citavi, Zotero oder Mendeley hilft dabei: Es speichert deine Quellen, erzeugt Zitate im gewählten Stil und erstellt das Literaturverzeichnis automatisch. So vermeidest du, dass du später nicht mehr weißt, woher eine Information stammt.
  • Wörtliche Übernahmen sofort kennzeichnen: Wenn du beim Lesen einen Satz kopierst, setze ihn direkt in Anführungszeichen und notiere die Quelle. Das gilt auch für Notizen und Entwürfe. So rutscht später nichts als eigener Text durch.
  • Paraphrasen direkt belegen: Wenn du einen Gedanken zusammenfasst, füge sofort die Quellenangabe hinzu. Die Quellenangabe bleibt, auch wenn du den Text später noch überarbeitest.
  • Eigene Gedanken klar trennen: Markiere in deinen Notizen, was deine eigene Analyse ist und was du aus Quellen übernommen hast. Das hilft beim späteren Schreiben und verhindert Verwechslungen.

Schnellcheck vor der Abgabe

Bevor du deine Arbeit final einreichst, hilft dieser Schnellcheck, typische Plagiatsfallen zu prüfen. Gehe die Punkte in den letzten Tagen vor der Abgabe durch.

Schnellcheck Plagiatsprüfung
  • Falls vorgesehen: freigegebene Ähnlichkeitsprüfung durchgeführt und Bericht gesichtet

  • Alle markierten Stellen einzeln geprüft

  • Wörtliche Zitate mit Anführungszeichen und Quellenangabe

  • Paraphrasen mit Quellenangabe versehen

  • Literaturverzeichnis vollständig und konsistent

  • Falls verlangt: eidesstattliche Erklärung nach Hochschulvorlage unterschrieben und eingefügt

Wenn du unsicher bist, wie du mit einer bestimmten Markierung umgehen sollst, frag rechtzeitig deine Betreuung. Beschreibe die markierte Stelle, die gefundene Quelle und deine geplante Korrektur konkret.

Nächster Schritt: Abgabe vorbereiten

Wenn du den Bericht geprüft und alle erkannten kritischen Stellen bereinigt hast, bereite die formale Abgabe vor. Stimmen Inhaltsverzeichnis und Seitenzahlen? Ist der Anhang korrekt formatiert? Liegt die eidesstattliche Erklärung vor?

Informiere dich rechtzeitig über die Abgabemodalitäten deiner Hochschule. Manche verlangen eine digitale und eine gedruckte Version, andere akzeptieren nur PDF per Upload. Die Fristen sind meist streng, plane also einen Puffer ein.

Wenn du deine Bachelorarbeit für die Abgabe drucken lassen möchtest, kannst du das bei BachelorHero online konfigurieren. Mit Express-Versand erreichst du auch enge Deadlines.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch darf die Ähnlichkeitsquote sein?

Es gibt keinen universellen Grenzwert. Welche Quote entsteht, hängt unter anderem vom Text, den durchsuchten Datenbeständen und den Filtern ab; wie Treffer beurteilt werden, richtet sich nach Aufgabe und Hochschulvorgaben. Entscheidend ist nicht die Gesamtzahl, sondern ob übernommene Gedanken und Formulierungen korrekt gekennzeichnet und belegt sind.

Welche Plagiatssoftware nutzen Hochschulen?

Hochschulen und Fachbereiche setzen unterschiedliche Dienste und Abläufe ein. Die Universität Hamburg nennt Turnitin, die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Münster iThenticate. Ouriginal ist kein aktueller Dienst mehr: Turnitin hat den Dienst am 30. Juni 2026 eingestellt. Frag Prüfungsamt oder Betreuung, welches Tool und welcher Zugang für deine Arbeit gelten.

Wann sollte ich die Plagiatsprüfung durchführen?

Wenn du Zugang zu einer Vorabprüfung hast, plane sie zwei bis drei Tage vor der Abgabe ein, damit du Belege und Formulierungen korrigieren kannst. Eine frühere Zwischenprüfung kann helfen, systematische Zitierfehler zu erkennen.

Erkennt Plagiatssoftware umgeschriebene Texte?

Ähnlichkeitssoftware kann nahe oder identische Formulierungen finden, erfasst aber nicht jede Paraphrase. Eine nicht markierte Stelle ist deshalb nicht automatisch korrekt. Formuliere Inhalte eigenständig und belege jeden übernommenen Gedanken nach deinem Zitationsstil; bloßer Synonymaustausch ersetzt weder Paraphrase noch Quellenangabe.

Kann ich externe Online-Tools nutzen?

Ob du einen externen Online-Check nutzen darfst, hängt von den Vorgaben und dem Inhalt deiner Arbeit ab. Prüfe vor dem Upload, welche Bestände durchsucht werden, ob der Text in einem Repositorium gespeichert wird, wie Löschung und Weiterverwendung geregelt sind und ob vertrauliche oder personenbezogene Inhalte hochgeladen werden dürfen. Nutze bevorzugt einen freigegebenen Hochschulzugang.

Was passiert, wenn ein Plagiat entdeckt wird?

Ein festgestelltes Plagiat kann dazu führen, dass die Arbeit mit 5,0 oder „nicht bestanden“ bewertet wird. Das Prüfungsamt I der Universität Münster nennt für schwerwiegende Täuschungen außerdem eine mögliche Exmatrikulation oder ein endgültiges Nichtbestehen des Studiengangs. Welche Sanktion greift, ergibt sich aus Prüfungsordnung und Verfahren. Ein Ähnlichkeitsbericht allein beweist noch kein Plagiat.

Was mache ich, wenn Literaturverzeichnis oder Deckblatt markiert werden?

Markierungen in Literaturverzeichnis, Deckblatt oder Inhaltsverzeichnis sind zunächst Treffer, kein Urteil. Prüfe, ob der markierte Text korrekt und erforderlich ist. Nutze nur die Filter und Ausschlüsse, die dein Bericht tatsächlich anbietet. Turnitin dokumentiert unter anderem Ausschlüsse für Bibliografie, Zitate, belegte Textstellen und kleine Treffer sowie manuelle Ausschlüsse einzelner Treffer oder Quellen.

Wie gehe ich mit markierten Tabellen oder Abbildungen um?

Beschriftungen, Achsenbeschriftungen und Legenden enthalten oft Standardformulierungen, die markiert werden können. Das ist in der Regel unproblematisch. Kritischer sind Textpassagen in oder unter Abbildungen, die ohne Quellenangabe aus anderen Arbeiten übernommen wurden. Prüfe bei jeder Markierung: Stammt der Inhalt aus einer fremden Quelle? Falls ja, ergänze den Beleg.

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