Inhaltsverzeichnis
Wissenschaftlicher Schreibstil bedeutet: sachlich formulieren, Aussagen belegen und so schreiben, dass andere nachvollziehen können, wie du zu deinen Ergebnissen kommst. Ob dein Text diesen Anforderungen entspricht, prüfst du mit vier Fragen: Ist er sachlich? Präzise? Nachvollziehbar? Objektiv?
- Sachlichkeit: Keine emotionalen Wertungen wie „toll" oder „schlimm"
- Präzision: Genaue Begriffe, Zahlen und Zeitangaben statt vager Formulierungen
- Nachvollziehbarkeit: Belege für Behauptungen, nachvollziehbare Argumentation
- Objektivität: Distanz zum Gegenstand, Trennung von Beschreibung und Interpretation
In diesem Artikel findest du konkrete Formulierungen, Schnellchecks für jeden Grundsatz und einen 10-Minuten-Stilcheck, mit dem du deinen Text vor der Abgabe prüfen kannst.
Was bedeutet wissenschaftlicher Schreibstil?
Wissenschaftliches Schreiben bedeutet, Inhalte so darzustellen, dass andere sie nachvollziehen und überprüfen können. Im Unterschied zu persönlichen Texten steht nicht deine Meinung im Vordergrund, sondern die Sache selbst. Du beschreibst, analysierst und argumentierst auf Basis von Quellen und Belegen.
Für die Facharbeit heißt das: Du formulierst klar und vermeidest vage Aussagen. Statt „irgendwie interessant" schreibst du, warum etwas relevant ist. Statt persönlicher Überzeugungen lieferst du Argumente. Der wissenschaftliche Stil wirkt zunächst nüchtern, macht deinen Text aber glaubwürdiger und professioneller.
Die gute Nachricht: Wissenschaftliches Schreiben lässt sich lernen. Es geht nicht darum, möglichst kompliziert zu formulieren, sondern möglichst klar. Ein gut geschriebener wissenschaftlicher Text ist verständlich, nicht verklausuliert.
Facharbeit vs. Uni-Text: Was ist anders im Stil?
Die Facharbeit ist für viele der erste Kontakt mit wissenschaftlichem Schreiben. Im Vergleich zu Hausarbeiten oder Seminararbeiten an der Uni gelten ähnliche Grundprinzipien, aber mit anderen Erwartungen an Tiefe und Fachsprache.
Ziel und Umfang: Eine Facharbeit zeigt, dass du ein Thema eigenständig bearbeiten kannst. Der Umfang liegt häufig zwischen 8 und 15 Seiten, variiert aber je nach Bundesland, Schule und Fach erheblich. An der Uni sind Hausarbeiten und Seminararbeiten oft umfangreicher und mit höherem Anspruch an Quellenarbeit verbunden. Auch dort variieren die Erwartungen stark je nach Fach, Lehrstuhl und Dozent.
Fachsprache: In der Facharbeit darfst du Fachbegriffe verwenden, solltest sie aber erklären, wenn sie nicht allgemein bekannt sind. An der Uni wird oft vorausgesetzt, dass du die Fachsprache deines Studiengangs beherrschst.
Ich-Form: Viele Schulen tolerieren die Ich-Form bei Methodenbeschreibungen. An manchen Unis ist sie in bestimmten Fächern (z. B. Sozialwissenschaften) üblich, in anderen (z. B. Naturwissenschaften) eher unüblich.
Belegpflicht: In der Facharbeit brauchst du Belege für fremde Gedanken, aber der Umfang der Quellenarbeit ist überschaubar. An der Uni wird erwartet, dass du den Forschungsstand systematisch aufarbeitest.
Viele Schulen haben Musterarbeiten oder Leitfäden, an denen du dich orientieren kannst. Wenn keine konkreten Vorgaben existieren, halte dich an die Grundprinzipien: sachlich, präzise, nachvollziehbar, objektiv.
Die vier Grundprinzipien mit Schnellcheck
Diese vier Prinzipien bilden das Fundament für jeden wissenschaftlichen Text. Zu jedem Prinzip findest du einen Schnellcheck mit Ja/Nein-Fragen, die du beim Überarbeiten durchgehen kannst.
Du beschreibst Fakten und Zusammenhänge, ohne sie emotional zu bewerten. Wörter wie „toll", „schlimm" oder „unglaublich" haben in einer Facharbeit keinen Platz.
Statt: „Das Ergebnis ist erschreckend."
Besser: „Das Ergebnis zeigt einen Rückgang um 40 Prozent."
Schnellcheck Sachlichkeit:
- Habe ich alle wertenden Wörter (toll, schlimm, leider) entfernt?
- Beschreibe ich Fakten, ohne persönliche Wertungen einzuflechten?
- Sind meine Aussagen durch Zahlen oder Fakten gestützt?
Du verwendest genaue Begriffe und vermeidest vage Formulierungen. Zahlen, Namen, Zeitangaben und Fachbegriffe machen deinen Text konkret.
Statt: „Das Experiment dauerte ziemlich lange."
Besser: „Das Experiment erstreckte sich über sieben Tage."
Schnellcheck Präzision:
- Verwende ich konkrete Zeiträume/Zahlen statt „viel", „oft", „früher"?
- Sind Fachbegriffe korrekt verwendet und bei Bedarf erklärt?
- Kann jemand anderes verstehen, was genau gemeint ist?
- Sind Quellen mit Seitenzahlen angegeben?
Du begründest deine Aussagen und gibst an, woher dein Wissen stammt. Jede Behauptung braucht einen Beleg oder eine nachvollziehbare Argumentation.
Jede Aussage, die du nicht selbst ermittelt hast, braucht einen Beleg. Das übliche Format: (vgl. Nachname Jahr, S. Seitenzahl). Seitenzahlen sind besonders bei direkten Zitaten wichtig; bei indirekten Verweisen hängt es vom Zitierstil und den Vorgaben deiner Schule ab.
Statt: „Es ist bekannt, dass Pflanzen Licht brauchen."
Besser: „Pflanzen benötigen Licht für die Photosynthese (vgl. Nachname Jahr, S. Seitenzahl)."
Schnellcheck Nachvollziehbarkeit:
- Hat jede Behauptung einen Beleg oder eine Begründung?
- Ist die Argumentationskette logisch aufgebaut?
- Könnte jemand anderes meine Schritte nachvollziehen?
- Sind Zitate und Paraphrasen korrekt gekennzeichnet?
Du hältst Distanz zum Gegenstand und trennst Beschreibung von Interpretation. Deine persönliche Meinung tritt in den Hintergrund.
Statt: „Ich finde, dass der Autor übertreibt."
Besser: „Die Darstellung lässt sich als zugespitzt charakterisieren, da ausschließlich Extrembeispiele angeführt werden."
Schnellcheck Objektivität:
- Trenne ich klar zwischen Beschreibung und eigener Interpretation?
- Sind Einschätzungen als solche gekennzeichnet und begründet?
- Vermeide ich „ich finde", „meiner Meinung nach" bei Wertungen?
- Bleibe ich bei Gegenargumenten fair und sachlich?
Der 10-Minuten-Stilcheck
Mit diesem Stilcheck prüfst du deinen Text systematisch vor der Abgabe. Geh die fünf Schritte der Reihe nach durch. Der Check funktioniert am besten, wenn du den Text vorher einen Tag ruhen lässt.
Füllwörter markieren (2 Min.): Suche nach „halt", „eben", „irgendwie", „eigentlich", „quasi", „sozusagen", „total", „mega". Streiche oder ersetze sie.
Absoluta prüfen (2 Min.): Suche nach „immer", „nie", „alle", „keiner", „jeder". Ersetze durch „häufig", „selten", „die meisten", „in der Regel".
Belegpflicht prüfen (2 Min.): Lies jeden Satz und frag: Woher weiß ich das? Wenn die Antwort „aus einer Quelle" ist, muss ein Beleg stehen.
Satzlängen prüfen (2 Min.): Lies den Text laut. Wo du stolperst oder Luft holen musst, ist der Satz zu lang. Teile ihn auf.
Passivquote prüfen (2 Min.): Überfliege den Text auf Passivsätze. Wenn auffällig viele Sätze passiv formuliert sind, formuliere einige in unpersönliches Aktiv um („Die Analyse zeigt..."). Die optimale Mischung hängt vom Abschnitt ab: Methodenteil verträgt mehr Passiv als Argumentation.
Formulierungen für jede Situation
Wissenschaftliche Formulierungen helfen dir, präzise und sachlich zu schreiben. Hier findest du Wendungen für typische Situationen in der Facharbeit, sortiert nach Funktion.
Begriffe definieren
- „Unter X wird im Folgenden verstanden..."
- „Der Begriff X bezeichnet..."
- „X meint in dieser Arbeit..."
- „Nach Nachname (Jahr) bezeichnet X..."
- „Im engeren Sinne bedeutet X..."
- „X lässt sich definieren als..."
Nicht nötig bei Begriffen, die im Fach als bekannt vorausgesetzt werden.
Behauptungen absichern und relativieren
- „Die Daten deuten darauf hin, dass..."
- „Im Rahmen dieser Untersuchung lässt sich feststellen..."
- „Unter der Annahme, dass X zutrifft..."
- „Nach aktuellem Forschungsstand..."
- „Es ist davon auszugehen, dass..."
- „Die Ergebnisse legen nahe, dass..."
- „Tendenziell zeigt sich..."
Nicht bei eindeutigen Fakten verwenden, die du belegen kannst.
Argumentieren und begründen
- „Dies lässt sich erklären durch..."
- „Daraus ergibt sich..."
- „Ein Grund dafür ist..."
- „Vor diesem Hintergrund wird deutlich..."
- „Die Ursache liegt in..."
- „Dafür spricht, dass..." / „Dagegen spricht..."
Nicht für bloße Beschreibungen, sondern nur bei echten Begründungen.
Vergleichen und einordnen
- „Im Vergleich zu X zeigt Y..."
- „Während X..., hingegen Y..."
- „Anders als bei X..." / „Ähnlich wie bei X..."
- „Im Gegensatz dazu..."
- „Übereinstimmend mit X lässt sich feststellen..."
Nur verwenden, wenn der Vergleich zur Argumentation beiträgt.
Limitationen und Einschränkungen benennen
- „Die Aussage gilt unter der Annahme, dass..."
- „Diese Beobachtung bezieht sich auf den untersuchten Zeitraum..."
- „Im Rahmen dieser Arbeit konnte nicht untersucht werden..."
- „Die Reichweite der Aussage ist begrenzt auf..."
- „Aufgrund der begrenzten Datenlage..."
Gehören typischerweise ins Fazit oder in die Diskussion.
Für Einleitung und Fazit
Einleitung:
- „Die vorliegende Arbeit untersucht..."
- „Im Mittelpunkt steht die Frage..."
- „Ziel dieser Analyse ist es..."
- „Diese Arbeit geht der Frage nach..."
Fazit:
- „Zusammenfassend lässt sich feststellen..."
- „Die Analyse hat gezeigt..."
- „Aus den Ergebnissen folgt..."
- „Abschließend bleibt festzuhalten..."
Von Umgangssprache zu wissenschaftlich
Diese Gegenüberstellung zeigt, wie du umgangssprachliche Formulierungen in wissenschaftliche Sprache übersetzt. Nutze die Liste als Nachschlagewerk beim Überarbeiten.
Vorher-Nachher-Beispiel: Ein Absatz überarbeitet
Vorher (umgangssprachlich):
„Die Ergebnisse waren eigentlich total überraschend. Man sieht, dass irgendwie mega viele Schüler Probleme mit
dem Thema haben. Ich finde, das ist krass und sollte auf jeden Fall mehr beachtet werden."
Nachher (wissenschaftlich):
„Die Ergebnisse zeigen, dass ein Großteil der befragten Schülerinnen und Schüler Schwierigkeiten mit dem Thema
angab. Dieser hohe Anteil legt nahe, dass das Thema in der schulischen Praxis stärker berücksichtigt werden sollte."
Sobald du konkrete Zahlen nennst, gehört ein Beleg dazu, entweder auf eine Quelle oder auf deine eigene Erhebung.
Die Ich-Form: Wann erlaubt, wann nicht?
Die Frage nach der Ich-Form hat keine pauschale Antwort. Die Vorgaben variieren je nach Schule und Lehrkraft. Entscheidend ist, in welchem Kontext du „ich" verwendest.
Bei Methodenbeschreibungen:
- „In dieser Arbeit untersuche ich die Frage, ob..."
- „Ich konzentriere mich dabei auf drei Aspekte..."
- „Für die Analyse habe ich fünf Quellen ausgewählt..."
Diese Sätze beschreiben dein Vorgehen. Du triffst hier keine Wertung, sondern erklärst, was du tust und warum.
Bei Wertungen und Meinungen:
- „Ich finde, dass der Autor übertreibt."
- „Meiner Meinung nach ist das falsch."
- „Ich bin der Ansicht, dass..."
Diese Sätze drücken persönliche Wertungen aus. Sie wirken unwissenschaftlich, egal ob die Ich-Form grundsätzlich erlaubt ist oder nicht.
Alternativen zur Ich-Form: Statt „Ich untersuche..." schreibst du „Diese Arbeit untersucht..." oder „Im Folgenden wird untersucht...". Statt „Ich habe festgestellt..." schreibst du „Die Analyse zeigt..." oder „Es zeigt sich...". Statt „Ich bin der Meinung..." schreibst du „Es lässt sich argumentieren..." oder „Die Ergebnisse legen nahe...".
Passiv vs. Aktiv: Wann was passt
Das Passiv ist ein typisches Stilmittel wissenschaftlicher Texte, aber nicht immer die beste Wahl. Die Entscheidung hängt davon ab, was du beschreibst.
Bei Methodenbeschreibungen:
- „Die Proben wurden bei 20°C gelagert."
- „Die Daten wurden mit einer Tabelle erfasst."
- „Der Text wurde auf sprachliche Mittel untersucht."
Bei Methodenbeschreibungen steht die Handlung im Vordergrund, nicht wer sie ausführt. Das Passiv ist hier angemessen.
Bei Argumentation und Interpretation:
- „Die Analyse zeigt einen Zusammenhang zwischen X und Y."
- „Die Daten belegen, dass..."
- „Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass..."
Bei Argumentationen wirkt unpersönliches Aktiv lebendiger und klarer als verschachtelte Passivkonstruktionen.
Vorher-Nachher-Beispiel:
Zu viel Passiv: „Es wurde festgestellt, dass von den Befragten angegeben wurde, dass das Problem als schwerwiegend eingeschätzt wird."
Besser: „Die Befragung zeigt: Die Mehrheit der Teilnehmenden schätzt das Problem als schwerwiegend ein."
Als grobe Orientierung: Wenn du beim Lesen merkst, dass viele Sätze hintereinander passiv sind und der Text dadurch schwerfällig wirkt, lohnt es sich, einige in Aktivsätze umzubauen (z. B. „Es wurde festgestellt" → „Die Analyse zeigt"). Im Methodenteil ist mehr Passiv üblich, in der Argumentation weniger.
Typische Fehler mit Korrektur-Beispielen
Umgangssprache einschleichen lassen: Wörter wie „halt", „eben", „irgendwie", „total" oder „mega" gehören nicht in eine Facharbeit. Auch Füllwörter wie „eigentlich", „quasi" oder „sozusagen" schwächen deine Aussagen.
Fehler: „Das ist halt irgendwie total relevant."
Korrektur: „Das Thema ist für die Fragestellung von zentraler Bedeutung."
Zu kompliziert formulieren: Wissenschaftlich schreiben heißt nicht, möglichst lange Sätze mit möglichst vielen Fremdwörtern zu bauen. Klarheit ist ein Qualitätsmerkmal.
Fehler: „Die Thematik, welche im Folgenden einer näheren Betrachtung unterzogen werden soll, zeichnet sich durch eine nicht unerhebliche Komplexität aus."
Korrektur: „Das Thema ist komplex. Im Folgenden wird es genauer untersucht."
Unbelegte Behauptungen aufstellen: Aussagen wie „Es ist allgemein bekannt..." oder „Jeder weiß..." sind unwissenschaftlich. Nenne stattdessen die Quelle und belege mit Nachname, Jahr und Seitenzahl.
Fehler: „Es ist allgemein bekannt, dass Jugendliche viel Zeit am Handy verbringen."
Korrektur: „Laut einer Studie verbringen Jugendliche durchschnittlich mehrere Stunden täglich am Smartphone (vgl. Nachname Jahr, S. Seitenzahl)."
Absolutaussagen treffen: Formulierungen wie „immer", „nie", „alle" oder „keiner" sind fast immer zu pauschal.
Fehler: „Alle Schüler haben Probleme mit wissenschaftlichem Schreiben."
Korrektur: „Viele Schülerinnen und Schüler berichten von Unsicherheiten beim wissenschaftlichen Schreiben."
Nächster Schritt: Vom Entwurf zum fertigen Text
Dein Schreibstil entwickelt sich mit der Überarbeitung. Der erste Entwurf muss nicht perfekt sein. Schreib zunächst deine Gedanken auf, dann überarbeite den Text mit dem 10-Minuten-Stilcheck und den Schnellchecks zu den vier Prinzipien.
Ein zweiter Blick nach einer Pause hilft, sprachliche Schwächen zu erkennen. Bitte auch jemand anderen, deinen Text zu lesen. Frische Augen sehen Dinge, die du überlesen hast.
Wenn dein Text inhaltlich und sprachlich fertig ist, geht es an die formale Prüfung. Stimmt die Gliederung? Sind alle Quellen im Literaturverzeichnis angegeben? Entspricht das Deckblatt den Vorgaben?
Wenn alles geschrieben und korrigiert ist, exportiere dein Dokument als PDF und prüfe das Layout ein letztes Mal. Für den finalen Druck kannst du deine Facharbeit bei BachelorHero online konfigurieren. Das Softcover und die Spiralbindung eignen sich besonders für Facharbeiten.
Häufig gestellte Fragen
Darf ich in der Facharbeit „ich" schreiben?
Das hängt von deiner Schule ab. Viele Lehrkräfte akzeptieren die Ich-Form bei Methodenbeschreibungen („In dieser Arbeit untersuche ich..."), nicht aber bei Wertungen („Ich finde..."). Im Zweifel: unpersönlich formulieren („Diese Arbeit untersucht...").
Wie formuliere ich Gegenargumente fair?
Stelle Gegenargumente sachlich dar, ohne sie abzuwerten: „Kritiker wenden ein, dass..." oder „Gegen diese Position spricht...". Setze dich dann inhaltlich damit auseinander: „Dieses Argument greift jedoch zu kurz, weil..." oder „Dem lässt sich entgegenhalten, dass...".
Wie unterscheide ich sprachlich zwischen Ergebnissen und Diskussion?
Im Ergebnisteil beschreibst du neutral, was du beobachtet hast: „Die Messung ergab...", „Es zeigte sich...". In der Diskussion interpretierst und bewertest du: „Dies deutet darauf hin...", „Eine mögliche Erklärung ist...", „Die Ergebnisse legen nahe...".
Wie formuliere ich Definitionen wissenschaftlich?
Nutze Formulierungen wie „Unter X wird im Folgenden verstanden...", „Der Begriff X bezeichnet..." oder „X meint in dieser Arbeit...". Bei übernommenen Definitionen ergänzt du die Quelle: „Nach Nachname (Jahr) bezeichnet X...".
Wie drücke ich Unsicherheit aus, ohne schwammig zu wirken?
Verwende präzise Einschränkungen: „Die Daten deuten darauf hin...", „Im Rahmen dieser Untersuchung lässt sich feststellen...", „Unter der Annahme, dass X zutrifft...". Diese Formulierungen zeigen, dass du die Grenzen deiner Aussage kennst.
Wie erkenne ich Sätze, die einen Beleg brauchen?
Frag dich: Woher weiß ich das? Wenn die Antwort „aus einer Quelle" lautet, brauchst du einen Beleg. Wenn die Antwort „aus meiner eigenen Analyse" lautet, muss die Argumentation nachvollziehbar sein. Nur allgemeines Wissen braucht keinen Beleg.
Wann verwende ich Fachbegriffe, wann erkläre ich sie?
Fachbegriffe, die im Unterricht behandelt wurden oder in deinem Fach als bekannt gelten, kannst du ohne Erklärung verwenden. Speziellere Begriffe oder solche aus anderen Disziplinen erklärst du bei der ersten Verwendung kurz: „X (gemeint ist hier...)."
Formatierung der Facharbeit
Internetquellen richtig zitieren
Die richtige Methodik wählen